NetzDG: Viel Petze und viel Hass

Was tun gegen Hetzer wie Petzer im Netz? Bei Facebook wird über Sperrungen in nur 8 Sekunden entschieden - kein Wunder, dass Entscheidungen zu oft falsch sind. Denunziation hat in Deutschland wieder Hochkonjunktur. Tamara Wernli hat ein Rezept dagegen.

 

Deutschland ist zensurfreundlicher geworden. Seit Jahresbeginn ist das Netzdurchsetzungsgesetz (NetzDG) in Kraft, es soll „Hassrede“ in den sozialen Medien eindämmen. Offensichtlich rechtswidrige Inhalte müssen innerhalb von 24 Stunden gelöscht werden, sonst drohen hohe Geldstrafen, so die Ansage.

Und so wird jetzt eben, wie von vielen vorausgesagt, eher zu viel als zu wenig gesperrt: Satirische Tweets, Beleidigungen, abweichende Meinungen. Bezüglich der Sperrregeln herrscht reine Willkür. Bei Twitter etwa schrieb eine Userin: „Idee: Weissen Männern ein Tweetlimit von drei Tweets am Tag geben. Alle Probleme gelöst.“ Ein User kommentierte das so: „Schwarzen Frauen ein Tweetlimit von drei Tweets am Tag geben. Alle Probleme gelöst.“ Beide Tweets wurden gemeldet, ersterer wurde von Twitter für unbedenklich erklärt, der andere wird in Deutschland zurückgehalten.

Gelassen und heiter
Machen wir 2018 zu einem besonderen Jahr
FDP-Generalsekretärin Nicola Beer erklärte in einem NZZ-Artikel, dass Beiträge – zum Beispiel bei Facebook – von Mitarbeitern der Bertelsmann-Tochter Arvato gesichtet werden. „Diese Mitarbeiter sind in der Regel keine Juristen und haben im Durchschnitt nur acht Sekunden um zu entscheiden, ob ein Beitrag gelöscht werden muss“, so Beer. Acht Sekunden? Acht Sekunden reichen nicht mal aus, sich morgens für ein Paar Schuhe zu entscheiden. Dass in derselben Zeitspanne über die Meinungsäußerungsfreiheit von Menschen gerichtet werden darf, verursacht Magenkrämpfe.

Auf der anderen Seite wird viel gepetzt. Twitter muss nicht mitteilen, wer versucht hat, einen Tweet zu löschen, so bleiben Melder anonym. Das verleitet offenbar dazu, selbst Tweets wie jenen der Polizeigewerkschaft Hamburg zu melden: „Studie: Durch Flüchtlinge ist es seit 2014 zu einem spürbaren Anstieg von Gewalttaten in Deutschland gekommen, dies überschattet den eigentlich positiven Trend hin zu weniger Mord, Totschlag und Raubdelikten.“ Fremdenfeindlich? Hetzerisch? Verleumdend? Oder nur der Wahrheit entsprechend? Twitter stufte den Tweet als nicht regelwidrig ein, sperrte ihn nicht. Die Situation ist aber die: Denunzianten haben Hochkonjunktur.

Würde unsere Gesellschaft ganz ohne Zensur im Internet auskommen, oder ist ein gewisses Maß an Kontrolle und Aufsicht sinnvoll? Es gibt durchaus Fälle, wo man der Forderung nach Zensur ein gewisses Maß an Berechtigung nicht ganz absprechen kann. Hierzu ein kleines Beispiel.

In einer Live-Show debattierten anfangs Jahr auf einem kanadischen Youtube-Kanal mehrere professionelle Redner – Repräsentanten der Liberalen, Libertären und Linken – mit Richard Spencer, dem Gründer der Alt-Right-Bewegung. Die Philosophie der Alt-Right ist es, dass die westliche Zivilisation durch die weisse Rasse entstanden ist. Ihre Anhänger sehen die Identität der weissen Bevölkerung durch multikulturelle Einwanderung bedroht und wollen sie verteidigen. Spencer gilt als eine der umstrittensten Personen in den USA, manche bezeichnen ihn als „Nazi-Sympathisant“.

