(Un-)heimliche Sympathie für den Pakt der Verbrecher

1939 vereinbarten Berliner Nationalsozialisten und Moskauer Sozialisten einen der größten Raubzüge der Geschichte: In einem Nichtangriffspakt teilten sie Osteuropa auf und stellten gemeinsam die Weichen für den Zweiten Weltkrieg. In Russland ist das bis heute ein Tabuthema – und auch in Deutschland mangelt es an Aufarbeitung.

Heinrich Hoffmann/ullstein bild via Getty Images

In manchen Köpfen scheint er bis heute erschreckend lebendig: In der Nacht von heute auf morgen vor 80 Jahren unterzeichneten Hitlers Außenminister Joachim von Ribbentrop und sein sowjetischer Widerpart Wjatscheslaw Molotow in Anwesenheit Stalins in Moskau den Nichtangriffsvertrag, der als Molotow-Ribbentrop-Pakt in die Geschichte einging. In einem geheimen und jahrzehntelang energisch abgestrittenen Zusatzprotokoll vereinbarten die beiden Diktatoren die Aufteilung Osteuropas: eine der größten und folgenschwersten kriminellen Absprachen der Menschheitsgeschichte.

Bemerkenswert – und weitgehend verdrängt – ist, dass Stalin damit zu Beginn des Zweiten Weltkriegs de facto auf der Seite Hitlers kämpfte. In der russischen Geschichtsschreibung wird das komplett ausgeklammert, statt vom Zweiten Weltkrieg von 1939 bis 1945 ist dort fast ausschließlich vom „Großen Vaterländischen Krieg“ von 1941 bis 1945 die Rede. Interessant auch, dass die sowjetische Propaganda nach dem Pakt zwar weiter strikt den Faschismus anprangerte – aber Hitler davon ausnahm. Er war plötzlich kein richtiger „Faschist“ mehr für Moskau, und als „National-Sozialist“ quasi sozialismuskompatibel.

Nach dem Hitler-Stalin-Pakt, wie der Vertrag auch genannt wird, habe Stalin gejubelt, dass er Hitler über den Tisch gezogen habe, sagt der frühere Litauische Staatschef Vytautas Landsbergis im Interview mit Tichys Einblick (lesen Sie das gesamte Interview ab September in der neuen Printausgabe): „Sie waren Brüder im Geiste. Nur war Stalin schlauer. Er hat Polen nicht am selben Tag angegriffen wie Hitler, wie er das mit ihm vereinbart hatte –  sondern gewartet, damit Hitler allein schlecht da steht.“

Selbst solche historischen Wahrheiten wolle man heute nicht wahrhaben, beklagte der litauische Unabhängigkeitsheld und stramme Antikommunist: „Dass zwei Massenmörder gemeinsam den Zweiten Weltkrieg begonnen haben. Man lügt sich das zurecht, tut so, als sei es nur einer gewesen. Und für den anderen errichtet man wieder Denkmäler. Ribbentrop wurde gehängt, Molotow durfte niemand auch nur eine kritische Frage stellen.“

Jahrzehntelang bestritt die Sowjetunion die Existenz des geheimen Zusatzprotokolls. Berichte darüber bezeichnete Moskau als „antisowjetische Verleumdung“. Selbst Michail Gorbatschow hielt das brisante Dokument bis zu seinem unfreiwilligen Abschied von der Macht im Dezember 1991 noch geheim: Es befand sich in einem Panzerschrank im Kreml, den nur die Generalsekretäre öffnen durften. Es blieb Gorbatschows Nachfolger Boris Jelzin überlassen, das Dokument frei zu geben. 1992 wurde es erstmals in Russland veröffentlicht.

