Blackbox KW 4 – Unserer Lieben Frau von der sozialistischen Vierfaltigkeit

Merkel langweilt Davos, Haldenwang verirrt sich. Wenigstens haben Frauenparkplätze nur Empfehlungscharakter. Und hören wir da etwa Christian Wulff in der Einkaufsmeile singen?

Natürlich muss sich der Thomas Haldenwang vom Bundesverfassungsschutz erst noch zurechtfinden im neuen Amt. Was gehört wohin? Die Ermittlungsakten zum Prüffall AfD? Mhmm … Richtig, an Sandra Maischberger, an NDRWDRSZ und an den Spiegel. Die Anträge zur Untersuchung von linker Gewalt? Wiedervorlage. Endgültiges Gutachten zu Chemnitz? Schwierig. Erst zu Merkel? Oder direkt an die Süddeutsche? Wem soll er denn nun dienen? Der ersten, zweiten, dritten, oder der vierten Gewalt?

Und wie soll er das Verhalten eines gewissen Kramers einschätzen? Kramer ist Chef beim Landesverfassungsschutz Thüringen (wo die SED/PDS/Linke regiert, die selber teilweise beobachtet wird) und sitzt zugleich im Stiftungsrat der Kahane-Stiftung (Kahane, früher Stasi). Ist Kramer Gesinnungsbruder? Oder als verdeckter Ermittler bei Kahane?

♦ 1.000 Privatjets ließen die Turbinen heulen, schwere Limousinen warteten endlos lange mit laufendem Diesel- oder Benziner-Motor auf ihre Herrschaften – das Schweizer Bergdorf Davos war kurz wieder in der Hand der Klimaheuchler und Weltverbesserer. Annegret Kramp-Karrenbauer machte sich ganz klein, sie muss sich wohl erst noch an so viele Scheinheilige an einem Ort gewöhnen, ganz im Gegensatz zur unverwundbaren Parteifreundin Ursel, die trotz Berater-Millionen-Affäre, Nepotismus-Verdacht und kompletter Amtsunfähigkeit schmerzfrei auf dem Podium thronte. Natürlich fehlte auch George, der kleine, alte Wanderprediger aus Ungarn nicht, der diesmal vor den Chinesen warnte. Aber ehrlich? Es kam keine Stimmung auf ohne Donald, Wlad und Xi. Und dann dieses kleine lästige Klima-Mädchen aus Schweden, das 24 Stunden mit dem Zug anreiste, das Dummchen. Dann doch lieber kurz bei Merkel reinhören, die ist wenigstens unfreiwillig komisch: „Ich darf Ihnen sagen, dass Deutschland wieder eine stabile Regierung hat und wir nach anfänglichen Schwierigkeiten auch gewillt sind, gut zu arbeiten.“ Herrlich, oder? Welcher Regierungschef der Welt würde so etwas von sich geben bei einer internationalen Konferenz? Wie ein Schulversager, der vorm Rektor Besserung gelobt. Und gleich noch so einer: „Unsere Bauvorhaben realisieren wir im Weltmaßstab viel zu langsam.“ Wen interessiert das schon außerhalb von Berlin, das immer noch auf seinen neuen Flughafen wartet?

♦ Ebenda, in Deutschlands Hauptstadt Crazytown, ist die Bewunderung für Angela Dorothea Merkel ungebrochen. Jetzt wurde sogar der „Tag der Frau“ als Feiertag eingeführt, genauer „Der Tag Unserer Lieben Frau von der sozialistischen Vierfalt“ (SPD, SED*, CDU und Grüne). Nein, nein, bevor Sie jetzt nachschauen, nicht der 1. April, der 8. März soll es sein …

♦ Da stehen sie nun vor ihrem wunderschönen, sparsamen Diesel-Fahrzeug, der fleißige Arbeiter und die alleinerziehende Mutter (SPD-Sprech), und sollen dieses verschrotten oder an die Afrikaner verschenken, weil wegen NOX und Feinstaub aus ihrem Auto jedes Jahr 200.000 Grüne (amtliche Obergrenze!) tot umfallen. Aber stimmt das überhaupt, fragen die Enteigneten unter Tränen, hat die Regierung denn mal Lungenfachärzte gefragt? Papperlapapp, sagt SPD-Oberarzt Dr. Karl L. zwischen zwei herzhaften Bissen in einen Spesen-Hummer, seit wann sind Lungenärzte fürs Klima zuständig?

