Brennende Kirchen in Florida und Kalifornien

In den USA greift die Aggression gegen alles Traditionelle immer mehr um sich. Nun droht auch Kirchen und religiösen Statuen die Zerstörung. In Indianapolis wurde die 24-jährige Mutter Jessica Doty Whitaker durch einen Kopfschuss getötet, nachdem sie ihnen »All Lives Matter« entgegengehalten hatte.

imago images / ZUMA Press
Feuer in frisch renovierter Kirche in San Gabriel, 11.07.2020

In den Vereinigten Staaten droht Menschen und Monumenten Gewalt, die bis dahin in unverdächtiger Weise einen Teil der amerikanischen Normalität bildeten. Doch diese Normalität wird nun außer Kraft gesetzt. Zuletzt gerieten sogar christliche Monumente und Kirchenbauten ins Visier gewaltsamer »Aktivisten«. Die Raserei scheint kein Ende zu nehmen.

Am Samstagmorgen steuerte ein 24-jähriger Mann seinen Minivan durch den Haupteingang der Queen of Peace Catholic Church in Ocala im Bundesstaat Florida, wo sich gerade Gemeindemitglieder zur Messe versammelt hatten. Er schüttete Benzin im Vorraum aus und entzündete es. Bei seiner Verhaftung lachte Steven Anthony Shields. Was er gemacht habe, sei toll (»awesome«). Er sei auf einer Mission und habe ein Problem mit der katholischen Kirche. Laut eigenem Bekunden ist der Täter schizophren, nimmt aber zur Zeit seine Medikamente nicht ein. Er wurde wegen versuchten Mordes, Brandstiftung, Einbruch und Widerstands gegen seine Verhaftung angeklagt.

Am selben Wochenende brannten auch in Kalifornien mehrere Kirchen. Am Sonntag, kurz nach Mitternacht, wurden Flammen in einer baptistischen Kirche in San Diego gelöscht. Traditionell versammelten sich vor allem Schwarze in der Calvary Church, neuerdings bezeichnet man sich als »multikulturelle Glaubensgemeinschaft«.

Böses Blut gegen die Gründerväter

Am schlimmsten traf es wohl eine Gemeinde in San Gabriel, Kalifornien. Am Morgen des Samstags, gegen 4 Uhr, brach ein Feuer in der dort gelegenen 249 Jahre alten Missionskirche aus. Das Gebäude brannte bereits lichterloh, als gegen halb 5 die Feuerwehr gerufen wurde. Die hölzerne Dachkonstruktion ebenso wie die originale Inneneinrichtung wurden ein Raub der Flammen. Der Altar scheint Bildern zufolge nicht oder wenig beschädigt.

Auch die Missionskirche San Gabriel wurde gerade renoviert und bereitete sich auf ihr rundes Jubiläum vor. Sie gehört zu den ältesten Kirchenbauten in Kalifornien und wurde 1771 unter anderem von Pater Junípero Serra gegründet. Der Padre Presidente für Alta California errichtete an die zehn Missionen zwischen San Diego und San Francisco, als dessen Gründer er durch die Mission San Francisco de Asís gilt. Doch genau wegen dieser Gründungsakte ist der als Miquel Josep Serra i Ferrer auf Mallorca geborene Mönch heute umstritten.

Laut Fox News sehen Aktivisten, die sich für die Sache der Ureinwohner einsetzen, Serra als »Symbol der Unterdrückung«. Captain Antonio Negrete vom San Gabriel Fire Department sieht das in Bezug auf die zerstörte Missionskirche anders: »Das ist ein tragischer Verlust für unsere Stadt.« Die Missionskirche sei deren identitätsstiftendes Kennzeichen. Dagegen sei der Brand für die Aktivisten nur ein weiterer Punkt gewesen, den sie auf ihrer Checkliste abhaken.