Brisanz hat die verbrecherische Absprache bis heute. Ausgerechnet im Beisein von Angela Merkel hatte Wladimir Putin bei deren Besuch zum 70. Jahrestag des Kriegsendes am 10. Mai 2015 den Pakt noch einmal verteidigt – und de facto den Polen vorgeworfen, an ihrer Besetzung mit schuld zu sein. Zudem forderte der russische Staatschef, unter dem Stalin wieder zu neuen Ehren kommt, mit Blick auf die Opfer des Paktes zwischen Hitler und Stalin, man dürfe „nicht in den Phobien der Vergangenheit“ leben. Konkret wurde der russische Präsident auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit Merkel die Frage gestellt, ob er einverstanden sei mit der Meinung seines Kulturministers Wladimir Medinski zum Molotow-Ribbentrop-Pakt. Der sieht in dem Bündnis einen kolossalen Erfolg von Stalins Diplomatie und behauptet, sein Sinn bestand darin, die Sicherheit der Sowjetunion zu gewährleisten. Putin antwortete, er stimme Medinski dahingehend zu, dass Stalin Schritte unternommen habe, um eine direkte Konfrontation mit Hitler zu vermeiden. Zudem habe Polen selbst versucht, Teile Tschechiens zu annektieren. Polen sei Opfer der Politik geworden, die es selbst durchführen wollte. Die UdSSR habe eine „Masse Anstrengungen“ unternommen, um eine antifaschistische Front in Europa aufzubauen.

In den via Internet zugänglichen deutschen Medien war über diese Aussage Putins in Gegenwart der Kanzlerin bis auf die Frankfurter Allgemeine damals kaum etwas zu finden – dabei hätte die Sympathie des russischen Präsidenten für den Hitler-Stalin-Pakt sicher deutlichen Einfluss auf das Putin-Bild vieler Deutscher, die das Geschehen in Russland und der Ukraine unvoreingenommen verfolgen. Dass solche wichtigen Aspekte verschwiegen werden, ist ein Anzeichen dafür, dass manches im Argen liegt in unserer Medienlandschaft, heiße Eisen zuweilen lieber nicht angepackt und stattdessen verschwiegen werden – ob das nun Migration betrifft, Kriminalität oder Putin. Manch einer gerade auch in der Medienlandschaft scheint sich auch immer noch schwer damit zu tun, Stalin als Massenmörder und einen der größten Verbrecher der Menschheitsgeschichte einzustufen. Als würde diese Feststellung irgend etwas an der Rolle Hitlers relativieren oder gar beschönigen.

Bei vielen Putin-Verteidigern insbesondere auf der linken Seite des politischen Spektrums scheint ihr Verständnis für den Kreml-Chef auf einen allzu unkritischen Blick auf den Sozialismus zu gründen  – weswegen auch darüber hinweg gesehen wird, dass Putin, dessen Opa Koch bei Stalin war, in vielem auf die Methoden von damals setzt, wenn auch strikt modernisiert, mit Samthandschuhen. Putin müsse nur mit dem Zaunpfahl des GULAGs winken und brauche gar keine neuen mehr zu bauen, sagt etwa der frühere Dissident Sergej Kowaljow: Die alte Angst sitze immer noch tief in den Menschen, und Putin spiele virtuos mit ihr. Kleine Stiche statt großer Repressionen.

Von letzteren weiß ein großer Teil der jungen Russen gar nichts mehr, weil sie im Geschichtsunterricht, wenn überhaupt, eher beiläufig erwähnt werden. Stalins Rolle wird wieder positiv gezeichnet – auf Anweisung von ganz oben. Die Geschichts-Revidierung hat ein Maß angenommen, dass es unanständig ist, wenn man sich davon nicht distanziert. Putins deutsches Sprachrohr „sputnik.de“ verbreitet etwa die Ansicht von Oleg Nasarow, Mitglied des Sinowjew-Clubs, wonach die Polen Mithelfer Hitlers waren. Er empörte sich, dass in Warschau „die Befreiungsoperation der Roten Armee im Jahr 1939 als Aggression gegen Polen bezeichnet wurde“. Nur wenige Zeilen weiter in demselben Artikel ergänzte Nasarow dann, dass die Sowjetunion „lediglich Territorien zurückeroberte, die ihr bis zum Ersten Weltkrieg gehört hatten.“ Also Befreiung und Rückeroberung zugleich? Solche Fragen sind nicht gestattet, Kritik an Stalins Aktionen sei „antisowjetische bzw. antirussische Hysterie“, so Nasarow.