Was Wikipedia damit zu tun hat
Das NetzDG als Kapitulation des Rechtsstaats muss weg
In der rund vierstündigen Debatte stritten die Teilnehmer sachlich und zivilisiert über zeitgenössische Tretminen-Themen wie Genetik, Rasse, Identität und Massenmigration. Verschiedenste Meinungen prallten aufeinander, darunter sehr befremdliche. So spricht sich Spencer etwa für die Gründung eines weissen Ethnostaates aus – die Antwort, wie er das ohne Gewalt zu Stande bringen will, blieb er schuldig. Er ruft zwar nicht rhetorisch zu Gewalt auf – und kann somit auch nicht für Gewalt verantwortlich gemacht werden. Aber er streut Ideen, die durchaus Parallelen zum Nationalsozialismus aufweisen. Mit klugen Argumenten entlarvten die Debattierer diese Ideen als das, was sie sind: Absurd und gefährlich. Und hier kann man sich zu Recht fragen: Sollte man jemanden wie ihm eine Plattform bieten? Eine Plattform für „Nazi-Propaganda“, wie es Kritiker der Show formulierten? Sollte Youtube das Video in Deutschland zurückhalten?

Hier einige Gründe, die pro Sperrung sprächen: Seine Ansichten, ließe man sie gedeihen, könnten bei einigen seiner Anhänger zu Hetze und Gewalt verleiten. Nicht jeder ist reif genug, mit bestimmtem Ideen umzugehen und sie richtig einzuordnen, sie einfach als falsch und absurd abzutun. Die Geschichte hat gezeigt, was Extremisten zustande bringen. Auch könnten öffentliche Debatten wie diese dazu beitragen, dass rassistische Diskussionen gegen bestimmte Gruppen wie Juden oder Schwarze wieder salonfähig würden.

Von den Debattierern schien nämlich keiner dieser Gruppen anzugehören (was ich als Kritikpunkt anmerke), Spencers Ideen hätten somit für sie grundsätzlich keine Konsequenzen. Wie aber würde sich ein Schwarzer oder ein Jude fühlen, würde er mit rassistischen Aussagen konfrontiert, wie etwa jener, dass „Weisse in der Zukunft ihren eigenen Ethnostaat errichten sollten, um die Gesellschaft weiter zu bringen“? Warum und wie soll jemand überhaupt argumentieren bei jemandem, der ihn quasi als „Untermensch“ einstuft, auch wenn er das Wort nicht sagt? Für jene unter uns, die wir von Spencers Thesen nicht betroffen sind, scheint es ein Einfaches, uneingeschränkte Redefreiheit zu fordern, solange wir uns dabei nicht selber emotional investieren müssen. Pro Zensur könnte man auch den Punkt anbringen, dass seine Äußerungen für viele verletzend und beleidigend sind.

Ich bin mir bei diesem Beispiel angesichts der Meinungsäußerungsfreiheit nicht ganz schlüssig. Ich tendiere aber eher dazu, dass ein Redeverbot, oder ein Zurückhalten des Videos nicht richtig wäre. Meine folgenden Argumente gelten nicht für strafrechtlich relevante Äußerungen oder solche, die einen von Aufruf zu Gewalt darstellen, diese gehören selbstverständlich untersucht und entsprechend geahndet.

Pranger
Denunziation als politisches Druckmittel
Die Debatte stieß auf enormes Interesse, es war über weite Strecken weltweit der meistgesehene Live-Video-Stream. In der Gesellschaft ist offenbar ein Bedürfnis vorhanden, ungefilterte, unbeschönigte Meinungen zu heiklen Themen zu hören. In einer Nachbesprechung räumte der Organisator Andy Warski ein, dass das Gäste-Line Up diverser hätte sein sollen. Die große Mehrheit der Reaktionen fiel dennoch positiv aus, „Danke für die offene Debatte, solche schwierigen Diskussionen brauchen wir heute“, las man in den Kommentaren. Den Vorwurf, er habe Nazi-Propaganda eine Plattform geboten, konterte Warski mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung.