Derweil häufen sich auch die Angriffe auf Statuen des Missionars. Erst am 4. Juli wurde eine Serra-Statue in Sacramento zunächst angekokelt, dann niedergerissen und mit einem Vorschlaghammer bearbeitet. Währenddessen tanzte und hüpfte man auch etwas auf dem gefallenen Idol herum. Die urtümliche, schon von Sigmund Freud 1912/13 in »Totem und Tabu« beschriebene Erzählung, nach der ein Gründervater vernichtet werden muss, damit die menschliche Gemeinschaft leben kann, scheint neue Blüten zu treiben. Freuds Überschrift für seinen grundlegenden Essay war übrigens »Die infantile Wiederkehr des Totemismus.« Wir übernehmen das einfach mal ins Heute.

Die neuen Ikonoklasten

Zugleich wurde im Juli über mehrere Anschläge auf Marienstatuen berichtet, so bei Boston (durch das Entzünden von Plastikblumen, die die Statue in ihren Händen hielt) und in New York, wo mit Sprühfarbe das Wort »IDOL« auf eine Statue geschmiert wurde.

Der Soziologe Pierre Bourdieu hat beschrieben, wie wichtig auch die auf den ersten Blick kitschigen Gestaltungsformen für die Religiosität der einfachen Menschen sein können. Doch das »Abbild« des Göttlichen wird hier zum Streit- und Hassobjekt gemacht. Eine reichlich unbeleckte Religionskritik feiert sich in extremen Taten. Neue Pharisäer und Ikonoklasten sind unterwegs und dulden keine Abweichung von ihren idiosynkratischen Wert- und Moralvorstellungen. Donald Trump hat sich früh gegen solches ausgesprochen und die Strafen für Vandalismus verschärft. Nun muss das Strafrecht angewandt werden.

Kardinal Dolan, der eloquente Erzbischof von New York, hat unlängst hervorgehoben, wie wichtig Erinnerung und Tradition für Katholiken sind. Die Tradition sei das »Vehikel für die göttliche Offenbarung«, und was immer man von ihr abzieht oder zerstört, gefährdet demnach das »menschliche Projekt«. Auf einer allgemein-menschlichen Ebene erinnerte er an den Satz, der wohl von George Santayana stammt: »Wer sich seiner Vergangenheit nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.« Doch heute trete man in ein Zeitalter der Bücherverbrennung ein, eine Kulturrevolution gleich der chinesischen sei im Gange. Man wolle die Vergangenheit reinigen und auslöschen.

Dolan ist recht zu geben, wenn er meint, dass eine aufgeklärte Gesellschaft ihre Vorstellungen für die Zukunft nur dann entwickeln kann, wenn sie sich an ihre Vergangenheit erinnert. Wenn man alle Bücher zum Verschwinden bringen wollte, in denen Vorurteile dargestellt werden oder auch Dinge, die man heute zu Recht verurteilt, dann – so Dolan – könne er nicht einmal mehr für die Bibel garantieren. Sogar die Bibel sei voller unvollkommener Figuren, hatte der Kardinal in einem Meinungsartikel für das Wall Street Journal geschrieben. Trotzdem sind auch nach der Sünderin Maria Magdalena und nach Petrus, der Christus dreimal verleugnete, weiterhin Kirchen benannt und ihnen geweiht.

Die erste Tote für »All Lives Matter« und das Recht auf freie Rede

Ist es in diesem Klima noch verwunderlich, dass sogar unschuldige Tote als Kollateralschaden des Protests zu verzeichnen sind und kaum eines Aufhebens für wert befunden werden? In Indianapolis wurde die 24-jährige Mutter Jessica Doty Whitaker von BLM-Unterstützern durch einen Kopfschuss getötet. Der Grund der tödlich endenden Auseinandersetzung: Mit ihrem Verlobten und zwei weiteren Personen ging Doty Whitaker den Indianapolis Canal Walk entlang, als einer aus der Gruppe ein rassistisches Schimpfwort benutzte (welches, ist nicht überliefert). Eine Gruppe von Schwarzen hörte das und begann eine Diskussion, in der sie natürlich auch den Slogan »Black Lives Matter« zitierten. Doty Whitaker erwiderte darauf: »All Lives Matter.« Als die Diskussion lebhafter wurde, zogen erst die Schwarzen, dann auch Whitakers Verlobter Jose Ramirez ihre Waffen. Laut Ramirez konnte man den Streit dann aber beilegen und trennte sich kurz darauf.