Dieses Schema – dass man das Opfer eines eigenen Angriffs zum Täter macht – ist bis heute in den Köpfen der Moskauer Führung verankert und wurde später auch im Ukraine-Krieg wiederholt. Auch hier schob man den Ukrainern die Schuld dafür zu, dass Russland sie überfallen – in russischer Sprechweise „befreien“ – musste – weil sie sich der EU und auch der NATO zugewandt hatten. Als ob dies nicht ihr gutes Recht wäre als souveräner Staat – umso mehr aufgrund der sehr aggressiven russischen Politik, die sie regelrecht nach Westen trieb.

Dass in Deutschland so viele Stimmen zu hören sind, die Moskau ein Mitspracherecht über die Entscheidungen der Ukraine zugestehen – als sei sie minderjährig -, ist einer der Momente, die in Kiew und in den anderen Ländern zwischen Russland und Deutschland den Hitler-Stalin-Pakt in den Köpfen der Leute wieder sehr lebendig macht. Vor allem aufgrund der Erfahrungen von 1939 löst es dort Besorgnis aus, wenn Moskau und Berlin erneut glauben, sie könnten über die Köpfe der anderen Osteuropäer hinweg über diese entscheiden.

Dies ist aus deren Sicht etwa bei der Ostseepipeline der Fall. Den zweiten Strang dieses Lieblingsprojekts Putins zieht der Kreml gerade mit massiver Unterstützung Angela Merkels durch. Polen, Balten, Ukraine und andere Osteuropäer sehen darin einen Schlag in ihren Rücken. Kaum war das Projekt dieses Frühjahr in trockenen Tüchern, schon erklärte eine von Putins Chefpropagandistinnen im Staatsfernsehen, wenn die Pipeline stehe, würde Russland „die Ukraine bumsen“. Dies war ein Scherz, sagte sie später – auch wenn das stimmen mag, tröstet das die Ukrainer kaum. Moskau kündigte zeitgleich an, von der Ukraine künftig höhere Gaspreise zu verlangen – was dort den Eindruck einer deutsch-russischen Komplizenschaft noch erhöht. Kreml-Kritiker wie Jewgenia Tschirikowa sagen, Deutschland finanziere mit seiner Gas-Zeche Putins Krieg in der Ukraine. Zudem mache die neue Pipeline die Ukraine von Moskau erpressbar und nehme ihre eine ihrer wichtigsten Existenzgrundlagen – die Transitgebühren.

Der Hitler-Stalin-Pakt sollte den Deutschen 80 Jahre nach seiner Unterzeichnung mehr denn je eine Mahnung sein:

Dass sie den verbrecherischen Charakter des Stalin-Regimes nicht mehr weiter durch Hitlers Verbrechen relativieren.

Und dass jeder Versuch Deutschlands, gemeinsam mit Russland über die Köpfe der osteuropäischen Nachbarn hinweg oder gar gegen diese Politik zu betreiben, ein fataler Irrweg ist – ja sogar eine Verhöhnung der Opfer von einst. Umso mehr, als wir es bei Putin mit einem diktatorischen Regiment zu tun haben, das Stalin wieder hohe Ehren erweist und in dem ganz offen von einer Rückeroberung alter Gebiete (nicht nur) geträumt wird.

Das EU-Parlament hat den 23. August zum Tag des Andenkens an die Opfer der totalitären Regime erklärt. In Deutschland wird er nicht offiziell begangen. An „größeren“ Veranstaltungen ist im Internet nur eine Podiumsdiskussion der Bundeszentrale für Politische Bildung in Berlin am Vorabend zu finden. Das Grußwort dort sollte – welch Treppenwitz der Geschichte – ausgerechnet Klaus Lederer sprechen – Berliner Kultursenator und Mitglied einer Partei, die rechtsidentisch ist mit der, die unter der Ägide von einem der Pakt-Initiatoren von damals gegründet wurde: Der „Linken“, früher SED.


