Wie man eine Industrienation zugrunde richtet

Mit der „Verkehrswende“ gegen das Automobil und der „Energiewende“ gegen Kern- und Kohlekraftwerke wird Deutschland – nach der Migrationskrise – in eine zweite Existenzkrise gestürzt.

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Das Jahr 2019 beginnt, wie das Jahr 2018 zu Ende gegangen ist. Schritt für Schritt zeigt sich ein Krisenkomplex, der in seiner Größe und Wirkung mindestens so einschneidend für die Errungenschaften Deutschlands ist wie die Migrationskrise. Es geht dabei nicht um bestimmte Branchen mit ihren Sonderproblemen, sondern um die Identität einer Industrienation überhaupt mit ihrer spezifischen Arbeitsweise und Wertschöpfung, auch mit ihren Leidenschaften und ihrer Fähigkeit, Belastungen zu ertragen. Das wird an dem Doppelangriff deutlich, dem gegenwärtig gleich zwei grundlegende Industriesektoren ausgesetzt sind: im Verkehrsbereich wird das Grundelement „Automobil“ (sowohl als Diesel als auch als Benziner) angegriffen, im Energiebereich werden die großen Kraftwerke (sowohl die Kernkraftwerke als auch die Kohlekraftwerke) als stabile Träger der Grundlast-Versorgung angegriffen, ohne dass vergleichbar leistungsfähige Ersatzträger zur Verfügung stehen.

Das ganze Ausmaß des Krisenkomplexes ist erst im Laufe der vergangenen Monate und Wochen deutlich geworden. Bislang konnte es noch so erscheinen, als handele es sich um sehr begrenzte Eingriffe, die einzelne, besondere Technologien betrafen (die Kernenergie, den Diesel), doch jetzt ist klar, dass sich vor unseren Augen eine viel umfangreiche Delegitimierung der Industrie vollzieht. Nun sollen auch die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, die in Deutschland ungefähr 40 Prozent der Versorgung tragen. Und nun soll bei den Automobilen auch die Nutzung von Benzinmotoren drastisch eingeschränkt werden – die Motoren, die im vergangenen Sommer zum Höhepunkt der „Dieselkrise“ den Bürgern als Ausweg dargestellt wurden. Und dieser Generalangriff auf das Automobil als Massenverkehrsmittel wird in der bürokratisch-neutralen Verkleidung von Grenzwerten vorgetragen, die als bloßes Detail erscheinen und es dadurch ermöglichen, die verheerenden Folgen dieser Werte für ein bezahlbares Autofahren der Autoindustrie in die Schuhe zu schieben.

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Die diskrete Diktatur der Grenzwerte (I) – Damit wird erst jetzt wirklich deutlich, dass die Industriepolitik, die hier getrieben wird, eine fundamentalistische Politik ist, die wirklich an die Substanz der Industrienation Deutschland geht und sie in eine existenzielle Krise stürzt – denn sie hat keinen Ersatz zur Hand, der er nur annähernd die Leistungen der abgeschalteten Verkehrs- und Energieträger erbringen könnte. Aber diese fundamentalistische Industriepolitik fragt gar nicht ernsthaft nach einem Ersatz. Sie übernimmt diese Verantwortung für die Zukunft des Landes gar nicht. Ihr genügt der Hinweis auf „Höheres“. Das soll zum Beispiel „das Weltklima“ sein, genauer: eine bestimmte Gradzahl bei der Durchschnittstemperatur auf der Erde, jenseits derer angeblich die „Unbewohnbarkeit des Planeten“ droht. Oder eine bestimmte Konzentration von Stickoxyden oder Kleinstpartikeln (Feinstaub), die angeblich zu einer Luft führt, die „krank macht“ oder gar „zum Tode führt“.

Es sind vage, grenzenlose Worte, mit denen man Grenzwerte, die bis ins Kleinste definiert sind, legitimieren will. Diese scheinhafte, bürokratische Präzision soll darüber hinwegtäuschen, dass die Frage, wovon ein Land leben soll, wie seine Bürger ihren täglichen Strombedarf und ihre täglichen Wege bewältigen sollen, damit gar nicht beantwortet wird. Diese Frage kommt nicht vor. Sie hat vor den angeblichen „höheren“ Weltfragen ihr Recht verloren. An diesem Punkt wird die Politik ideologisch. Verantwortung wird durch Gesinnung ersetzt. Und so kann eine Demontagepolitik, die immer nur sagt, was nicht geht (was „unerträglich“ ist und was „nicht sein darf“) sich ausbreiten.

