Macrons europäische Transferunion

Macron will Anleihen aller Euro-Länder (Eurobonds), „Bankenunion“, gemeinsame Einlagensicherung und EU-Arbeitslosenversicherung. Vergemeinschaftungen. Sie machten die EU definitiv zur Transferunion. Der Euro-Liberale entpuppt sich als Euro-Sozialist.

@ Eric Feferberg/AFP/Getty Images

Es gibt in diesen Tagen ein denkwürdiges Zusammentreffen zweier Vorgänge: Auf der einen Seite haben führende Vertreter der EU, der Kommissionspräsident und die deutsche Kanzlerin vorneweg, sich mächtig gegenüber Großbritannien in Pose geworfen. Man will London erstmal dazu zwingen, für den EU-Austritt zu „bezahlen“, bevor man überhaupt ein Angebot für zukünftige Beziehungen macht. Auf der anderen Seite feiern die Regierenden einen französischen Präsidentschafts-Kandidaten als Hoffnungsträger Europas. Überall ist das Macron-Fieber ausgebrochen. Während der Feind in Großbritannien ausgemacht ist, soll der Retter aus Frankreich kommen.

Wie oft wurde schon in deutschen Medien die Behauptung wiederholt, die Briten hätten nicht gewusst, was sie erwartet, wenn sie für den Brexit stimmen. Aber weiß man in Frankreich eigentlich, was man mit einem Präsidenten Emmanuel Macron bekommt? Und wissen die EU-Europäer, was für ein Risiko sie eingehen, wenn sie die Zukunft der europäischen Beziehungen so sehr an die Besetzung der französischen Staatsführung binden? Die Schieflage des Landes ist ja beträchtlich und das wiegt schwer in Europa, allein schon wegen der Größe Frankreichs.

Wofür steht Macron? Abgesehen davon, dass die Aussagen des „unabhängigen“ Kandidaten sehr sprunghaft und plakativ sind, fällt ein Missverhältnis zwischen seinem französischen und seinem europäischen Ehrgeiz auf. Macron ist sehr zurückhaltend, was die inneren Reformen Frankreich betrifft. Seine Kürzungsvorschläge im übermächtigen Öffentlichen Dienst zeugen von wenig Konfliktbereitschaft. Das Renteneintrittsalter von 62 Jahren soll beibehalten werden. Auch bei der Reduzierung von Staatsdefizit und Staatsschulden unterscheidet er sich kaum von der Politik Hollandes seit 2014. Diese Zurückhaltung im Inneren wird durch sehr weitgehende „Europäisierungen“ kontrastiert. Gleich im ersten Punkt von Macrons Wahlmanifest heißt es: „Um viel mehr als heute investieren zu können, wollen wir ein Eurozonen-Budget“, das von einem Parlament der Eurozone beschlossen und von einem Wirtschafts- und Finanzminister der Eurozone umgesetzt wird. Macron schlägt gemeinsame Anleihen aller Euro-Länder (Eurobonds) vor, die Vollendung der „Bankenunion“ durch eine gemeinsame Einlagensicherung, sowie eine gemeinsame EU-Arbeitslosenversicherung. Lauter Vergemeinschaftungen also. Würden sie verwirklicht, wird die EU definitiv zur Transferunion. Der Euro-Liberale entpuppt sich als Euro-Sozialist.

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Die neue Gewichtsverteilung in der EU – Hans-Werner Sinn hat in einem Beitrag für die FAZ (16.3.2017) genau auf dies Missverhältnis zwischen innerer und äußerer Krisenbewältigung hingewiesen: „Macron schlägt den Franzosen ein Programm vor, das ihnen selbst Entbehrungen erspart, und sucht stattdessen mit Deutschland den Schulterschluss für ein gemeinsames Eurobudget, Eurobonds, eine gemeinsame Einlagensicherung und eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung.“ Sinn macht darauf aufmerksam, dass durch den Brexit der bisherige „D-Mark-Block“ (Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Finnland) kleiner wird und nicht mehr die Sperrminorität von 35% der EU-Gesamtbevölkerung (nach dem Lissabon-Vertrag) erreicht. Dieser Block habe bisher einen gewissen Schutz gegen stabilitätsgefährdende Beschlüsse dargestellt. Dieser Schutz fehlt bald.