♦ Irrtümlich erreichte uns ein besorgter Brief von der Grundschule Eicken-Bruche in Melle im Kreis Osnabrück, wo wegen defekter Heizungen der Unterricht ausfallen muss. Wie kann es denn so kalt sein trotz Klimaerwärmung, wollte die verzweifelte Schulleitung wissen. Wir haben die Frage an die Expertin Bärbel Höhn von den Grünen weitergeleitet, die die Sache prompt aufklärte: Es ist so kalt, weil der Golfstrom nicht mehr richtig funktioniert, aber bald würden Klima-Handwerker hingeschickt, um den Golfstrom zu reparieren.

♦ Wo wir schon bei alternativen Fakten sind: Tiefes Aufatmen bei der Hamburger Textfabrik mit Phantasie, dem „Spiegel“. Die Werkschau „Sagen, was ist“, eine Art Blick hinter die Kulissen der hauseigenen Fälscherwerkstatt, verkaufte kaum schlechter als frühere Titelgeschichten. Deshalb sollen die Selbstbespiegelungen fortgesetzt werden. Geplant sind „Relotius war ein Sachse“, und „Erschütternde Geständnisse, 50 Spiegel-Redakteure packen aus: Wir haben abgeschrieben“.

♦ Da stehen wir ahnungslos im Einkaufszentrum Langenhagen bei Hannover an der Kasse, als wir „zwischen Änderungsschneiderei, Stoffladen, Discount-Kaufhaus und Parfümerie“ tatsächlich den Christian Wulff (war mal Präsident) entdecken. Da steht er leibhaftig wie einst Rex Gildo im Möbelhaus und singt! Da sieht man mal wieder, wie einen eine Scheidung abstürzen lässt!

♦ Nun zur lästigen Pflicht, die Arbeit unserer Justiz ins rechte Licht zu rücken (macht ja sonst keiner!). Lebenslänglich für Mohammed, Bassam und Anjum, die eine Minderjährige unter Drogen setzten und vergewaltigten. Lebenslänglich? Und kein Geschrei von Flüchtlingsräten, Kirchen und „Aktivisten“? Ach so, da sind uns wg. Brexit die Unterlagen durcheinandergekommen – das Urteil fiel in Oxford.

Bei uns könnte das nicht passieren. Da fand ein Richter Beier im Homeland NRW für das Abstechen eines „Flüchtlingshelfers“ durch einen Afghanen das einzig richtige Urteil: Freispruch. Bevor Sie jetzt wieder aufschreien, hören Sie sich doch erst einmal die Begründung im Detail an: „Ein rechtswidriger Angriff des Geschädigten (des Toten!) ist zu bejahen, er wollte den Angeklagten verprügeln.“ Daraufhin habe der mit der Flasche zugeschlagen – und damit zunächst das ‘mildere Mittel‘ zur Verteidigung eingesetzt.“ Ja, und das Messer? Mein Gott, ja, das Messer, das gehört doch dazu. Die Kammer war am Ende überzeugt, dass José M. Seyed M. „in eine Art Schwitzkasten nahm“. Sehen Sie! Klare Sache, und damit Hopp! Nächster Fall.

Ein 33-Jähriger „geriet in der Düsseldorfer Altstadt in einen Streit“, schreibt migrationssensibel der „Express“, und fügt nicht minder schonungsvoll hinzu, „Polizei erwischte flüchtende Männer-Gruppe sofort“. Da weiß jeder Bescheid, und wer nicht, der lebt eh woanders. Ergebnis für den 33-Jährigen: „Genick gebrochen und Job verloren“. Der Prozess läuft – gibt’s eigentlich Wettbüros, die Wetten auf deutsche Gerichtsurteile annehmen? Am besten auch zur Halbzeit …

♦ Nun müssen wir aber auch einen Juristen loben. Gut, Dominik B. Bayer ist noch Student, aber vielversprechend. Jedenfalls verklagte der die Stadt Eichstätt in Bayern, weil er sich von Frauenparkplätzen diskriminiert fühlte. Sein herrliches Argument: Die besonderen Abstellplätze suggerierten, dass „Frauen schwach und besonders schutzbedürftig seien“ und „nicht laufen könnten“. Nun lassen wir alle Spitzfindigkeiten mal beiseite, das Gericht stellte fest: Frauenparkplatzschilder haben „Empfehlungscharakter“, denn sie haben „keine Rechtsgrundlage“. Auf in die Stadt!

