Deutsche Medien – betreutes Informieren

SPON will Frauen-Fußball endlich populär machen, taz Aufruf, Rentnern das Wahlrecht zu entziehen, ZEIT warnt Nicht-Grün-Wähler vor ihrer Rückständigkeit und begeistert sich für ein Loch in den Socken des Über-Grünen Habeck - am Rande von Heiligenverehrung. Ein Frontbericht aus Charlottenburg über Journalisten außer Rand und Band als Volkserzieher.

 

Man fühlt sich als hoffnungslos rückständig und schon gar nicht mehr als richtiger Journalist, wenn man nicht für sich in Anspruch nimmt, die Wahrheit zu kennen und die Leser und Zuhörer endlich auf den richtigen Weg zu bringen und zu erziehen, wenn man den Menschen nicht sagen kann, wen sie wählen sollen, wem man das Wahlrecht nehmen muss und dass die Grünen das beste sind, was es gibt.


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In seiner Kolumne «Berlin extrem – Frontberichte aus Charlottengrad» lüftet Boris Reitschuster ironisch den Blick hinter die Kulissen der russisch-ukrainisch-jüdischen Diaspora an der Spree, deren Außeneinsichten oft ungewöhnliche Perspektiven eröffnen. Darüber hinaus spießt der Autor den Alltags-Wahnsinn in der Hauptstadt auf – ebenso wie die Absurditäten in der Parallelwelt des Berliner Politikbetriebs und deren Auswirkungen auf den bodenhaftenden Rest der Republik.

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Kommentare ( 79 )

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Ich finde, das permanente „betreute Informieren“ (Propaganda, „Nudging“ usw.) ist dem in der ehemaligen DDR inzwischen ebenbürtig bzw. sogar noch überlegen. Egal ob Spiel- oder Dokumentarfilme, Serien oder „Kabarett“, … : Ein unaufhörlicher Erziehungs-/Beeinflussungsstrom, genau wie früher in der DDR. Ich schaue mir das längst nicht mehr an und höre es nicht mehr. Regelmäßig schaue ich aber noch in „Online-Programmzeitschriften“, um zu sehen, ob sich nicht – irgendwo dazwischen – doch noch etwas – abseits dieser Propaganda – sehen/hören lässt. Werde selten fündig. Aber es scheint bei der Masse zu wirken.

Geht mir ebenso. Auffällig wurde der Psychozirkus im Staatsfernsehen für mich erstmals mit der Tatortserie, und hier mit der Frau als Kommissarin mit ihren männlichen Kollegen als Stichwortgeber und Wasserträger. Zum Ausschalten. Gucke diesen ** schon seit Jahren nicht mehr, dito die sogenannten Nachrichten, denen nehme ich nicht mal mehr die Uhrzeit ab.

Ceterum censeo Tichy TV necesse est

Als ein an Nachrichten interessierter Mensch fällt mir eine möglichst objektive Informationsermittlung immer schwerer. Noch vor einigen Jahren informierte ich mich durch die klassische Tageszeitung meiner Region, ergänzt durch den Spiegel, Focus und Welt am Sonntag, jeweils in Papierform. Das änderte sich durch mein erstes IPhone, indem es mir seither möglich war, Nachrichten jederzeit und scheinbar aktuell über die Onlineportale zu beziehen. In meinem Fall waren das zunächst überwiegend die Seiten von SPON, Focus, die Zeit und Welt-Online, die mir das Gefühl gaben, umfassend und im Hinblick auf die verschiedenen politischen Ausrichtungen hinreichend informiert zu sein. Das wiederum änderte sich… Mehr

WON macht jetzt richtig Zoff. Gestern, beim Artikel über Fr. Neubauer, wurde dieser Text von der WON-Kontrolle vorangestellt:
„Kurze Durchsage: Wer hier Luisa Neubauer beleidigt oder diffamiert, wird gesperrt.“
Ich habe 2 Sätze kommentiert (natürlich ohne Beledigung o. Diffamierung) und bekam prompt die 1. Verwarnung. Ist DAS jetzt der Stil, um Frau Neubauer als Ikone zu stilisieren, über die niemand laut denken darf.
Wo soll das enden.

Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ihr Beitrag ist die gelungene Zusammenfassung einer inzwischen sehr bedenklichen Entwicklung. Kleine Ergänzung: Bei der FAZ-online gab es bis ungefähr 2015 ein sehr gutes aktives Leserbriefforum. Das bestand aus anspruchsvollen und kompetenten Teilnehmern, war gefühlvoll moderiert und man konnte damals praktisch jeden FAZ-Artikel kommentieren. Es entstanden sogar kleine Kreise von Fachkommentatoren, man kannte sich. Eine der ersten Demonstrationen gegen die Eurorettung vor dem Kanzleramt 2012 wurde dort (!) verabredet. Alles vorbei. Kommentiert werden dürfen heute nur noch ausgesuchte Artikel, den Rest besorgen die Paywalls.

