Die „Verwilderung“ der Gesellschaft in Frankreich

Die gewalttätigen Ereignisse, die in den vergangenen Wochen immer häufiger auftreten und tagtäglich die französischen Medien beherrschen, sind Anzeichen einer neuen, schon banal gewordenen Verwilderung der Gesellschaft.

imago Images/Xinhua

In Frankreich – aber auch in den USA und hierzulande – sehen sich die Menschen einem beunruhigenden gesellschaftliche Phänomen gegenüber: derzeit häufen sich gewalttätige Angriffe auf Personen, die nicht selten tödliche Folgen haben. Die Abbreviatur in den französischen Medien lautet dafür: „Ensauvagement“, was so viel wie die „Verwilderung der gesellschaftlichen Sitten“ bedeutet.

Um sich fortzubewegen, so schrieb einmal Michel Houellebecq in seinem 2001 erschienenen Roman „Plattform“ nutzten die Geschäftsmänner und reichen Leute fast nur noch den Helikopter. Damit landeten sie auf Hubschrauberplattformen, die überall vorhanden seien: auf dem Dach von Bankgebäuden oder Wohnhäusern. Unten am Boden jedoch sei die Straße den Armen – und den Gangstern – überlassen. In seinem Buch, so bemerkt der Figaro, beschreibt der Autor insbesondere ein gettoisiertes Paris und dessen Bewohner, die einer beispiellosen und alltäglich gewordenen Gewalt ausgesetzt seien.

Gewalt ist keine Fiktion mehr

Doch diese normal gewordene Gewalt sei – anders als in Houellebecqs Roman – keine Fiktion mehr. Seit der Aufhebung der Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen in Frankreich sei der Alltag durchzogen von Gewalttaten. In einem Kommentar für den Figaro notiert der Anwalt Thibault de Montbrial: „Die körperliche Gewalt gewinnt an Intensität, egal ob sie sich nun gegen die Institutionen und ihre Vertreter (insbesondere die Ordnungskräfte) richtet, gegen bestimmte Abgeordnete oder Wahlkandidaten oder auch gegen die Bevölkerung generell. Oftmals handelt es sich dabei um eine unmotivierte Gewalt, die eine regelrechte ‚Verwilderung‘ der Gesellschaft zum Ausdruck bringt“. Der von vier maghrebinischen Jugendlichen zu Tode getretene Busfahrer Philippe Monguillot, der die jungen Männer zum Maskentragen aufgefordert hatte, die anlässlich einer Verkehrskontrolle von einem Autofahrer getötete 25-jährige Polizistin Mélanie Lemée sowie vor wenigen Tagen der grausame Tod der 23-jährigen Axelle Dorier, die von einem Wagen absichtlich 800 Meter mitgeschleift wurde – all dies zeige eines: „Nunmehr kann in Frankreich ein jeder die Erfahrung dieser Verwilderung machen“. Polizisten oder sogar Feuerwehrleute „können jederzeit getötet werden“, fährt der Pariser Rechtsanwalt fort. „Auf der Straße kann ein Blick zur Seite oder ein einziges Wort das Schlimmste auslösen. Die Gewalt ist nicht nur ein unerlaubtes Mittel zur Konfliktlösung, sondern auch eine Art Beziehung zum anderen und damit ein Zeichen der wachsenden Feindschaft zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen“.

Houellebecq ein Prophet

Für den Abgeordneten der Republikaner von Seine-et-Marne, Jean-Louis Thiérot, gedeihe all dies „auf einer ideologischen Lektüre der Welt, nach der der Mensch gut auf die Welt gekommen ist und es die Gesellschaft sei, die ihn – aus sozioökonomischen Gründen oder durch die Last repressiver Vermächtnisse – verdorben habe“. Auch wenn der „‘kulturelle Linksextremismus‘“ und seine Vertreter eine große Verantwortung dafür trügen, so weist Thibault de Montbrial doch auf die illegale Einwanderung hin und hebt die „Schuld des französischen Staates“ hervor: „Dass man im März die Gefängnisse geleert hat, trägt zu dem Phänomen ebenso bei: Unter dem Vorwand der Gesundheitskrise hat die vorherige Regierung eine de facto-Amnestie erlassen, die ein fatales Zeichen setzte – das Zeichen eines Relativismus der staatlichen Autorität, da die Exekutive das zunichtemachen kann, was die Judikative angeordnet hat“. Ein Beispiel dafür ist der Mord an Thomas, einem jungen 23-jährigen Mann, der mit acht Messerstichen tödlich verletzt wurde: „Sein Angreifer profitierte von einem Straferlass aufgrund der Gesundheitskrise“.

