Blackbox KW 48 – Nowabo & Saskia – die Jahresendfiguren der SPD

Merkelsteine und Betontannenbäume aufgestellt, Klimanotstand ausgerufen, Flüchtlingskrise beendet. So lasset uns die erste Kerze anzünden ... (Bei der SPD gab‘s übrigens jetzt schon Bescherung).

Nach einem kurzen Spaziergang durch den Betontannenwald, vorbei an Absperrgittern und freundlichen Polizisten, begibt sich der unternehmungslustige Großstädter in diesen Tagen in Merkelland zum nächsten Glühweinstand. Ja mei, täte der alte Franz jetzt sagen, ist denn scho wieder Weihnachten? Na, Franz, Adventszeit is.

Apropos Weihnachtsmärkte. Hat das Landeskriminalamt vom Homeland NRW dieses Jahr seine Gefährderliste etwas besser mit dem Bundeskriminalamt abgestimmt? Wir wollen doch nicht schon wieder so einen Untersuchungsausschuss Amri …

♦ Schon bevor die erste Kerze brannte, ereigneten sich Vorfälle (offizielle Sprachregelung für Begebenheiten, die man sich medienseits partout nicht erklären kann) in Den Haag (Messer), Paris (explosiver Gegenstand) und London (Messer). Bevor jetzt wieder Vorurteile hochkommen wegen des Messermannes, der am Black Friday in London von der Polizei erschossen wurde: Es handelte sich mitnichten um einen Fremden. Der Mann war ein alter Polizeibekannter.

♦ Auch in diesem Jahr warnt Ver.di wieder vor den Folgen von übermäßigem Abspielen von Weihnachtsliedern in Kaufhäusern. Die Gewerkschaftsdoktoren zählen auf, was droht: hoher Blutdruck, Stress und ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten. Klingt ganz so, als empfehle die Handelsgewerkschaft Ver.di zu Weihnachten Online-Shopping.

♦ Das EU-Parlament hat den „Klimanotstand“ für Europa ausgerufen. Die Resolution sei ein symbolischer Akt, der aber Druck für konkrete Gesetzgebungen aufbauen soll. Klartext: Das mit dem Klima ist halb so schlimm, aber perfekt geeignet, die deutschen Steuerzahler zu melken. Abgesegnet von einer Kamarilla aus Sozialdemokraten, Grünen und Linken.

♦ Der grüne EU-Abgeordnete Giegold flog direkt nach der Ausrufung des Klimanotstands wegen dringender Amtsgeschäfte nach Berlin, weshalb ihm Gegner Doppelmoral vorwarfen. Das ist falsch. Zur Doppelmoral gehört schließlich die Moral. Aber schon Wiegolds Abstimmung für einen nicht vorhandenen Notstand ist eindeutig unmoralisch.

♦ An dieser Stelle können wir ebenso die Mitglieder der Klimapartei SPD beruhigen, die sich auch in diesem Jahr wieder für eine Kreuzfahrt vom konzerneigenen SPD-Reise-Service entschieden haben. Vielleicht bestreitet ja Umweltministerin Svenja Schulze das Unterhaltungs- und Informationsangebot an Bord, und außerdem können Sie bestimmt Vorträge zum Klimawandel zubuchen.

♦ Wer Klima und Katastrophe sagt, muss in Zukunft auch Ursel von der Leyen sagen. Die stets bestens beratene Ursula (McKinsey & Co.) will Europa zum ersten klimaneutralen Kontinent machen und plant dafür weitere 3 Billionen (in anderen Worten: dreitausend Milliarden) Euro bis 2030 zu verpulvern – zusätzlich zu den schon geplanten Klimaausgaben. Wie erwartet macht sie nun, nach der Bundeswehr, auch die EU fertig. Vielleicht ganz gut so. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

♦ Längst besingen die Dichter Berlin, unsere Hauptstadt der Zerlegung:Da dorten findet manches statt, was sonst nicht stattgefunden hat!“ SPD-Doktor Engelbert Lütke Daldrup verspricht, dass am 31. Oktober 2020 der weltberühmte Flughafen BER mit neunjähriger Verspätung eröffnet wird. Vorher müssen nur noch 2.000 „Monster-Mängel“ behoben werden. Wie das gehen soll? Na, mit Links!

♦ Zur Entlastung der Berliner Justiz wurden nun bei der Berliner Kripo die Computer mit einem neuen Betriebssystem ausgestattet. Nicht upgegradet, wie der Nerd sagt, sondern durch Neu-Installation – dadurch gingen viele, viele Dateien für immer verloren. So gibt es dann vor Gericht noch mehr Freisprüche „aus Mangel an Beweisen“.