Es geht also nicht darum, der Person Macron eine dämonische Kraft anzudichten. Sein Programm könnte Wirklichkeit werden, weil er im Rahmen einer neuen EU-Konstellation an die Macht kommen würde. Hier gibt es gewissermaßen eine „natürlichen Tendenz“, die neuen Mehrheitsverhältnisse zu nutzen, und dafür wächst Frankreich die Schlüssel- und Führungsrolle zu.

Genau an dieser Stelle passt dann die Figur des jung-dynamischen Retters Macron besonders gut. Für eine Vergemeinschaftung der Defizite ist ein Politiker, der das Image des Liberalen hat und daher unter keinem Links-Verdacht steht, die Idealbesetzung. Da liegt die hochgefährliche Seite dieser uns so freundlich zuwinkenden Kandidatur: Sie enthält einen Keim zur Erpressung – frei nach dem Motto „Ihr werdet den von Euch so geliebten jung-dynamischen Macron doch nicht im Regen stehen lassen. Ihr müsst ihm Erfolge zugestehen.“ Mit einem Macron-Frankreich würde die Gefahr einer Achsenverschiebung der EU real – weil sie im „liberalen“ Gewand daherkommt.

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Die „besondere Beziehung“ zwischen Paris und Brüssel – Aber die Europäische Union ist doch eine auf Verträgen beruhende Gemeinschaft. Ist damit eine Achsenverschiebung nicht ausgeschlossen? Nein, ist sie nicht. Denn es gibt in der EU zunehmend Vorgänge, die an der Geltungskraft der Verträge zweifeln lassen. Bei diesen Vorgängen spielt Frankreich nicht nur eine Nebenrolle.

Im Jahr 2016 erschien in Frankreich ein Buch mit dem Titel „Un président ne devrait pas dire ca“ („Ein Präsident sollte das nicht sagen“) erschienen, in dem die beiden „Le Monde“-Journalisten Gerard Davet und Fabrice Lhomme ausführlich aus insgesamt 61 Gesprächen zitieren, die sie seit 2012 mit dem Präsidenten Hollande geführt haben. Dort plaudert der Präsident ganz unverblümt vom politischen Geschäft. Und an einer Stelle spricht er von einer geheimen Abmachung mit der EU-Kommission, die Frankreich eine zweijährige Fristverlängerung für die Überschreitung der 3-Prozent Grenze erlaubt hätte. Dabei, so Hollande, habe der Vertreter der EU-Kommission folgendes Vorgehen vorgeschlagen:

„Wir ziehen es vor, wenn Sie weiterhin die 3 Prozent öffentlich als Ziel anstreben, denn dann können wir besser mit den anderen Ländern umgehen … Wir bewilligen Ihnen ein gewisses Entgegenkommen beim Rhythmus, der Ihren Vorstellungen der Haushaltsplanung entspricht. Und wenn es dann nicht die 3 Prozent werden, dann werden wir Ihnen dafür nicht die Schuld geben.“

Hollande spricht in diesem Zusammenhang wörtlich von einem „geheimen Vertrag“. Er sagt auch ganz offen, seine Regierung habe von vornherein gewusst, dass sie die erklärten Haushaltsziele nicht erreichen würde: „Wir wussten, dass wir nicht bei 3 Prozent ankommen werden. Aber wenn wir das von Anfang an gesagt hätten, wären wir nicht als seriös eingeschätzt worden.“ Die Sonderbehandlung Frankreichs durch die EU-Kommission erklärt Hollande als „das Privileg der großen Länder“: „Wir sind eben Frankreich, wir schützen euch, wir haben eine Armee, eine Kapazität der Abschreckung, eine Diplomatie.“ Die Europäer wüssten, „dass sie uns brauchen. Und das hat eben seinen Preis, der gezahlt werden muss.“ (zit. nach einem Artikel in der FAZ vom 18.10.2016)

