Cannabis-Legalisierung: verantwortungslose Veteranen-Veranstaltung

Während bürgerliche Freiheiten in multipler Form per Gesetzgebung beschnitten werden, ist man auf der Gegengeraden für eine Drogen-Legalisierung. Ein Schelm, der da einen inneren Zusammenhang künstlich konstruieren wollte.

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Von der erhofften Bewusstseinserweiterung in die intellektuelle Bewusstlosigkeit hinüber in einen Zustand geistiger Besinnungslosigkeit mit diesem wunderbaren Moment, wo es dann nur noch wenige Züge braucht, bis die ganze Welt eine einzige Fake-News geworden ist. Zugegeben, dieser bombastisch geile Zustand braucht das beste Dope aller Zeiten. Aber schon beim nächsten Joint könnte es ja soweit sein.

So in etwa klänge eine humoristische Annährung an ein viel zu ernstes Thema: Diese pop-romantische Legalisierungsdebatte rund um die Freigabe von Cannabis-Produkten. Eine Diskussion in Endlosschleife. Und die Protagonisten werden immer älter und leider auch immer blöder. Nur ab und an funkt auch mal ein junges frisches Gesicht dazwischen. Die FDP hat es vorgemacht, andere ziehen nach, trauen sich aus der Deckung. Nun ist die Abwesenheit von „Krankheitseinsicht und Abstinenzmotivation“ offensichtlich keine Altersfrage. Jeder kann betroffen sein. Selbst noch ein Christian Lindner, der auch damit erfolgreich war, mit einem albernen Bob-Marley-Feeling den Sprung seiner Partei ins höchste deutsche Haus zu schaffen. Nun hat noch kein Sportler einen Wettkampf bekifft für sich entscheiden können, aber Lindner kifft ja nicht. Er will es nur anderen gönnen und damit punkten.

Cannabis
Legalize it!
Andere, das sind vier-sieben Prozent Abhängiger unter Cannabis-Konsumenten, die dann laut Suchtklinik Fredeburg an weiteren psychischen Störungen leiden wie „Einschränkungen der Aufmerksamkeit, der Konzentration und des Gedächtnisses.“ Weiter heißt es dort, Cannabiskonsum gehe „häufig mit dem missbräuchlichen Konsum von Alkohol und Drogen, besonders Amphetaminen, Ecstasy, Kokain und biogenen Drogen einher.“ Klinikeinweisungen sind hier das Gebot der Stunde, weil ein Teil der abhängigen Cannabiskonsumenten einen so schweren Störungsgrad aufweisen würde, dass eine ambulante Behandlung nicht ausreichend erscheint. Der Focus schrieb 2013: „Vor allem sehr junge Menschen schaffen es oft nicht, mit dem Kiffen aufzuhören – und müssen für den Entzug sogar in stationäre Behandlung.“ Das Magazin titelte: „Cannabisabhängigkeit – Die unterschätzte Sucht“.

Aber diese Sucht wird nicht unterschätzt, sie wird vorsätzlich ignoriert. Denn noch jeder, der mit Kiffern sozialisiert wurde, Cannabis-Abhängige in der Familie hat oder beruflich, sei es in der Gastronomie oder bei den Sicherheitsbehörden, mit diesem Suchtbild zu tun hat, weiß es besser. Selten noch hat ein Verdrängungsmechanismus besser funktioniert. Beliebte Argumentation für die Legalisierung von Cannabis ist der frei zugängliche Verkauf von Zigaretten und Alkohol – übrigens völlig ungeachtet dessen, dass hier schon hunderte von Millionen Euro in die Prävention und Aufklärung geflossen sind, eben diese Süchte einzudämmen. Von den ärztlichen Behandlungskosten der schwer Erkrankten ganz zu schweigen.

Nein, die Ignoranz und Fahrlässigkeit geht so weit, das es Eltern gibt, die es für ihre vornehme Aufgabe halten, mit ihren minderjährigen Sprösslingen den ersten Joint zu rauchen, verbunden mit solchen schwachsinnigen Rechtfertigungen wie jener, dass man doch vermeiden wolle, dass gleich der erste Joint von schlechter Qualität wäre und das der Nachwuchs doch sowieso an das Zeug kommen würde, wenn er es nur wolle. Aber will er wirklich? Und will er tatsächlich die volle Dröhnung, weil Papas Dealer schon das vielfach wirkmächtigere synthetische Zeugs liefert, das so zuverlässig ballert, weil Vati und Mutti schon so abgestumpft sind, dass es ihnen immer schwerer fällt, sich aus diesem so blöden Alltag zu beamen, der ihnen sonst nichts Aufregendes mehr zu bieten hat als Fressen und Fernsehen?

