Nun also doch: Massive illegale Zuwanderung per Fernbus

Ein privates Busunternehmen sieht sich hier offensichtlich vom Staat in die Pflicht genommen, nach Lösungen zu suchen, weil der Staat es augenscheinlich nicht alleine schafft.

© AFP/Getty Images
Passangers wait outside their busses at the Croatian border with Slovenia in Bregana, near Zagreb on April 14, 2017 as new checks aimed at stopping suspected Islamist fighters from Iraq and Syria, produced traffic chaos on the border, a key bottleneck on the so-called Balkan migrant trail shut down last year.

Es ist schon fast grotesk: Während sich SPD und Union wochenlang streiten, wie viele Zuwanderer aus der großen Gruppe derer, die eigentlich von vorne herein keine Einreisegenehmigung bekommen würden, via Härtefall trotzdem einreisen dürfen, soll die deutsche Bundespolizei bei stichprobenartigen Kontrollen von Fernreisebussen alleine 2017 weit über siebentausend Personen aus diesen Bussen geholt haben. Zuwanderer, die entweder illegal einreisen wollten bzw. bereits einem Einreiseverbot aus verschiedenen Gründen unterliegen.

Duzende dieser Personen sollen laut Meldung der Bild sogar zur Fahndung ausgeschrieben gewesen seien. Zitat der Bundespolizei: „Bei der Überprüfung von Fernbussen werden auch Personen mit Fahndungsausschreibungen festgestellt. Diese werden nicht gesondert nach Beförderungsmitteln statistisch erfasst.“

Die unerlaubt oder illegal auf diesem Wege Einreisenden sollen laut Bild-Meldung aus Nigeria, Somalia, Syrien, Pakistan, Albanien, Ukraine, Gambia, Afghanistan, dem Irak, Serbien, Vietnam, Mazedonien, Marokko oder dem Kosovo kommen.

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SPD und Union stritten also in Formulierungen im Koalitionsvertrag über eine Zahl von eintausend Härtefällen, während sich eben diese Härtefälle in vielfacher Zahl längst auf den Weg gemacht haben – komfortabel via Fernbus. Bedenkt man nun, dass es sich bei den Maßnahmen der Bundespolizei nur um „Stichproben“ handelt und hier zudem lediglich Fernbusse gemeint sind, darf spekuliert werden, wie viele Personen tatsächlich nach wie vor diesen Weg der illegalen Einreise wählen oder via Privatwagen oder Zug oder zu Fuß einreisen, ohne einreisen zu dürfen oder jemals legal die Möglichkeit zu bekommen, einreisen zu dürfen.

Nun kann es sogar sein, dass solche Informationen bei vielen Bürgern nicht einmal als dramatisch empfunden werde, geschweige denn irgendeinen Alarm auslösen: Zu präsent ist den Bürgern die Zahl von einer Millionen Menschen, die in kurzer Zeit mit der Masseneinwanderung zu uns gekommen sind. Da mag nun manch einer denken, was sind da noch ein paar Tausend mehr? Bezieht man hier allerdings die zähen Quotendiskussionen innerhalb der Europäischen Union mit ein, wird es deutlich: Da streiten Länder um dreistellige Aufnahmezahlen, während bequem per Fernbus tausende, realistischer wohl sogar zehntausende, illegale Zuwanderer nach Deutschland einreisen.

Die ZEIT forderte Ende 2017 eine flexible Solidarität als gute Grundlage für die künftige EU-Asylpolitik. Jeder soll halt so machen, wie er kann. Am besten sollten die Mitgliedstaaten diese Aufgabe „entsprechend ihren Ressourcen und Kompetenzen“ wahrnehmen. Von Grenzschutz, von lückenlosen Kontrollen auch hier keine Rede.

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Dabei gibt es ja nur zwei Möglichkeiten: Entweder wusste sie es nicht oder sie hat gelogen, als Bundeskanzlerin Angela Merkel die so genannte „Flüchtlingskrise“ für beendet erklärte, wo sie doch zuvor noch erklärt hatte, die deutschen Grenzen könne man nicht schützen. Was wiederum die Welt folgendermaßen kommentierte: Bundeskanzlerin Merkel sagt, man könne die deutsche Grenze nicht sichern, zahlt aber der Türkei Geld, damit die ihre Grenze sperrt. Scheinheiliger geht es kaum noch.

