Blackbox KW 40 – Genieße, was frommt, eh Stille-Schnee-und-Winter kommt

Merkel tauscht aus. Siggi rauscht ab. Wir lauschen Frank-Walter Floskelmeier, und können melden, dass Heiko 50 neue Facebook-Freunde gefunden hat.

Angela Merkel rechnet am heutigen Sonntag mit den Wahlverlierern von CDU/CSU ab. In Zukunft sollen „neue Köpfe“ berücksichtigt werden. Dabei denkt sie auch persönlich über eine neue Frisur nach. (Bei der Jungen Union hat sie sich versichert, dass von dortigen Köpfen nichts Neues zu befürchten ist.)

Wolfgang Schäuble, der die letzten Jahre Europa in Schrecken versetzte, weil er nur unter lautem Murren Blankoschecks unterschrieb, soll ab sofort ausschließlich seine engsten Mitarbeiter und die AfD-Abgeordneten im Bundestag drangsalieren – als Bundestagspräsident. Frage an die Kanzlerin: Ist das jetzt „entsorgen“?

Bayern-Horst darf heute Abend verkünden, er habe sich wieder einmal bei Merkel durchsetzen können. Gemeinsam wurde von Merkel beschlossen: „Obergrenze“ heißt ab jetzt „Wir wollen genauer hinschauen“.

♦ Bezeichnendes Gespräch am Frühstückstisch zur Lage der Nation.

Er: „Haste gelesen? An 117 Zugangspunkten wurde die Innenstadt von Mainz abgeriegelt, 147 Betonsteine und 47 mobile Sperrgegenstände kamen dabei zum Einsatz. Die komplette Innenstadt für Autoverkehr gestoppt. 7.400 Polizisten vor Ort.“

Sie: „Wieso Mainz?“

Er: „Da haben die den Tag der Deutschen Einheit gefeiert.“

Sie: „Wer?“

Angesichts der Mauern aus Betonsteinen und Sperrgeräten fand Frank-Walter Floskelmeier wieder einmal die passenden Worte, und warnte vor „neuen Mauern aus Entfremdung, Enttäuschung und Wut“. Toll, dass wir ihn haben. Was hat der eigentlich früher gemacht?

Merkel erfreute ihre Anhänger schon vor der Veranstaltung mit der Bemerkung, dass
„Deutschland Verantwortung für Europa trage und dafür, dass es in der Welt besser geht“. Deshalb wird auch beim Deutschlandlied die erste Strophe überarbeitet: „Deutschland, Deutschland kümmert sich um alles, um wirklich alles in der Welt.“

Ach, große Worte, kleiner Kreis. Manch einer der sorgfältig ausgewählten Gäste wird sich noch an den 3. Oktober 1989 erinnert haben, als der greise Erich die Worte sprach: „Die Deutschkratischepublik wird weitere (Pause) pfirsich Jahre und noch darüber hinaus (wieder Pause) bestehen. Ich schlage vor, das Glas zu erheben und zu trinken auf unseren Nationalfeiertag.“ Ja, bevor Sie fragen, unser Nationalfeiertag war früher seiner.

♦ Alle redeten vom Wetter. Die Bahn nicht. Oder so gut wie nicht. Anlässlich des Sturms „Xavier“ stellte sie die Kommunikation einfach stellenweise ein.

♦ Die niederländische Verteidigungsministerin ist wegen eines tödlichen Zwischenfalls in Mali zurückgetreten. Hatten wir nicht auch einen tödlichen Zwischenfall in Mali, Frau von der Leyen? Was sagen Sie? Wir können Sie nicht verstehen?

Siggi sucht einen Job außerhalb der Politik, schreibt Bild. Wie wär es mit Integrations-Lehrer in Goslar? Obwohl, das wäre ihm wahrscheinlich zu anstrengend und zu schlecht bezahlt. Er selbst denkt Richtung Internet. Vielleicht als Brauser (‘ne Dusche hat er ja schon).

♦ Um Heiko Maas, demnächst Sozialdemokrat o.V. (ohne Verwendung), wird es bald einsam werden. Deshalb hat er schnell noch 50 neue Facebook-Freunde als Denunziationsassistenten hinzugefügt.

♦ Ossis, die Karten für das Berliner Revuetheater Friedrichstadt-Palast begehren, müssen vor dem Kartenkauf an Eides statt versichern, dass sie nicht die AfD wählten. Denn, so Intendant Berndt Schmidt: „Wer AfD wählte, wusste, dass er auch Nazis in den Bundestag wählt.“ Als Erkennungshilfe hat der ehemalige Bertelsmann Schmidt auch die Gesichts- und Klamottenkontrolle eingeführt, damit sich das Theater „künftig noch deutlicher als bisher von 20 oder 25 Prozent unserer potenziellen Kunden im Osten abgrenzen“ kann.