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Verträge und „Beziehungen“ – Diese Passagen belegen nicht nur, dass Paris in Bezug auf die Stabilitätskriterien mit Unterstützung von Brüssel betrogen hat. Hier wurde ausdrücklich und mit Heimtücke der Maastrichter Vertrag (ein Zentralpunkt des ganzen EU-Vertragssystems) umgangen. Doch nach Bekanntwerden dieser Äußerungen Hollandes wurde nicht etwa eine Untersuchung und ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Sondern es wurde der Vorgang stillschweigend hingenommen. Das belegt, dass die Europäische Union zu einem erheblichen Teil neben und außerhalb der Verträge arbeitet. Als Gesamtheit ist sie bereits jetzt keine Vertragsgemeinschaft mehr, sondern enthält eine ganze Grauzone von außervertraglichen Beziehungen. In dieser Grauzone herrscht offenbar ein Zustand organisierter Willkür, in dem sich bekanntlich in der Regel das Recht des Stärkeren durchsetzt. Das heißt auch: das Recht der größeren Länder wie Frankreich.

Helds Ausblick 10-2017
Das Phänomen Macron
Das gilt für den Maastrichter Vertrag, der faktisch an einer entscheidenden Stelle systematisch gebrochen wird. Gleiches kann man mit Fug und Recht auch von einem zweiten Vertrag sagen: dem Schengen-Vertrag, der das verbindliche Verhältnis zwischen dem Schutz der EU-Außengrenzen und der Öffnung der EU-Binnengrenzen regeln soll. Dieser Vertrag wurde und wird systematisch gebrochen. Und doch tut man so, als gäbe es ihn noch und will in seinem Namen eine Quotenverteilung von Migranten in der EU durchsetzen. Dabei sind „Maastricht“ und „Schengen“ nicht irgendwelche Nebenverträge, sondern zentrale Bausteine der Europäischen Vergemeinschaftung. Diese Vergemeinschaftung geschieht also nicht nur in der rechtsstaatlichen, vertraglichen Form, sondern auch durch informelle „Beziehungen“. Frankreich hat schon bisher gezeigt, dass es auf dieser Doppelklaviatur der Politik zu spielen weiß. Man muss damit rechnen, dass die spezielle Beziehung zwischen Paris und Brüssel unter einem Präsidenten Macron eher stärker als schwächer wird. Ein definitiver Schritt in eine europäische Transfer-Union ist also nicht nur eine theoretische, sondern eine ganz akut-praktische Gefahr.

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Man sagt „Europa“ und meint „Kredit“ – Es ist in diesen Tagen viel davon die Rede, dass Deutschland und Frankreich unbedingt „zusammenstehen“ müssen. Das wir in den Wahlen des Jahres 2017 eine „proeuropäische Haltung“ zeigen müssen. Auf manchen Plätzen wird schon jeden Sonntag eifrig mit dem EU-Fähnchen gewunken. Aber ein Blick auf die immens gewachsene Schuldenlast in Europa zeigt, dass es weniger um Haltung geht und mehr um Kredit. Die Schieflage von Wirtschaft und Staatsfinanzen wird durch die Umverteilung von Kredit und Subvention durch EZB und EU in Schach gehalten wird. Halb Europa baut auf die Bonität Deutschlands und Deutschland möchte um jeden Preis seine günstige Exportposition ausbauen. Diese grenzüberschreitende Kombination von Schieflagen ist das Geschäftsgeheimnis der „europäischen Lösungen“.