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Die diskrete Diktatur der Grenzwerte (II) – Diese Politik ist im Ergebnis diktatorisch und das wird jetzt deutlich. Es ist im Laufe des Jahres 2018 immer deutlicher geworden und das Jahr 2019 wird das noch stärker offenbaren. Am Ende stehen Fahrverbote. Die bürokratisch-kalten Grenzwert-Ziffern werden, nicht zuletzt mit Hilfe einer gegenüber den Folgen „blinden“ Grenzwert-Justiz, exekutiert – auch wenn Familien darüber zerbrechen. Auch wenn sie ihre Wohnstandorte, in die sie viel investiert haben und die für sie Heimat sind, aufgeben müssen. Auch wenn die Arbeitswege für Handwerker oder Gesundheitsdienste nicht mehr zu bewältigen sind.

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Kalt abgewickelt (I) – Wenn Menschen auf unendlichen Wegen zur Arbeit, zur Schule, zum Einkauf, zum Arzt, zum Sport am Ende ihrer Kräfte sind, wenn sie mit immer neuen Ausfällen, Umsteigezwängen und Anschlussproblemen konfrontiert sind, wenn sie in überfällten Bahnen, auf kalten Bahnsteigen, mit schweren Taschen, Kinderwagen oder Getränkekisten nur mit äußerster Anstrengung die Wege meistern, dann zuckt die Grenzwert-Politik nur mit den Achseln: „So ist halt die Rechtslage“, „Das ist ein wissenschaftlicher Wert“, „Da können wir nichts machen“.

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Kalt abgewickelt (II) – Die neue Industriedemontage dekretiert nur in den seltensten Fällen direkte die Schließung von Betrieben und Anlagen. Sie ist keine Demontage, wie wir sie aus Kriegs- und Nachkriegszeiten kennen, bei der ganze Anlagen abgerissen und weggeschleppt wurden. Nein, die heutige Demontage der Industrienation Deutschland kommt durch die Hintertür: Die Politik beschließt ihre „Grenzwerte“ und pocht nur auf unbedingter (nicht verhandelbarer) Geltung. Sollen doch die Unternehmen, Einrichtungen oder Haushalte sehen, wie sie damit klarkommen. Die Grenzwerte marschieren, und wenn die ganze Welt zugrunde geht. Auf den ersten Blick (vor allem bei der Beschlussfassung) sehen dieser Grenzwerte immer klein, harmlos und sogar „menschenfreundlich“ aus. So ein Grenzwert ist doch gut gemeint, soll sich die Öffentlichkeit denken. Und da er ein einzelner, kleiner Parameter ist, denkt man leicht, dass es in einem großen Betrieb doch leichtfallen müsste, eine Lösung zu finden. Dass Spielräume für Anpassungen geben müsste, um ein solches „Detail“ zu verarbeiten. In Wirklichkeit gibt es Grenzwerte, die die gesamte Produktion und Wertschöpfung einer Branche aushebeln können. Das ist jetzt im Verkehrs- und Energiebereich bei bestimmten pauschalen Umwelt-Grenzwerten (bezogen auf die Grundelemente Luft, Wasser, Boden) der Fall.

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Die gefährliche Pauschalität der Umwelt-Grenzwerte – Gerade dort, wo sich Grenzwerte auf die universellen Grundelemente Luft, Wasser, Boden beziehen und eine bestimmte „Umweltgüte“ vorschreiben, können sie – bei willkürlicher Ansetzung – eine verheerende Wirkung haben. Durch scheinbar „kleine“ Regelungen können ganze Industriezweige zugrundgerichtet werden. Der Begriff „saubere Luft“ ist für das wirkliche Leben und Arbeiten viel zu vage, aber „sauber“ ist zugleich ein absolut wertender Begriff – der die Dinge nach einem Schwarz-Weiß-Schema (sauber-schmutzig) unterteilt. Im Namen von solchen apodiktischen Wertungen kann ein gründlicheres Zerstörungswerk verrichtet werden als es mancher Krieg und manche totalitäre Planwirtschaft geschafft haben.