„Auto fährt in London Fußgänger an“, formuliert die komische FAZ. Morgen schreiben sie da bestimmt: Das Auto wurde festgenommen. Ihm droht Verschrottung. Oder Abschiebung und Verkauf nach ?.

♦ „Gelungene Aktion am Markgraf-Albrecht-Gymnasium in Osterburg“, schreibt die Dorfzeitung. Die Schüler waren aufgefordert, sich zum Beginn der Herbstferien im Ehrenkleid des F***** auf dem Schulhof einzufinden und so „ein Zeichen zu setzen“ gegen Plutokratie und Marxismus. Oberdingsführer Dankert lobte die „Schulgemeinschaft für ihr couragiertes Handeln“. Oh, halt, da ist uns wohl eine ältere Ausgabe in die Hände gefallen. Richtig muss es heißen, die Schüler sollten sich „so bunt wie möglich“ kleiden, und der gesinnungseifrige Herr Dankert ist Oberdingskoordinator. Und es geht gegen was anderes mit -ismus.

♦ Nach dem Erfolg der Integrationsmaßnahmen „Busfahrer in neun Monaten“ und „Hauptschulabschluss in sieben Wochen“ soll das Programm nun ausgedehnt werden auf „Anästhesist an einem Wochenende“ (Voraussetzung ein entsprechendes Vorstrafenregister). Besonders beliebt bei „Flüchtlingen“: SPD-Berufspolitiker (der Einstiegskurs „Fordern, Jammern, Mahnen & Pöbeln“ ist in den meisten Städten allerdings überbucht).

♦ Nochmal zur Frage „Gibt es wieder Mauern im Land?“. Die „Flüchtlinge“ jedenfalls machen keinen Unterschied zwischen Hamburg oder Leipzig.

Leipzig heißt inzwischen selbst beim Merkelblatt Bild „Messerstadt Leipzig“. Und im Westen? Ein Schlägertrupp verletzte in Düsseldorf Passanten an S-Bahnhöfen schwer. In Brühl wurde ein Mann von 20 Immigranten (inkl. Polizeibekannte) mit Elektroschockern und Stöcken ins Krankenhaus geprügelt. All das ist natürlich nur ein kleiner Ausschnitt, zu dem uns die Chronistenpflicht zwingt. Aber, wie die Trägerin des deutschen Kulturpreises, Aydan Ö., so treffend sagte: Wo die Gefahr wächst, wächst das Rettende auch! Und das Rettende hat einen Namen: Katrin Göring-Eckardt! Selbst die findet inzwischen, es sei „ganz normal, wenn man Ordnung haben will“. Außerdem möchte sie „die jungen Männer nicht alleine hier haben, die mit ihrem Tag nichts anzufangen wissen“. Deshalb ist sie für sofortigen Familiennachzug. Obwohl, in folgendem Fall würde das wohl auch nicht helfen: In Cottbus wurden zwei Zwölfjährige zusammengeschlagen, von 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen aus Syrien.

♦ Verstehe einer die Online-Qualitätspresse: Schon zwei Tage nach dem Massaker von Las Vegas (59 Tote, 400 Verletzte) ist das Thema weitgehend verschwunden. Derweil reklamieren der IS und eine Antifa-Gruppe aus Melbourne den Mörder und seine Morde für sich. Die Offiziellen neigen zur „Einzeltäter mit Macke“-Theorie.

♦ Auch Österreichs Sozialdemokraten arbeiten mit Eifer an ihrer Selbstdemontage. Immerhin gilt es, die 20,5 % der deutschen Schwesterpartei zu unterbieten. Deshalb bat man einen weltbekannten Schmutzfinken um Hilfe bei einer Schmutzkampagne gegen Sebastian Kurz. Ob die Aktion an der Blödheit der SPÖ oder dem Doppelspiel des Agenten scheiterte, ist Nebensache. Das Ziel dürfte erreicht werden.

Hollywood-Produzent belästigte zahllose Filmsternchen. Da wundern sich wohl nur Filmkritiker. Die halten eine Besetzungscouch ja auch für eine Requisite.

 

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Kommentare ( 47 )

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…mit dieser Eselsbrücke merke ich mir die Reihenfolge der Initiale;-)

Politikversagen.net ist auch empfehlenswert, aber nur für Menschen mit robuster Gesundheit.