Die neuesten Zahlen der Bundespolizei könnten nun tatsächlich bestätigen, dass die „Flüchtlingskrise“ beendet ist, aber nur dann, wenn man illegale Zuwanderung nicht mehr als Krise versteht, sondern zur Normalität erklärt. Eine stichprobenartig bestätigte?

Aber sprechen wir doch mal mit so einem Fernbusunternehmen. Fragen wir mal das private Münchner Fernbus-Unternehmen Flixbus, was da genau passiert und schicken unseren Fragenkatalog zur Beantwortung. Flixbus wirbt mit 1.400 Zielen in 26 Ländern zum Schnäppchenpreis. Denn angesichts der Meldungen der Bundespolizei muss man sich ja möglicherweise fragen: Solche Busreisen, sind das eigentlich die billigsten Schleppernetzwerke weltweit? Hinzu kommen zudem noch eine Reihe privater Mitfahrgelegenheiten oder unternehmerisch organisierte Mitfahrten wie beispielsweise via blabla-car direkt von Athen nach Berlin für 143 Euro.

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Nun hat Flixbuss schnell und ausführlich geantwortet (danke dafür): Zwar müssten alle Fahrgäste die eine grenzüberschreitende Verbindung gebucht haben, ein gültiges Ausweisdokument mit sich führen (Punkt 14/AGB). Das Vorhandensein würde vor der Abfahrt sogar durch die Fahrer bzw. Fahrerin überprüft, aber die „Gültigkeit und Richtigkeit des jeweiligen Ausweisdokumentes kann von uns als Fernbusunternehmen oder dem Fahrer jedoch nicht kontrolliert werden, dies obliegt allein der Polizei und den zuständigen Kontrollbehörden.“ Bei der Buchung würden gar keine Daten über die Herkunft oder den Reisezweck der Fahrgäste abgefragt.

Dennoch, die Problematik ist auch bei Flixbus bekannt und man wünscht hier auch echte Lösungen: „Wir stehen zudem grundsätzlich in engem Kontakt mit den Polizei- und Sicherheitsbehörden und tauschen uns mit diesen über mögliche Lösungsansätze aus. Verschiedene Maßnahmen sind hierbei bei FlixBus im Gespräch und werden derzeit diskutiert.“

Das muss man sich einmal vorstellen: Ein privates Busunternehmen sieht sich hier offensichtlich vom Staat in die Pflicht genommen, nach Lösungen zu suchen, weil der Staat es augenscheinlich nicht alleine schafft. Flixbus würde eine Lösung des Problems aber sehr begrüßen. Also nimmt man dem Staat kurzerhand die Aufgaben ab nachzudenken und macht eigeninitiativ Vorschläge:

Flixbus wünscht sich eine vermehrte Behördenpräsenz an den Fernbus-Haltestellen – „so wie es bei Bahnhöfen oder Flughäfen üblich ist. Sodass nicht nur an den Grenzen Behörden präsent sind, sondern auch an den Haltestellen und Stationen.“

Wann nimmt der Staat solche Idee auf? Oder liefert endlich eigene Lösungsansätze?

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Ein ehemaliges Stundentenprojekt, das als Onlineportal unter dem Namen „zeitjung“ vor ein paar Jahren angetreten war, Portale wie „jetzt“ oder „neon“ zu überholen, hatte auch schon mal eine Meinung dazu. Unter der Schlagzeile „Im Fernbus mit der Bundespolizei“ berichtete damals eine junge deutsche Autorin von einer grenzüberschreitenden Fahrt in so einem Fernbus: ‚Der Lautsprecher knarzt. „Liebe Fahrgäste, bitte halten Sie Ihre Personalausweise bereit – die Bundespolizei macht eine Stichkontrolle in diesem Bus.’ Mein Herzt fängt an zu rasen. Es passiert also wirklich. Bullen im Fernbus. Keine Legende, kein Lügenmärchen.“

Aber die junge Dame wird überhaupt nicht kontrolliert, verdächtig sind einem kontrollierendem Beamten andere. Ihren Artikel schließt sie also empört ab mit den Worten: „Ich könnte auf der Flucht mit geklauten Geld und einem Kilo Heroin im Rucksack sein, du Mother*****!“

P.s.: Eine Anfrage bei der Pressestelle der Bundespolizei wurde noch nicht beantwortet, wird an dieser Stelle aber ggf. nachgereicht.