Einige Minuten später wurde von einer Brücke aus das Feuer auf die Gruppe eröffnet. Kurz darauf lauerten die Täter der Familie unter einer Brücke auf. Dort traf Doty Whitaker der tödliche Schuss. Es war also noch nicht einmal eine Tat im Affekt oder im Handgemenge, sondern ein kaltblütig geplanter Mord. Die »All Lives Matter«-Bewegung hat ihre erste Märtyrerin. Sie starb nicht für ein leeres Dogma, sondern für ihr Recht auf freie Rede.

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Kommentare ( 62 )

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62 Kommentare auf "Brennende Kirchen in Florida und Kalifornien"

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Jedes Leben zählt. Jedes. Wer das des anderen nicht achtet, ist „raus“. Mir ist vollkommen egeal, ob der tumbe, aggressive rassistische Mop schwarz oder weiß ist. Er gehört roh bekämpft, ausgeschlossen und weggeschlossen. Die Geschichte um Jessic Doty Whitaker macht mich traurig. Und sehr zornig. RIP, Doty. Doch jede Geschichte erzält auch etwas Gutes. Ja, jede. Hier: Doty’s Freund. Er verdient Respekt. Er hat versucht, tapfer sein Mädchen zu beschützen. Er hatte, was wohl vielen unter uns mittlerweile volkommen fehlt: den nötigen Mumm, das Rückgrat, die Cojones – you name it. Und eine Waffe. Eine, die den Namen verdient, vermute… Mehr

Ich würde schon einen feinen Unterschied machen. Wir sind im Krieg und sollten schon unterscheiden wer Freund und wer Invasor ist. Ich bin zwar Christ, aber mittlerweile weit davon entfernt, die linke Backe hinzuhalten.

Mittlerweile? Ich bin gar kein Christ und jetzt weiß ich wieder, wieso. Schon die Vorstellung, die linke Backe hinzuhalten, nachdem mir einer auf die rechte gehauen hat, halte ich für absurd.
Liebe deine Feinde, gehts noch?

Natürlich. Matth. 5,39 ist eine der ideologisch gern mißbrauchten Bibelstellen.

Viktor Frankl hat’s zusammengefasst: „Es gibt nur zwei Rassen auf der Welt, die anständigen Menschen und die unanständigen Menschen…“

Wir erinnern uns: im Balkankrieg gab es Berichte über Freizeitsniper, Leute die wochentags hier ihrem Beruf nachgingen und am Wochenende in Sarajevo die sniperally „bedienten“; in jeder Population gibt es ca. 5% pathologische Asoziale, die nur darauf warten, ihren Gelüsten nachgehen zu können; alle staatliche Macht muß darauf gerichtet sein, diese unter Kontrolle zu halten: eben diese wird gerade unter dem Motto BLM ausgesetzt und allen Fakten zum Trotz zur neuen moralischen Instanz erhoben, Bildersturm und Geschichtsnewspeak sind nur zwangsläufige Folgen, sie stehen auf den Schultern von Savonarola, den Wiedertäufern und den Ökotaliban, jeder „Aktivist“ muß sich doch eine noch… Mehr

Man braucht nur auf manche Reaktionen auf das BLM-Morden und Brandschätzen zu schauen:

https://www.xing.com/communities/posts/jewish-lives-matter-1019708521?comment=38331841

https://www.wochenblick.at/usa-black-lives-matter-fans-verspotten-ermordete-mutter/

„… Einige Kommentare glorifizierten oder verharmlosten dabei ihren gewaltsamen Tod. Oder verspotteten gar die hinterbliebene Mutter: „Hab‘ schlechte Nachrichten: Du hast deine Tochter so erzogen, dass sie mit Rassisten rumhängt“. …“

Es scheint, die ganze linke Bewegung beruht auf Pathologie. Was kann man von Leuten erwarten, die nichts glücklicher macht als den anderen was zu verbieten oder sie zu etwas unsinnigem zu zwingen?