Wenn wir aus Michel Houellebecq nicht einen Propheten der Moderne machen und dieses Abgleiten verhindern wollten, müssen wir erneut die Autorität des Staates und die DNA Frankreichs bekräftigen, meint Jean-Louis Thiérot: „Es zeichnet die Kultur und die Zivilisation aus, den Einzelnen hinreichend zu erziehen, damit er sich im Interesse des Allgemeinwohls und des Friedens im Land den Satz von Camus „Un homme, ça s’empêche [Ein Mensch versteht einzuhalten]“ zu eigen mache“.


Dieser Beitrag erschien zuerst in Die Tagespost. Katholische Wochenzeitung für Politik, Gesellschaft und Kultur. Wir danken dem Verlag für die freundliche Genehmigung zur Übernahme.

Anzeige
Unterstützung
oder

Kommentare ( 121 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

121 Kommentare auf "Die „Verwilderung“ der Gesellschaft in Frankreich"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
„Diversity is our strength“ schreien Demokraten bei jeder Wahlveranstaltung. Unsere europäischen Pendants schlagen seit langem in die selbe Kerbe ihrer Kollegen über dem großen Teich. Wissen tun es alle, „Diversity“, oder, Multikulti, wie man hierzulande den Versuch nennt, die unterschiedlichsten Ethnien zwangszuvermischen, ist der Untergang jeder zivilisierten Gesellschaft. Mutige Politiker, die sich noch trauen der linken Meinungsmache die Stirn zu bieten, werden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln versucht mundtot zu machen, oder in Extremfällen, brutal aus den Weg geräumt. Die weit unterschätzte Unterwanderung durch 68er-Chaoten im Bildungswesen trägt früher oder später Früchte. Solange Che-Guevara-Shirts und Verniedlichung des Marxismus in… Mehr
Und was hat das jetzt genau für Folgen, dieser Rufer in der längst glühend heißen Wüste? Wird der FN die Mehrheit in der Nationalversammlung erringen und den Präsidenten stellen? Nein. Das weiße linksliberale Wohlstandsbürgertum hat sich dann längst in die Kleinstädte in der Auvergne oder dem Burgund zurückgezogen (und es sind ja auch schöne Gegenden), wo es im Home Office arbeitet, die Städte den Reichen und ihren Privatpolizeien, und die Vorstädte den Migranten überlassend – und wählt die liberalbürgerlichen Parteien, die zerstritten und feige sind wie ihre Wähler – und alles geht weiter wie immer, während Macron sich rettet, indem… Mehr

Alternativ könnte es aber auch die satte selbstzufriedene Rentnergesellschaft sein, die ihr Leben lang nichts besseres zu tun hatte, als ihre über alles vergötterten Kinderlein bis ins Erwachsenenalter zu verziehen und zu pampern. Heute kommt sie nicht mehr in den Schlaf, weil auf ihre lieben Kleinen, nun mehr und mehr die wirkliche Welt wartet. Schuld sind natürlich die anderen, weil man weder bereit ist, für sich selbst, und schon gar nicht für die fehlgeleitete Erziehung seiner Kinder Verantwortung zu übernehmen, geschweige denn, für das gesellschaftspolitische Ergebnis.

