UN und EU: Technokraten maßen sich an, Gott spielen zu wollen

Die seelenlosen Technokraten von UN und EU arbeiten an einer Massenumsiedlung, welche die übergroße Mehrheit der Umsiedler ebenso unglücklich machen würde wie die übergroße Mehrheit der Einheimischen.

© John MacDougall/AFP/Getty Images
View of the main entrance of the Palace of Nations (Palais des Nations) which houses the European headquarters of the UN, in Geneva 28 May 2004. The building, built between 1929 and 1936, orginally housed the League of Nations.

Jan Christiaan Smuts, Feldmarschall der Britischen Armee, gehörte zu den wichtigen Personen bei der Pariser Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg. Smuts wollte nicht nur das Territorium des Osmanischen Reiches als Völkerbundmandate mit willkürlichen, unhistorischen und kulturignoranten Federstrichen auf der Weltkarte verzeichnen, was im Nahen Osten ja geschah mit den bekannten katatstrophalen Folgen bis heute. Smuts wollte auch die Territorien des Habsburger Reiches und des russischen Zarenreiches den Völkerbund (Vorläufer der UN) in Verwaltungsmandate aufteilen und den Siegermächten zur willkürlichen Bewirtschaftung zuteilen lassen. Smuts, der als Bure vergeblich gegen die Engländer gekämpft hatte, bevor er zum britischen Field Marshal aufstieg, wollte die Menschen im größten Teil Europas erst einmal zwangszivilisieren lassen.

Smuts‘ Vorstellung von der Neuordnung der Landkarte Europas setzte sich nicht durch. Aber von seinem Denken führt eine gerade Linie zu dem der Mandarine der Internationalen Institutionen und Organisationen heute.

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In den Superbürokratien der UN, der EU und so weiter herrscht der gleiche Geist. Eine selbsternannte Weltregierung schickt sich an, Millionen von Menschen aus ihren eigenen Kulturen, Klimazonen und Landschaften in andere umzusiedeln und dabei ihrer Wurzeln zu berauben. Es ist die Ambivalenz der Moderne (Zygmunt Bauman), die hier ihre gefährliche Seite erneut zeigt, als ob die Geschichte nicht gelehrt hätte, in welches Unheil die Degradierung der Menschen zu Schachfiguren der Mandarine am Ende führen muss und zu vorher unvorstellbaren Extremen führen kann und das auch getan hat.

Was viele lange nicht glauben wollten und die veröffentlichte Meinung nahezu ausnahmslos als Verschwörungstheorien abtat, ist nun amtlich. Vergessen sind die bisherigen Schlüsselworte: Flüchtlinge, Schutzsuchende, Klimaflüchtlinge, Wirtschaftsflüchtlinge, Armutsmigranten, Zuwanderer und so weiter. Sie dienten nur der propagandistischen Vorbereitung und werden da und dort als begleitende PR weiter eingesetzt werden.

Es geht den seelenlosen Technokraten der UN und der EU um die Organisation von Massenumsiedlungen, wie ihre offiziellen Reden und Papiere unmissverständlich dokumentieren. Dass sie damit die übergroße Mehrheit der Umsiedler ebenso unglücklich machen werden wie die übergroße Mehrheit der Einheimischen, hat in den Köpfen der feudal und steuerfrei entlohnten Mandarine in New York, Genf, Brüssel und anderen Standorten keinen Platz, von ihren Herzen nicht zu sprechen. Nicht einmal die technokratische Tatsache, dass die Massenumsiedlung aus Afrika nach Europa schon von den Größenordnungen her ein Ding der Unmöglichkeit ist, scheint die Globaltechnokraten nicht zu kümmern.

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Die Funktionäre von UN und EU, die über keine demokratische oder rechtliche Legitimation verfügen, spielen Gott. Sie versetzen mal eben Völker von dort nach hier. Dem Außenreferenten der Stadt Luxemburg ist anzusehen und anzuhören, welche Befriedigung es für ihn ist, über das Schicksal von Millionen zu verfügen. Nichts anderes spricht aus den Oberfunktionären der Sonderorganisationen der UN, den globalen Mandarinen. Kein Wunder, dass sich NGOs und UN/EU so gut verstehen und ergänzen, es handelt sich allesamt um – nicht legitimierte – Nichtregierungsorganisationen.