Aber diese Lösungen sind nicht nachhaltig. Tatsächlich wachsen ja die Defizite und Schulden mit jedem Tag weiter. Auch sind die Grenzen der deutschen Exportüberschüsse schon deutlich sichtbar. Ein europäischer Bilanzausgleich, der zwischen den Überschüssen einer Minderheit von Ländern und den Defiziten einer Mehrheit hergestellt werden soll, kann nicht gelingen. Eben so wenig kann eine Schieflagen-Kombination zwischen Deutschland und Frankreich funktionieren. Ein solcher „Kern“ Europas würde auch im deutsch-französischen Verhältnis viel zerstören, weil er beide Nationen in einer schlechten, entwürdigenden Rolle fixiert.
Soll das wirklich der europäische Zukunftsentwurf sein? Und sollen wirklich die Macrons dieser Welt unsere Leitfiguren für das 21. Jahrhunderts sein?

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Die Gegenrechnung – Wenn man diesen Aussichten einmal etwas länger ins Auge blickt, wächst die Neigung, doch einmal die Gegenrechnung zu machen: Ist der „nationale“ Kurs von Le Pen nicht ehrlicher bei den wirklichen (inneren) Problemen des Landes? Und fahren nicht auch die anderen Länder in Europa besser, wenn sie es mit einem selbstverantwortlichen Frankreich zu tun haben?

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Eine neue politische Konstellation in Frankreich – Die Entscheidung der Präsidentschaftswahlen fällt zwischen dem „parteilosen“ Kandidaten Emmanuel Macron und der Kandidatin des Front National, Marine Le Pen. In dieser Gegenüberstellung liegt eine tiefere Wahrheit. Hier zeichnet sich eine neue Gruppierung der politischen Kräfte ab, die die politische Landschaft der kommenden Jahre und Jahrzehnte prägen könnte. Wie wäre diese Gruppierung zu beschreiben?

Provisorisch könnte man davon sprechen, dass auf der einen Seite (Macron) eine Politik ohne feste Grenzen und Bestände steht, in der globale (europäische) Aushandlungsprozesse alles Wesentliche regeln. Diese Politik nimmt für sich „Offenheit“ in Anspruch und will Frankreich nur soweit repräsentieren, wie es europäisiert ist. Auf der anderen Seite (Le Pen) sammeln sich die Kräfte, die eine Politik auf Grundlage der begrenzten Bestände, Verhältnisse und Interessen eines Landes anstreben. Für sie ist politische Legitimität nur möglich, wenn sie sich im Rahmen eines „kompakten“ Staatswesens arbeitet und sich in der Kontinuität eines bestimmten Staatsvolks zu verantworten hat. Dieser politische Pol geht davon aus, dass ein anderer, größerer Verantwortungsrahmen nicht zur Verfügung steht und deshalb die Nationen nach wie vor die grundlegende politische Instanz sind.

Man könnte auch sagen, dass sich ein diffuser, ins Globale aufgelöster Liberalismus und ein Liberalismus begrenzter Akteure (der nationalen Verfassungsstaaten) gegenüberstehen. Diesen Gegensatz verkörpern die beiden Kandidaten. Die globalisierende Option hat einen „unabhängigen“ Kandidaten hervorgebracht, der die etablierten Regierungsparteien auf der „linken“ und „rechten“ Seite außer Funktion setzt und damit die Konturen der französischen Demokratie zum Verschwimmen bringt.

Das offene Frankreich verschlingt seine Parteien.

Die Option der nationalstaatlich begrenzten Verantwortung hat eine Partei hervorgebracht, die bereits einige Stürme überstanden hat. Sie ist zunächst als eine „extreme“ Partei entstanden, die sich durch Radikalopposition gegen die erodierenden, alten Mehrheitsparteien behaupten musste, und die sich nun von dem Stigma, nur eine engstirnige und autoritäre Lösung zu haben, befreien muss. Aber es ist bemerkenswert, dass der Front National nicht den Weg einer zunehmenden Radikalisierung gegangen ist, sondern Positionen der Mitte neue belebt hat. Es gibt Anliegen des Bürgertums und der Arbeiterschaft, die mit der Idee der Souveränität gut zusammenpassen. Diese Idee kann auch Parteikoalitionen tragen.

