Grüne Klimakiller (1)

Die massenhafte Installation regenerativer Energieerzeuger wird uns von Politik, Medien und Lobby schmackhaft nahegebracht. Glitzernde Solar-Paneele vor reinem Himmel, lautlos drehende Rotoren von Windkraftanlagen vor wogenden Getreidefeldern. So ist die Welt in Ordnung, so soll sie überall sein, das ist die Botschaft dahinter. Was bedeuten die „Erneuerbaren“ wirklich für Umwelt und Klima?

imago images / Volkmann

Ja, das Wort ist Unfug. Klima kann man nicht killen, es ist und bleibt eine Wetterstatistik. Es klingt aber so schön reißerisch und vielleicht lockt es Leser an, die nur an Kohle, Öl und Gas denken, wenn jemand „Klimakiller“ sagt. Hier geht es aber um die Wirkung der gar nicht reinen Ökoenergien auf das Klima.

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Die menschliche Nutzung der Wind- wie auch der Sonnenenergie ist ein Eingriff ins Ökosystem. Energie kann nicht erzeugt, nur gewandelt werden. Jede Naturenergie wird ohne menschlichen Eingriff zu 100 Prozent von der Natur genutzt, jeder Eingriff stört das ursprüngliche energetische Gleichgewicht.

Solar- und Windenergie sind das Ergebnis der Sonneneinstrahlung, die wiederum einem kernphysikalischen Fusionsprozess der Sonne entspringt. Die Strahlung sorgt für direkte wie auch indirekte Energiezufuhr über Luftdruckunterschiede und Wasserkreisläufe. Sonnenenergie sorgt für die Erwärmung des Bodens, die Fotosynthese und die Verdunstung von Wasser, der Wind ebenfalls für Verdunstung und zusätzlichen Wärmeentzug.

Sobald der Mensch eingreift und Energie „abzweigt“, fehlt sie der Natur an anderer Stelle. „Jeder Eingriff in dieses bodennahe Ausgleichs- und Kühlsystem muss zu Änderungen im Wärmehaushalt der betroffenen Regionen führen“, schreiben die „Energiedetektive“ aus Graz in ihrer Studie 1). Die Entnahme von Sonnen- und Windenergie ändert natürliche Klimaprozesse. Windkraftanlagen beeinflussen die natürliche Ausgleichsströmung zwischen Zonen verschiedenen Luftdrucks, die Energie fehlt im bodennahen Kühlsystem und ändert damit auch die Wasserbilanzen. Sie greifen in das Lüftungssystem der Natur ein.

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Wie das im Detail geschieht, durch welche sich überlagernden Prozesse, die sich kompensieren, aber auch verstärken können, ist noch nicht eindeutig geklärt. Es gibt eine dünne Quellenlage, die verschiedene Theorien zeigt.
Die „Energiedetektive“ gehen davon aus, dass die geminderte Energie des Windes nach der Windkraftanlage (WKA) den Boden weniger kühlt und weniger Feuchtigkeit verdunsten lässt. Weniger Verdunstung und weniger Wolkenbildung, weniger Regen in weiterer Entfernung wären die Folge. In Summe würde die Sonneneinstrahlung zunehmen, was die Erwärmung wiederum fördert.

Andere gehen davon aus, dass durch die Drehung der Rotoren die laminare Schichtung der strömenden Luft aufgebrochen werde. Es erfolgt eine Umwandlung in Elektrizität mit einem Wirkungsgrad von etwas über 40 Prozent. Physikalisch bedingt unterliegt der maximale theoretische Wirkungsgrad der Windkraftanlagen der so genannten Betz-Grenze von 59 Prozent, hinzu kommen die praktischen Reibungs-, Wärmeverluste, Umwandlungs- und Leitungsverluste.

Die gegenseitige Windverschattung mehrerer Anlagen in Windindustrieparks mindert zusätzlich den rechnerischen möglichen Ertrag. Ein Teil der umgewandelten Energie wird sofort über die Verlustwärme von Generator und – sofern vorhanden – Getriebe und der Trafostation am Boden an die Umgebung abgegeben.

