Neue Feuer auf Samos und bei Athen

Die Moria-Taktik scheint aufgegangen zu sein und könnte schon jetzt als Vorbild dienen. Das befürchten politische Beobachter in Griechenland und Europa. Weitere Migrantenrevolten könnten bevorstehen.

Getty Images

Am Dienstagmorgen hatte es auch im Lager von Vathy auf Samos zwei positive Coronafälle gegeben: eine Frau und ein Mann, aus dem Kongo und Gambia stammend, ohne Beziehung zueinander. Das Lager wurde unter Quarantäne gestellt. Laut einem Tweet von Michael Svarnias, Redakteur der Samos Times, gab es sogleich Befürchtungen der Insulaner, es könne zu ähnlichen »Reaktionen« von Asylbewerbern kommen wie im ehemaligen Lager Moria.

Auch das Lager Vathy ist vielfach überfüllt: Dort leben 4.600 Bewohner statt der eigentlich vorgesehenen 648. Am Abend, um acht Uhr, brach tatsächlich ein Feuer in der unmittelbaren Nähe des Lagers aus, genauer an seinem nördlichen Ausgang, wo sich das Registrierungszentrum befindet. Die Ursache des Feuers bleibt unbekannt, doch viele sahen sich in ihren Befürchtungen bestätigt.

Laut CNN Greece waren 40 Feuerwehrleute mit neun Einsatzwagen zum Löschen der Flammen erforderlich. Das Gelände ist bergig und unübersichtlich. Zwei Stunden später schien das Feuer weitgehend gelöscht zu sein. Zwar konnte ein Übergreifen auf das Lager so verhindert werden, von Brandstiftung geht man aber dennoch aus: Sieben Migranten wurden in der Nähe des Brandes angetroffen. Die Polizei ermittelt derzeit, ob sie etwas mit dem Brand zu tun haben.

Und in jedem Fall gilt, dass Sorgen bleiben: Wird der Brand von Moria und der eilfertige Beschluss zur Aufnahme griechischer »Flüchtlingsfamilien« als bloßer Auftakt zu einer Destabilisierung der Hotspots in der Ägäis in die Geschichte eingehen? Ein Flächenbrand – im wahrsten Sinne des Wortes – könnte drohen. Und warum sollte es eigentlich mit den Migranten von Lampedusa und Sizilien so viel anders gehen? Sie haben sicher auch Smartphones, um sich über die Zeitläufte zu informieren und entsprechend zu handeln.

Auch griechische Politiker warnten laut Handelsblatt vor einer Verbreitung der »Moria-Taktik« auf die anderen Ägäis-Inseln: Man brenne seine Unterkunft nieder und modele sich so zum wahrhaft Hilfs- und Schutzbedürftigen, der auf dem harten Asphalt der begrenzten Möglichkeiten schläft. Je positiver das weitere Schicksal der Moria-Flüchtigen wird, desto mehr Nachahmertaten dürfte es geben – und desto größer wird der Pull-Faktor für Migranten, die noch gar nicht in der EU sind. Die „Großzügigkeit” der Kanzlerin wird sich genauso herumsprechen wie die Härte des griechischen Grenzschutzes und so den globalen Ruf Europas bzw. der EU nach 2015 erneut ambivalent machen.

Guerrilla-Taktiken gegen die Lagerleitung?

Schon am Vorabend hatte es ein bald gelöschtes Feuer im Migrantenlager von Skaramangas bei Athen gegeben. In einem auf Twitter verbreiteten Video sieht man nicht nur Flammen, man hört auch die Stimme eines Migranten, der auf Griechisch von einer »Besetzung« spricht, durch die die Essenslieferung verhindert werden soll – offenbar Teil einer Guerrilla-Taktik gegen die Einrichtungsleitung.

Am Dienstagnachmittag war zudem ein Großbrand in der Evros-Region ausgebrochen, wenn auch nicht in unmittelbarer Grenznähe. Doch auch in der thrakischen Grenzregion häuften sich zuletzt die Feuer: das sind elf Brände in zehn Tagen. Auch hier wird von einigen Medien eine Beziehung zu illegalen Zeltplätzen von Migranten hergestellt. Und evokativ ist das alles ganz sicher … als ob die Grenzen Griechenlands von den Naturgewalten selbst angegriffen würden. Die Griechen müssen sich so zugleich um ihre Wälder und ihre Grenzen sorgen. Der thrakische Brandherd hat sich zu einer Front von fünf Kilometern ausgeweitet.

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Kommentare ( 63 )

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63 Kommentare auf "Neue Feuer auf Samos und bei Athen"

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Ich hoffe, die Griechen bleiben hart. Das müsste schon in ihrem eigenen Interesse sein. Ansonsten stehen bald sämtliche Lager in Flammen. Und dem Merkelregime mit seinen Vorfeldorganisationen sei angeraten, die Füsse stillzuhalten. Ansonsten fliegt ihnen hier und jetzt die EU um die Ohren. Das wäre für Europas Bürger nicht das schlechteste.