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Kommentare ( 232 )

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Man musste nur mal den Deutschlandfunk gestern gehört habeen: „Kontrovers“. Wie Hörer ticken in der Frage der Zuwanderung. Herr Tichy ist am Schluß der Sendung von dem einen Diskussionsteilnehmer in unverschämter Weise angegriffen worden. Genauso ticken die meisten in Deutschland. Sagen wir „Halbe-Halbe“.

Kohl hat damals die Russland-Deutschen in die Bundesrepublik geholt und die dankten es ihm als treue Wähler. Merkel will es ihm anscheinend gleich machen und lässt Massen von Moslems ins Land, in der Hoffnung neues Wählerpotential für Selfie-Mutti zu erschliessen. Schließlich sollen doch alle hier bleiben. Made in Islamany wird noch ganz groß rauskommen.

Es scheint, als hätte sich auch bei den „Mitfahrzentralen“ in Deutschland etwas geändert. Ein Kollege erzählte mir, dass das Geschäft jetzt mehr und mehr von professionellen Fahrern in zumindest 7-Sitzern übernommen worden ist…

Da sind Kräfte am Werk, die können wir nicht aufhalten. Noch dazu, wenn uns die eigenen Landsleute in den Rücken fallen.
Was bleibt?
Die Familie um sich scharen.
Hoffen das keiner von ihnen zu schaden kommt.
So lange das Leben genießen, bis es unmöglich wird.
Vorräte, Wasser, Silbermünzen,Waffen und Munition bunkern.
Beten.
Dies alles wird böse enden.

Es gibt noch Hoffnung. Es gibt eine massiven Rückgang der Geburtenrate in islamischen Staaten (bitte googeln). Wir brauchen eine öko-konservative Politik. Nicht nur die AfD muss unterstützt werden, sondern auch die ÖDP.

Lieber Herr Wallasch, es geht ja nicht nur um die Fernbusse. Unsere Grenzen sind offen wie Scheunentore, und das Gerede über Obergrenzen ist obsolet – denn jeder, der kommen will, kommt einfach. https://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/viele-fluechtlinge-wollen-aus-daenemark-zurueck-in-richtung-sueden-id18850006.html Kontrollen gibt es auch hier nur sporadisch, zum Beispiel wurden alleine am 20.02.2018 zwischen 9:00 und 20:00 Uhr 12 Personen als illegal Einreisende festgestellt: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/70257/3874814 Wenn man die Zahlen der Migranten auf einen ganzen Tag und 365 Tage hochrechnet könnte man in nur bei der BP Kiel leicht auf ca. 8.000 unerlaubte Einreisen kommen… Auch im Jahre 3 der „Flüchtlingskrise“ gibt es in Europa kein einheitliches Asylverfahren… Mehr
Marine und Beruf haben mich mehr als 60 Jahre um die Welt gefuehrt. Wir waren die „BOTSCHAFTER IN BLAU“< die fuer ein neues, anderes DEUTSCHLAND geworben haben. Und es war so einfach : BENEHME DICH ALS GAST………dann wirst Du auch als GAST behandelt !!< Nicht ein einziger Kulturkreis belastet unser taegliches Leben und geht uns so auf die Nerven, pluendert uns aus, terrorisiert ganze Stadtviertel wie diese fanatische Primatenkultur mit ihren mittelalterlichen Sitten und Gebraeuchen.< Mit keinem einzigen Zuwanderer, der zum ARBEITEN nach DEUTSCHLAND kam, musste man ueber INTEGRATION, EINGLIEDERUNGSMASSNAHMEN, SICHERHEITSRISIKO……..sprechen.< Kein GRIECHE braucht Schilder, dass man unsere Frauen nicht… Mehr

Ich würde gerne tausend Daumen nach oben geben!!!

Besser könnte man das Desaster nicht beschreiben. Bravo!