Der nicht umgewandelte Teil der Energie sorge für Verwirbelung. Es bilden sich so genannte Wirbelschleppen, die man sich als horizontale Tornados (geringer Intensität) vorstellen kann, die noch kilometerweit Bestand haben. Die vertikale Durchmischung der Luft bewirke einen Transport der feuchten Luft aus den bodennahen Schichten in höhere. Dabei kann es zur Auskondensation der Luftfeuchte in größerer Höhe durch den niedrigeren Druck kommen, was dann, wie auf dem Foto zu sehen, die Wirbelschleppen sichtbar macht.

Dazu komme der thermische Effekt. Durch den Luftabtransport aus bodennahen Schichten würde dem Boden Luftwärme entzogen, die feuchte Luft ziehe gleichzeitig Verdunstungswärme ab. Abkühlung und geringere Feuchtigkeit verschlechterten die Bedingungen für das Pflanzenwachstum. Die anthropogen verursachte Wolkenbildung sorge als atmosphärischer Wasserdampf für die Zunahme dieses stärksten und häufigsten Treibhausgases.

Eine weitere Theorie geht davon aus, dass die Verwirbelung der Luft zu deren Erwärmung führt und die Ablenkung nach oben sogar zu einer Verwirbelung und Zerstreuung von Wolkenfeldern führen kann.

So wird Natur zerstört
Todesurteil für Reinhardswald: Monster-Windräder in Grimms Märchenwald
Im Wald haben Windkraftanlagen unzweifelhaft besonders schädigenden Einfluss. Zunächst wird der Wald durch den Einschlag als CO2-Senke und Wasserspeicher dezimiert. Erosion und Auswaschung des ehemaligen Waldbodens sowie Versandung führen zu schnellerem Wasserabfluss, eine Versteppung der gerodeten Flächen droht.

Hinzu kommt die unterirdische Bodenversiegelung durch die mehrere tausend Tonnen schweren Stahlbetonfundamente, die mehr als drei Meter mächtig sind. Der feuchte Boden darüber trocknet aus, das Wasser kann nicht versickern und an der Grundwasserbildung teilnehmen. Der gleiche Effekt tritt auf den verdichteten Zufahrtsstraßen und Montageplätzen auf, die in der Ausdehnung die Fundamentflächen der Anlagen weit übersteigen. Desweiteren führen die Erdkabel für die Stromableitung zu örtlicher Austrocknung des Bodens. Die klimaregulierende Wirkung des Waldes wird insgesamt reduziert, der natürliche Widerstand gegen Extremwetter verringert sich.

Der Dürremonitor des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung zeigt die verschiedenen Trocknungsgrade des Bodens in Deutschland im Oberboden und in etwa 1,8 Metern Tiefe an. Offensichtlich ist, dass das Gebiet der trockensten Böden etwa deckungsgleich mit der räumlichen Verteilung von Windkraftanlagen ist.
Korrelation ist nicht Kausalität, der Bezug scheint dennoch augenfällig. Deckungsgleichheit mit der Niederschlagsverteilung besteht hingegen, abgesehen vom Osten des Landes, nicht.

Die Erkenntnisse sind nicht neu. Die Wirkung von Windkraftanlagen auf die Bodenfeuchte wurde bereits vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages (WD8-3000-057/13) beschrieben. Dass dies öffentlich kaum kommuniziert wird, ist Ergebnis von Lobbyarbeit und Energiewendeerfolgsjournalismus in unseren Medien.
Ebenso korrelieren der Ausbau der Windenergie und die Anzahl der Tornadomeldungen in Deutschland 1). Wachsen mehrere Windindustrieparks räumlich zusammen, wie zum Beispiel in der Uckermark, kann man davon ausgehen, dass die Beeinflussung des Mikroklimas zu einer Änderung des Regionalklimas führt.