„Die satte, feige, kinderlose autochthone Rentnergrsellschaft will nicht, dass es anders wird, oder wie früher. Sie … “ Was erwarten Sie von den Rentnern, die als „Umweltsau“ usw. tituliert werden? Sollen die Alten , die sich ihr Leben lang behaupten mussten, auf Demos rennen, um gegen die derzeitigen Verhätnisse zu kämpfen? Die jungen Leute wollen es doch genauso haben. Wir Alten bekämen kein Bein an Deck, der Schimpfwörter-katalog würde sich noch erweitern. Oder sie müssten damit rechnen, (trotz OP) abgeführt zu werden. Nein, es liegt in der Natur der Sache, dass die Alten nicht mehr kämpfen, sie sind nach 40… Mehr

In die Auvergne? Wo denken Sie hin? Da kamen früher die Leute her, die der Bourgoisie die Kohlen brachten.
Burgund schon eher-aber nur wenn das 8e Arrondissement mit dorthin zieht-und die Tenniscourts aus dem Bois de Boulogne. Aber denken Sie an Dijon! War da kürzlich nicht auch schon ein wenig Banlieue? Die Franzosen wollen übrigens dieses schöne Wort verschwinden lassen, wussten Sie das, Herr Hellersberger?

Von einer abstrakteren Warte aus kann man dazu folgendes anmerken: Es gibt im Kern 3 Arten, ein „Einkommen“ zu erhalten und diese Arten entsprechen 3 Persönlichkeitstypen bzw. Fähigkeiten: a) Arbeiten. Das ist der bürgerliche Weg, der Fähigen, der Fleißigen. b) Rauben. Das ist der Weg der Gewalttäter, der wenig Fähigen, der Personen mit geringer Voraussicht, Vorausplanung, der Impulsiven etc., der weniger Sprachorientierten, der unmoralischen körperlich Orientierten. c) Betrügen, Lügen, Erschleichen: Das ist der Weg der unmoralischen Dummschwätzer, der Hochstapler, der unmoralischen Sprachorientierten. In einer Gesellschaft, in der nicht ganz klar die Gruppe a) die weit überwiegende Mehrheit stellt und alle… Mehr

Nur seltsam, dass man in deutschen Medien so gut wie gar nichts von den Zuständen in F erfährt. Selbst in dem auf die ach so gute Freundschaft mit Frankreich stolze Saarland!
Soll`n wir mal raten, warum das so ist??

Das fällt mir auch immer wieder auf, dass wir über weit entfernte Länder oft besser „informiert“ werden als über Frankreich, unseren direkten Nachbar. Elogen auf Macron bekommen wir serviert, aber über die soziale Realität, die Konflikte, die Proteste, das ist als gäbe es eine Art Nachrichtensperre was Frankreich angeht.

Ich kenne den Grund natürlich: In Frankreich gibt es ja noch Personen und Organisationen, die dem Staat, was Protest angeht, richtig die Zähne zeigen. Besonders dieses Frankreich wird hier tabuisiert soweit wie möglich, auf dass der Michel nicht auf die Idee kommt es gibt noch eine Alternative zur Merkel-Allparteien-Front.

Das Ganze wird dauerhaft auch NICHT wesentlich besser werden, WEDER in den USA, NOCH in Frankreich, NOCH in Deutschland! Der Grund dafür ist ganz simpel : Die alteuropäischen Völkerschaften, die in diesen Staaten bisher die Bevölkerungsmehrheit, und somit auch die Mehrheit der Polizei- und Ordnungskräften, stellten, werden aufgrund der demographischen Entwicklung in diesen Ländern wirklich SEHR schnell SEHR viel weniger werden, und die nichteuropäischen Einwanderer und deren Nachkommen aufgrund derer ohnehin höhere Geburtenrate, und durch den weiterhin laufende Massenzuzug von legalen, oder illegalen Migranten oder als sogenannte Flüchtlinge aus den nichteuropäischen Staaten halt eben NICHT! Da diese Nichteuropäer und deren… Mehr
„Das Ganze wird dauerhaft auch NICHT wesentlich besser werden, WEDER in den USA, NOCH in Frankreich, NOCH in Deutschland!“ Widerspruch – die angelsächsischen Länder wie GB, USA und AU haben eine weniger sozialistische Tradition und haben schon mehrfach bewiesen, dass sie, selbst wenn sie bis zu den Knien im Sumpf stecken, noch handlungs- und durchsetzungsfähig sind. Die USA vor allen anderen wird sich aus eigener Kraft vom links-sozialistischen Sumpf befreien (können), und zwar mit Waffengewalt – dies nicht zuletzt auch darum, weil die Amerikaner das Recht auf Waffen besitzen, ganz im Gegensatz zu den verweichlichten Euopäern. Das Ende der Geschichte… Mehr

Kluge Spüche nützen wenig.
Wenn:
Der Teil der Bevölkerung der ein „anderes“ Wertegerüst hat wächst, wächst die Gewalt.