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Die Diesel-Kampagne als Lehrstück – Dies Vernichtungswerk können die Grenzwert-Setzer dann noch „der Industrie“ (vorzugsweise den Großkonzernen) in die Schuhe schieben. So geschah es bei der Kampagne gegen die angebliche „Betrügerei der Automobilkonzerne“ – unter eifriger Beteiligung der Bundeskanzlerin. Die Kampagne mobilisierte das Vorurteil, dass es für die Konzerne eigentlich ein Leichtes gewesen wäre, die Dieselgrenzwerte zu erfüllen, und dass sie dies willentlich um eines Extraprofits willen umgangen hätten. In Wirklichkeit waren die Grenzwerte so einschneidend, dass eine Einhaltung zu marktfähigen Kosten mehr als fraglich war. Den Konzernen ist vorzuhalten, dass sie das nicht offen gesagt haben und offen in einen Kampf um vernünftige Grenzwerte eingetreten sind. Dieser Opportunismus ist nach hinten losgegangen. Und nun zeigt sich, dass eine offene Auseinandersetzung um vernünftige Grenzwerte unvermeidlich ist und die Industrie ihre Existenz verspielen kann, wenn sie sich dieser (politischen) Auseinandersetzung nicht stellt.

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Und nun die Stilllegung aller Kohlekraftwerke – Die Autokrise ist im vollen Gange, da wird schon das nächste große Demontage-Unternehmen beschlossen: die Stilllegung aller Kohlekraftwerke. Wenn man die gesamte Energiepolitik des letzten Jahrzehnts zusammenfasst (also die Stilllegung der Kernkraftwerke mit einbezieht), wird damit praktisch der gesamte Park von Großkraftwerken demontiert. Also jener Park, der vor allem die kontinuierlich Grundlast-Stromversorgung Deutschlands sicherstellte. Ein vergleichbar stabile, von den Wechselfällen des Wetters und der internationalen Energiemärkte Grundlast-Technologie steht nicht zur Verfügung. Die wohlklingend als „erneuerbar“ bezeichneten Energiequellen bieten diese Stabilität nicht. Das Kuriose, ja, Irrwitzige dieser Demontage erfolgte mit zwei völlig gegenläufigen Begründungen: Der Stilllegungsbeschluss für die deutschen Kernkraftwerke erfolge unter dem Eindruck des Fukushima-Unfalls in Japan, man übertrug die Erdbeben-Gefahr auf Deutschland. Damit nahm man in Kauf, dass die Kraftwerke mit der besten CO2-Bilanz (das sind die Kernkraftwerke) wegfielen. So ernst war das Klimaproblem für die Regierenden also gar nicht. Nun, zehn Jahre später, erklärt man auf einmal den Klimawandel zur Hauptgefahr. Man macht ihn zu einem Verhängnis der Menschheit, von dessen Abwehr angeblich die Bewohnbarkeit des Planeten abhängt. Man hat die gesamten unter den großen Schatten dieser Drohkulisse gestellt und tut so, als müsse man im Notstands-Modus regieren. Was läge da näher, als sofort den Atomausstiegs-Beschluss zu revidieren? Das wäre der Prüfstein, ob es hier wirklich einen Ernst in der Sache gibt. Doch nichts liegt der herrschenden Energiepolitik ferner. Das zeigt, dass hier in Wirklichkeit ein ganz anderer normativer Maßstab verfolgt wird.

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Das Ressentiment gegen die Großkraftwerke (I) – Der gemeinsame Nenner, der die beiden Stilllegungsbeschlüsse – Kernkraftwerke und Kohlekraftwerke – verbindet, ist das „Kraftwerk“. Beide Beschlüsse richten sich gegen die Produktion in industriellen Großkraftwerken. Dass die jeweiligen (hochentwickelten) Technologien völlig unterschiedlich sind, interessiert nicht – der Vorbehalt, der hier zur Demontage führt, richtet sich gegen die „Größe“ der Maschinerie, die solche Kraftwerke darstellen.

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Das Ressentiment gegen die Großkraftwerke (II) – Dahinter stehen ein fundamental industriefeindliches Weltbild und ein normativer Anspruch, der in der Sache nie wirklich begründet wird: der Anspruch, dass die Gewinnung von Energie „naturnah“ erfolgen muss, um nachhaltig zu sein. Die Künstlichkeit der „großen Maschine“, die im Energiesektor entstanden ist, soll ihr Sündenfall sein. Diese Künstlichkeit wird gleichgesetzt mit Instabilität. Stabil kann nur das Naturnahe (und das Naturähnliche) sein, lautet – ausgesprochen oder unausgesprochen – die These. Die Begründung dieser These ist ideologisch: Sie geht von einer Natur aus, die von sich aus stabil ist, von einer präetablierten Naturharmonie.

