Fröhliche Bordesholmer Islamisierung des Vorgartens mit Ralf Stegner

Ralf Stegner glaubt, dass den Deutschen eine Islamisierung ihres Landes egal ist, Hauptsache die Rente stimmt. Kann man damit SPD-Chef werden?

Thomas Lohnes/Getty Images

Der Bordesholmer Sozialdemokrat Ralf Stegner ist neben Gesine Schwan Co-Kandidat für den SPD Parteivorsitz. Auf Twitter macht er den Plattenaufleger und empfiehlt seinen Followern „da draußen im digitalen Orbit“ „Wicked Games“ von Chris Issak. Politisch glaubt er, dass den Deutschen eine Islamisierung ihres Landes egal ist, Hauptsache die Rente stimmt. Kann man damit SPD-Chef werden?

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Als Sohn eines kinderreichen Gastwirtes wird Ralf Stegner den einen oder anderen feuchtfröhlichen Stammtischgassenhauer seit den Kinderschuhen kennen, so was kann im späteren Leben hilfreich sein. Um so mehr verwundert es allerdings, wie zuverlässig schon seit Jahren dieser griesgrämige ewige Scheiterer der schleswig-holsteinischen SPD daneben greift, wenn es für ihn eigentlich nur darum gehen muss, die Stimmungslage des einfachen Genossen auf der Straße zu erfassen und in für den Fortgang der Sozialdemokratie brauchbare Schlagworte umzuwandeln.

Der im Oktober 60 Jahre werdende Norddeutsche ist seit 2014 einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der gegenwärtig so arg schwindsüchtigen Partei Willy Brandts – auch ihm gebührt also ein Anteil am Niedergang. Aufwallende Wiedergutmachungsgelüste? Jedenfalls möchte Ralf Stegner noch in diesem Jahr gemeinsam mit Fast-Fast-Bundespräsidentin Gesine Schwan (sie erfüllt hier in Personalunion die Frauen- und ­– noch wichtiger, wie wir seit den Wahlen im Osten wissen – die Altersquote), mit Gesine also, will Ralf Stegner in Doppelspitze die SPD in die Zukunft führen.

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Zehntausende von masochistischen Twitter-Followern bangen schon jetzt, dass der Bordesholmer Vater dreier Söhne aus Zeitgründen dafür seinen Nebenjob an den Nagel hängen muss: Stegner ist in den unendlichen digitalen Weiten nämlich ein deutscher DJ-Superstar. Als Plattenaufleger spendiert er seinen Followern den ultimativen Hit des Tages, den Song am Morgen, die nachdenklich machende Melodie zum Wochenstart. Seine Anmoderation hin zu den Youtube-Schnipseln direkt aus der sich immer enger ziehenden sozialdemokratischen Filterblase heraus ist Legende: „Mein Musiktipp für Euch da draußen im digitalen Orbit …“

Am Freitag empfiehlt uns „Ralle“, so dürfen ihn nur gute Freunde nennen, mit Chris Issaks „Wicked Game“ die wahrscheinlich schmalzigste Heulboje der 1980er Jahre, um am Samstag mit so etwas wie einer Selbstmotivation nachzulegen. Denn wenn Stegner mit Genossin Schwan auf Bewerbungstour um den SPD-Parteivorsitz geht, also um so etwas, wie die Vater-Großmutter-Alternative zum Allzeit jugendlichen Habeck-Baerbock-Erfolgsduett der Grünen, dann legt Ralle den Willie Nelsen auf den digitalen Teller und dann puscht sich das Traumduo mit „On the Road again“ in den Tag:

„Just can’t Wait to get on the Road again, the life I love is making music with my friends …“

Nein, die meisten haben kein Problem damit, wenn Ralf Stegner SPD-Parteichef würde, es ist ihnen schlicht egal, mit wem sich die Partei in welcher Geschwindigkeit aus der bundesdeutschen Volksparteienlandschaft verabschiedet. Möglicherweise wünschen sich sogar viele Stegner als ultimativen Abstiegsbeschleuniger.

Das muss man sich einmal vorstellen: Ralf Stegner geht mit Gesine Schwan auf Bewerbungstournee um die SPD-Spitze und macht sich scharf dafür mit Wicked Games von Chris Issak. Hören wir kurz rein:

„The world was on fire and no one could save me but you …“

Die Welt steht in Flammen, die SPD-Flamme ist schon runtergebrannt, aber keine Sorge, Pöbel-Ralle (wie ihn weniger gute Freunde nennen) aus Bordesholm ist schon mit seinem Ghettoblaster auf dem Weg. Solche lustigen Geschichten werden übrig bleiben, wenn spätere Generationen von Schulklassen im Geschichtsunterricht fragen, wie das denn geschehen konnte mit dieser deutschen Sozialdemokratie. Wicked Games halt.