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Lesen Sie auch Reitschusters Kolumne «Berlin extrem – Frontberichte aus Charlottengrad»: Darin lüftet der Autor ironisch den Blick hinter die Kulissen der russisch-ukrainisch-jüdischen Diaspora an der Spree, deren Außeneinsichten oft ungewöhnliche Perspektiven eröffnen. Darüber hinaus spießt der Autor den Alltags-Wahnsinn in der Hauptstadt auf – ebenso wie die Absurditäten in der Parallelwelt des Berliner Politikbetriebs und deren Auswirkungen auf den bodenhaftenden Rest der Republik.

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Kommentare ( 51 )

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Klar hatten sich mit Hitler und Stalin zwei Gauner abgesprochen. Klar ist aber auch, dass Polen von Gaunern regiert wurde, und dass Polen sich die Gebiete östlich der Curzon-Linie im Polnisch-Sowjetischen Krieg (1919-1921) mit Gewalt angeeignet hatte. Unerwähnt bleibt auch, dass Polen seine Wiedergeburt nach über hundert Jahren, 1916, dem strategischen Kalkül des Deutschen und des Österreichischen Kaiserreiches verdankt. Kaum lag Russland nach der Revolution 1917 am Boden, schon fiel Polen von den Mittelmächten ab und über Russland her. Die in Versailles erzwungenen Gebietsabtretungen des Deutschen Reiches widersprachen krass dem dort verkündeten „Selbstbestimmungsrecht der Völker“. Polens Führung hat den Krieg… Mehr
Dieser Artikel erscheint mir etwas unwissenschaftlich. Beginnen wir damit, dass ganz Europa mit Hitler solche Verträge abschloss: 1934 der Nichtangriffs- und Freundschaftspakt zwischen Hitler und Polen 1935 das Flottenabkommen zwischen Hitler und England 1938 die Erklärung über die Aufteilung der Tschechoslowakei von Hitler mit Italien, Frankreich und England 1939 der Nichtangriffspakt zwischen Hitler und Dänemark 1939 der Nichtangriffspakt zwischen Hitler und Estland 1939 der Nichtangriffspakt zwischen Hitler und Lettland Alle diese Verträge enthielten Klauseln über Einflusszonen. . Sodann ist die Behauptung sehr gewagt, aufgrund dieses Vertrags seien Moskau und Berlin Verbündete gewesen. Freunde müssen sich normalerweise nicht versprechen, sich nicht… Mehr

Diese Themen sind deswegen Tabu, weil sie an der Alleinschuldthese der Deutschen rühren würden:

Wieso haben Frankreich und England dem Deutschen Reich den Krieg erklärt, nicht aber Russland?

Wer waren die Verbündeten Deutschlands? (Sogar spanische Einheiten haben in Russland gekämpft)

Und wer hat nochmal 1937 die Chose im Fernen Osten angefangen?

Usw.

Warum hätten FR und Eng. Russland den Krieg erklären sollen? Ihrem wichtigsten Verbündeten, der dann auch schliesslich Deutschland das Genick brach?
Hingegen haben Sie mit den Verbündeten völlig recht. Halb Europa war damals faschistisch und fiel mit den Deutschen zusammen über Russland her: Nicht nur Spanien, sondern auch Italien, Finnland, das Baltikum, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, usw. usw. Es gab belgische, französische, dänische, schwedische usw. Freiwilligenverbände aus dortigen lokalen Nazis.

Herr Protisil…..Sie sind ein Geschichtsfälscher. Die Sowjetunion griff, die Mandschurei, Persien, Polen, Finnland, Spanien, das Baltikum an, bedrohte Rumänien und letztendlich auch das Reich. Und noch viel schlimmer, die Sowjetunion griff die Minderheiten im eigenen Land an. Vor Sozial-Faschisten, wie Ihnen, graut einem.