Wenn ein Teil der Bevölkerung aus Bildungs.- und Disziplinmangel
nicht am Erwerbsleben teilnimmt wächst die Gewalt.
Beides erleben wir gerade.
Trost: In Südafrika ist es, trotz BLM Geschrei in den USA und in deutschen Gazetten wesentlich schlimmer. 🙁

ps. Dazu braucht ich nicht nach Frankreich zu fahren, dass habe ich persönlich vor vllt. 5 Jahren selbst in meiner Großstadt (in einem dünn besiedelten Bundesland) selbst erlebt.

Vom Rad treten wollen ist nicht nett.

Ich weiß nicht, was das für ein Wertegerüst sein soll, das da ein Teil der Bevölkerung habe und das regelmäßig in Ausübung von Gewalt und Terror gegen friedlich Lebende mündet?
Das ist wohl eher selbst und tierischem Niveau, denn kein Tier zerstört sein eigenes Refugium!

Ob das jetzt ein bewusstes „Wertegerüst“ ist, weiß ich nicht, aber ich spekuliere mal so: Könnte es für diese Leute eine Unterscheidung zwischen „uns“ und „denen“ (den schon länger dort Lebenden) geben. Und für „uns“ gelten die einen Regeln, „denen“ gegenüber gelten die aber nicht, weil die nicht zu „uns“ gehören.

Man musste kein Prophet sein oder über besondere Weitsicht bzw. Hellsichtigkeit verfügen, um diese Entwicklung vorherzusagen. Das eigentlich schlimme an dieser Entwicklung ist, dass das alles beabsichtigt und genau kalkuliert ist. Das alles gehört zur großen Transformation. Diejenigen die diese Entwicklung geplant, organisiert und ausgelöst haben, erwarten vermutlich ungeschoren, noch reicher und noch mächtiger aus dieser Teufelei hervorzugehen. Da werden die sich schwer verrechnet haben, frei nach dem Zauberlehrling, „die Geister die rief, werde ich nun nicht los!“

Ich frage mal dagegen: Heute sind, jedenfalls hier in Frankfurt, 36 Grad und drückend schwül. Wie werden/würden Sie auf die Straße gehen, zum Einkaufen zum Beispiel? Ich wette, so wie 90 % der Männer (jeden Alters und Standes) denen ich heute begegnet bin: Kurze Hosen, nackte Füße, Sandalen oder Schlappen. Generell sehr nachlässig gekleidet. Auch die 80jährigen mit Hammerzehen. Erzählen Sie mir jetzt nicht, das sei eben ok so bei der Hitze (ich würde, abseits vom Strand, niemals so in der Öffentlichkeit auftreten). Egal ob das penetrante Geduze auf Arbeit, die nachlässige Schlampigkeit beim Kleiden, die völlige Ignoranz von Verkehsregeln… Mehr
Wenn im Sommer junge Männer in kurzen Hosen durch die Stadt laufen, kann ich da nichts verwerfliches erkennen. Eher in Gegenteil. So wie man als Mann den Anblick wohlgeformter Damenbeine genießen kann, kann den Damen ein ebensolcher Anblick bei uns Männern nicht verwehrt bleiben. Durch eine unsägliche sogenannte Emanzipationsbewegung , ist die natürliche erotische Spannung zwischen den Geschlechtern , zu unser aller Verlust , aus dem Alltag ohnehin fast verschwunden, dann sollten wenigstens die Shorts bleiben ! Wie gern lasse ich einer Dame den Vortritt, biete ihr meinen Platz an oder helfe ihr in den Mantel. Allerdings muss man sich… Mehr

Herr Schroeter,
ein „junger Mann“ über 25 ist kein Bub mehr und hatte bereits genügend Zeit, herauszufinden, was einen Bub von einem Mann unterscheidet (nicht nur kurze Hosen, aber die auch).
Fällt Ihnen nicht auf, wie oft bei einem dahinmarschierenden jungen Pärchen die junge Frau gut und sorgfältig gekleidet ist, und der junge Mann daneben eher gekleidet ist wie ein Penner vom Bahnhof?
Ich stelle fest, dass ganz viele – aber nicht alle – jngen Männer mit 25 noch immer kleine Buben sind – nicht ernstzunehmen.