Die Süddeutsche weiß über der Behandlung der Cannabis-Abhängigkeit: „Nach der ersten Entgiftung, die man mit gesunder Ernährung, frischer Luft und viel Flüssigkeit gut übersteht, ist die psychische Abhängigkeit nach wie vor da und muss behandelt werden.“ Zitieren wir eine weitere Klinik: „Marihuana ist ein Narkotikum, das eine ganze Reihe von schädlichen Folgen hervorruft, wie gesundheitliche, so auch psychologische und soziale.“

In dieser leidigen Debatte darf es auch nicht um die Frage gehen, wie aufwendig oder sinnlos eine Strafverfolgung ist, denn zum einen ist das Mitführen von Kleinstmengen der Droge sowieso in der Regel straffrei, zum anderen ist die viel wichtigere Frage jene, nach dem Sinn und Zweck gesellschaftlicher Tabus. Erfolgreiche Unternehmer schmücken sich ungehemmt mit ihrem angeblichen Cannabiskonsum und populäre Magazine begründen sogar, warum Cannabis zum Schulunterricht dazu gehören sollte.

Wer sich hingegen hinstellt und Tabus einfordert, gilt als Spielverderber. Alles soll und muss erlaubt sein. Nur was soll das für eine Freiheit sein, die in einem anhaltenden Kiffzittern endet und eben nicht in einer erfolgreichen Managerkarriere? Sie kennen dieses „Kiffzittern“? Diese stereotype Verhaltensweise von Cannabis-Konsumenten, wenn es gilt, auf den Punkt ein paar Dinge stringent, möglicherweise noch im Multitasking-Modus oder einfach nur in einer handelsüblichen Chronologie zu erledigen? Diese körperlich sichtbare Reaktion, das Unvermögen, am Leben auf akzeptable Art und Weise teilzunehmen. Wohlgemerkt, nicht unter Einfluss der Droge, sondern noch viel mehr nüchtern. Also eine Form von Entzugserscheinung, eine traurige Überwältigung von der Intensität des Lebens der anderen verbunden mit dem persönlichen Versagen, daran noch teilnehmen zu können. Willkommen in einer Welt, die man sich nicht mehr erobern muss, weil sie doch nur noch wie alberne Fake News der anderen erscheinen.

Nun wissen die allermeisten, die schon mit Drogen Kontakt hatten oder in einem Arbeitsfeld tätig sind, das mit Drogenkonsumenten zu tun hat, dass es gerade bei Cannabis zwei Typen Mensch gibt, jene, die vorgeben, es zu vertragen und andere, die schnell merken, dass ihnen dieser Kontrollverlust Angst macht oder einfach keine Freude. Ängste, die sich insbesondere bei Jugendlichen in der sozialen Interaktion zu behandlungsbedürftigen Störungen auswachsen können. Im Prinzip wissen das übrigens auch diejenigen älteren Semester, die sich für eine Legalisierung aussprechen. Aber hier wird erfolgreich zugunsten eines offenbar als modern und zeitgeistig empfunden Standpunktes das Wort geredet, die damit allerdings vor allem einer Zielgruppe schaden: viel Jüngeren.

Cannabis-Legalisierung
Ist das der neue FDP-Song?
Dummheit und eine gewisse asoziale Grundhaltung gehören natürlich auch dazu, wenn prominente Persönlichkeiten in den Medien angeberisch mit einem angeblichen oder tatsächlichen Drogenkonsum vergangener Zeiten prahlen, als gelte es der Welt zu beweisen, was sie doch einst für relaxte und experimentierfreudige Jungs und Mädels waren und gar keine Spielverderber, als die sie in der öffentlichen oder politischen Funktion dann doch immer wieder in Erscheinung treten. Da ist es doch ein Klacks, einmal etwas für die Freiheit zu tun. Während also die bürgerlichen Freiheiten in multipler Form per Gesetzgebung beschnitten werden, setzt man sich auf der Gegengeraden für eine Drogen-Legalisierung ein. Zunächst für die Freigabe von Cannabis. Ein Schelm, der da einen inneren Zusammenhang künstlich konstruieren wollte.