„Die Sowjetunion bedrohte das Reich“
Ja das ist aber wirklich allerhand. Wie konnte man nur das Reich bedrohen! Ja und dann hat die Sowjetunion ja auch noch die zu Besuch gekommenen deutschen Soldaten vernichtet, die Sklaven der Deutschen befreit, Berlin erobert und den Führer in den Selbstmord getrieben. Wie konnte man nur!

Sie behaupten eben, der Krieg hätte etwas mit der damaligen deutschen Reichsregierung zu tun gehabt? Gemäß den Aussagen Churchills und Stalins ist das äußerst unwahrscheinlich, paßt aber gut in viele propagandistische Bilder und Schulbücher. Heutzutage ist die USA die größte Militärmacht auf dem Planeten. Und da die USA etwas abseits liegen, unterhalten diese ca. 800 militärische Übersee-Stützpunkte. Diese als Verteidigung us amerikanischer Interessen zu interpretieren, wäre wohl arg weit hergeholt. 1941 war die Sowjetunion die größte Militärmacht des Planeten, und die Rote Armee diente nachweislich der Aggression gegen Nachbarn. Es war nur eine Frage der Zeit, wann diese Europa überrollte,… Mehr

@Laurenz
Ja, wollen Sie denn etwa abstreiten, dass Deutschland den Krieg geplant, gewollt und angefangen hat? War Deutschland etwa gegen seinen Willen in den Krieg hineingeschlittert, oder aus Zufall? Dann glauben Sie vielleicht auch noch, Polen hätten den Gleiwitzer Sender überfallen.
Steile These, die Sie da aufstellen.

„Zudem mache die neue Pipeline die Ukraine von Moskau erpressbar und nehme ihre eine ihrer wichtigsten Existenzgrundlagen – die Transitgebühren.“

Kann ich alles nicht aktzeptieren!
Mit der Pipeline durch die Ukraine sind Deutschland und Russland durch die Ukraine erpressbar und die Erpressung wurde bekanntlich auch schon vollzogen.
Wenn ein Land als wichtigste Existenzgrundlage Transitgebühren hat, dann läuft dort etwas gewaltig schief! Warum sollten wir Transitgebühren zahlen, wenn es auch andere Lösungen gibt?
Die Ostseepipeline ist wohl das einzige Projekt, für dessen Umsetzung ich BK Merkel dankbar bin.

Zur Zeit der Russischen Revolution und des anschließenden Bürgerkrieges waren es doch die Polen,die Raubzüge auf sowjetischem Territorium veranstalteten große gebiete der Ukraine wurden besetzt und geplündert. Die Rolle der deutschen Minderheit in Polen nicht zu vergessen, ja selbst die Repressalien an der deutschen Mehrheit sollte hier benannt werden. Das Zusatzabkommen ,zur Aufteilung Polens war letzten des eine Vergeltungsakt. Die Kriegserklärung am 3.9.1939 an Deutschland. An Deutschland , warum dann aber nicht an die Sowjetunion? Die größte Kolonialmacht aller Zeiten erklärt, Deutschland den Krieg, nicht ohne vorher noch ein Beistandspakt mit Polen zu schließen. Die Kriegsmüden Franzosen sind widerwillig auch… Mehr

Aus der polnischen Erfahrung heraus auch verständlich, die ging es immer um alles, um die nackte Existenz zwischen zwei (früher drei) Großmächten.

Mensch, hören Sie mir Boris doch mit den Kammellen auf. Wohin denn mit der Gschichte? In die Schulbücher? Wozu denn…?

