Die Tabula rasa der großen Wanderung

Der „Migrationspakt“ ist schon in vieler Hinsicht kritisiert worden. Seine zerstörerische Wirkung wird noch deutlicher, wenn man ihn an der Charta der Vereinten Nationen misst, von deren Gründungsgeist die Globalisierer nichts mehr wissen wollen.

FETHI BELAID/AFP/Getty Images

Vor kurzem ist in Marrakesch der sogenannte „Migrationspakt“ („Global compact for Safe, Orderly and Regular Migration”) beschlossen worden. Also ein Pakt „für Migration“. Der Pakt geht von einer prinzipiell positiven Bewertung der heutigen großen Wanderungsbewegungen aus. Es heißt im Text:

„Migration war schon immer Teil der Menschheitsgeschichte, und wir erkennen an, dass sie in unserer globalisierten Welt eine Quelle des Wohlstands, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung darstellt und dass diese positiven Auswirkungen durch eine besser gesteuerte Migrationspolitik optimiert werden können.“

Der Pakt dient also dazu, diese Richtung weiter zu verstärken (zu „optimieren“). Von einer Abwehr oder Einhegung der großen Wanderung ist nicht die Rede. Gegen den Pakt gibt es eine beträchtliche Opposition, zahlreiche Länder haben ihre Zustimmung verweigert. Sie haben gute Gründe. Es ist schon viel über die gefährlichen Konsequenzen eines Paktes geschrieben worden, der die Schutzrechte zu Gunsten der Migrierenden stärkt und weitgehende Verpflichtungen der Paktstaaten gegenüber den Migrierenden festlegt. Die Behauptung, dass alles sei rechtlich nicht bindend, kann als Täuschungsmanöver über den Ernst der Angelegenheit gewertet werden. Die „weichen“ Formulierungen der Pflichten können sehr schnell Eingang in die nationale und internationale Rechtsprechung finden und damit – wie schon in anderen Fällen – zu „harten“ gesetzesähnlichen Pflichten werden.

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Freiheitlicher Pluralismus oder globale Dauerintervention? – Doch ist noch nicht genügend deutlich gemacht worden, welchen historischen Einschnitt es für die Welt bedeutet, wenn die internationalen Beziehungen auf einen Primat des grenzüberschreitenden Migrierens gegründet werden und nicht mehr auf den Primat sicherer Grenzen zwischen selbständigen Staaten. Die Koexistenz selbständiger Länder und eine Zusammenarbeit auf der Basis freier, immer wieder neu getroffener Entscheidung souveräner Staaten war und ist immer noch die Grundlage der Vereinten Nationen. Nur so ist eine freiheitlich-pluralistische Weltordnung möglich, und die Verabschiedung der Charta der Vereinten Nationen im Jahr 1945 ist das Resultat eines großen weltgeschichtlichen Prozesses, der die alten Groß- und Weltreiche auflöste und im Laufe des 20. Jahrhunderts alle Kontinente erfasste. Die Bildung unabhängiger Staaten war die Voraussetzung und Grundlage für die Zusammenarbeit in den Vereinten Nationen. In der Charta der Vereinten Nationen ist dies unmissverständlich festgehalten.

Der Artikel 1 der Charta legt in Absatz 1 das Ziel der Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit fest, um dann in Absatz 2 zur Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zu kommen. Die Charta setzt das Ziel, „…freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln.“ Im dritten Absatz wird dann das Ziel der internationalen Zusammenarbeit festgelegt und im vierten Absatz heißt es, dass die UN „ein Mittelpunkt“ sein will, „in dem die Bemühungen der Nationen zur Verwirklichung dieser gemeinsamen Ziele aufeinander abgestimmt werden“.