Die taz schrieb schon 2017 schwer irritiert (unbedingte Leseempfehlung):

»Die „Frühverteilung von Flugblättern am Bordesholmer Bahnhof“ etwa inspiriert ihn zu Bruce Springsteens „Hungry Heart“. (…) Die Vorstellung, wie Ralf Stegner in der Morgendämmerung hüftschwingend Flugblätter an die vier Bordesholmer Berufspendler auf Gleis 1 verteilt, ist verstörend.«

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Verstörend ist zwei Jahre später allerdings noch etwas ganz anderes: Die politischen Entgleisungen Stegners sind Legion geworden und machen nicht einmal dort halt, wo der Verbalwüterich mit den so aufmerksamkeitsstarken herunterhängenden Mundwinkeln eigentlich zentnerweise Kreide hätte fressen sollen und ein quasi umgedrehtes Gesicht zeigen, als nur das wutverzerrte über all diese wicked games in seiner Umgebung – auf der Bewerbungstournee zum SPD-Vorsitzenden auf 23 für Stegner teils angenehm provinziellen Stationen durch ein gespaltenes Land. Dann, wenn es darum geht, die viel zu großen Schuhe von  Schumacher, Ollenhauer, Brandt natürlich, Lafontaine, Schröder und zuletzt Andrea Nahles überzustreifen – jedenfalls den ollen linken Pantoffel, wenn Gesine Schwan nur bereit wäre, sich mit dem rechten Latschen zu begnügen.

Jetzt also der nächste Falldown des Bösen aus dem bitterbösen Mund Stegners, wenn die Zeitung Die WeLT über diese merkwürdig bizarre Auftaktveranstaltung der B- und C-Promis der SPD ums höchste Amt der Partei schreibt:

»Die fragwürdigste These kam von Ralf Stegner. Als ihn eine Zuschauerin fragte, was er tun wolle, um auf „die Ängste unserer Bürgerinnen und Bürger“ zu reagieren, antwortete er knapp. Man dürfe „den Angstmachern“ nicht erlauben, dass die Menschen Parteien wählten, die sie „ins Unglück“ stürzten. „Die meisten Menschen haben kein Problem, dass ihre Gemeinde islamisiert wird“, behauptete Stegner. Sie hätten vor allem ein Problem damit, dass sie die Miete nicht zahlen könnten oder die Rente nicht reiche.«

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Aber wer sind diese „meisten“ und wie passt das zusammen mit neuesten Umfragen ausgerechnet der Bertelsmann Stiftung, die – fassen wir es mal beherzt zusammen – erschrocken festgestellt hat, dass die Deutschen die Nase voll haben von einer Willkommenskultur für kulturfremde und kulturfeindliche, vorwiegend illegale Massenzuwanderung und die vieles für sich wünschen, nur nicht noch einen Schwung staatlich durchalimentierter Nachbarn oder gar einen Schwung Minarette in Sichtweite ihres Heims oder hinter der gepflegten Bordesholmer Buchsbaum- und Studentenblumenrabatte.

Und bei wem war die Empörung über die neuerliche Entgleisung Stegners am größten? Na, bei wem? Natürlich bei Stegner selbst, der sofort eine lange Nase bekam und alles ganz anders gesagt haben wollte, als gesagt. Aber im digitalen Zeitalter ist es nun einmal so: gesagt ist gesagt und auf alle Zeiten digitalisiert. Bätschi. Die WeLT fügt deshalb noch amüsiert an:

»Erst nach der Veranstaltung und auf explizite Nachfrage formulierte er es etwas anders: „Das Hauptproblem der Menschen besteht nicht darin, dass ihre Gemeinde islamisiert werden könnte.“«

Aber was sind dann die Hauptprobleme? Für Stegner sind es beispielsweise die Rente und die Mietkosten. Ein Schelm, wer da einen unmittelbaren Zusammenhang sehen würde angesichts von hunderttausenden Sozialhilfefällen, die jährlich neu ins Land kommen und sich in dem bequemen neuen Leben gerne einrichten, ganz gleich, ob sie auf illegalen Wegen oder von der Politik im Lande eingeladen wurden bzw. per Familiennachzug eingeflogen (übrigens griff niemand auf, dass Stegner Islamisierung sagt, die es doch regierungsamtlich gar nicht gibt).

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Aber sind wir mal nicht so, dieser Ralf Stegner ist immerhin eines: auf eine sympathische Weise mit einem politischen Tourette ausgestattet, das es ihm unmöglich macht, seine ganz persönliche Wahrheit hinter dem Berg zu halten. Er schafft es einfach nicht, einmal die Klappe zu halten, selbst, wenn das für ihn vorteilhaft wäre.

Aber ist die SPD schon so am Ende, dass das als erstes Abfahrtticket für die SPD-Sprungschanze in die Bedeutungslosigkeit ausreichen könnte? Wird Einzelkandidat Olaf Scholz die Schlittenfahrer Stegner/Schwan hinter sich lassen? Oder ein weiteres Duo aus Europa-Staatsminister Michael Roth und Genossin Christina Kampmann? Oder gar Karl Lauterbach und Nina Scheer? Geht man die Kandidaten der Reihe nach durch, dann schwant einem, dass es aus Versehen sogar klappen könnte, dass sich am Ende die Genossen Ralf und Gesine auf eine der letzten vergilbten Seiten ins goldene Buch der SPD-Spitze eintragen könnte, bevor es dann allerdings endgültig vorbei sein würde, demoskopisch nicht nur mit dem deutschen Arbeiter, sondern gleich ganz mit der deutschen Sozialdemokratie, der einstigen Volkspartei.