Eine kurze Ergänzung: Bei der Deutschen Welle wurde die Kommentarfunktion 2018 (soweit ich in Erinnerung habe) kurzerhand abgeschafft, bei br24, dem Internetdienst des Bayerischen Rundfunks, heißt es in der „Netiquette“: „Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Diskussionsbeiträge. Die Kommentare sind moderiert, das heißt, dass sie vor der Freischaltung von der Redaktion geprüft werden. “ Na ja, und wie die Prüfung aussieht, kann man sich ja denken!

Gedanklich sind wir wohl Zwillinge.

Leider ist diese Entwicklung in Deutschland nicht mehr aufzuhalten, es ist eine Art Gehirnwäsche diebei uns stattfindet. Auch zu erkennen am momentanen “ Höhenflug “ der Grünen. Ich für meinen Teil habe es mittlerweile aufgegeben bei Welt oder Spiegel etwas online in Foren von mir zu geben, zu oft wurden völlig sachlich vorgebrachte Äusserungen ohne jegliche “ Hetze “ nicht veröffentlich oder nachträglich, nach zu vielen Likes, gelöscht. Es gibt eine sogenannte Meinungspolizei die entscheidet was “ richtig “ ist, also im Bezug auf die Kommentare, nennt sich betreutes Denken. Nachdem ich mich dazu kritisch geäussert habe bekam ich Abmahnungen… Mehr
Mein Kinofan Moment kam vor einem Jahr, als ich bei Welt online doch frech nachfragte, wer denn eigentlich unsere Regierung dazu ermächtigt hatte, die von Harvard Professor Yasha Mounk als einmaliges Experiment so überdeutlich begrüßte Umwandlung unsere Landes von einem angeblich monoethischen in ein multiethisches Land vorzunehmen. Da hats aber gekracht! Nach einigem Hin und Her schmiss man mich raus, nicht ohne noch einen als Beispiel genannten ähnlichen Kommentar eines anderen Lesers gleich mitzulöschen. Nun gut, kann damit leben und habe jetzt eben mehr Freizeit für andere blogs, lese dennoch gerne ab und zu dort Don A., Broder und auch… Mehr

SPIEGEL Online ging ja noch viel weiter. Ab 2015 wurden zu vielen Artikeln gar keine Kommentare mehr erlaubt. Es wurde also nicht mehr selektiv sondern komplett zensiert. Von da an verlor ich jegliche Achtung vor SPIEGEL-Journalisten.
Begründet wurde die Maßnahme dadurch, dass viele Kommentare „justiziabel“ seien. Komischerweise wurden solche Kommentare aber in anderen Foren noch veröffentlicht. Wurde der Leser als vom SPIEGEL angelogen?

Ist halt kein echter „Spiegel“ mehr, der Spiegel.

Guten Morgen! 😉
(Nicht ironisch, sondern freundlich gemeint. Aber wären diese Erkenntnisse nicht schon spätestens Ende 2015/Anfang 2016 höchst angebracht gewesen? Und das Wort „möglicherweise“ in Ihrem letzten Satz erübrigt sich m.E. 😉

„Merken die Kollegen gar nicht mehr wie peinlich das ist?“

Merken tun die „Kollegen“ das vielleicht schon, aber es ist denen eben nicht peinlich. Die sind so.

Damit Jemandem etwas peinlich werden kann, ist ein Schamgefühl Voraussetzung.

Aber was kann solche locken, so etwas zu tun? Kurzfristig behalten sie ihren Job oder werden als Freelancer für ihre Auftragsarbeit weiter bezahlt.
Denken die tatsächlich alle, sie würden in der folgenden, durch sie mit verursachten Staatsform auch noch gebraucht?
Und dann als was?

Nanana, echauffieren Sie sich mal nicht so!
Georg Restle hat es in einem einzigen tweet zusammengefasst, was heute gefragt ist:

„Journalismus im Neutralitätswahn – Warum wir endlich damit auhören sollten, nur abbilden zu wollen, „was ist“. Mein Plädoyer für einen werteorientierten Journalismus in der aktuellen Ausgabe von „WDR Print“. @WDR_Presse“

Hört sich „werteorientierter Journalismus“ nicht viel, viel schöner an als „Propaganda“?