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Die Charta der UN schützt die territoriale Unversehrtheit der Staaten – Damit wird unzweideutig festgelegt, dass die Nationen die Grundlage der UN sind und ihre Souveränität die Basis der Zusammenarbeit ist – und nicht etwa die Zusammenarbeit auf eine schrittweise Aufhebung der Nationalstaaten in einem größeren Ganzen abzielt. Das wird in Artikel 2 der UN-Charta noch einmal ausdrücklich unterstrichen, dessen Absatz 1 lautet:

„Die Organisation beruht auf dem Grundsatz der souveränen Gleichheit aller ihrer Mitglieder.“ Und dann folgt (in Absatz 4) eine Festlegung, die auch für die willkürliche Grenzüberschreitung durch Migranten Bedeutung hat:

„Alle Mitglieder unterlassen in ihren internationalen Beziehungen jede gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nation unvereinbare Androhung oder Anwendung von Gewalt.“

Ja, aus diesen Formulierungen hört man deutlich den Geist der nationalen Unabhängigkeitsbewegungen und ihres Strebens nach einer eigenen souveränen Staatlichkeit heraus, die im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einer Weltrealität geworden sind. Aber ebenso spricht daraus die nationalstaatliche Neuformation Europas im 19. und 20. Jahrhundert, aus der viele Nationen, wie wir sie heute kennen, hervorgegangen sind – darunter auch das moderne Deutschland, das erst in verkleinerter Gestalt sich in den modernen Staatenpluralismus einfügen konnte. Und auch jene frühen europäischen Nationenbildungen, die bis ins 18., 17. und teilweise 16. Jahrhundert zurückreichen (Spanien, Frankreich, Niederlande, England), sind hier gegenwärtig. Die Charta der Vereinten Nation ist in dieser Hinsicht das Resümee der neuzeitlichen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Geschichte und hält wichtige Errungenschaften fest.

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Der „Migrationspakt“ fördert eine Weltordnung der Grenzüberschreitungen – Doch nun erzählt uns der „Migrationspakt“ eine ganz andere Geschichte – eine Geschichte der Grenzüberschreitung. Sie singt das Loblied auf eine grenzenlose und entgrenzende Mobilität. Von der Errungenschaft des Nebeneinanders von gleichberechtigten und selbstbestimmten Einheiten – von einer gegliederten Staatenwelt und Gesellschaftswelt – ist überhaupt nicht mehr die Rede. Sie ist damit keine Größe, die bei der Betrachtung der Migration zu beachten wäre. Migration wird so zum absoluten Recht, das nicht nach der Stabilität der Länder fragt, die für die Migranten als Mittel zum Zweck aufsuchen. So ist die einzige Umgebung, die im Text auftaucht, die „globalisierte Welt“ – eine Welt ohne Unterteilungen und ohne Maß. Es ist kein Zufall, dass der Text mit keinem Wort das Schlüsselproblem der Überbevölkerung erwähnt. Es ist eine Welt, in der es keine Zuordnung von Verantwortlichkeiten gibt, weil es eine Welt im dauernden Fließzustand ist.

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Wie man mit der Weltgeschichte Schlitten fährt – Der Migrationspakt interessiert sich nicht im Geringsten für die Geschichte von Migration und Sesshaftigkeit. In dem Bestreben, Migration als etwas unheimlich Wichtiges darzustellen, haben die Autoren des Pakt-Textes alles Mögliche irgendwie aneinandergeklebt und daraus eine kuriose Wandergeschichte der Welt konstruiert. Der am Anfang dieser Kolumne zitierte Satz spricht Bände. Er sagt zunächst, dass Migration „schon immer“ Teil der Menschheitsgeschichte war. Und dann heißt es im gleichen Satz, dass die Migration „in unserer globalisierten Welt“ eine Quelle des Wohlstands, der Innovation und der nachhaltigen Entwicklung sei. Dieser Teil des Satzes soll offenbar einen heutigen neuen „globalisierten“ Weltzustand bezeugen, für den das „schon immer“ des Satzanfangs also nicht gelten kann. So versetzt uns der Text in ein und demselben Satz zugleich in eine Ewigkeitsgeschichte und eine „ganz neue“ Geschichte. Aber was kümmert die Autoren die Logik von Zeiträumen. Sie wollen eine „große Erzählung“ der Migration präsentieren und da wird dann einfach Stuss zusammengebrabbelt. So ist das heute offenbar mit wichtigen internationalen Dokumenten, bei denen die Globalisierer die Feder führen.