Klima ist mehr als nur Temperatur

Einbahn
Strompreise kennen nur eine Richtung: nach oben
Die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten scheinen zu sinken. Ursache könnten die vielen Windkraftanlagen an der Nordseeküste und in der norddeutschen Tiefebene sein. Wurden in den 60er Jahren in Osnabrück noch im Jahresdurchschnitt 3,7 Meter pro Sekunde Wind gemessen, sind es heute nur noch 3,2 Meter pro Sekunde 2). Dies könnte die Verdunstung mindern, in heißen Sommern jedoch auch die Abkühlung und damit Extremtemperaturen begünstigen.

Bei der Offshore-Windkraftnutzung beträgt die Luftfeuchte am Fuß der Anlage, also auf Wasserspiegelhöhe einhundert Prozent. Dementsprechend werden größere Mengen Feuchtigkeit in höhere Luftschichten befördert, was mehr als an Land die Wolkenbildung und damit die Bildung des Treibhausgases Wasserdampf fördert.

Die Frage, ob die Nutzung der Windenergie „gut“ ist fürs Klima, lässt sich nur mit „nein“ beantworten. Sie kann die Bildung von Treibhausgas (Wasserdampf) fördern, für Austrocknung des Bodens sorgen und damit für verringerte Fotosynthese als CO2-Senke. Bezüglich der quantitativen Auswirkungen gilt auch hier das Wort von Paracelsus: Die Dosis macht`s. Der bisherige massenhafte Ausbau und der geplante exzessive Zubau zu den schon vorhandenen fast 30.000 Anlagen im Land steigern die negativen Umwelt- und Klimawirkungen.

Jede Windkraftanlage muss durch ein fast 100-prozentiges konventionelles Backup im Netz abgesichert werden, das wiederum Klimawirkung hat. Der Lastfolgebetrieb konventioneller Anlagen in nicht optimalen Betriebsbereichen erhöht deren spezifische Emissionen pro Kilowattstunde. Der „Wasserbetteffekt“ über den europäischen Emissionshandel (Windstrom verdrängt Emissionszertifikate ins Ausland und hält deren Preis niedrig) kommt hinzu.

Verhinderte Forschung

Windkraft lieben als Vorbeugung?
Machen Windkraftanlagen krank?
Zur genaueren Bewertung der Folgen der Windenergienutzung bräuchte es Messnetze im Bodenbereich für Aufzeichnungen von Temperatur und Luftfeuchte und deren Betrieb und Auswertung über längere Zeiträume. Zunächst bräuchte es aber den politische Willen und das Geld dazu, dies untersuchen zu lassen. Auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zum massenhaften Insektensterben an den Rotorblättern der Windkraftanlagen antwortete Umweltministerin Schulze, dass sie keinen Handlungsbedarf sehe. Man möchte die Welt, wie sie gefällt. Oder um es mit Schopenhauer zu sagen: „Was dem Herzen widerstrebt, lässt der Kopf nicht ein.“

Mit den grünen „Klimakillern“ verhält es sich genauso. Viel einfacher ist es für Politiker und Journalisten, fossile Verbrennungsprozesse allein für Klimawandel und das Elend dieser Welt verantwortlich zu machen.

Was bewirkt exzessive Windenergienutzung? Zugestellte Landschaften, ihrer Weite und ihrer Ruhe beraubt, Windindustriegebiete anstelle Natur. Der Blick darauf ist subjektiv. Manche verdienen an jeder Drehung des Rotors und sogar dann, wenn er steht, weil der Strom nicht abgenommen werden kann. Andere leiden unter Infraschall, haben Schlafprobleme, Bluthochdruck und den Wertverfall ihrer Immobilie. Auch hier wird die Gesellschaft gespalten.

Die Auswirkungen auf die Umwelt sind erheblich, auf Menschen, Flora und Fauna. Diese Themen sind an vielen Stellen schon beschrieben, zum Beispiel hier, hier und hier.