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Das Ressentiment gegen die Großkraftwerke (III) – Doch dieser fromme Glaube wird von der Realität der regenerativen Energien in Deutschland täglich widerlegt: Hier ist eine bizarre Großapparatur aus unzähligen Anlagen und Leitungen, breit verteilt in der Landschaft, entstanden. Mit täglich neuen Energieströmen, die aufwendig koordiniert und so aus einem Wirrwarr in etwas Nutzbares verwandelt werden müssen. Ein System also, das sehr störungsanfällig ist und für die Stromerzeuger und -verbraucher eher einem Labyrinth gleicht als einem geordneten Betrieb.

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Eine Diktatur auf Raten – Dies alles wird mit absoluter Gewissheit verkündet. Es soll als wahre „wissenschaftliche“ Politik gelten und unrevidierbar sein. Über Deutschland liegt wie ein großer Schatten „der Klimawandel“. Er bildet die eigentlich politische Autorität im Lande. Ohne ihn zu berücksichtigen, darf niemand regieren. Und das gilt nicht nur für eine Legislaturperiode. Nein, wir bewegen uns längst außerhalb einer verfassungsmäßigen Ordnung, die bekanntlich nur Macht auf Zeit zulässt. Jetzt steht da eine andere Zahl: das Jahr 2038. Bis dahin sollen alle Kohlekraftwerke abgeschaltet werden. Bis ins Jahr 2038 sollen das politische Leben in Deutschland also heute schon festgelegt sein. Für diesen Zeitraum (und bis vollendete Tatsachen geschaffen sind) gilt die Demokratie nur eingeschränkt. In dieser zeitlichen Streckung steckt auch Heimtücke. Die Demontage fängt langsam an. „Ihr habt Zeit“ sagen die Regierenden, aber die Richtung liegt fest. Es darf noch über das „wie“ der Demontage diskutiert werden, die Verwaltungs-Frage der Umsetzung soll die politische Frage nach Ausstieg oder nicht ersticken. Der Gewinn dieses 20-Jahres-Plans ist klar: Über die ganze Wegstrecke ist die Regierungsmacht alternativlos. Die Bürger werden mit kleinen Schritten und Geld beschäftigt und hingehalten. Das kann man eine Diktatur auf Raten nennen.

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Ein Treppenwitz – Ausgerechnet diese Regierenden erklären jeden Tag, sie stünden in einer weltweiten Auseinandersetzung zwischen liberaler und autoritärer Politik! Und sie stünden dort selbstverständlich auf Seiten der Freiheit!

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Kommentare ( 123 )

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123 Kommentare auf "Wie man eine Industrienation zugrunde richtet"

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Wie anderswo bereits angemerkt: Könnte der Hintergrund nicht folgender sein: Deutschland ist zu reich für den Euro. Nun ist es so selbstlos und schafft seinen Reichtum ab.

Ja – und indem wegen fehlender Energie und mit der Zeit mangels Masse die Attraktivität Deutschland für „Flüchtlinge“ und „Migranten“ aus allen Ländern der Welt ersichtlich sinkt, hier also alles „abgegrast“ ist, suchen die sich dann auch ganz freiwillig andere, weiter erfolgreiche Länder für ihr angestrebtes gutes Leben in Saus und Braus.

Ohne Reichtum fällt der Pullfaktor gänzlich weg.
Ist es nicht irre klug von unserer Regierung, solchermaßen die Lösung für unsere Probleme zu gestalten?

Ist es nicht irre klug von unserer Regierung, solchermaßen die Lösung für unsere Probleme zu gestalten?

Ja, und noch dazu legitim, denn nur ein von Grüninnen kaputt regiertes Deutschland kann die Welt retten! Wenn die „Menschen“ in dem Land dann auch noch bettelarm sind, noch besser! ;-)))

Da vergeht einem das Lachen….