„It’s strange what desire will make foolish people do.“ (wicked games)


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Kommentare ( 155 )

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„Das Volk ist der Chef und nicht der bezahlte Politiker wie Sie“ Roger Köppel, Herausgeber der Schweizer Wochenzeitung lud Herrn Stegner ein, bei ihm in der Schweiz zu lernen, was Demokratie bedeutet. Anscheinend hat der Ralf vergessen, sich die Belehrung abzuholen. Anders sind seine Sinn freien Absonderungen wohl nicht zu erklären.

War es nicht auch Tony Blair, der ‚It’s a beautiful day‘ von U2 ein wenig missverstanden hat und ihn dadurch zu seinem Wahlkampfsong zuletzt gemacht hatte? Man könnte daher schon seit Jahren lachen, wenn sich nicht dadurch immer wieder Menschen täuschen lassen würden. Na gut, dann jetzt eben ‚Wicked games’… Aber, nein, die SPD kapiert NICHTS. Sie kapiert weiterhin nicht, dass Menschen diesen aufgezwungenen Islam in ihrer Nachbarschaft nicht in willkürlich nach oben offener Menge haben wollen – dagegen wehren sich sogar säkulare (in nicht kleiner Anzahl) langansässiger Türken inzwischen. SPD-Wähler haben logischerweise kein Interesse daran, dass sie inzwischen tausende… Mehr

Sie sind ja mal wirklich ein Humorist.

„nichts weggenommen“ ??? im Ernst jetzt??

was ist mit der kalten Progression?
was ist den steiögenden Energiepreisen?
was damit , daß der Staat 50% mehr Steuern einnimmt also von 6 Jahren?
was mit den Grundsteuer- und Gewerbesteuererhöhungen?

die Liste würde sich endlos fortsetzen lassen. Nichts weggenommen. you made my day

Wenn sich die Einheitspartei Deutschlands auf die Einstelligkeit zubewegt, wird der Wähler bemerken, dass sie dennoch weiter regieren mit 120% der Wählerstimmen.

Ja wie wär’s denn mit
La Paloma adé??
Für einen Borderholmer DJ tät’s gut passen. 😉
…………..
„Schroff ist ein Riff
Und schnell geht ein Schiff zugrunde,
Früh oder spät schlägt
Jedem von uns die Stunde.

Auf Genossen ohé
Einmal muss es vorbei sein,
Einmal holt Euch die See.
Und das Meer gibt keinen
Von Euch zurück.

La Paloma adé
Tschüss Genossen, ohé! Ohé! ……………“

…und für uns alle:
„Heißer Sand und ein verlorenes Land
Und ein Leben in Gefahr
Heißer Sand und die Erinnerung daran
Daß es einmal schöner war…“

Eines hat er damit aber zugegeben.
Die bisher immer verleugnete Islamisierung.
Sie findet also sehr wohl statt und die Politik weiss das auch genau.
Sehenden Auges in den Untergang!

Hr. Stegner, Ihr als auch mein Hals ist Islamisten keinen Pfifferling wert. Meinen Sie wirklich, wenn Sie mit dieser Gesinnung Hand in Hand gehen, werden Sie in den Genuss von Jungfrauen in Allahs Reich kommen? Nur zu! Aber eines lassen Sie sich sagen – ICH HABE SEHR WOHL ETWAS GEGEN DIE ISLAMISIERUNG MEINER HEIMAT ! Über die Rente müssen wir ,die Ungläubigen, sowieso nicht mehr reden.

Tipp zurück aus dem digitalen Orbit an Ralle – täglich morgens, gleich nach dem ersten Augenaufschlag volle Dröhnung: „Highway to hell …“

… mittlerweile bin ich an dem Punkt angekommen an dem ich mir für unsere Multikulti – Wähler-Fraktion bestehend aus spd, linke, grüne, cdu, csu, fdp die volle Islamisierung wünsche ! … ich bin böse, ich weiss !

Zitat: „dann legt Ralle den Willie Nelsen auf den digitalen Teller und dann puscht sich das Traumduo mit „On the Road again“ in den Tag“

.> Hahaha…… passender u. besser fände ich wenn der Ralle auflegen würde;
„Es geht eine Träne auf Reisen“!

So schnell wird das nix. Der Prozentelimbo über 23 Stationen steht noch ganz am Anfang. Zumindest mal Gelegenheit alle verbliebenen SPD-Mitglieder nach Ostfriesenbusmanier gleichzeitig in der ersten Reihe und auf einem Foto zu sehen, auch wenn diese sich von Termin zu Termin dezimieren; also keinen Termin verpassen. 10 kleine N… darf man ja nicht mehr sagen, auch wenn es passen würde.