♦ Die deutschen Tourismusorganisationen sorgen sich um Touristen, die nach Deutschland reisen und haben, in gemeinsamer Handarbeit, den Hashtag #JazuWeltoffenheit gebastelt. Ein schwerer, aber richtiger Schritt nach „Amberg“, „Kölner Hauptbahnhof“, „Kandel“, „Saarbrücken“, dem „Mord in Chemnitz“, etc. Noch besser wäre es, Schilder vor den zahlreichen No-Go-Areas aufzustellen, gerade in Berlin kann man sich schnell verlaufen …

♦ Nanu, Wolfgang Schäuble, der alte Trickser, lobt ausdrücklich die AfD? Natürlich auf seine eigene juristisch-erratische Art: „Wir hatten zuvor eine Entwicklung, dass immer mehr Menschen das Gefühl hatten, dass das, was sie denken und empfinden, in Bundestagsdebatten nicht vorkommt. Ob man das mag oder nicht – heute haben weniger Menschen Grund zu dieser Annahme.“ Also für uns ist der Fall eindeutig.

♦ So, Feierabend. Oder noch einer? Wir können uns nicht entscheiden. Was zu Hannover, wo die „geschlechtergerechte Verwaltungssprache“ eingeführt wurde? „Herr“ und „Frau“ gibt es nicht mehr, nur „Dingens“, aus dem Rednerpult wird das Redepult, Lehrer werden zu Lehrenden, Wähler zu Wählenden. Nein, ist zu blöd, oder? Wenigstens „das Erfindende“ wollen wir erwähnen, das Sozialdemokradingens Schostok, das nach Studium der Sozialpädagogik, Gewerkschaft und SPD nun als Bürgermeisterndes fungiert.

♦ Oder vielleicht etwas zur Handball-Nationalmannschaft, der 12 Millionen am TV zuschauten? Ach nein, die ist noch nicht geoliverbierhofft. Vielleicht ein Satz zur Linkspartei und ihrem Kampf in Venezuela? „Wir stehen an der Seite des legitimen Präsidenten Venezuelas Nicolás Maduro.“ Ach, ne, lieber Feierabend!


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Kommentare ( 62 )

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62 Kommentare auf "Blackbox KW 4 – Unserer Lieben Frau von der sozialistischen Vierfaltigkeit"

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aus dem Rednerpult wird das Redepult.???

Wie das zu verstehen? Ist das ein Pult welches reden Kann ? Und wenn ja. wer braucht so was ?

….und wenn einer der Schüler den Lehrer ansprechen will, dann ab jetzt wohl nicht mehr mit „Herr Lehrer“ sonden mit „Herr Lehrender“. Dass hört sich dann auch irgendwie so schön kommunistisch oder nach DDR2.0 an.

Nun ja, Sie scheinen noch nicht so weit fortgeschritten in der Modernisierung. Erstens handelt es sich um einfache Sprache. „Rede Pult“. Hastu verstehen mich? „Redner“ ist zu elitär, klassistisch, sexistisch, oldwhitemanistisch usw. Zweitens handelt es sich um ein Pult, von dem aus man eine Rede hält, d.h. man gibt etwas zum Besten des Planeten. Analog zu „Schrott Platz“ oder „Sch. Haus“. Es wäre menschenverachtend, ja kosmoszerstörend, der Ess-Pee-Dee-End und ihren intellektuellend Ver- oder Austretenden nicht zunächst einmalend Tiefsinnendes zu unterstellen.

PS: Dank an Herrn Paetow. Sie übertreffen sich selbst.

Da bin ich Mal gespannt wie man die „Mannschaft“ des Frauenfußballs nun nennen will, wenn es keine Frauen mehr geben darf. Und “ Die Mannschaft“ heisst dann gendergerecht wie genau ?
Dummheit ist scheinbar unbegrenzt steigerbar.

Mensch heißt „homo sapiens“. Daher heißt die Mannschaft: Homoschaft oder Sapiensschaft. Das hieße allerdings die anderen Primaten zu diskriminieren. Daher besser: Primatenschaft. Wieder Diskrimination, also: Zooschaft. Wieder Diskrimination, also: Bioschaft. Ist aber ein Konstrukt, also: Konstruktschaft. Sie sehen das Weisheitende (sapere) in allem. Und schrieb nicht Kant „Sapere aude“? Na also!

„Personenschaft“?
Ist schon irre, wie gut man es schafft, uns vom wirklich Porzellan zerschlagenden Elefanten im Raum abzulenken.

Ok. Merkel oder Maduro … da müsste man dann doch noch mal nachdenken.