Vielleicht arbeitet ja doch noch jemand eifrig an der Umsetzung des Morgenthau-Plans? (sicherheitshalber: ist jetzt schon auch ironisch gemeint)

Sicher, ich bin schon alt. Deswegen kann ich mich auch noch gut erinnern, daß in meiner Kindheit der Glaube daran, daß Technik das Leben verbessert und für eine phantastische Zukunft sorgen wird, allgegenwärtig war. Wir konnten uns Autos mit Atomantrieb und interstellare Raumfahrt vorstellen, später waren viele Jungs fasziniert von Perry Rhodan, einer Science-Fiktion Heft-Romanserie, in der vieles von dem skizziert wurde, was wir heute selbstverständlich finden, wenn wir über unsere Smartphones nicht mehr nachdenken. Wir haben von unterirdischen Hochgeschwindigkeitszügen gelesen, von Flugautos etc. Diese Welten werden uns auch heute in Filmen präsentiert, allerdings selten mit optimistischem Grundton. Dabei hat… Mehr

inzwischen gönne ich den Anhängern von Greta Thunberg und den Freitags Schulschwänzern die Abwicklung Deutschlands von ganzem Herzen und ich gönnen ihnen auch den gesellschaftlichen Umbruch, den Greta im Schlepptau hat.
Für mich bezeichnend die Überschriften in einer lokalen Zeitung am gleichen Tag:
„„WIR HABEN KEINE ZEIT MEHR ZU VERLIEREN“
Kämpfer fürs Klima: Dieser Freisinger Großvater (68) ruft am Freitag zu Demo auf“
und die Jugend?
„Jugendstadtrat will Elektro-Party organisieren“
nebenbei: der Klima Opa war vorher in der Flüchtlingshilfe aktiv, bis diese sich auflöste.

Der Opa kommt mir wie jene Alten aus früheren, gottesfürchtigen Zeiten vor, die – wenn es ans Sterben ging – nicht selten nach einem Leben in Saus und Braus sich die letzte Ölung und Absolution vom örtlichen Pfaffen geben liessen, um auf den letzten Drücker reumütig in den Schoß der Kirche zurück zu kehren, auf dass ihrer armen Seele der Weg ins Himmelsreich geebnet sei.
Insofern ist deren Verhalten in Zeiten der Klimareligion nur bemerkenswert konservativ.

Der Klima Opa leidet nur unter dem allgemein bekannten Helfersyndrom. Dieses kann auch krankhaft sein und somit Behandlungsbedürftig. Dem Manne kann geholfen werden!

Wäre es nicht besser, wenn die Schüler ausserhalb der Unterrichtszeit für ihre bessere Bildung demonstrierten?
Es sollte auch darüber diskutiert werden, ob eine Elektro-Party sinnvoll für die Klimaverbesserung ist.
Der ältere Herr kann allein demonstrieren oder sich ein neues Betätigungsfeld suchen, wenn er solch einen grossen Wert aufs Demonstrieren legt.

Ich teile Ihre Meinung. Aber unser Ansatz ist falsch:
Wir müssen in die Schulen und Universitäten, den weltfremd eifernden, grünsozialistischen Moloch an der Wurzel ausmerzen. Die Armeen, wie man dieser Tage an Freitagen zur Kenntnis nehmen muss, speisen sich in Massen aus gehirngewaschenen Kindern, denen pausenlos Weltuntergangsszenarien vorgegaukelt wird. Da gehen auch Erstklässler (mit Eltern und Lehrern) auf die Straße, werden instrumentalisiert und mißbraucht, ohne zu wissen, was für Folgen das für ihr späteres Leben bedeutet. In kaum 15 Jahren ist diese gut vorbereitete Armee reif zum alles vernichtenden Krieg gegen den gesunden Menschenverstand. Davor habe ich fast noch mehr Angst.

Dafür ist es zu spät.

Es gibt keine „Aufklärbaren“.
Entweder die merken selbst, dass die eingeschlagene Richtung ins Desaster führt oder sie gehen den Weg der Lemminge bis zum bitteren Ende.
Blöd für die, die es besser wissen, aber nicht gehört werden oder gar nicht zu Wort kommen dürfen, das Elend bis zum Schluss mit ansehen und aushalten zu müssen.
Es hat sich übrigens seit trojanischen Zeiten nichts geändert!

Immer, wenn es der Politik zu viel wird (da sie ihren Auftrag, der ihnen von den Bürgern erteilt wurde, nicht erfüllt), schieben sie den Bürgern die Verantwortung zu.
Die dürfen sich dann um Migranten und all deren Problemen kümmern, um ‚Feinstaub‘ und um Kohlenmonoxid, während Politiker aller Couleur um die Welt jetten (unter Hinterlassung diverser Abgase, sowie auch diese ganzen Umweltaktivisten, die um die ganze Welt jetten…).
Während Kreuzfahrt-Fetischisten aus der Rechnung auch völlig rausgenommen sind, Bio-Jubler ihr Gemüse aus China einfliegen lassen, muss ich angeblich überlegen, ob mein Grill im Sommer oder mein Silvesterfeuerwerk noch ‚umweltkorrekt‘ sind.
Geht’s noch?