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Die Instrumentalisierung der Migration – Hier zeigt sich, dass der Migrationspakt nicht einfach das Faktum der Massenmigration für wichtig erklärt. Vielmehr wird die Migration von den Globalisierern als Instrument benutzt, um ihre weltweiten Interventionsansprüche zu legitimieren und zu vergrößern. Zu diesem Zweck muss der Bruch verheimlicht werden, den der Migrationspakt gegenüber den Grundlagen der Vereinten Nationen – wie er in ihren Gründungsdokumenten festgelegt ist – darstellt. War vorher ein Nebeneinander selbständiger Staaten die Grundlage der UN, so wird jetzt ihre Vermischung zur neuen Weltnormalität und UN-Aufgabe erklärt.

Das Recht aller Staaten auf territoriale Unversehrtheit wird konterkariert durch ein Regime der Schutzrechte für Migranten, die die eigenmächtige Grenzüberschreitung honoriert und fördert. Um die es den federführenden Kräften des Paktes ermöglicht, sich zu globalen Schutzherren aufzuschwingen. Sie kennen keine begrenzten staatlichen und gesellschaftlichen Einheiten mehr. Sie kennen die Größe von Raum und Zeit nicht mehr.

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Die apokalyptischen Reiter – Die apokalyptischen Reiter der Globalisierung machen tabula rasa. Sie sind unterwegs, um die freiheitlich-pluralistischen Grundlagen der Vereinten Nationen zu zerstören. Im Januar 2019 soll der „Migrationspakt“ der UN-Vollversammlung vorgelegt werden.


Mehr zum Thema:

Roland Tichy (Herausgeber), Der UN-Migrationspakt und seine Auswirkungen.
Mit Beiträgen von Norbert Häring, Krisztina Koenen, Tomas Spahn, Christopher Walter und Alexander Wendt

Soeben erschienen und EXKLUSIV im Tichys Einblick Shop >>>

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Kommentare ( 73 )

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73 Kommentare auf "Die Tabula rasa der großen Wanderung"

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“ Es ist eine Welt, in der es keine Zuordnung von Verantwortlichkeiten gibt, weil es eine Welt im dauernden Fließzustand ist.“ Sag ich doch: Erst Deutschland auf irgendwelche Konstrukte der Grünen festgelegt und die Substanz aufgezehrt. Während man mit den Steuerleistungen der Bürger den Dicken Max gibt. Nächstgrößere Einheit: „Europa“ unter ein nicht funktionierenden Deckel, da unterschiedliche Wirtschaftsleistungen, gezwungen, die Hälfte der Mitgliederstaaten brüskiert, indem man ihren irgendwelche Anweisungen Merkels zublöckt. Überschuldet und nicht funktionsfähig. Überall sind die konservativen Kräfte auf dem Vormarsch, bzw. die himmelschreiende Unzufriedenheit der misserablen Verwaltung der Staaten. Und als Antwort darauf: jetzt im Ringelrein mit… Mehr

Diesmal „genügen“ Kollateralschäden, da die „Unterwerfung“ von oben hinter dem Rücken des Souverän bereits von langer Hand vorbereitet stattfand und „Tribut“ beständig und für alle Migrantenflüchtlinge aus dem noch vorhandenen Steuersäckel entrichtet wird. Für jeden, der die „Grenze“ erreicht und überschreitet: https://www.welt.de/kultur/history/article482001/Bekaempft-sie-bis-sie-Tribut-entrichten.html
Die haben uns und unser Land „verkauft“. Mit Mann und Maus.
Ein tatsächlich einmaliger Vorgang in der Geschichte der Welt.

Selten hat TE so aus allen Rohren gefeuert wie zum Thema Migrationspakt. Was dieser – wie auch alle anderen Artikel zum Thema – ignorieren bzw. aktiv zu verdrängen versuchen ist die Tatsache, das im Bereich der Wirtschaft die Globalisierung bereits ein alter Hut ist. Die Lehman-Pleite hat das sehr anschaulich demonstriert. Wir haben heute die Situation einer Asymmetrie zwischen globalen wirtschaftlichen Strukturen und nationalstaatlichen politischen Strukturen. Der ökonomische Sektor hat sich in diesem Bereich fein eingerichtet und nutzt die politische Kleinstaaterei zur Profitoptimierung. Und Migration findet statt – entweder geregelt mit der Sicherung eines Mindestmaßes an menschlicher Würde oder ungeregelt… Mehr
@robbyb Sie bestaetigen mit ihren Kommentar nur eins, das insbesondere die wirtschaftlichen Topeliten mit ihren „Denkfabriken“ genau diese nationalstaatlichen Strukturen auflösen wollen, um weiterhin den „Rest der Menschheit“noch einfacher ausbeuten zu können. Alles zum Wohle einer Raffgier und Profitsucht, wo der einzelne Mensch keine Rolle mehr spielt. Und was waere für diese Eliten besser, als wenn es nur noch eine „Weltordnung“ gibt, ohne „hinderliche“ nationale Parlamente und deren Gesetzgebung, so das es ein leichtes ist, hier die entsprechende „Netzwerke“ zu spinnen. Die Politiker sind dabei nur die dummen Erfüllungsgehilfen der Eliten , die wichtigen Entscheidungen treffen diese schon laengst nicht… Mehr