Wie lächerlich ist das eigentlich, wenn dieser personifizierte Mister Harmlos der Grünen, der gewesene Bundesvorsitzende Cem Özdemir, provokant und ganz „aus Versehen“ ein Video von seinem Balkon veröffentlicht, während im Hintergrund seine private Cannabispflanzenzucht zu sehen ist, also eine, mindestens bei Jugendlichen unter dringendem Verdacht der körperlichen Schädigung stehende, Droge angebaut wird?

Fehlt noch ein Blick auf die Frage nach Haschisch als Einstiegsdroge für Kokain, Heroin usw. Wer hier behauptet, das gäbe es nicht, handelt grob fahrlässig. Denn natürlich ist mit der Akzeptanz der einen Substanz generell der Damm auch gebrochen für weitere Substanzen – inklusive einer erhöhten Verfügbarkeit. Manche nennen es Experimentierfreude. Andere sehen darin ein gesamtgesellschaftlich zu bewältigendes Problem.

Bringen wir doch endlich gemeinsam den Mut auf, „Nein“ zu sagen zu einer Legalisierung aller Drogen. Auch wenn das uncool erscheinen mag, auch wenn wir es sogar selbst einst probiert haben. Allerdings im eindeutigen Bewusstsein, das uns die Absolution durch Staat und Gesellschaft verwehrt blieb. Gut so. Denn das ist der eigentliche Deal. Und keine anderer. Wir sollten uns nicht scheuen, dazu beizutragen, dass unsere Kinder ihre Auszeiten und Belohnungssysteme dauerhaft so programmieren, dass Abenteuer-, Sport- und Kulturangebote an erster Stelle stehen. Vom Spaß am erfolgreichen Lernen wollen wir hier nicht einmal reden, aber selbstverständlich gehört auch das dazu. Wenn das jemand spießig findet – gut, dann ist das eben so. Komisch allerdings, dass gerade jene, die sich die Legalisierung auf ihre Fahnen geschrieben haben, oft so entsetzlich spießig wirken, wie der FKK-Verein, der die ach so ungezwungene körperliche Nacktheit propagiert, während der lausige Dackel des Vorsitzenden im Regencape durchs Bild läuft. Aber damit täten wird dem armen Dackel unrecht. Der kann ja nichts dafür.

In was für einer Welt wollen wir also zukünftig leben? Es liegt an uns, unseren Kindern zumindest deutlich zu zeigen, was unsere Ideale sind. Wir müssen dafür nicht dauerhaft geliebt werden wollen. Und diese Ideale werden nun einmal auch am Tabu konkret. Am Verbot aus gutem Grund. Manchmal auch aus Erfahrung. Der allerdings muss man sich mindestens stellen. Was unsere Kinder dann letzten Endes daraus machen, liegt nicht in unserer Hand. Aber wir haben dann wenigstens getan, was richtig ist. Hoffentlich.

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Kommentare ( 343 )

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Ich merke, dass man sich fast genieren muss, wenn man gegen die Legslisierung von Cannabis und anderen Drogen ist! Es ist nicht „hip“ dagegen zu sein! Aber das kann ich gut ertragen! Das ist halt auch so ein linkes Mainstream-Thema! Aber der Joint am Morgen vertreibt eben nicht Kummer und Sorgen, auch nicht wenn er legal ist!

suchen sie auf youtube die arte-doku: „war on drugs-amerikas längster krieg“ und schauen sie es sich an, es kommen verschiedene lager zu wort, auch ehemalige polizisten…und dann können wir weiter reden…

Das Problem daran ist, dass sie den Kern der Sache nicht verstehen. Sie können aus konservativer Richtung gerne skeptisch sein bezgl. Kommerzialisierung von Cannabis usw. aber dann müssen sie konstruktive Vorschläge bringen, wie sie mögliche negative Effekte ausschließen wollen, welche Modelle ihnen sinnvoll erscheinen…einfach nur zu sagen „verbietet es und bestraft die Konsumenten“ ist in der Tat etwas „beschämend“ und das nicht nur weil es nicht „hip“ ist…und noch was der „Mainstream“ ist nicht „links“, sondern stramm Profitorientiert und „neoliberal“ (im negativen Sinne, ich will hier keineLiberalen Beleidigen) manchmal nur ein bisschen rot lackiert…und die „Linken“ checkens halt nur nicht…