Windkraftanlagen beeinflussen das regionale Wetter und wirken sich langfristig auf das Klima aus. Dieses Feld der Forschung ist vor allem hinsichtlich seiner quantitativen Auswirkungen noch ausgesprochen unterbelichtet. Sollten Leser dazu weitergehende Erkenntnisse oder Quellen haben, nehmen wir diese gern entgegen.

In Teil 2 geht es um die Wirkungen der Photovoltaik auf den Treibhauseffekt.

1) Dieser Beitrag entstand unter maßgeblicher Verwendung einer ausführlichen Studie „Ermittlungsakte Energiewende – Nebenwirkungen auf Klima und Umwelt“
vom „Energiedetektiv“ aus Graz. Hier der Weg zur Studie.

2) donnerwetter.de, Pressemitteilung vom 29.5.2015

(Fotos: Vattenfall)


 

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Kommentare ( 51 )

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51 Kommentare auf "Grüne Klimakiller (1)"

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Auch interessant und die These der Bodenerwärmung untermauernd hierzu: https://news.harvard.edu/gazette/story/2018/10/large-scale-wind-power-has-its-down-side/

Nur mal so zur Info für Klimahysteriker: Habe gestern eine gute 2 teilige Doku in ZDF Neo geschaut. Name : Klima macht Geschichte Hier wird mit Fakten untermauert der Werdegang des Homo Sapiens und des Neandertalers in Koexistenz mit den permanenten Klimaveränderungen im Laufe der Geschichte beleuchtet. Auffallend war , dass im öffentlich rechtlichen eine Doku ausgestrahlt wird, die dem politischen linksgrünen Mainstream widerspricht, bis auf den Schlußsatz, in dem der Autor dann im Sinne von political correctness doch noch auf den Einfluß des Menschen zu sprechen kommt, und dass wir das Klima positiv beeinflussen können, was so seiner eigenen… Mehr

Seltsam finde ich auch, dass die Klimahysteriker offenbar dem Größenwahn verfallen sind, der Mensch könne das Klima nach seinen Wünschen beeinflussen oder kontrollieren. Aber den Auswirkungen eines Klimawandels oder eines Anstiegs des Meeresspiegels durch Eisabschmelzung sei der Mensch diesen Leuten zufolge vollkommen hilflos ausgeliefert – als hätten Menschen nie Deiche gebaut oder Häuser auf Pfählen errichtet…

0,038 % CO2 sind in der Atmosphäre, davon 96% natürlichen Ursprungs. Demnach „produziert“ die Menschheit nur 4%, das ist ein Anteil in unserer Atemluft von 0,00152%. Der Anteil der deutschen CO2 Emission im Weltmaßstab beträgt 3,1%. DAs entspricht wiederum einem Anteil von 0,00004712% in der Luft, der von uns beeinflusst werden könnte. [Ich persönlich leiste meinen Anteil in D an diesem „schlimmen“ Treibhausgas mit 0,00000000000589% (!).] Wenn die oben beschriebenen, geringfügigen Prozente genügen sollen, das Klima zu beeinflussen, dann wird es höchste Zeit, dass unsere „Klimaretter“ einmal die im Artikel angesprochene, quantitative Berechnung anstellen, in welchen Größenordnungen [%] sich die… Mehr

Und bei alledem haben wir inzwischen eine moderne Generation von Kernkraftanlagen, die nicht mehr GAU-fähig sind, mit minimalsten Rohstoffkosten zu betreiben sind, nur noch vergleichsweise kurzzeitig strahlenden Abfall erzeugen (und teilweise sogar noch den -zigtausend Jahre strahlenden „alten“ Atommüll unschädlich machen können). Das würde genügen, um auf diese Technologie zu setzen. Für Klimagläubige, aber nur für diese Verirrten, setze ich noch hinzu: sie arbeiten gänzlich ohne CO2-Ausstoß.
Trotzdem ist das ganze des Teufels. Warum? Weil es die heiligen Grünen so beschlossen haben.

