Kesseltreiben gegen eine islamkritische Frankfurter Professorin

Wenn „Studierende“ und „diskriminierungskritische Pädagog*innen“ gegen ein Kopftuchverbot für Kinder stänkern.

imago images / Future Image

Verfassungstext und Verfassungswirklichkeit sind in Deutschland längst zwei Paar Stiefel. Wir wissen das spätestens seit dem Spätsommer 2015. Nun hat diese Unterscheidung wieder mal die Universität Frankfurt erreicht. Dort gibt es ein Kesseltreiben gegen eine Professorin, die es sich „erlaubt“, am 8. Mai eine Konferenz zum Thema „Das islamische Kopftuch – Symbol der Würde oder der Unterdrückung?“ zu veranstalten.

Die angekündigte Konferenz ist hochkarätig besetzt. Organisiert und geleitet wird sie von Professor Dr. Susanne Schröter. Sie ist Direktorin des „Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam (FFGI)“ der Universität Frankfurt und bekannt als mutige Frau, die den Schalmeienklängen der Islamophilen nicht aufsitzt. Als Referenten für den 8. Mai hat sie unter anderem Alice Schwarzer, Gründerin und Herausgeberin der Frauenzeitschrift Emma, und Necla Kelek, Soziologin, Autorin und Vorstandsfrau TERRE DES FEMMES, vorgesehen. Schwarzer wird sprechen über das Thema „Von Teheran bis Neukölln. Der Siegeszug des politisierten Islam, nicht zuletzt dank einer falschen Toleranz“; Necla Kelek über das Thema „TERRE DES FEMMES Petition: Den Kopf frei haben. Kinderkopftuchverbot in der Schule und Ausbildungsstätten“.

Gewissen selbsternannten Vertretern der Alma Mater Frankfurt („Studierenden“) passt das gar nicht in den Kram. Sie posaunen hinaus: „Wir Studierenden …. sind schockiert, dass Prof. Dr. Susanne Schröter eine Konferenz … stattfinden lassen kann ….Wir können das nicht weiter dulden und fordern deshalb, dass die Veranstaltung ….. abgesagt wird und Prof. Dr. Susanne Schröter ihrer Position enthoben wird.“ Das Pamphlet endet ohne Rücksicht auf Interpunktion und ohne Rücksicht auf die Semantik des Begriffs Rassismus mit den Sätzen: „Für eine Universität an der Alle bedenkenlos studieren können! Kein Platz für Anti-Muslimischen Rassismus an unserer Uni!“

So weit, so gut, so weit, so schlecht. Das Erbärmliche daran ist, dass diese „Studierenden“ (Studierberechtigte sind übrigens nicht immer Studierwillige und Studierbefähigte) indirekt Flankenschutz und Schützenhilfe von 114 „Erstunterzeichnern“ einer „migrationspädagogischen Stellungnahme“ gegen ein Kopftuchverbot bekommen. „Diskriminierungskritische Pädagog*innen“ haben dazu ein „Bekenntnis“ (sic!) von sich gegeben.

Eine Münze kleiner geht es nicht, und offenbar wird nicht nur das Abiturzeugnis inflationär verramscht, sondern auch der Titel „Professor“. Man muss den drohenden Gähnfaktor mal überwinden und die 114 Leute näher anschauen: 50 von den 114 kommen aus einer Fachhochschule (pardon: University of Applied Sciences), 11 von ihnen sind NGO-Aktivisten, inkl. Frank Bsirske, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, sechs sind Exponenten einer Pädagogischen Hochschule, fünf einer katholischen oder evangelischen Hochschule. Nun ja!

Es ist jedenfalls sehr seltsam, was hier abläuft und welcher Provenienz respektive Gesinnung diese 114 „diskriminierungskritischen Pädagog*innen“ sind. Freiheit von Forschung und Lehre – das dürfte bei diesen Leuten allenfalls noch Verfassungstext, aber nicht mehr Verfassungswirklichkeit sein. Diese 114 sägen, weil sie zum größten Teil vom Steuerzahler alimentierte Professuren haben, jedenfalls am eigenen Ast, der da in Artikel 5, Absatz 3 des Grundgesetzes unter anderem lautet: „… Forschung und Lehre sind frei.“ Vermutlich gehört diese Art akademischer Elite aber nicht zu den Mitgliedern des Deutschen Hochschulverbandes (DHV), der sich vor kurzem zu Recht gegen „Denk- und Sprechverbote“ an Universitäten ausgesprochen und gefordert hat: „Die freie Debattenkultur muss verteidigt werden.“

Zwei Pikanterien zum Schluss: Schirmherr der Konferenz ist der hessische Minister für Soziales und Integration Kai Klose. Er ist Vorsitzender der hessischen Grünen. Man darf gespannt sein, ob er eine schützende Hand über die Veranstaltung hält. Oder ob dies seine grüne Co-Vorsitzende Angela Dorn tut, ist sie in Hessen doch Ministerin für Wissenschaft und Kunst. Und zweitens: Ausgerechnet der linke „FREITAG“ vom 24. April 2019 meint: „Wer noch nicht einmal bereit ist, seiner oder ihrer Meinung nach falsche Meinungen auszuhalten, der ist an einer Universität eindeutig am falschen Platz.“ Es kommt äußerst selten vor, dass man diesem Blatt beipflichten kann.