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Kommentare ( 142 )

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142 Kommentare auf "Macrons europäische Transferunion"

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Und dann noch die versteckten Kosten. Der „Flüchtingsspass“ den wir den anderen Staaten abgenommen haben, kostet mal eben schlanke 50 Mrd. im Jahr. Herzlichen Dank dafür an unsere politischen Protagonisten. Mir wird einfach nur übel.

Erzählen Sie das mal, an anderer Stelle, irgendwo in Deutschland, glauben Sie, jemand wird Ihre Einstellung bestätigen? Jeder überlegt sich genau, was er sagt.
Unsere Regierung sitzt direkt an der Geldquelle, die stecken immer mehr Geld in Eigenwerbung und die Zensur auf Facebook und Twitter. Je mehr Widerstand sie in der Bevölkerung sehen, desto härter greifen sie durch. Der US-Oligarch Soros unterstützt ja auch Correctiv.

Daher ist es letztlich ein Kampf um die Verfestigung der Macht, d. h. um die Schleifung der Demokratie, die – noch freundlich – mit Putins Worten als „gelenkte Demokratie“ umschrieben werden kann. Verlieren die Bürger, d. h., es sind ja die aktiven denkenden Bürger, diesen Kampf, bekommen wird ganz offen und dreist als gerecht dargestellte barocke Verhältnisse, klar getrennt in Oben, nützliches Unten, kaum nützliches ganz Unten. Dass der vielfache Milliardär Soros diese Entwicklung heftig unterstütz, ist klar, aber wie viele Bürger wissen das, wie viele haben darüber nachgedacht, wie viele ziehen überhaupt Schlüsse daraus? „Der Bürger ist entsetzlich dumm“,… Mehr

„Abgenommen“ haben wir m.E. niemand etwas, im Gegenteil haben „wir“ aka Frau Merkel versucht, die Folgen der vermeintlichen Humanitätsanwandlungen (Zitat Merkel: „diese Aufgabe hat uns der Herrgott auf den Tisch gelegt“) den anderen EU-Staaten aufzuzwingen, die von diesem Manöver nicht wirklich begeistert waren.
Die Einzigen mit kühlem Kopf waren Ungarn, die Visegrad-Staaten und -mit Verspätung- Österreich, welche für ihre Grenzsicherungsmaßnahmen umgehend von der größten Kanzlerin aller Zeiten beschimpft wurden.

Natürlich ist ein großer Teil der Migranten erst durch die fehlende Grenzschließung und den fehlenden Rücktransport in das erste betretene EU-Land zur Migration in die EU bewegt worden. Den Rest haben wir in meinen Augen schon den anderen Staaten abgenommen, da wir rechtlich in der Lage gewesen wären, diese in das erste betretene EU-Land zurückzubringen.

Und Wetten, es wird sich nichts ändern bei den zwei anstehenden Landtagswahlen beim dummen Michel.

Hier wird schon mal beschrieben, was am Sonntag auf Frankreich und die EU zukommt:
„Französische Wahlen: Emmanuel Macron, eine Katastrophe“
https://de.gatestoneinstitute.org/10309/emmanuel-macron-katastrophe

Auch ein paar Namen zu Organisationen und Personen, die ihn und seinen Wahlkampf pushen, werden genannt – leider keine Zahlen.
Sieht so aus, als ob ein Muster der in „Soumission“ beschriebenen Wahlen schon mal ‚probeweise‘ exekutiert wird – noch ohne muslimischen Kandidaten.

Manche Verschwörungstheorien sind nur die Fakten von morgen.

Sehr guter Text, vielen Dank für den Link. Komplettiert das Bild des Held-Artikels von der französischen Innenansicht Seite her.
Tja, da kann man sich auf was gefasst machen.