„Bundeskanzlerin Angela Merkel die so genannte „Flüchtlingskrise“ für beendet erklärte.“ Die Flüchtlingskrise ist beendet, weil sie von unserem Establishment legitimiert wurde. Da nach wie vor keine Grenzkontrollen, geschweige denn, Zurückweisungen stattfinden, wurde aus der sogenannten Krise eine ungeschriebene Rechtsnorm, und zwar deswegen, weil Frau Kasner einfach ihr „Ding“ weiter durchzieht. Man kann noch tausend Mal die unzähligen Rechtsbrüche des GG, von Dublin und Schengen aufzeigen, es bringt nichts, wenn eine selbsternannte Kaiserin sich nicht daran stört, dass sie geschehen. Da außerdem die Mehrheit meiner Mitbürger größere Angst vor Dieselabgasen oder einem ausgebuchten Urlaubsflug haben, als vor der mutwilligen Zerstörung ihrer… Mehr

NEIN, DAS WIRD SIE NICHT ! IHRE TAGE SIND GEZÄHLT

Bin gespannt, wann sie dem Wetter befiehlt, wie es zu sein hat.

Na – das mit dem freien ÖPV haben ein paar Verwaltungsfuzzis ja schnell gespannt und zunächst abgewehrt.
Das zugrunde liegende Muster ist das Gleiche wie bei der Flüchtlingskrise.
Die Dame macht, was sie will und die anderen müssen dann die Suppe auslöffeln…

Ja Stop mal, das ist es ja wohl was Laschet gemeint hat: Die vom christlichen Menschenbild geprägte CDU (nein, nicht die konservative) – wir können diesen Beladenen ja keine Steine in den Weg legen – halten sozusagen auch die andere Backe hin. Läuft, das muss wohl die neue Mitte sein.

Ich halte mich ziemlich fest im Neuen Testament, aber bitte zeigen Sie mir eine Stelle, in der Jesus forder, man solle sein Leben, das seiner Lieben, sein Land zugunsten Fremder aufgeben.
Liebe deinen Nächsten und das ist nicht der aus Gambia oder Afghanistan.

Unerträglich dieses weltfremde, ideologische Gequatsche von Humanität und Nächstenliebe. Diese Begriffe werden instrumentalisiert und mißbraucht um die noch normal denkenden Menschen einzuschüchtern und Kritiker mundtot zu machen. Hier die Erläuterung an alle Gutmenschen durch die Kirche wie Nächstenliebe zu definieren ist: „Nächstenliebe ist aber das konkrete Wohlwollen gegenüber dem real Nächsten. Das ist zunächst der Familienangehörige, Nachbar und Arbeitskollege. Jede Übernächstenliebe und Fernstenliebe ist Ausflucht und Illusion“.  Dabei entspricht diese Vorgangsweise dem Hausverstand. (Was derzeit läuft, ist demgegenüber völlig absurd: Christen werden in den islamischen Ländern derzeit zu Hunderttausenden ermordet und vertrieben, aber die „christlichen Länder“ hofieren diejenigen, vor denen… Mehr
Eine Frage: Die illegal Einrufenden rufen Asyl und dürfen vollversorgt bleiben, oder? Herr Wallasch: Wieviele wurden abgeschoben? Immerhin haben sie ihr Ticket selbst bezahlt und werden nicht auf unsere Kosten eingefolgen. Zwei Bemerkungen: A) Wen interessieren Pässe? Hier die aktuellen Tarife: Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung in der EU durch Heirat in Rumänien ca. 3.200 €; EU-Originalpapiere in GR 600,00 €; Originalpapiere mit kompletter Legende in Italien (Ausbildungsbestätigungen, Rente, Fingerabdrücke etc.) 3.500 €. Da brauchen Sie keinen Flixbus. Jedenfalls keine Kontrolle zu befürchten. B) Seit 2015 bin ich ca. 55 mal von Österreich nach D eingereist, vom Balkan, mit Transporter. KEINE einzige… Mehr

Die Staus gibt’s tatsächlich am ehemaligen Grenzübergang von Freilassing Richtung Salzburg. Sind allerdings hauptsächlich nur für deutsche oder österreichische Autofahrer. Refugees aka Asylbewerber nutzen die natürlich nicht sondern spazieren außen rum…