♦ Warum, um Himmels Willen, nennen die in Berlin die große Geldverschwendung (365 Milliarden Steuereuros im nächsten Jahr) „Haushalt“? Haushalten heißt laut Duden „sparsam wirtschaften“. Von den biblischen Warnungen der 7 fetten und 7 mageren Jahre ganz zu schweigen …

♦ Die Flüchtlingskrise ist vorbei, „viele der Flüchtlinge von damals stehen heute in Jobs“, jauchzt der BamF-Chef Hans-Eckhard Sommer. Nun sorgt sich der vorbildliche Beamte um die Rente der jungen Migranten, denn die „allermeisten arbeiten im Niedriglohnsektor“. Nur keine Sorge, Herr Direktor, bis die in Rente gehen, gibt’s längst die Respektrente 4.0 – und außerdem sind wir dann lange tot, und nach uns die Sintflut, hähähä.

♦ Nolens Volens müssen wir uns wieder mit der SPD beschäftigen. Denn gerade wurde gemeldet, dass 53 Prozent der an der Vorstandswahl beteiligten 54 Prozent aller SPD-Mitglieder „empfehlen“, Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken zu neuen Parteivorsitzenden zu ernennen. Borjans, der wegen „unseriöser Finanzpolitik“ beim Verfassungsgericht eine dicke Akte hat, will jetzt seine ganze einschlägige Erfahrung bei der Erpressung des Koalitionspartners einsetzen. Und obwohl nur 25 Prozent aller Parteimitglieder für Nowabo & Seske stimmten, glaubt Malu Dreyer schon, die SPD habe „die Leidenschaft zurückgewonnen“. Und Zeit, liebe Malu, ganz viel Zeit demnächst in der Opposition.

♦ Ein Blick auf das neue SPD-Duo lässt einen denken, irgendwie hat der Ralf Stegner aus Bordesholm auch mitgewonnen. Und der Opa vom Kevin.

♦ Erdolf, der Prächtige, Eroberer von Idlib und mehr, schlaueste Doktor von ganze Türkei, hat wieder eine seiner berühmten Ferndiagnosen abgegeben: „Herr Macron, ich sage es aus der Türkei und ich werde es bei der Nato wiederholen: Lassen Sie erst mal Ihren Hirntod überprüfen.“ (13) Das war vielleicht ein wenig direkt, aber was uns irritiert: Bei Heiko hat Doktor Tayyips Diagnose („Dilettant“) hundertprozentig zugetroffen …

In Zeiten wie diesen scheint man nicht nur in Dresden recht fahrlässig mit seinen Preziosen umzugehen …

♦ Auch die AfD hat einen neuen Chef. Tino Chrupalla wurde zum Nachfolger von Alexander Gauland gewählt. Das müsste doch den linken Hetzern gefallen. Der Mann ist Maler! Na? Nu kommt schon, Maler, ihr wisst doch … (Na gut, Chrupalla ist Malermeister und kein Postkartenmaler, aber sonst nehmt ihr es mit den Fakten doch auch nicht so genau.)

♦ Und zum Abschluss die Bauernweisheit zum Advent: Svenja Kunze und Anton Hofreiter – Sie säen nicht, sie pflügen nicht, sie düngen nicht und sie ernten nicht. Aber sie wissen alles besser. (Plakat bei den Bauernprotesten in Berlin)


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Kommentare ( 91 )

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91 Kommentare auf "Blackbox KW 48 – Nowabo & Saskia – die Jahresendfiguren der SPD"

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Da muss sich der Scholz ja glücklich schätzen dass auch diesmal der unheilvolle Krug erneut an ihm vorübergegangen ist… Schwein gehabt, lässt sich für die Zukunft doch noch hoffen.

İhnen und dem ganzen Team von Tichys-Einblick
einen fröhlichen und gesegneten 1. Advent.

Zu UvL und ihren 3 Billionen fürs Klima: Möglicherweise weiß sie mehr über die kommende Hyperinflation, sodass es eigentlich nur um ein paar hundert Euro geht. Zum BER: Wenn ich Lübke-Daldrup wäre, hätte ich den Termin auf den 24.12. gelegt. Jedes Jahr neu, versteht sich. Zur Berliner Justiz: Das Upgrade trägt bestimmt den internen Namen RaDiCleaner (Rassismus-Diskriminierungs-Cleaner) und wurde vom grünen Justizsenator Behrendt höchstpersönlich eingespielt. Selbstverständlich wurden damit nur solche Daten überschrieben und gelöscht, die von den Grünen geschützte „Minderheiten“, wie Araber-Clans etc. betreffen. Zur SPD: Ich warte nun gespannt auf die Bekanntgabe des Termins zum Vereinigungsparteitag mit der SED,… Mehr

Merkel verspricht ja auch, der Nato endlich die ihr zustehenden prozentualen Beteiligungen zu überweisen. Ich denke, die haben unsere Wirtschaft bis dahin peu à peu so zugerichtet, dass das dann sogar klappen könnte.