„Französische Wahlen: Emmanuel Macron, eine Katastrophe“ https://de.gatestoneinstitu… Danke für den Link. Auch wenn er meine Restlaune zerstört hat. Die Zusammenfassung im (mMn seriös darlegenden) Artikel trifft es: „Das Ergebnis ist auch sehr beunruhigend, denn es zeigt, dass eine massive Kommunikationskampagne effektiv sein kann, auch wenn sie Inhaltleer ist und die Wähler als Idioten zu betrachten scheint“ Galliger Sarkasmus legt nahe, zu letzterem zu sagen, dass man mit der Annahme (Wähler als Idioten) ja vollkommen Recht zu haben scheint… Aber obwohl ich selbst einer ähnlichen Sottise zuneige (jedes Volk bekommt längerfristig genau die Regierung, die es sich verdient), wäre der Sarkasmus… Mehr

Der Lissabon Vertrag war doch schon Versailles 2.0, oder nicht?
(Nicht als Kritik, nur als Ergänzung…)

Siehe auch: „Die Wurzeln der Brüsseler EU“ (mm news)

Wie die Beispiele Griechenland und Portugal lehren, funktioniert die Transferunion auch im Kleinen nicht. Die Schwergewichte Italien und Frankreich kann Deutschland nicht durchfinanzieren. Macron ist nicht dumm. Als Mitarbeiter der Rothschild-Investmentbank hatte er tiefen Einblick in das Funktionieren der globalen Kapitalmärkte. Die finanzpotenten Männer Frankreichs, die ihn und seine Bewegung auf das Gleis gesetzt haben, treffen Vorsorge für den bevorstehenden Kollaps des Schuldenkartenhauses, denn bei solchen wiederkehrenden Zusammenbrüchen gab es immer Gewinner und Verlierer. Die Finanziers von „En marche“ wollen und werden nicht zu den Verlierern gehören.

Eurozonenbudget, Eurobonds, Transfairunion… alles finanziert vom deutschen „Exportwunder“.
Vielleicht sollte man mal nachrechnen ob Versailles uns nicht letztendlich günstiger gekommen wäre.

Macron-Hype = Schulz-Hype
am Wochenende sollte man dringen die GEZ-Qualitätsjournalisten meiden, will man nicht ununterbrochen brechen…
nur was, wenn das „Unsägliche“ passiert?

Macron ist das kleinere Uebel. Ich erwarte allerdings schon im Herbst 17 neue massive Unruhen, weil die Wähler sich wieder verarscht vorkommen. Da nützen, bzw. helfen die Wahl – Paten aus der Finanz-Oligarchie keinen Deut. Eher DAS Gegenteil, man wird diese Stiefelhalter und Wasserträger ins Kuckucks-Land verjagen.

Während der Feind in Großbritannien ausgemacht ist, soll der Retter aus Frankreich kommen. „Um viel mehr als heute investieren zu können, wollen wir ein Eurozonen-Budget“, Der Euro-Liberale entpuppt sich als Euro-Sozialist. Sinn macht darauf aufmerksam, dass durch den Brexit der bisherige „D-Mark-Block“ (Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Österreich, Finnland) kleiner wird und nicht mehr die Sperrminorität von 35% der EU-Gesamtbevölkerung (nach dem Lissabon-Vertrag) erreicht. Als Gesamtheit ist sie [die EU] bereits jetzt keine Vertragsgemeinschaft mehr, sondern enthält eine ganze Grauzone von außervertraglichen Beziehungen. In dieser Grauzone herrscht offenbar ein Zustand organisierter Willkür, in dem sich bekanntlich in der Regel das Recht des… Mehr

Stimmt, „Vae victis“ ist das wahre Motto der EU, aber da die deutsche Politik-Kaste ja immer mit „mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa“ antwortet, passts dann wieder…. 🙁