Die größte politische Sünde der Vereinigten Staaten von Amerika ist ihre Abkehr von den eigenen Wurzeln. Der Eintritt in den Krieg gegen den NS-Staat war der letzte Krieg, die letzte Militäraktion, die von dem in der Verfassung dafür vorgesehenen Organ beschlossen wurde, dem Kongress. Seitdem erklären die US-Präsidenten an der Verfassung vorbei Kriege so selbstherrlich wie früher die Könige und Fürsten im Absolutismus. Nicht anders ist es mit dem aktuellen Beispiel des Atomdeals mit dem Iran. Obama schloss den Deal am Kongress vorbei, weil dieser ihn als Vertrag nicht gebilligt hätte. US-Präsidenten können das, weil der Kongress es aus Karriere-Egoismus seiner Mitglieder duldet – wie der Bundestag in Deutschland Merkels illegale und illegitime Alleingänge opportunistisch hinnimmt.

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Die abenteuerliche Konstruktion ist nun, dass die Absegnung des Deals ohne rechtliche Gültigkeit in den USA durch die UN als völkerrechtlich verbindlich gilt. Es spielt also keine Rolle, dass es in den Demokratien Regeln gibt, die für national wie für international verbindliche Entscheidungen gelten. Nationale Regierungschefs haben es sich überall angewöhnt, sich dem nationalen Recht zu entziehen, indem sie ihren Willen über die UN völkerrechtlich verbindlich machen und über die EU die eigene Regierung zu Handlungen, auch legislativen, „zwingen lassen“, die sie oft in den eigenen Parlamenten nicht durchsetzen könnten.

Die UN als Nachfolger des Völkerbundes hat sich selbst über die Jahrzehnte zu einer Weltregierung aufgeschwungen – ohne jede Legitimation zur faktischen Legalität. Die ansteckende Beispielwirkung auf die EU ist unübersehbar.

Die weder legale noch legitime Masseneinwanderung in Europa macht nun unübersehbar klar, dass es den einmal beschworenen Wettbewerb zwischen den Staaten des demokratischen Westens und den nichtdemokratischen in den anderen Teilen der Welt längst nicht mehr gibt. Er ist einem Wettbewerb zwischen verschiedenen Formen autoritärer – potentiell totalitärer – Herrschaft gewichen.

Will Europa den Kern seiner Vorstellungen von Freiheit durch Recht retten und zurückgewinnen, muss es sich dem Diktat der Gott-Spieler in den verschiedenen internationalen Einrichtungen der selbsternannten Weltregierung verweigern.

Das ist von keinem der existierenden Mitspieler zu erwarten, sondern braucht eine regelrechte gesellschaftliche Bewegung.

Die Ironie der Geschichte könnte sein, dass Donald Trump mit seiner Mischung aus Handeln aus dem Bauch und Vertreten von knallharten US-Interessen Breschen in das Gefüge der Weltregierung schlägt, die neue Freiräume für neue Bewegungen schaffen.

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Kommentare ( 196 )

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Basierend auf dem Wahnwitz ist’s er Dritte Weltkrieg oder die schlichte, schleichende Barbarei unausweichlich. Und die Masse schaut wie das Kaninchen auf die Schlange und wundert sich über das Ergebnis. Wie ermüdend wenig lernfähig diese Spezies doch ist. Vielleicht machen es andere besser.

Ihnen, lieber Herr Goergen, der Redaktion und den Mitforisten ein frohes Pfingstfest und weiterhin solch geistreiche Beiträge.
Meine Anerkennung, dass Sie trotz starken Gegenwindes, versuchen, das Ruder auf menschenwürdigem Kurs zu halten. Danke für den sanften Druck auf die Lawine.

Dem möchte ich mich uneingeschränkt anschließen.

@ „Die Ironie der Geschichte könnte sein, dass Donald Trump mit seiner Mischung aus Handeln aus dem Bauch und Vertreten von knallharten US-Interessen Breschen in das Gefüge der Weltregierung schlägt, die neue Freiräume für neue Bewegungen schaffen.“

Das ist auch meine letzte Hoffnung als Deutscher, denn Trump ist stolz auf seine deutschen Vorfahren. Er kritisiert Dr.Merkel mit ihrer Islam-Flüchtlingspolitik als eine Katastrophe for the German People.

https://twitter.com/realDonaldTrump/status/997577906007298048

„Just met with UN Secretary-General António Guterres who is working hard to “Make the United Nations Great Again.” When the UN does more to solve conflicts around the world, it means the U.S. has less to do and we save money. @NikkiHaley is doing a fantastic job!“