„Joint am Morgen vertreibt eben nicht Kummer und Sorgen“ – Natürlich nicht. Allenfalls könnten „Kummer und Sorgen“ etwas entspannter betrachtet werden. Was ja noch lange nicht heißt deshalb gegen „Kummer und Sorgen“ nichts zu unternehmen. Merkwürdigerweise unterstellen Prohibitionsapologeten dem „Kiffer“ immer, stets nach dem Morgenerwachen massiven Bong reinzudonnern um anschließend wie eine Schnapsleiche besinnungslos herumzuliegen. Oder wie im psychedelischem Rausch eigenes Flugvermögen zu erwägen und vom 10. Stock aus Freiflugrunde zu machen, dabei heftig Farben riechend und Megaorgasmen habend, dutzendweise am Stück… Meiomei… Hanf wirkt da dann wohl doch etwas anders. Das ist auch kein “ linkes Mainstream-Thema“, sondern eher… Mehr
„Nun hat noch kein Sportler einen Wettkampf bekifft für sich entscheiden können“ – das ist schlicht falsch. Hat schon seinen Grund, warum bei dieser Snowboard-Akrobatik Cannabis explizit auf die Dopingliste kam. „Selten noch hat ein Verdrängungsmechanismus besser funktioniert.“ – in der Tat: Bei den Abhängigen der Verbotskultur. Denen steckt der Paragraphenjoint wohl sehr tief in der Vene. „Kiffzittern“ ist auch gut – hehe, das kenne ich von Leuten, denen der Akku des Smartphones putti gegangen ist oder die Gummibärchentüte leer oder Fernseher kaputt. Rest zu kommentieren erübrigt sich. Das ist Kappes, was Sie da schreiben, Herr Wallasch, aber ich geh… Mehr
Keiner sieht wenn ich Durst habe, aber Alle sehen wenn ich besoffen bin. Dieser Katastrophalen Droge wird kaum ein Komentar gewidmet, Die hat mehr Existenzen vernichtet als alle anderen Drogen zusammen. Ach ja die Schlimmste aller Drogen ist die Veröffendlichte Meinung. Der hecheln fast Alle mit einer Inbrunst her,das Einen Angst und Bange werden kann. Die Wirklich wichtigen für Uns Überlebens Notwendigen Themen werden verschwiegen oder verharmlost, während dieses Zeug von dem hier die Rede ist als ein vom Teufel geschaffenes Kraut beschrieben wird. P.S. Hab Das auch mal in meinen Jungen Jahren probiert, konnte nichts Aufregendes daran finden und… Mehr
Wer seine Kinder schützen möchte, sollte sich für ein Verbot von Facebook, Twitter, WhatsApp etc. einsetzen. Das Suchtpotential ist mittlerweile höher als bei Cannabis und mindestens genauso schädlich. Cyber-Mobbing erzeugt Suizidgefahr und Psychosen … Man könnte endlos streiten aber letztlich muss es heißen: Alles in Maßen (nicht „Massen“) genießen. Anekdote am Rande: Ein früherer Kumpel wurde mit 3 Gramm Haschisch erwischt und zu 80 Sozialstunden in einer Jugendeinrichtung verknackt. Als er zum ersten Mal in das Büro der Sozialarbeiter/Jugendbetreuer kam, fand er was? Eine schöne blühende Cannabis-Pflanze … er bekam dann am ersten Tag die Bescheinigung, seine Zeit abgeleistet zu… Mehr

Den Sozialarbeiter/Jugendbetreuer hätte ich angezeigt. Der hat gefälligst Vorbild zu sein. Drogen sind nichts für Jugendliche.

Ansonsten sehe ich das ähnlich, diese Smartphonerei ist die Sucht der Zeit. Permanent bedröhnt mit Mucke und News. Dazu noch diesen überall verfügbaren Zucker-/Süßstoffkram.

Aber das ist ja Jugendschutzproblematik und mithin ganz anderes Feld als Hanffreiheit für Erwachsene.

Legalisieren heißt nicht automatisch freigeben, erst Recht nicht an Kinder und Jugendlichen. Die kontrollierte Freigabe soll Minderjährige schützen, auch für Präventionsaspekte und eingehende Gespräche Konsumenten besser erreichen, Polizei und Justiz ihrer Arbeit entlasten und Bürgerinnen und Bürger entkriminalisieren. Die Droge ist Teil dieser Gesellschaft, sie länger zu verteufeln birgt die Gefahren, denn die schlimmste Nebenwirkung ist die Kriminalisierung selbst .