Herr Paetow, danke dafür, dass Sie uns wieder zu Lachen gebracht haben über Dinge, die eigentlich zum Heulen sind…

Da die Irren dann zwangsläufig Irrende heißen müssten könnten die Grünen (Spitze des Genderwahnsinns) doch diesen Namen gleich übernehmen, da sie bestimmt nicht Günende heißen wollen, weil ja dann noch nicht fertig. Habe fertig.

Mal wieder die schreiende Dummheit und Ahnungslosigkeit in diesem Land auf den Punkt gebracht!
Schönen Sonntag!

Scheue mich, Ihren so köstlichen Frühschoppen
mit (m)einem Leserbrief zu verwässern, lieber
Herr Paetow. War eh‘ nicht so wichtig – wollte
eigentlich nur sagen, daß..äh..äh..ach, Sie wissen
schon: diesen Dings da.
[Vielleicht nur eins, den Ex hätte ich allzu gerne
schallerierend wahrgenommen – stattdessen nur
ein Foto. Müssen wir uns den Gesang jetzt als eine
Abart von „Hoch auf dem gelben Wagen“ vorstellen?
Nachholen sollten Sie aber auf jeden Fall noch die
Veröffentlichung des Spendenkontos]

Auch ich warte, wie andere Leser auch, immer schon auf Paetows Wochenrückblick. Inzwischen habe ich sein Buch, nämlich den Jahresrückblick, durchgelesen. Es ist ein Genuß, die gekonnten Formulierungen mit ihren feinen Anspielungen zu lesen, und immer wieder habe ich laut gelacht. Aber danach ging es mir wie auch nach diesem Wochenrückblick: ES IST KEIN KABARETT, nach dem man in eine geordnete Wirklichkeit und vor allem ein geordnetes Staatswesen zurückkehren könnte! Nein, die Realität übertrifft jedes Kabarett und jede Elferratssitzung, und so müßte man nach dem Lachen eigentlich depressiv werden. Wie halten wir das alles nur aus?

@Nachdenkerin X: Der Mensch ist ungemein anpassungsfähig – nur wird an irgend einer Stelle die Grenze dessen erreicht sein. Zumal in unserem Land viele Menschen wohnen, die sich aus individuellen guten Gründen nie nicht solchen uns bescherten Zuständen ausgesetzt hätten und wohlweislich sogar Urlaube in solche Länder niemals für sich in Betracht gezogen hätten – und lieber auch da in heimischem Gefilden weilten. Nun finden auch die zart Besaiteten das männlich jugendliche Somalia bestimmend direkt vor der Haustüre, aufregendes aus Kabul im Supermarkt, übergriffiges aus Istanbul in der Disko und die Gemengelage aus all dem selbst auf früher friedlichsten Straßen… Mehr

Zu Zeiten des Bonner Regierungssitzes wurde in einer Abwasseruntersuchung die höchste Konzentration an Drogenrückständen im Wasser am Parlament gefunden. Angesichts der wöchentlich anfallenden Zeugnissen an Absurditäten fragt man sich, ob in der Umgebung des Parlaments überhaupt noch Abwasser im Wasser zu finden wäre, wenn man einmal danach forschen würde.

Also, das da was im Wasserablauf war, daran erinnere ich mich.
Wie verhält es sich denn mit der Zuleitung ?

Nachdem die CLANS die Regierungsgeschäfte in Berlin übernommen haben, wurden folgende Feiertage beschlossen:

1. Der 1. Mai bleibt weiterhin Tag der ANTIFA

2. Der 8. März 2019 wird zum Feiertag der „BITCH“.

3. Ab 2020 werden jeweils eigene Feiertage für die übrigen 59 GENDER eingeführt.

Sie treffen die richtigen Feststellungen. Schon nach geltender Rechtslage (3 Geschlechter, Mann, Frau, Divers) ist die Einführung eines Frauentages diskriminierend, es müsste parallel dazu mindestens noch einen Divers-Tag geben. Sollten sich nicht mal ein paar „Diverse“ (man kann sich doch heute selber fühlen, was man ist) gegen diese Einführung mit genau diesen Argumenten klagen – wegen Diskriminierung und Benachteiligung?

Die „Clans“, so muslimisch, feiern weder Mutter-, Namens-, Geburts- oder gar Valentinstag, um sich nicht den gering Geschätzten anzupassen oder gar gleich zu machen.
Wie es da dennoch zu einem Frauentag kommen konnte? Die lassen uns wohl bis zum Schluss in dem Wahn, wir hätten tatsächlich noch was zu bestimmen. Wenigstens in Dingen, die ihnen eh unwichtig und untergeordnet scheinen.