Tja, sieht ziemlich trist aus. Man denkt über vieles nach. Auch, ob ein langes Leben erstrebenswerter ist als das rechtzeitige Sterben im Stehen. Lesen Sie, zu gefaßter Vorbereitung, wenn Sie bei Ihren zahlreichen Tundra-Friedensmärschen überhaupt dazu kommen, das kürzlich in einem TE-Essay von Herrn Matussek, einem der letzten echten katholischen Tempelritter und Haudegen, empfohlene Abschiedsopus Stefan Zweigs ‚Die Welt von gestern‘. Das Buch ist ein Abgesang, wie er nervreißender, herzergreifender und tränentreibender nicht geweint werden kann (befragen Sie dazu ruhig auch TEs wunderbaren Hungaro-Haus-Husaren Györgen). Außerdem lege ich Ihnen, Verehrtester, D. Borchmeyers jüngst erschienenes 1000jähriges, nein, 1000seitiges (glänzend geschriebenes) Werk… Mehr
Sie sprechen wieder aus meiner Seele, lieber Radke! Weshalb ich auch so rastlos unterwegs bin und, Sie ahnen es, selbstredend steht das ganze Werk Zweigs in meinem Bücherschrank und ja- ich habe ihn oft gelesen, jenen Abgesang auf eine ganze Kultur. Borchmeyer steht jetzt auf der Liste, denn die Abende am 63. Breitengrad sind im Sommer hell und sehr still und ich höre manchmal den alten Veikko „Üb immer Treu und Redlichkeit“ im geistigen Ohr singen, man lernte es sogar in den Dorfschulen und selbstverständlich prangte unter meinem Zeugnis 1979 der Stempel „Universitätskinderklinik Helsinki, Stenbäckstraße 10“. Die Sprachverständigung dort war… Mehr

Nun trösten und entzücken Sie den, der eigentlich Sie trösten und entzücken wollte. – Wahrscheinlich werden wir uns irgendwann einmal um 4 Uhr nach dem (Bürger-) Krieg versehentlich auf Perron 7 treffen und dort direkt, aber nicht ohne Augenzwinkern aneinander vorbeilaufen.

Ja, und ich werde es mit Vergnügen tun. Wanderer, kommst Du nach Spa…
Aber Sie verstehen nun, weshalb mein Weg ans Ende der Welt geführt hat, zu den zwei Jahrtausende alten Gesängen der orthodoxen Mönche von Valamo, zu den Ursprüngen.

Justus ex enim fide vivit.

Die Optionen Frankreichs bei den anstehenden Wahlen, die sich nicht auf den von ideologischer Schlichtheit gerne munitionierten Gegensatz von ‚Rechts‘ oder ‚Links‘ reduzieren lassen, haben Sie sehr treffend herausgearbeitet, verehrter Herr Dr. Held. Im Kern ist es der Gegensatz von Freiheit und ggf. auch kürzer treten müssender, aber stolzer Selbstverantwortung einerseits und dem vom Schuldenmachen, Bittstellen, Abgreifen, Erpressen und Ergaunern seitens derer andrerseits, die allesamt gerne gut leben und noch lieber andere dafür bezahlen lassen wollen. Am deutschen Länderfinanzausgleich läßt sich wunderbar studieren, was nur schon eine nationale Transferunion für verheerende Wirkungen auf das ‚Erwachsenwerden‘ und die Selbstertüchtigung einer Bürgerschaft… Mehr
Am Sonntag entscheidet sich für die Franzosen ob sie einen Spinner im Amt haben wollen,nicht mehr,nicht weniger. Wenn Macron gewählt wird,wovon man ausgehen kann,wird sich in der EU erst Freude,dann aber Staunen und Kopfschütteln breit machen. Was dieses „Männchen“ in der Hosentasche trägt,was er erst im Amt aus der Tasche holt,das wird seine noch Gönner zutiefst erschüttern,aber an erster Stelle die Franzosen selber. Der Mann ist als gefährlich für die Franzosen und die EU einzustufen,aber das sehen die Wähler leider zu spät! Auch eine Frau Merkel,die ihn gerne im Amt sieht wird sich noch wundern,der wird ihr bis zu unserer… Mehr

Nein, bestimmt nicht. Der Mann ist ein braver Wuffi der Eliten, von Obama bis Merkel. Der wird tun, was Mutti sagt.