Eben, viele die Cannabis in meiner Jugend genommen haben sind damit überhaupt nicht klar gekommen und haben schwere Entwicklungstörungen bekommen. Auch muss man dazu sagen, dass das heutige Grass viel höhere THC-Werte hat also zur Zeit der Hippie Bewegung. Und damit extrem wirkt und gefährlich ist.

@Tony Baxter. 259 Kommentare (bisher). Einige stehen entweder neutral zur Freigabe von „Shit“, die anderen wursteln sich mit Argumenten für ein Pro durch, die ich seinerzeit zur Hippie-Zeit gehört habe. Es scheint doch so, dass viele hier so tun, als ob sie gerne als liberal-konservativ gelten würden. In Wirklichkeit sind sie den Linken und Linksgrünen näher, als sie zugeben wollen. Sollte die FDP hier ihr Vorbild sein, weiß man, was von der Partei zu halten ist.
Armes Deutschland!

Nicht alles was die Linken unterstützen muss falsch sein, weil es von den Linken kommt, ebensowenig muss nicht alles falsch sein was von der AFD kommt, weil es von der AFD kommt. Sapere aude!

Wenn Sie jetzt noch die Linke auf Personen wie Frau Wagenknecht und vielleicht Herrn van Aken reduzierten, könnte ich mich mit Ihrer Meinung anfreunden.

Ja genau diese Sorte Linke meine ich.

Der Anstieg wird in dieser extremen Form von Studien zwar nicht bestätigt.

Aber er wäre nur ein weiterer Grund für den kontrollierten Verkauf. Geprüfte Qualität und exakte Angabe der CBD- und THC-Werte. Letztere könnte man ggf. auch begrenzen.

Ansonsten: Sie schreiben selbst von „Jugend“. Jugendliche sollten überhaupt eine Drogen nehmen. Kein Ritalin, kein Nikotin, keinen Alkohol und natürlich auch kein Cannabis. Ich denke, hier sind wir uns einig …

Bitte fallen Sie nicht auf das substanzlose Geschwafel faktenresistenter Prohibitionsapologeten herein. Es ist zwar vollkommen richtig, dass der THC-Gehalt in einigen wenigen Sorten extreme Werte erreicht hat (knapp über 25% THC) Das ist aber aufgrund der Tatsache, dass diese Sorten ein extrem geringes Handelsvolumen haben, völlig irrelevant. Man muss das vollständige Bild betrachten : 1. Erst seit ungefähr der Jahrtausendwende hat der Handel mit Cannabisblüten den Handel mit Haschisch überflügelt. 2. Der DURCHSCHNITTLICHE Gehalt ist seit Jahren konstant bei um die 10% 3. Selbst 1961 hat man in Haschisch regelmäßig Gehalt von über 20% THC gefunden ( der erst seit… Mehr

Entscheidend für die Wirkung ist nicht der THC-Gehalt der Pflanze sondern:
1. die Dosis
2.das Cannabinoidprofil der jeweiligen Hanfsorte oder einfacher das THC:CBD Verhältnis
ein hoher THC-Gehalt ist nicht automatisch gefährlich.
Und Entwicklungsstörungen gibt es sowieso immer wieder mal, gerade in der Pubertät.
Und wer beurteilt das überhaupt? Wenn der Jugendliche keinen Bock mehr auf Leistungsgesellschaft hat, ist das dann schon eine Störung zb. ?
Aber natürlich sollten Jugendliche keine THC-(Dauer)gebrauch praktizieren, das ist bestimmt nichts Positives, was uns Erwachsene in Begeisterung versetzt…ausser sie sind krank…Epileptiker…Krebs usw…

Das ist schon bemerkenswert:
Kaum taucht ein drogenkritischer Artikel hier auf, sinkt das sprachliche Niveau der Kommentare rapide, Unsachlichkeit und reine Emotionalität dominieren, es herrscht eine aggressive Grundstimmung, die Merkelsche Einheitsmeinung wird verbissen verteidigt.
Wer nicht weiß, wo er gerade liest, dürfte auf die „Huffington Post“ tippen.
Für mich diskreditiert sich die Kritik an der Kritik auf diese Weise selbst.