Solche Technik/ technischen Abläufe sind im Hochtechnologiebereich, in „höheren Regionen“ der Naturwissenschaften. Das zu verstehen setzt eine Menge fundiertes Wissen und entsprechendes Denkvermögen voraus, das aber immer weniger vorhanden ist. Mit der Methode der „Kurzen Wege“ ist da nichts zu machen und zu verstehen. Das alles erfordert fundiertes umfassendes Wissen und langfristiges Denken. Jede neue Idee gut finden und sofort umsetzen wollen, wenn man nur „die Schlagzeile“ kennt und einleuchtend findet aber im Grunde genommen kein Ahnung hat was da sonst noch alles beeinflußt wird / Einfluß hat. Vor allem aber sich gar nicht die Mühe macht, sich selbst näher… Mehr
Der Artikel schildert plastisch das physikalische Gesetz actio = reactio, welches von Newton aufgestellt wurde und über die simple Mechanik hinaus gilt auch in ökologischen Fragen und sogar in der Philosophie. Das ist aber den einfältigen Gestalten der Grünen und Linken wie z.B. Bärbock, Hofreiter, Göring-Eckart usw. nicht zu vermitteln. Die glauben sogar, daß „Energie erneuerbar“ sei und ihre Luftschlösser folgenlos blieben – das blieben sie allerdings nur, wenn sie Luftschlösser blieben und niemand versuchte diese in die Realtiät umzusetzen. Deshalb sind die Grünen in Deutschland die größte Schilda-Partei und die umgefragten 20% der Wähler, die sie wählen, tragen auch… Mehr
Vielen Dank für diesen hervorragenden Artikel. In der Tat dürften die schädlichen Auswirkungen der Windkraftnutzung auf das Klima weit größer sein als das was sicher ergeben hätte ohne großtechnische WKA und ohne Atomausstieg. Zu einen ähnlichen Ergebnis wie dieser Artikel bin ich gekommenals die das Windkraftpotential auf Bais der Thermodynamik berechnete habe und die mit der aktuellen Nutzung verglichen habe. Eine Behinderung der Luftzirkulation führt übrigens ziemlich offensichtlich und zwangsläufig zu einen kontinentalleren Klima mit weniger Niederschlägen und stärkeren Temperaturextremen. Einen Fehler enthält allerdings der Artikel. Es heißt „Es erfolgt eine Umwandlung in Elektrizität mit einem Wirkungsgrad von etwas über… Mehr

Da immer wieder behauptet wird, daß zuviele Menschen auf diesem Planeten leben, mal eine kleine Rechnung. Wenn man jedem(!) Menschen auf der Erde ein Grundstück mit 400m² zur Verfügung stellt, dann würden diese Grundstücke ohne jegliche Infrastruktur gerade mal die Fläche von Indien einnehmen (A= 8*10⁶ * 400m² = 3.200.000km²). Die restliche Erde wäre menschenleer. Diese Betrachtung soll natürlich nicht der ungehemmten Bevölkerungsvermehrung das Wort reden, da diese mittlerweile ohnehin stark exponentiell verläuft, sondern nur illustrieren, daß die Menschen auf diesem Planeten nur ein verlorenes Häuflein sind.

400 m²? Interessante Annahme, die leider mit der Realität so gar nichts zu tun hat. Das Gründstück auf dem ich wohne ist schon wesentlich größer, pro Kopf. Dazu Straßen, Parkplätze, Produktionsflächen, Verkaufslächen, Flächen für öffentliche Einrichtungen und Daseinsvorsorge, Ackerflächen, Wälder, Flüsse, Seen. Das Gebirge, Wüsten zusätzlich noch wegfallen ist klar. Ich würde den Platzbedarf für einen Menschen, der nicht in Hongkong leben will (und das will ich GAAANZ SICHER NICHT!!!) irgendwo zwischen dem 10 und 100fachen ihrer Schätzung ansetzen. Machen wir der Einfachheit halber 50. 50 mal 3,2 Millionen km² gleich 160 Millionen km². Ups, Erde voll!!!! Hab nichts anderes… Mehr