Ambivalenz als Beleg „der Moderne“ ist sicher auch ein Resultat von Ambivalenz in den diversen Lebensläufen, vermeintlich intellektuell begabter Wesen, wie offensichtlich Zygmunt Bauman an sich selbst feststellen konnte und viele Deutungskünstler täglich unter Beweis zu stellen glauben müssen (schließe mich da nicht aus). Ambivalent erscheint mir mit Sicherheit, wenn theologischer Determinismus sich in Amtsstuben verirrt (austobt?) oder neue Ideologien ersinnt oder übernimmt, wie sich mit „Schonklod“ und vielen anderen belegen lässt (so aktuell auch Macronix, Merkelova, usf.). Bereits der zerbrochene Krug verdeutlicht beispielhaft das Innenleben einer Bürokratie, die krank an Selbstgefälligkeit, den Lauf der eigenen Gerechtigkeit (Alternativlosigkeit) zu beschreiten… Mehr

Die vollständige Abschaffung der UN und aller ihrer Organisationen wäre aus meiner Sicht ein ganz wichtiger Schritt, die aktuelle Fehlentwicklung in der Welt aufzuhaltem. Hier maßen sich Menschen in der Tat an, Gott zu spielen. Der Nachteil ist, daß jede menschliche Organisation wie jede Regierung eines Staates in falsche Hände geraten kann. Insbesondere sind die immer so hochgehaltenen menschengemachten Menschenrechte keinen Cent wert!

Zudem ist die UN in der Hand derer, die im wesentlichen für diese Fehlentwicklungen verantwortlich sind und sogar von diesen profitieren.
Genau diejenigen, die gegen diese „Menschenrechte“ verstossen, lassen Deutschland dann für Relocation, Replacement und Resettlement bezahlen.

Ich fürchte, zur Zeit werden uns in Deutschland Rechnungen präsentiert. 1945 wirft einen langen, dunklen Schatten, den wir bislang nicht gesehen haben.

Sie sprechen vermutlich von Frau Dr. Angela Merkel, geb. Kasner, und von Morgenthau 2.0?

Auf diese Idee könnte man kommen, aber auch Frankreich, England, Holland, Schweden, Belgien, die Schweiz, Nordamerika und andere, die entweder unbeteilgt, Gewinner, oder sogar Opfer des zweiten Weltkrieges waren, werden der ethnischen Transformation, dem „großen Experiment“ unterworfen – ohne demokratische Legitimation, irreversibel und gegen den Willen großer Teile der Bevölkerung.
Es geht hier nicht gegen Deutschland, sondern gegen eine Hautfarbe.

„Wir lassen uns an Liebe zu unserem Vaterland und zu unserem Volke von niemand übertreffen.“

Sagte einst an die SPD gerichtet Philipp Scheidemann.
Heute vor 96 Jahren nur knapp einem Mordanschlag entkommen.

Zunächst einen schönen Pfingstsonntag an die Redaktion und alle Leser. Ich muss ehrlich zugeben, ich hatte das immer als Verschwörung abgetan, bzw nicht sonderlich ernst genommen, jetzt aber wo sie das schreiben wird mir Angst, vor diesen Menschen die Europas Zukunft bestimmen wollen. Das einzige was mir dazu einfällt, sind die besche…..t? MMn und ich habe mir schon viel Gedanken darum gemacht, braucht dieser Planet ein Minus an der Bevölkerung und kein Plus und wenn es allen halbwegs gut gehen soll ein Mehr an Technik, Maschinen……….. Japan ist hier immer noch mein großes Vorbild, das Land hat die gleichen demografischen… Mehr

Ja-, es ist wie ein Rad das sich immer schneller dreht und gleichzeitig immer größer wird. Dieses System wird zwangsläufig zusammenbrechen.

Stehplätze – sehr treffend beschrieben. Ja, es ist in jeder Hinsicht sinnvoll, keine explodierenden Bevölkerungszahlen zu haben. Ein kleineres Volk erwirtschaftet weniger und muss es durch weniger teilen und kann weniger Infrastruktur zur Verfügung stellen. Das schont Ressourcen und sogar die „Bienchen“. Außerdem gibt es in einer kleineren Gemeinschaft mehr Gemeinschaftssinn. – Beste Pfingstwünsche auch an Sie und alle hier.

Politiker haben, unterstützt von vielen Medien, unser Land völlig überfordert durch die Aufnahme einer riesigen Anzahl von Kulturfremden, deren Identität meistens unbekannt ist. Diese Überforderung wird von Politikern nicht abgebaut, sondern täglich noch erhöht. Alle negativen, untragbaren Auswirkungen dieses Vorgangs werden auf die Bürger abgeschoben. Politiker selbst sind keine Zauberer, aber sie erwarten und fordern von den Bürgern, dass sie zaubern können. Sie sollen Unmögliches möglich machen und werden teils beschimpft und herabgewürdigt, wenn sie dies nicht leisten können. In der Welt von Politikern wird zwar die eigene Unmöglichkeit erkannt, aber sie beharren darauf, dass die Bürger zaubern und beispielsweise… Mehr