Keine Angst – Ihre Eliten haben mittlerweile eingesehen das es profitabler ist Nationalstaaten gegeneinander auszuspielen. Eine „Weltordnung“ bietet u.U. keine Steuerschlupflöcher mehr.

Schlichter Unsinn.

Sorry, wo bleibt denn die Würde der deutschen Steuerzahler wenn demnächst das Steueraufkommen, das durch unsere Arbeit geschaffen wird, an Heerscharen an ins Sozialsystem eingewanderten Migranten verjubelt wird. Das nennt man Enteignung, Frondienst oder Ihre „moderne Sklaverei“. Darum gehts. Es kommen garantiert keine Leute, die zum Wohle dieser Gesellschaft arbeiten und sich selber finanzieren. Sobald in den Zielländern Sozialsysteme existieren wird durch diesen verdammten Pakt ein furchtbarer Fehlanreiz gesetzt.

Gähn – bis die echten und nicht die Angstfantasie-Heerscharen da sind arbeite ich weiter mit meinen spanischen, russischen, ukrainischen, israelischen, britischen, amaerikanischen, palästinensischen, bulgarischen und algerischen Kollegen zusammen, die alle nach Deutschland gekommen sind um hier zu arbeiten und auch brav hier Ihre Steuern und Sozialbeiträge zahlen.

robby: Sie zitieren damit nur den offiziellen Sprech: „überall ist Globalisierung und deshalb muss es auch Migration geben.“ Diese Logik soll uns eingetrichert werden..Dabei ist der ganze Pakt ein absolut inhumanes Menschen- bzw. Billigarbeiter-Verschiebungsprogramm. Daher sollte man die Wurzel des Ganzen betrachten, nämlich eben diesen überbordenden Globalismus und wer davon profitiert. Insofern hat TE sehr wohl richtig hingesehen und das „Projekt“ von vielen Seiten beleuchtet. Ich mache mir große Sorgen um den Zusammenhalt der Gesellschaft, wenn diese Gesellschaft beliebig werden wird.

Der aktuelle Zustand ist ein inhumanes Menschen- bzw. Billigarbeiter-Verschiebungsprogramm. Ich mache mir Sorgen um den Zustand der Gesellschaft wen diese sich weiter abgrenzt und isoliert.

Mir liegt der Begriff „Weltenbummler“ oder „Völkerwanderung“ besser. Unterschied: Die einen müssen für ihr Bummeln bezahlen, die anderen kriegen bezahlt, ohne Leistung. Privilegiert vor den „schon länger hier Lebenden“.Und daher löst Letzteres immer Gewalt aus. Und die wird kommen. Warten wir´s ab!

„Migration schon immer Quelle des Wohlstands“ Das ist Geschichtsfälschung pur. Die großen Wanderungsbewegungen in den letzten 3000 Jahren haben stets zu Kriegen und Verwüstungen, ungeheurem Leid und zum Untergang ganzer Kulturen geführt. Aktuell würde ein weiteres Anheizen von Migration zur Stabilisierung rückständiger, diktatorischer und religiös fanatischer Regimes führen. Das Schlimmste daran ist, dass die notorischen Massenvergewaltigungen und Zwangsschwangerschaften von Frauen in der Dritten Welt weiter zunehmen werden. Denn jeglicher interner Reformdruck wird der Dritten Welt ja nun genommen. Der ungewollte Geburtenüberschuss kann ja nun problemlos in die Erste Welt entsorgt werden, so daß archaische Gesellschaftformen nicht nur stabilisiert werden, sondern… Mehr
Jaein, den die Zahlen sind eindeutig. Wenn uns 1.5 Million Menschen 50Mrd im Jahr kosten, und D Steuereinnahmen von 700 (bis 500 runter in einem Abschwung) Mrd im Jahr erhält, dann ist der Spielrahmen klar gesetzt. Wir können bei gleichen Bedingungen keine weiteren Millionen aufnehmen, oder aber wir schaffen die Zuwendungen ab, für die Flüchtlinge und/oder die Einheimischen. Die Familien der Syrer sollen nachkommen (bis zu 1.5 Millionen) und jährlich kommen zZt 300 000. Das gibt bis zur nächsten Bundestagwahl weitere 2 Millionen, und selbst bei der Hälfte sind es 30Mrd im Jahr. 80 Mrd von 700 sind 11.5% und… Mehr