Mmmh … die Landfläche der Erde umfasst 149,4 Mio. Quadratkilometer, wovon ca. 10% der Anökumene (Wüsten, Hochgebirge, Polarregion etc.) und 40% der Subökumene (kein Ackerbau) zugerechnet werden; der Einfachheit halber ca. 80 Mio Quadratkilometer; dies geteilt durch 8 Mrd. Menschen, dann kommt ein Mensch auf 1 Hektar Land. Das denke ich braucht es wohl auch, um einen Menschen auskömmlich ernähren zu können. Denn Essen und Trinken müssen ja auch die Menschen, wenn man sie, wie in Ihrem Modell, Sardinendosen-gleich zusammendrückt.

Natürlich haben wir zu viele Menschen auf diesem Planeten. Die brauchen nämlich – wer hätte es gedacht – nicht nur Platz, sondern auch Ressourcen. Damit meine ich nicht nur das Essen, sondern auch Kleidung, Heizung/Kühlung, Auto, Computer, Handy, usw. Oder will man wie die Grünen festlegen, wer fliegen darf, wer ein Auto oder ein Handy besitzen darf (nämlich ich und die anderen nicht). Und die gemäßigten Breitengrade sind ohnehin so voll, dass man sich wie im Rattenexperiment auf die Nerven geht. Die Erde ist am Limit. Schon längst. Und ins Weltall will man ja nicht. Igitt, Wissenschaft.

Ach und die Tier bekommen nix? Außerdem kannst du von 400qm nicht leben. Dann versuch mal in so einem Garten alles für dich zum Leben notwendige anzubauen und zu erzeugen. Viel Spaß!

Ach ja, zwei Ergänzungen (2 ist wichtiger hier): 1 – Meine Beispiele zuvor, warum man Wind bremsen wollte, sind ohne gemeinsamen Zusammenhang. In Norddeutschland will natürlich niemand aus der Luft durch „Wolkenmelken“ Wasser gewinnen, das macht man anderswo auf der Welt. Das waren einfach nur Ideen/Beispiele wild gemischt. Der Punkt ist nur: In Norddeutschland stehen genehmigte Anlagen, und wenn es einen technischen Nutzen gäbe, Strom in Gegenwind zu verwandeln, damit man weniger Luftaustausch für andere großflächige Prozesse hat, bräuchte man die Anlagen dort zumindest nicht mehr bauen und neu planen. Zum Beispiel, um dort Gen-Mais anzubauen ;)> 2 – Eine… Mehr
Einfach klasse, dass dieser Frage einmal kritisch nachgegangen wird. Wo? Natürlich nur bei TE. Der Gedanke ist doch ganz einfach: Was passiert, wenn die Windräder nicht Wind in Strom umwandeln, sondern mit Strom Gegenwind machen. Man stelle sich vor ein Unternehmen in einer speziellen klimatischen Region (1) möchte großflächig den bodennahen Wind verlangsamen. Das Unternehmen kauft also großflächig Ackerland in Norddeutschland, dort wo die Böden gut sind, wo es bereits Windenergieanlagen gibt, also die bereits genehmigt sind, auch andere Bedingungen, wie Wasserversorgung, top sind. In der Windschneise möchte es produzieren und es rechnet sich, die Windanlagen entsprechend umzurüsten und umgekehrt… Mehr

Es gibt eine ganze Reihe von Nebenwirkungen, die im Zusammenhang mit WKA’n verschwiegen werden bzw. über die man nichts wissen will.
Fraglich ist, ob man die Regierung über eine Petition dazu zwingen kann, eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen, die im Ergebnis geeignet sein könnte, diesen ganzen Unfug zu stoppen.