Und noch interessanter wäre zu erfahren, was unsere Allerobersten und offenbar schon den Vorruhestand Genießenden im Schloss Bellevue und im Kanzleramt von dieser Sache halten. Ob wieder mal Kapitulation angesagt ist? Wetten, dass wir von dieser Seite nichts wirklich „Hilfreiches“ vernehmen werden!

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Kommentare ( 118 )

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Leider hat sich Deutschland dem Islam schon so weit unterworfen, dass wir in einigen Jahren (auch durch den anhalten Zuzug und die starken Geburtenraten der Moslems)
eine islamische Republik Deutschland haben. Niemand stemmt sich wirklich dageben. Die Wähler wählen mit Vorliebe links/g r ü n und „Grün“ ist die Farbe des Islam.

Zum Thema noch ein Bericht auf Welt Online über eine Instagram-Gruppe mit dem Logo der Universität Frankfurt, die Frau Schröters Rauswurf fordert. Sie selbst vermute muslimische Studenten hinter dem Angriff und hat Angst, dass radikalislamische und salafistische Organisationen die Hetzschrift gegen sie weiterverbreiten.

Das alles ist nicht mehr tolerierbar. Muss sich nicht langsam mal der Staatsschutz um solche Leute kümmern?

Der Staatsschutz „beschäftigt“ sich ganz vorrangig mit den Leuten, welche sich gegen die Islamisierung Deutschlands wenden. Er ist linksgrün besetzt. Noch Fragen?

Staatsschutz gibt es nur noch gegen Rechtspopulisten. Alle anderen können tun und lassen was sie wollen.

Kopftücher sind ja nur das offensichtlichste Fanal der dem Islam immanenten Trennung in „Gläubige“ und „Ungläubige“.
Hinsichtlich der Frankfurter Erklärung wurde im 2. Vatikanischen Konzil trotz aller Unterschiede Allah dem Gott der Christenheit gleich gestellt – was durch den Islam anscheinend inzwischen übergriffig als Einladung und gar als „Unterwerfung“ verstanden wird. https://frankfurter-erklaerung.de/2016/12/allah-und-der-gott-der-christenheit/
Vielleicht wagt ja jemand, das wieder aufzunehmen und zur Diskussion zu stellen…

Natürlich versteht der Islam das so: Schließlich war zu Zeiten Abrahams und Konsorten die Welt rein islamisch – bis die Juden, später ihr großer Ableger Christen kamen und denen alles versaut haben. Ich hoffe sehr, dass Frau Prof. Schröter standhaft bleibt wie eine Frau, das ärgert die Moslems ganz besonders. Wir müssen alle sie und ihre Mitstreiterinnen (Kelek, Schwarzer, James, Ates, terre des femmes und viele Andere) unterstützen. Wir müssen gemeinsame Sache machen mit allen wirklich liberalen Muslimen im Lande, Schluss mit der kritiklosen Islamophilie **

Das Grundgesetz mit seiner Religionsfreiheit wurde nach einer Zeit verfasst, als man gerade das Judentum hatte vernichten wollen. Alle Formulierungen, übrigens auch das Asylrecht, tragen den Geist der überwundenen Tragödie bzw. die zukünftige Vermeidung des Ungeistes der Nazis in sich. 1948 hat kein Mensch Asyl in Deutschland beantragt und es wäre auch niemand auf die Idee gekommen in ein in Trümmern liegendes, darbendes Land zu kommen. So war ein großzügiges Asylrecht vor allem eine nach innen gerichtete Botschaft und keine nach außen. Niemand konnte sich zu diesem Zeitpunkt vorstellen, daß Deutschland einmal das höchste weltweite Scoring erhalten würde, das Flüchtlinge… Mehr

Und deswegen hat Deutschland nur ein „Grundgesetz“.
Leider.

Eine VERFASSUNG wie jeder andere Staat dieser Erde soll Deutschland anscheinend niemals bekommen!

Dafür braucht es die Verfassunggebende Versammlung – so wie es einmal im Grundgesetz ursprünglich vorgesehen war…

So ist es.
Deshalb werden im Grundgesetz nur sehr wenige „ewige Wahrheiten“ verkündet.
Es besteht die Möglichkeit das Grundgesetz zu ändern, im Gegensatz zu Religionsschriften. Diese wurde und wird auch des Öfteren gemacht. Es gab auch Veränderungen im GG in Bezug auf das Asylrecht.
Wer als Regierung keinen Handlungsbedarf sieht, wenn millionenfach Asyl beantragt wird, dieses von den zuständigen Behörden aber nur zu einem kleinen einstelligen Prozentsatz tatsächlich anerkannt wird, der hat m.M. nach seinen Regierungsauftrag grob vernachlässigt.