Cottbus, Messerstadt Leipzig ? Wie kann das sein, wo doch immer behauptet wird, daß „die drüben“ überhaupt nicht mitreden können, weil sie gar keine „Flüchtilanten“ haben. Ach und es ist sicher auch nur Fake, daß der Attentäter von Manchester vormals zu Besuch in leipzig gewesen sein soll, dort Libyer kontaktierte (wohl eher keine der üblichen zu Alimentierenden, da diese in der Lage waren,dort mehrere städt. Immobilien käuflich zu erwerben, für welche Gruppe Mieter zu welchen Mieten?), um mutmaßlich die Finanzierung seiner Einzelfallaktion zu organisieren.

Ich habe mir im vergangenem Jahr den Blackbox- Jahresrückblick 2016 gekauft (und heute den neuen für 2017 bestellt)- es ist unglaublich, was man von all den politischen Tollheiten inzwischen schon alles wieder vergessen hat.
Das alles glaubt uns später mal kein Mensch!

Heiko Maas sollte seine neuen Freunde mal auf diese Seite ansetzen:

http://www.martinlejeune.de/sylke-tempel/

Aber wenn man jeden Andersdenkenden Nazi nennen darf, stören sich Maas & Friends vielleicht gar nicht an den widerwärtigen Formulierungen auf der Seite dieses wackeren Kämpfers für den Islam.

Man kann eigentlich nur hofffen, dass diese Seite eine extrem geschmacklose Fälschung ist.

Der Typ ist echt (bekloppt). Konvertiten sind die größten Eiferer.

Er nennt sich „aktivierender“ Journalist.

Dazu Hanns Joachim Friedrichs in einem Spiegel Interview:
„Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt:
Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit
einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang
mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es,
daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen,
dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“

da kommt es immer noch auf den richtigen Glauben an: Johannes 14/4 – Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. Der heilige Papst Pius X. lehrte das Gottesvolk im Katechismus, in dem er sich auf die Bulle und das Konzil von Trient stützte: „Nein, außerhalb der Katholischen, Apostolischen, Römischen Kirche kann sich niemand retten, so wie sich niemand außerhalb der Arche Noahs, die diese Kirche darstellte, retten konnte.“ (169 Bonifatius der VIII Bulle „Unam Sanctam“ – extra quam nec salus est, nec remissio peccatorum gilt alles… Mehr

Leider alles wahr!
Die Heiko-Zensur greift auch bei „Einzelfallinfos“, die verschiedenen Polizeiportale täglich systematisch und vollständig nach relevanten Meldungen durchgehen sowie Meldungen von Followern mit Pressemeldungen vergleichen.
Wenn die Realität nicht passt, wird sie einfach gelöscht. Kleiner Tipp an die Politvertreter: Vielleicht wäre es sinnvoller, Realitäten anzuerkennen (z.B. messerstechende Asylbewerber) und nicht auf die „Löschtaste“ zu drücken, sondern konsequent auszuweisen bzw. strikte Außengrenzensicherungen einzuführen.

Hallo Frau Sabine… 😉 Ich bin mir nicht sicher, ob die Welle nur abgeebbt ist. Ich denke eher, man berichtet einfach nicht mehr drüber. Hat man mit der AfD auch versucht, und ist nach hinten los gegangen. Ebenso, wie man jetzt versucht, die Aktion im Mittelmeer von den Identitären klein zu schreiben. Angeblich sei „deren Schiff, die C-Star“ jetzt in Spanien „gestrandet“. Das die Identitären das Schiff nur für einen begrenzten Zeitraum gechartert hatten, und diese Charter lange vorbei ist, juckt aber nicht. Das Schiff der Identitären sei in einem schlechten Zustand. Tzzzz….. Eindeutig Fake-News. Nichts desto trotz scheinen die… Mehr

Das wird auf die Dauer auch langweilig. Schlage für unsere Medien auf der Titelseite eine Strichliste für die Personengruppe (bleiben weiterhin ungenannt) vor – Vergewaltigungen – sexuelle Belästigung, Körperverletzung, Messerakrobatik, Rauschgifthändler etc. Und dann wird nur noch hochgezählt – neue Striche farblich abgesetzt.

Sie meinen, wie so ein Medaillenspiegel bei Olympia für die verschiedensten Disziplinen? Nach Nationen geordnet?

Vorsicht!
Obwohl die Amtsinhaberin Kirchenbesuche angemahnt hat, sind Gebete im Volke inzwischen auch schon „anrüchig“- zumindest, wenn es sich nicht um das Vorgebetete unserer kirchlichen kreuzlosen Würdenträger handelt;-)

https://www.welt.de/politik/ausland/article169411244/150-000-Katholiken-beten-an-Polens-Grenze.html

Keine Sorge, der Gottesdienst im dlf war ein einziges Werben um Solidarität mit Flüchtlingen und eine herzergreifende Werbung für die Politik der Santa Angela. Wir schreiten voran in Richtung der abrahamitischen Ökumene. Vorwärts immer, rückwarts nimmer, liebe Brüderin!