Da ich denke, dass die Zahlen der Eingereisten und voll Alimentierten bereits heute höher sind als von Ihnen grundlegend angenommen und die Kosten beständig steigen, dauert es nicht mal bis zur nächsten BTW.
Und wenn die beiden Pakte greifen und jeder sich zum Kommen aufgefordert fühlt, dann befürchte ich zu wissen, wie es hier mit uns und allem weiter geht.

Migration war schon immer Teil der Menschheitsgeschichte. Soweit richtig. Und auch heute, ohne Pakt, können Menschen von fast überall nach fast überall migrieren. Der Knackpunkt ist freilich, dass normalerweise nur dauerhaft migrieren kann, wer sich im Zielland den Lebensunterhalt selbst verdienen und mit den dortigen Gesetzen und kulturellen Eigenheiten vertragen kann. Dann ist die Kontrolle ein Automatismus. Ohne Sozialleistungen für Ausländer wäre die ganze große Diskussion in Gänze irrelevant, dito der Pakt.

Genau das, sich seinen Lebensunterhalt selbst verdienen müssen, ist wohl auch in dem von Seehofer vorbereiteten Zuwanderungsgesetz überhaupt nicht als Forderung eingebracht:
https://www.welt.de/politik/deutschland/article185410078/Einwanderungsgesetz-Unionsfraktion-zerpflueckt-Entwurf-fuer-Einwanderungsgesetz.html
Damit belasteten sowohl die Inhalte des Migrations- wie auch des Flüchtlingspaktes als auch das geplante Einwanderungsgesetz auf Dauer alle in Deutschland Steuern zahlende Menschen – und zwar Gegenforderungslos zu Gunsten von Migranten!

Thomas P. M. Barnett: „The Pentagon’s New Map: War and Peace in the Twenty-First Century“ (2015). Sehr aufschlussreiches Buch des US-Militärstrategen.

Der Migrationspakt solle „die Ungleichheit zwischen Staaten beheben“. Wie macht man das? Man erinnert sich als Physiker(in) an das System kommunizierender Röhren. Alle auf gleichem Niveau. Die Reichen geben, die Armen nehmen. Alle sind glücklich. Läuft es nicht über Finanztransfer, schicken wir die Leute in die Wohlstandsparadise. Schöne Erpressungspotential. Frei nach der Wendeparole „Kommt die Kohle, bleiben wir, kommt sie nicht, gehn wir zu ihr!“ Und zwar in Massen… Und im Hintergrund ist schon die „Klimaflüchtlingswelle“ zu erkennen. Passt gut zusammen mit der neuen Klimareligion. Hier erkennt man die Zusammenhänge. In Beratergremien Merkels – Schellnhuber, Edenhofer, Rahmstorff – träumt man… Mehr

Das Netzwerk zur Enteignung der deutschen Bevölkerung ist wasserdicht gestrickt. Meine Hochachtung! Denn nichts anderes besagt der Migrationspakt.

Bei der EU erarbeiten sie schon Vorschläge, wie man in Botschaften und Konsulaten Visa für Einwanderer ausstellen kann, um sie dann legal in die EU einreisen lassen zu können.
https://www.dw.com/de/eu-parlament-fordert-humanit%C3%A4re-visa/a-46686783

Es geht Schlag auf Schlag, Hand in Hand…

Aus meinem gestrigen Post zu dem Text von Dushan Wegner ist mir der Satz über die Reiter der Apokalypse gestrichen worden, wohl weil ich Merkel als fünften definiert hatte. Ich stimme Ihnen aus voller Überzeugung zu.