Das GG würde heute sicher anders formuliert, ich fürchte nur, nicht in unserem besten Sinn.
Eher nach links/grüner Ausrichtung.

Ich glaube, es gibt Gegenbewegungen, langsam, aber sicher. Die Moslems tun ja wirklich alles, was ihnen möglich ist, damit sie keiner mehr missverstehen kann. Sieht zB. Youssef Al-Husseini, Kairo-TV so: „Wenn sie (al Kaffirun) uns nicht hassen, so müssen sie geisteskrank sein“, gucksdu ww-net unter dem Namen, der Aussage, bei „memri.org“. Arabisch mit englischen Untertiteln. Dass der Mann noch lebt, ist der Tatsache geschuldet, dass in Ägypten durch das Militär unter Al-Asisi die Moslembrüder verboten worden sind, obwohl sie einen frei gewählten Präsidenten hatten. Der sitzt jetzt. Demokratie, in falschen Ländern, zu falschen Zeiten kann manchmal fatal sein, wenn jeder… Mehr
1965 veröffentlichte der Kommunist und Mitverfasser der kritischen Theorie Herbert Marcuse ein Essay mit dem Namen repressive Toleranz. Gerichtet war dieses Essay an die Studenten der Brandeis Universität in Californien sowie alle anderen Minderheiten, vor allem sexuelle, Feministen. In diesem Essay stellt Marcuse die neue Taktik der Marxisten vor wie die Linke, per Definition progressive Minderheit mit der reaktionären Mehrheit umuzgehen hat mit dem Ziel alles was nicht ihrem Weltbild entspricht mit allen Mitteln zu bekämpfen. Toleriert wird nur das eigene linke Weltbild.Das ist psychischer Terror und wenn die Antifa ins Spiel kommt physischer Terror. Mit diesem Virus sind alle… Mehr

Zu spät-, genau daran wird dieses Land ersticken.

Die Verfasser des Aufrufs sind noch nicht einmal in der Lage, fehlerfrei Deutsch zu schreiben – was für eine Bankrotterklärung deutscher Bildung.

Dass die Verfasser nach stalinistischen Säuberungsmethoden rufen, um linksgrüne Ideologie durchzusetzen, ist hervorragend geeignet, die Polarisierung und Spaltung der Bürgerschaft unseres Landes voranzutreiben Richtung Bürgerkrieg. Einen Vorgeschmack werden wir bald am 1. Mai in Berlin bekommen.

Es ist nicht im Sinne der Regierung, gegen diese Gewaltkriminellen vorzugehen. **

Leider richtig

Wenn wir mir den Kopftüchern durch sind, werden wir über Stahlhelme reden müssen.

Vollkommen sinnlos, sich mit Kopftüchern zu befassen, wenn nicht das insgesamt Feindliche dieser „Religion“ gegenüber allen „Ungläubigen“ endlich auf den Tisch kommt.

Während in vielen muslimischen Ländern Frauen von Vätern, Ehemännern oder der Staatsmacht gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen, übernimmt diesen Job hier eine linke Studentenschaft, von der man sich wirklich fragt, wie die es geschafft haben, sich durch das Abitur zu mogeln. Erst kürzlich sah ich im TV eine Professorin, die darüber berichtete, wie sie nach einem Umzug über eine Jobbörse einen Studenten engagierte, der ihre Bücher alphabetisch geordnet ins Regal stellen sollte. Er konnte es nicht! Das muss man sich mal vorstellen, was für Leute heute an den Unis studieren dürfen. Dass man dann natürlich versucht, von der eigenen… Mehr

Diskussionen auf sachlicher Ebene sind in Frankfurt und Berlin anscheinend fast nicht mehr möglich. Wenn man schon an der Uni nicht mehr frei denken darf, wo dann bitteschön?!
Toleranz jetzt nur noch für links-grüne Themen und Meinungen?
Deutschland ist auf den Hund gekommen…

Wenn man schon an der Uni nicht mehr frei denken kann, wo dann bitteschoen ?!
Kann man, Mein Onkel….bei Tich’s !!!
Hier haben wir „freie“ die „Uni“ , unsere Uni, wo wir unsere Gedanken, Sorgen und Befuerchtungen austauschen koennen !! Die Wirkung und die Zahl der Teilnehmer ist weit groesser als wir uns vorstellen koennen !!

Ein weiteres Dokument der Selbstabschaffung der Wissenschaftsfreiheit. Erwarten Sie bloß keinen Einspruch der hessischen Landespolitiker – wer will schon dem jungstalinistischen Geistesnachwuchs widersprechen! Dass sich Präparandenanstalten für Sozialbetreuung „Universities of Applied Sciences“ nennen, amüsiert mich. Bedeutet doch in der angelsächsischen Welt „Science“ in der Regel etwas mit Naturwissenschaft oder Technik. Aber mittlerweile ist ja der Qualitätsunterschied zu den „normalen“ Universitäten eh schon abgeschliffen. Bei dieser StudentInnenkohorte hilft reine Nachhilfe nicht mehr, wie Herr Mansour empfiehlt: hier muss wohl fundamental neu alphabetisiert werden.