Wenn ich den Kreis meiner Bekannten und Arbeitskollegen betrachte, so funktioniert die Manipulation vortrefflich. Das Problem ist, dass zumindestens die Westdeutschen sich gerne betreuen lassen. Der Vergleich mit den DDR-Medien hinkt im Falle der Ostdeutschen – da hat man schon seine neuen Karl-Eduards identifiziert und deren eine ganze Menge. Eine Prognose: wenn es wirklich einmal zum Black-Out kommt, werden drei Erklärungen gegeben: die Energiewende war nicht konsequent genug (Herr Habeck), das Stromnetz ist von Rechten infiltriert worden (Dr.Tauber) und Physik ist doof (Karin Göring-Eckardt). Und das wird die Mehrheit auch noch fressen.

Aber mal im Ernst. So wie es auf dem Land immer Funklöcher geben wird, weil bei marktwirtschaftlicher Betrachtung dort ein anderes Aufwand-Nutzen-Verhältnis als in hochverdichteten Großstädten für die Betreiber besteht, so orientieren sich die privaten Informationsanbieter/Betreuer ebenso am möglichen Kunden-, Nachfragebestand. Dass „linksgrünes“ Stadtproletariat eine andere Betreuung und Ansprache als eine „traditionelle“ Landbevölkerung nahelegt (unabhängig von Ost und West), liegt an den jeweilig verschiedenen geschichtlichen, politischen und kulturellen Lebenswelten und ihrer verschienen Naturnähe, wobei die allgemeine Linkspropaganda natürlich ständig bemüht ist, die Produktivität der abhängig Beschäftigten im „industrialisierten“ Sinn (maximale Arbeitsteilung), Pseudogemeinschaft (Solidarität) und durch Verdrängung der Familie, zB. durch… Mehr

Ich komme aus dem Staunen einfach nicht mehr heraus. Was ist das nur für eine wundersame Verwandlung, die der Reitschuster da durchgemacht hat? Früher lobte er unsere „freien Medien“ im „freien Westen“ in den höchsten Worten. Und forderte eifrig, hartnäckig und aufdringlich Russland auf, gefälligst so zu werden wie DE. Unterdessen scheint er da erheblich objektiver und realistischer, und viel weniger missionarisch zu sein. Vom Saulus zum Paulus. Wahrlich, es geschehen noch Zeichen und Wunder.

„Deutsche Medien – betreutes Informieren“

Es steht jedem frei sich den Mainstream reinzuziehen oder es eben zu lassen.
– Noch! –

Traurig macht es mich, dass ich die Suppe, die uns die „Das-konnte-ich doch-nicht-wissen-** “ mit ihrem Wahlverhalten einbrocken, mit auslöffeln muss.

Wäre nicht das Bild dabei, hätte ich Schulte von Drach aufgrund seines Tweets über Rechts altersmäßig irgendwo zwischen vorpubertär und pubertär verortet. Nicht nur wegen der Wortwahl, auch wegen der wenig überzeugenden Argumentation.

„Viele Flüchtlinge fühlen sich um ihre Hoffnungen betrogen. Die Enttäuschung über ihre Situation ist groß. Und die Zahl der Helfer nimmt ab. Ein Besuch in der hessischen Kleinstadt Büdingen.“ https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/wie-fluechtlinge-in-buedingen-ihre-situation-erleben-16257423.html Glaubt Herr Thiel, Redakteur bei der FAZ, tatsächlich alles, was ihm erzählt wird? Mit dem Titel „Sind wir noch willkommen“ schreibt er eine von „Flüchtlingen“ mit Untermalung von „Flüchtlingshelfern“ kredenzte Geschichte, die besonders am lesbaren Anfang (Bezahltschranke) über die „Flucht“ überaus fadenscheinig klingt. Dann lässt sich der Redakteur des Feuilleton einer vormals großen Zeitung beim Besuch einer Unterkunft von einem Bewohner eine Gabel mit fehlenden Zinken zeigen, und druckt auch… Mehr
Man muss nur mal DLF hören. Bald geht die Welt unter. Die Grünen nutzen die Gunst der In Panik Geratenen, die sich trotz allem in den Schwimmbäern und bei mir in der Nähe eines wundervollen Sees köstlich amüsieren. 100 Milliarden wollen die haben, die Grünen. Nennt sich Klimafond oder so ähnlich. An Dreistigkeit nicht zu überbieten. handrlt es sich in Wirklichkeit um eine zusätzliche Verbrauchssteuer, zum Auffüllen geleerter Kassen. Überschüsse weg, alles weg! Verteilt an fremde Versorgungssuchende und Nationen in der EU, die blöderweise nichts gebacken kriegen! Aber soweit ich weiß, hat das Klima keine Kto.Nr, noch schert die Sonne… Mehr