Genial, wie die Sache von oben her eingefädelt wurde und wie man dem Michel den Sack über den Kopf zieht. Den Bürger allzeit mit Tand wie auch Mülltrennung beschäftigt halten und hinterrücks das tragende System verändern. Stuttgart 21 wirkt im Nachhinein wie eine Generalprobe. Das Skript jetzt scheint ähnlich. „Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen.“ Soll von Lincoln stammen. Nur dumm, dass bei uns so viele schlafen und so viele andere nicht wissen wollen, gar vor der… Mehr
Werte alte weiße „Männchen“, das sind die Folgen einer weiblichen und gendergerechten Politik, die einen ausgeprägten Sinn für Unsinn hat und sich nicht mit solchen Banalitäten wie Autobau oder Stromerzeugung aufhält. Die neue deusche Industriekultur ist soft, weiblich und baut nicht mehr auf Konkurrenzdruck auf. Weg mit Exportüberschüssen, Made in Germany und Vorsprung durch Technik. Nun wird vom Ende her gedacht. Den Weg vom Ende zurück in die Gegenwart müssen Sie sich erfühlen. Wenn Sie den Weg rational denken, werden Sie leider feststellen, dass der Mittelteil schlichtweg vergessen wurde, dass da etwas fehlt. Bei schlechten Schülern hieß das früher Mut… Mehr
Oooch, nööö, Michael. Ihr Kommentar ist nicht stringend. Sie prangern Frauen an, führen das allerdings nicht weiter aus. Welche Beispiele haben Sie? Sorry, ‚alte weiße Männchen‘ sind eine Erfindung der Gender-Industrie. Sollten Sie normale weiße Weibchen allerdings als Bedrohung empfinden, haben Sie seit ca. 1950 nichts mehr mitbekommen, denn es gibt einen Unterschied zwischen diesen Künstlich-Aufjaulerinnen, die inzwischen nichts mehr mitkriegen außer einem Kniegriff vor 30 Jahren. Dazwischen gibt es allerdings genauso gute ‚Macherinnen‘ wie ‚Macher‘. Und bei beiden gibt es auch ‚Gurken‘ – schauen Sie nur mal auf die ‚Gurken‘ der letzten Jahre… Waren Männer wirklich soviel besser…? Übrigens… Mehr
Wie Sie sicher bemerkt haben sprach ich von „Männchen“, nicht Männern. D.h., ich halte auch nicht besonders viel von meinen mittlerweile völlig verweichlichten und verweiblichten Geschlechtsgenossen. Insgesamt ist mir dieser Geschlechterkampf, der ja unbestreitbar geführt wird, völlig fremd. Mein „Weibchen“, in leitender Stellung im Personalbereich tätig, verdreht regelmäßig bei ihren eigenen Geschlechtsgenossinnen die Augen, die in sexy Verpackung zu einem Vorstellungsgespräch kommen und sich dann gerne noch verschämt den obersten Knopf der Bluse zumachen möchten, weil dort eine Frau sitzt. Viele weibliche Führungskräfte sind mit äußerster Vorsicht zu genießen, weil extrem nachtragend. Sagt meine Frau. Männliche Fälle in der Richtung… Mehr
Sehr gute Zusammenfassung. Etwas vermisse ich allerdings dabei, nämlich die Darstellung des politischen Mechanismus, der hinter allem steckt. Dieser Mechanismus funktioniert über das linksverseuchte Brüssel, wo demokratisch nicht legitimierte Systemlinge (EU-Kommission) genau diese Dinge einleiten und durchsetzen. Die Grenzwerte sind nicht vom Himmel gefallen, sie wurden in Brüssel festgelegt, nach einem Gutachten, das Brüssel bei der ebenfalls linksdominierten WHO in Auftrag gegeben hatte. Unsere Politiker können sich nun hinstellen und sagen: Das hat Brüssel beschlossen und wir müssen uns daran halten, da können wir nichts machen. Und damit produzieren sie die Fiktion, selber Opfer zu sein und entziehen sich damit… Mehr

Ach Gottele, nur keine Panik! Wenn es nix mehr zu Saufen und zu Fressen gibt, war bisher noch jede Party hübsch schnell vorbei. Nur der Kater … der war/wird heftig …

Was die Chinesen machen, ist einige Millimeter näher an der Marktwirtschaft als die Direktiven des Politbüros der Kanzlerin.