Wie die Flüchtlinge in vierzig Jahren ihre Rente bekommen macht man sich Sorgen, wie aber deutsche Hartz IV Empfänger ihre Rente bekommen nicht. Ich hoffe nur, dass es in vierzig Jahren – trotz Klima und so – noch genug Alu-Dosen zum Sammeln gibt. Und mit dem Maler haben Sie ja den Linken noch eine Idee gegeben . . .

„Lieber ein Ende mit Schrecken …“, „nach uns die Sintflut“, „… dann sind wir alle tot“ – bitte nicht so resignativ-sarkastisch, lieber Herr Paetow! Machen Sie es lieber so, wie Merkel es 2016 ihrer Partei empfahl: mehr Weihnachtslieder singen, die Texte kopieren und jemanden suchen, der Blockflöte spielen kann.
„Blockflöten“ haben wir ja reichlich und zu den passenden Liedtexten fällt uns auch noch was ein, z. B. „Ihr Flüchtlinge kommet …“, „Stille Nacht, bald ist`s vollbracht …“, „Vom Himmel hoch der Notstand kroch …“

und „Morgen Kinder wirds was geben …“. Da muss man nicht mal umdichten! Wir erleben ja ständig Überraschungen. Sogar, wenn nicht Weihnachten ist.

Ein dreifache donnerndes Helau auf den Karnevalverein “Narrenschiff“ mit seiner Sitzungspräsidentin Erika Merkel. Narhalla Marsch und (hoffentlich baldiger) Auszug der Narren.

😉 Die „alte Tante“ hat einen eigenen „Kraft durch Freude“ – Dampfer?
Zusätzlich zum „Schulz-Zug“, und ist mehrere Milliarden schwer?
Beim Bernsteinzimmer und den verschwundenen SED-Millionen aber auch!
So ein Glück für die Partei der kleinen Leute!
Das freut den echt hart arbeitenden „Glück-auf-der-Steiger kommt“ – Kumpel, und nun bis zur Rente mit 70, Braunkohlebagger fahrenden Max Mustermann von der Grubenkappelle „Schicht im Schacht“, in der er trotz allem unverdrossen das Tenorhorn spielt, bis der letzte Mollakkord in den Weiten der brandenburgischen Tundra-Wälder verklungen ist.
Einen schönen 1.Advent.

„… dadurch gingen viele, viele Dateien für immer verloren.“ Als IT-Spezialist der ersten Stunde mit immerhin fast 40 Jahren IT-Erfahrung stelle ich fest: Wir haben tatsächlich einen Notstand an Fachleuten, und das ganz besonders in der IT – nur Idioten und Turnschuh-Informatiker (was offensichtlich dasselbe ist) kommen auf die Idee, vor einem System-Reinstall das alte Image NICHT zu sichern (für Not-Rückgriffe auf ebensolche sonst verloreren Daten). Der kleine Zeitgewinn durch diesen Verzicht wird durch die (erfahrungsgemäss mit Sicherheit auftretenden) Verluste mehr als aufgefressen. Ich würde – nach dieser Aktion – die Hälfte der dafür Verantwortlichen entlassen, auf dass die andere… Mehr

Also ich hab da immer permanente Backups gemacht. Vollautomatisch. Zudem gibt’s auch so exotische Sachen wie Mirroring bei Raid-Systemen.

Erinnert mich an ein Vorwort zu einem O’Reilly Buch mit dem Titel „Backup & Recovery“, in dem der Autor die Analogie zu Motorradfahrern folgendermaßen zog:
„There are two sorts of bikers, those who have fallen, and those who will fall.“

ich kenn die teile als jahresendflügelpuppen, und bitte, seien Sie nicht alle so besinnlich, sonst krieg ich nervenbruch….

Einbruch kommt selten allein!

Schulze und Hofreiter düngen nicht? Aber doch: viel Geistesdung produzieren die.

Schulze hatte auf der Bauerndemo einen gnadenlosen Abgang, nachdem sie Insektenschutz gleich an den Anfang ihrer versuchten Rede stellte – und auf die von den Bauern in den Mittelpunkt gestellten Protestpunkte gar nicht einging.