Sie sprechen mir aus der Seele. Wenn ich z.B. nur erwähne, dass ein ehemaliger Mitschüler von einer bekifften Autofahrerin getötet wurde, bricht oft brennender Hass bei Cannabis-Befürwortern durch. Die Opfer von Straftaten und Verkehrsunfällen, die von bekifften Personen begangen/verursacht wurden, werden agressiv beleidigt und herabgewürdigt. „Entspannt“ ist das wirklich nicht…

ach kommen sie…brennender hass…sind für sie alle biertrinker potenzielle Autokiller? Ich halte es eher so, dass man sich nur nüchtern ans steuer setzen sollte. Wer das nicht macht, darf auch gern mit einer saftigen strafe rechnen…da könnte man ruhig schärfer sein…auch bei den wein-liebhabern die dann nur 1 monat fahrverbot bekommen und 2 punkte in flensburg…

Der Artikel ist nicht „drogenkritisch“ sondern rechtfertigt (oder versucht es zumindest) eine inhumane, realitätsfremde und zerstörerische Drogenpolitik mit rhetorischen Mitteln aus der untersten Schublade…da darf man sich dann doch auch mal ärgern…

Rauche jeden Tag einen Joint und der Tag ist dein Freund.
Die Die das verboten haben, sind mit Sicherheit nicht an
Unsere Gesundheit interressiert.Die Parmakonzerne sind
eine der Größten Kriminellen Vereinigungen die es giebt!
Die haben mehr Menschen auf den „Gewissen“als man
meinen könnte.

Also ich bin relativ überzeugt von Cannabis. Hanf ist eine uralte Pflanze mit vielfältigstem Verwendungszweck und ich bin auch nicht der Meinung, dass es das Gehirn matschig macht. Außerdem muss man auch aufpassen, dass die jungen Leute es sich nicht sonst woanders holen. Man kann ganz leicht in deutschen Gro´städten bei Strassendealern an sowas rankommen, ist gar kein Problem. Aber was das dann für ein Zeug ist, ist die Frage. Manche strecken es mit Zucker, Brixx, Vogelsand, Blei (!) um es schwerer zu machen, andere machen etwas Meth dazu um das Suchtpotential und das High zu erhöhen usw. Und diesen… Mehr

Ich bin mittlerweile umgestiegen auf Endocannabinoid (das ist das Cannabinoid, was der Körper selbst produziert). Meine THC-, CB1- und CB2-Rezeptoren arbeiten gut und ich bin natur-stoned. 😉

Ich finde es bemerkenswert, dass mit keinem Wort auf die Opfer der Beschaffungskriminalitaet eingegangen wird. Deren Schutz steht für mich im zweifelsfalle hoeher als der von Abhängigen, denn erstere tragen nun wirklich keinerlei Verantwortung für den Drogenkonsum und dessen Folgen.

Bei „Weed“ gibt es aber in der Regel keine Beschaffungskriminalität, weil der Suchtdruck einfach nicht hoch genug ist.
Cannabis ist schlicht und ergreifend nicht Heroin oder Crack. Körperliche Symptome bei Entzug oder Absetzen bei Langzeitkonsumenten kann es geben, wenn sich das biochemische Gemisch im Körper ändert, geäußert in Form von Schlafproblemen z.B. aber das geht dann nach ein paar Wochen weg. Man muss sich bei Cannabis nicht in seiner eigenen Wohnung verbarrikadieren und mit Krämpfen und Halluzinationen im Bett liegen wie in Trainspotting oder sich prostituieren um seine Sucht zu finanzieren, Sie verstehen?

Ja stimmt schon was sie schreiben…man muss aber auch dazusagen, dass diese Symptome sehr wohl dosis-abhängig sind…also wenn man einen „snoop-dog-mässigen“ verbrauch hat und von 100 auf null gehen würde, dann muss man sich wohl auf ein paar unruhige nächte einstellen 😉

es gibt schlicht keine Beschaffungskriminalität bei Hanfgebrauch…so einfach ist das…das gibt es eher bei anderen Substanzen…

In meiner Jugendzeit habe ich bei einigen Konsumenten anderes beobachtet. Das Geld floss nicht nur in den Joint, aber die Drogen wurden durch Kleinkriminalitaet mitfinanziert. Mein Kommentar war uebrigens pro Legalisierung.

Ergo waren es also kleinkriminelle Jugendliche, die da eben ihren Cannabiskonsum mitfinanzierten, warum hätten sie das auch nicht tun sollen, wenn sie eh schon Kleinkriminelle waren…sagen sie kann es sein, dass sie in ihrer Jugend einfach kleinkriminelle Jugendliche beobachtet haben? Haben die Besagten ihren Bierkonsum etwa auch aus dunklen Quellen finanziert? War das dann auch „Beschaffungskriminalität“?