„Die Welt“ bietet heute hinter einer Bezahlschranke den Beitrag „Europa afrikanisiert sich, bislang ohne Drama“. Darin erwartet ein Afrikakenner eine „Massenmigration nach Europa“. Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, sondern nur seinen Verstand beieinander haben, denke ich,um sich ausrechnen zu können, dass das enorme Bevölkerungswachstum auf dem afrikanischen Kontinent und andere Probleme das Bedürfnis, junge Leute andernorts unterzubringen, steigern werden. Vermutlich ist das auch den Verfassern des Migrationspakts bewusst gewesen.

Hier ist man darauf längst vorbereitet: im TV-Spot für Babywindeln zeigt man zuerst den afrikanischen Vater mit seinem schwarzen Baby und erst danach die weiße Mama mit ihrem hellhäutigen Baby. Man fragt sich unwillkürlich: geht es in der Werbung um die priorisierte Zielgruppe oder um die Volkserziehung, oder beides?

Auch „nett“ wenn in der Werbung, Zielgruppe ältere Herrschaften, unter den Familienbildern fremdländische Gesichter stehen. ??? Wie sie wohl aus dem Nichts zu den Enkeln gekommen sind?

Vielleicht so wie meine eigenen Großeltern, die einen adoptierten Enkelsohn aus Afrika haben – seit fast 20 Jahren. Das ist einer derjenigen, die die gesellschaftlichen Folgen der Massenmigration mit am meisten unmittelbar zu spüren bekommen – jetzt halten ihn viele, die ihn nicht kennen für einen Asylanten, obwohl er astreiner Bayer ist. Das „Gschmäckle“ bei der Werbung ist die durchsichtige Absicht, etwas als gängige Normalität hinzustellen, was die Ausnahme ist, aber für die Zukunft politisch anders geplant ist. Da Werbung normalerweise an Zielgruppen orientiert ist, fällt es hier besonders unangenehm auf. Was nichts gegen die Protagonisten ist sondern gegen die… Mehr

Dazu paßt auch, daß wir in der Werbung schon seit Jahren an das voller pigmentierte Menschenbild gewöhnt worden sind.

Ich bin nicht daran gewöhnt und werde es auch nicht. Ebenso werde ich mich nicht an die allgegenwärtigen Bärte in der Werbung und vor allem nicht an die der offenbar völlig verblödeten einheimischen jungen Männer gewöhnen.

Globale Migration, globales Recht, globales Eigentum, fertig ist der globale Sozialismus. Die souveränen Staaten sollten darüber nachdenken die UN zu verlassen und eine Gegenorganisation zu gründen. Es läuft dann alles wieder auf die bekannten Machtblöcke hinaus. Ideologie und Sozialismus auf der einen, Freiheit und Wohlstand auf der anderen Seite. Und schon ist die Welt wieder in Ordnung. Muß sagen, daß ich mich in der Rückschau nie so wohl gefühlt habe, wie zur Zeit des kalten Krieges. P.S. Allein schon, was Literatur und Filmindustrie aus dem Thema gemacht haben – fantastisch. Heute, nur noch blöde Geschichten, von noch blöderen Terroristen, und… Mehr

Alles richtig – nur wir Deutsche werden auf der falschen Seite enden. Auch ich denke mit Wonne an die 1970/80er Jahre zurück. Man hat die Leute damals in praktisch allen Belangen völlig in Ruhe gelassen. Für die äußere Sicherheit war zwar ein beträchtlicher Obolus zu entrichten, aber der erwies sich als richtig investiert. Heute sind wir die absoluten Abgaben- und Verbotsweltmeister und zugleich auf dem Weg in eine B**republik…

Ja, wir werden auf der falschen Seite enden, da wir Deutsche im Grunde Sozialisten sind, wie die meisten Europäer mehr oder weniger welche sind. Es sind die 40 Nachkriegsjahre unter dem Einfluß der Amerikaner, die, wer sie in der Bonner Republik erleben durfte, eine glücklichere Zeit beschert haben, als es uns Deutschen allein, scheinbar je gelingen will.

Die beste Analyse zum Thema, deutschlandweit. Danke.