In Deutschland galt lang der Rechtsgrundsatz:

„Gewalt darf sich nicht lohnen“.

Im Zuge der „zunehmenden Scharia-sierung“ von Deutschland (Zitat Monika M.) gilt offensictlich immer mehr:

„Brandstiftung und Gewalt lohnen sich“.

Eigentümlich. Am 7. September wurden 13 000 weiße Stühle für die sog. GEFLÜCHTETEN vor dem Reichstag aufgestellt. Top Meldung in der Tagesschau. Und am 8. September brannten die Unterkünfte in Moria ab. Deutschland hat Platz genug für alle. Die Einladung wurde angenommen. Der Rückweg verbaut.
Und wer hat es angerichtet ?

2015 reloaded: Merkel ist eine Schande für Europa _ Merkels Zentralkomitee der Einheitsfront CDUSPDGRÜNELINKE hat zugestimmt _ nur das DEUTSCHE VOLK nicht _ das ist ein Verbrechen gegen das eigene Volk

Bald wird es auch Feuer in LIBYEN geben….

Eine einfache Möglichkeit

(1) auf sich aufmerksam zu machen und
(2) nach Deutschland geholt zu werden.

Nächstes Jahr kommt Schwarz – Grün und Merkel wird UN Generalsekretärin, so dass man noch mehr zerstören kann.

Tja es war klar, dass irgendwann das Besatzerheer sich nicht vom der Almosen abspeisen läst und mehr verlangt. Das war bis jetzt bei jeder Siegerarmee so gewesen.
Wer glaubt, die Leute wären mit einer Eigentumswohnung in Deutschland zufrieden irrt gewaltig. Da muss noch ein Auto (mindestens VW, besser Audi) ein deutsche Zweit/Drittfrau, und ein Haus drauf gezahlt werden, sonst wird eben geplündert, vergewaltigt, gemordet und gebrandschatzt.

Sie haben bescheidene Gedanken. Beim Auto haben uns die Männer, auf unseren Reisen in Nordafrika/Nahost immer nur einen Mercedes, den sie als Bildchen mitführten, gezeigt und waren alle etwas verwundert, als wir den Preis nannten und noch mehr verwundert, dass wir uns keinen leisten können.

Nun hat die Kanzlerin die negativen Bilder, aber anders als gewollt. Ihr Handeln und die Flutung Deutschlands mit Brandstiftern ist ihr Werk. Sie allein hat das als Gottkaiserin zu verantworten. Sie allein mit ihren einsamen Entscheidungen. Wenn ich Glücksritter wäre, würde ich auch alles in Brand stecken. Ist ja nur in einem Land von Ungläubigen, wo jedes Mittel erlaubt ist, um zu einen Erfolg zu kommen, sprich sich in der warmen Decke der Sozialleistungen einschließlich Wohnung + kostenlosen Arztbesuche zu betten und nie mehr einen Finger krümmen zu müssen. Das Geld kommt pünktlich aufs Konto und Miete muss auch nicht… Mehr

Vielleicht sollte man ab sofort, mit allen Konsequenzen, nicht mehr arbeiten gehen.

Einfach die Arbeit verweigern.

Dann sind die Sozialkassen ruckzuck leer.

Und was machen die „Gutmenschen“ dann?!

Das fragt ein „Schlechtmensch“.

Werde ich ab März machen. Solange brauche ich noch, um zwei Jahre Beschäftigung in meinem Studienfach/-beruf für ein Arbeitsvisum im Ausland nachzuweisen.

Ja, leider sind wir Deutsche und werden nicht gepampert. Das beginnt doch schon bei der Arbeitsagentur. Ich sage jeden Tag mehrmals: Gottseidank bin ich alt.

Und die Lawine direkt hier in unserer (ehemaligen) Heimat entsteht durch die hohen Geburtenraten.

Die „Notfälle“ aus dem Wasser werden zu „Notfällen“ im Feuer – das Merkel-Narrativ.

The party goes on.

Jammert nicht über Merkel. Solange Merkel im Amt ist wird sich nichts ändern. Die Koalitionsparteien und die Landesfürsten hätten es in der Hand, den Spuk zu beenden. Aber sie sind zu feige.

.,.es sind doch nicht nur die „Landesfuersten“ auf die das zutrifft
…es ist ein Mehrheit im Volk, der das offensichtlich mehr als 100 Meter am A***vorbeigeht
…denn wie anders kann man sich die kuerzliche Kommunalwahl in NRW erklaeren
…ja, denn genau da, in die Kommunen, schickt die „gottgleiche“ Pfarrerstochter die „Neuen“