In den Augen der Nachkriegssozialisten (also Grünrot heute) sind Hitlers Tote schlimmer und mehr als Stalins Tote, die DDR war nicht wirklich ein Unrechtsregime und China macht seine Sache als funktionierender kommunistischer Staat doch eigentlich recht gut. Oder wie das ZDF meint: „Im Kommunismus gehört allen gleich viel.“

Allen gehört gleich viel? Na, da haben die etwas weggelassen. Das müsste heißen: „Im Kommunismus gehört allen gleich viel Armut.“ Der Kommunist Fidel Castro hat ein Vermögen von 775 Mio. Euro (in Euro umgerechnet) hinterlassen. Der hatte eine eigene Yacht. Dafür hatte er auch einen eigenen Hafen und eine Insel, die er Garten Eden nannte. Den staatlichen Firmen hat er das Geld auch weggenommen, weil er es selbst haben wollte. Die Bevölkerung in Kuba verdient 30 Euro …. nein nicht pro Stunde sondern im Monat. Und Fidel Castro verdiente mit monatlich 9000 Euro das 200fache. Bezogen auf die Arbeitnehmer kommt… Mehr

Beim Schwarzbuch des Kommunismus (Le Livre noir de communisme) ist zu bemerken, daß der Herausgeber, Stéphane Courtois, selbst mehr oder weniger ein Kommunist ist. Ich besitze noch ein Buch aus der 1. deutschen Auflage. Dort unterscheiden sich die Zahlen massiv von den heutigen Auflagen. Man sah sich wohl, aufgrund politischen Drucks, gezwungen, die Zahlen massiv zu verkleinern.

Um die ideologische „Brüderlichkeit“ der nationalen und internationalen Sozialisten zu verschleiern, waren die UdSSR und ihre Vasallenstaaten nach Kriegsende sehr erfolgreich, indem sie den Nationalsozialismus „rechts“ verorteten, wenn, dann meistens nur von „Nazis“ sprachen/schrieben, immer öfter aber anstatt Nationalsozialismus den Begriff Faschismus verwendeten.
Daß sowohl die Internationalsozialisten als auch die Nationalsozialisten zutiefst links und Brüder im Ungeiste waren und sind, wir seit Jahrzehnten verschwiegen

Ja gut, dass der litauische Ex-Staatschef Landsbergis darauf aufmerksam macht, bin gespannt auf das ganze Interview mit ihm in nächsten Heft.

Lach- und Lachgeschichten

Genau so eine zynische Art wie Sie in Ihrer Zuschrift zum Ausdruck kommt ist es, vor der Deutschlands Nachbarn im Osten Angst haben. Bitter und schade, dass manche nichts gelernt haben aus der Geschichte.

Wenn man die Geschichte kennen würde, könnte man was aus ihr lernen. Ein nicht Historiker wie ich und wohl die meisten hier liest aber nur verschiedene Darstellungen, die angeboten werden. Und die Darstellung in diesem Artikel scheint mir einige Zusammenhänge auszusparen. Deshalb hab ich den Artikel auch nicht zuende gelesen. Nach dem dritten Zusammenzucken, weil man denkt, nee so war das nicht, empfindet man nicht, dass man aus der Lektüre was lernen könnte.

Zum Tanze gehören immer drei lachte der Onkel Josef.

Zumindest oberflächlich betrachtet haben Sie Recht und die Dislikes sind nicht angebracht. Stalin zu unterschätzen ist grundsätzlich ein Fehler. Und ganz egal, was in der Wikipedia steht, Herr Resuns These ist die plausibelste, weil sie von den „offensichtlichen“ Fakten gestützt wird. Die deutschen Geheimdienste, Abwehr, B-Dienst, Aufklärung Ost waren im internationalen Vergleich sehr schlecht, ähnlich wie heute auch. Die massive Massierung der Roten Armee in den Aufmarschgebieten Weißrußlands wurden zu Ungunsten Stalins zu früh offenbar. Und dazu stellte Molotow auch noch unannehmbare Forderungen zur Grenzverschiebung zu Lasten Rumäniens, was den Hitler-Stalin-Pakt ad absurdum führte. Dies zerstörte Stalins Pläne. Stalin hoffte… Mehr