„Es war also noch nicht einmal eine Tat im Affekt oder im Handgemenge, sondern ein kaltblütig geplanter Mord. “

Ich denke, es war Heimtücke.

Ansonsten:
Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
Sich alle Bande frommer Scheu;
Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
Und alle Laster walten frei.
Gefährlich ist’s, den Leu zu wecken,
Verderblich ist des Tigers Zahn;
Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn.

Aus „Die Glocke“ von Friedrich Schiller

Kommt es auch in Deutschland, dass Antifa anstelle der zerstörten Statuen welche eigener Aktivisten aufstellen darf?

https://www.welt.de/feed/msn/panorama/article211672091/Black-Lives-Matter-Demonstrantin-ersetzt-Statue-von-Sklavenhaendler-in-Bristol.html

Interessant wären jetzt Stimmen unserer obersten Kirchenvertreter zu vernehmen, wie sie das Brandschatzen von Kirchen beurteilen. Wahrscheinlich äußern sie Verständnis vermutlich auch dann wenn in Deutschland die ersten Kirchen brennen. Wundern würde es mich nicht bei diesem Personal.

Wahrscheinlich suchten sie eine Gruppe, die diese Brände verursacht hätten.
Da sie auf einem Auge blind zu sein scheinen, hätten sie ganz schnell die Verursacher ausgemacht.

Was die Kirchen angeht, so wie der Glaube mittlerweile von den Chefs der Kirchen interpretiert wird, denke ich, dass sie ihre Gotteshäuser selber anzünden werden, wenn es dem Antirassismus dient oder wenn es entsprechende Gruppen von ihnen verlangen. Deutsche Politiker ? Dito. Doch der Antirassismus, um den geht es nicht. Er ist nur eines der Vehikel, die geritten werden, um eine alternative Lebensweise zu erreichen, wobei die treibenden Grünen genau wissen, dass ihre Träume vom einfachen Leben im Einklang mit dem Planeten nur wahr werden, wenn 90 Prozent der Menschheit vom vorausgehenden, „reinigenden“ Krieg ausgelöscht werden. Alles, was geschieht, ist… Mehr

„Und wer die Grünen nächstes Jahr an die Regierung bringt, darf den Kalender zurück auf 1933 stellen.“

Und ich behaupte: Dank Angela Merkel sind die Grünen bei uns längst am Regieren.

Nicht nur ein K(r)ampf gegen uns und unsere Kultur, sondern ein Kampf gegen Gott selbst. Der heimtückische Mord an dieser jungen Mutter steht stellvertretend für die gewünschte Auslöschung des Göttlichen; letztlich allen Lebens. auch derjenigen, die gemordet haben.

Zum Mord an Jessica Doty-Whitaker durch „schwarze Menschen“: Davon habe ich in den deutschen Mainstream-Medien noch gar nichts vernommen. Naja, die werden sich in ihrem Hass auf alle Weißen gesagt haben: „War ja nur eine Weiße“.

Von solchen Dingen werden Sie auch in den MSM oder ÖR nichts lesen oder hören. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein.

Allerdings hört man von BLM so wieso kaum noch was. Komisch…

Vom Ikonoklasmus zum Mord ist es nur ein kleiner Schritt. Der amerikanische Staat bzw. die Bundesstaaten hat/haben diesem anarchischen Treiben unter dem Vorwand von BLM viel zu lange zugesehen und gewähren lassen. Im Prinzip hilft da nur noch die Nationalgarde.

Was hier vor sich geht, ist eine marxistische Kulturrevolution und BLM ist nur der passende Vorwand. Wer einmal in einem westlichen Land in einem Institut für Geisteswissenschaften eine Vorlesung gehört hat weiß: Diese Fachrichtung sind heute zu 99% vom Kulturmarxismus und dem Kulturrelativismus durchsetzt und genau das waren und sind die Keimzellen der Barbarei, die wir jetzt beobachten können.