Ein junger Mensch kann tragen, was er will, er sieht immer gut aus.
Da muss ich Ihnen aber widersprechen. Zum einen sind viele heute ungepflegt und schlampig gekleidet und das sieht auch bei einem jungen Menschen nicht gut aus und zum anderen sind bei den jungen Fraue m. E. mittlerweile die Hälfte fett bis adipös und laufen in Klamotten herum, die ihnen mindestens zwei Konfektionsgrößen zu klein sind. Wie sagt ein Kollege von mir immer „Manche schrecken vor nichts zurück“.

Hallo Habakuk06

schon klar, dass viele ihre natürliche jugendliche Schönheit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhunzen, besonders auch und gerade in D.
Bin ich in Ungarn oder Frankreich freut man sich regelrecht über die junge Leute, die gepflegt daherkommen, sich damit selber und ihren Mitmenschen eine Freude machen.
Und gerade auch junge Familien in diesen Ländern legen sehr viel Wert auf eine angenehme Erscheinung und gute Umgangsformen in der Öffentlichkeit.

Herr Hellerberger, Sie, die Runde hier und ich (obwohl wahrscheinlich jüngeren Alters), sind schon jetzt Dinosaurier. Und Sie wissen,was mit denen geschehen ist. Sie haben neulich mal geschrieben, daß – sinngemäß aus dem Gedächtnis wiedergegeben – Deutschland eigentlich seit 1919 auf der Verliererstraße fährt. Das Land und das Leben der Leute damals, mit allem was dazu gehört, ist also seit über 100 Jahren vorbei, und nur der, der von den Großeltern und Eltern noch die Werte und Geschichte(n) von damals teilweise erzählt und mit auf den Weg bekommen hat, haben noch Sinn und Verständnis für das, was Sie oben aufgezählt… Mehr
Die von Michel Houellebecq in seinem Roman „Plateforme“ geschilderten Zustände sind doch weitgehend schon bei uns angekommen. Berlin muss sich hinter einem in erster Linie durch Migrantengewalt kriminalisierten Paris durchaus nicht verstecken. Und es wird noch schlimmer kommen. Houellebecq ist ein Prophet. Dies hat er schon in seinem oben genannten Buch 2001 bewiesen. Hierin beschrieb er akribisch einen Terroranschlag in einem exotischen Ferienparadies, der sich „drehbuchgerecht“ ein Jahr später auf Bali ereignete. Auch sein Buch „Soumission/Unterwerfung“ sagt exakt voraus, in welcher Weise sich unsere Gesellschaft in wenigen Jahren verändern und letztlich in einem Kalifat enden wird. Die Zeichen stehen seit… Mehr

Meiner Meinung nach kommt das von der ewigen Relativierung. Primitive und Ungebildete sollen angeblich gleichwertig zu kultivierten Leuten sein. Nichtleistung zu Leistung. Das ist das O.K. sich in ewiger Bequemlichkeit auf unterstem Level und Fremdschuldzuweisung für die eigene Unfähigkeit zu suhlen. Plus Leistungsabbau in der Politik, plus Gutmenschentum vor allem in der Justiz. Was erwartet man wenn man solches „Framing“ betreibt.
Wie bestellt, so geliefert.

Die „Verwilderung“ geht ja nur von dem Teil aus, der gar nicht zur Gesellschaft gehört. Frankreich und Europa werden nicht zur Ruhe kommen, wenn diese Zuwanderung nicht gestoppt und diese Personen nicht ausgeschafft werden. „Autorität“ reicht nicht mehr, es ist da auch nichts zu integrieren oder für die Bevölkerung auch nur zumutbar. Die Mörder der 23-jährigen Axelle heißen „Youcef“ und „Mohamed“. Der französischen Presse zufolge hat es das Mädchen zerrissen. In Deutschland bekämen die Täter bestimmt Bewährung.