Man kann Spencers Thesen verletzend und beleidigend finden – das ist kein Argument für Zensur, denn niemand besitzt das Grundrecht, nie beleidigt oder verletzt zu werden. Man kann seine Ideen für absurd und gefährlich halten – indem man Personen wie ihm aber die Debatte verweigert oder das Video sperrt, ändert man wahrscheinlich grundsätzlich nichts. Gedanken kann man nicht verhindern. Ist es nicht überhebliches Denken, dass eine bestimmte Ideologie durch Zensur gesteuert werden könnte?

Wahrscheinlicher scheint, dass das Gegenteil eintrifft, dass Zensur Leute wie ihn zu „Opfern“ machen würde, zu Märtyrern im Namen der Redefreiheit. Sie werden ihre Vorträge dann eben anderswo halten, Diskussionen in den Untergrund verlagern, wo sie auf keine Gegenargumente stoßen oder mit Leuten streiten, die vielleicht nicht so eloquent sind wie diese liberalen und libertären Speaker, deren Beruf es ist, für ihre politischen Überzeugungen zu debattieren. Offene Diskussionen auf Augenhöhe zwingen Menschen, ihre Gedanken auszuformulieren, das ermöglicht es erst, ihre Ansichten, die sonst unangefochten blieben, argumentativ zu widerlegen.

Und ganz ehrlich: Die Debatte war interessant und unterhaltsam. Es ist erfrischend zuzusehen, wie sich Menschen mit extrem unterschiedlichen Positionen rational einem Thema annähern. Eine reife Gesellschaft sollte dazu eigentlich in der Lage sein. Ansonsten ist es der Tod der Debatten-Kultur.

Das bringt uns zurück zum NetzDG. Hassrede im Internet existiert. Beleidigungen, Vulgärsprache, auch rassistische Bemerkungen, ich treffe es nicht häufig an bei Twitter, aber es ist da – genauso wie im realen Leben, dessen Abbild die sozialen Medien schlussendlich sind. Dennoch: Internet-Debatten oder Tweets zu verbieten, auch wenn sie für manche beleidigend wirken mögen, ist nicht richtig, es ist Bevormundung. Menschen sollen selber entscheiden dürfen, welche Meinungen sie hören und lesen wollen, welche nicht. Es ist absurd, wenn die Politiker sich als moralische Grundinstanz erheben, mit unausgegorenen Gesetzen und anhand ihres subjektiven Empfindens Entscheide für den ganzen Rest treffen. Würde in der realen Welt jeder jeden wegen eines verbalen Ausfalls oder eines verletzten Gefühls bei der Polizei anzeigen, die Gesellschaft verfiele wohl innert kürzester Zeit in chaotische Zustände – sooo weit davon entfernt scheint man in den deutschen sozialen Medien nicht zu sein. Das Gesetz gegen Hass schützt niemanden wirklich vor Hass, aber es schürt zunehmend selbst Hass. Von anonymen Denunzianten gemeldet zu werden, fördert nun mal keine überschwängliche Begeisterung.

Ich hätte übrigens einen Vorschlag für Twitter: Wer mehr als zweimal einen Tweet meldet, der nicht gegen Twitterregeln verstößt, sollte mit einer roten Clownnase in seinem Profilbild gebrandmarkt werden. Keiner mag Petzen.

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Kommentare ( 55 )

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Gegen konkrete Beleidigungen und Gewaltaufforderungen/Anleitungen gibt es Gesetze, die im Falle des Falles Verwendung finden können – aber dann durch die Justiz! Für alles andere muss die absolute Freiheit des ausgesprochenen Gedankens gelten. Sonst kann man die „Demokratie“ gleich vergessen, bzw. man zeigt damit, dass man dem „Souverän“, dem „Demos“ in der „Demokratie“, nicht vertraut, mit dem gesamten Spektrum an Meinungen und Gedanken umzugehen. „Demokratie“ lebt aber davon, dass der Bürger als mündig erachtet wird, die Gesellschaft selbst zu organisieren. Eine Zensur, die aus irgendwelchen Gründen ihm gewisse Dinge vorenthält, vertraut dem Bürger nicht, macht ihn vom „Subjekt“ zum „Objekt“… Mehr

Das kann ich nur bestätigen!
Gestern hatte ich auf einen Post geantwortet, dass die in Deutschland lebenden Libanesen zu 90% auf Hartz IV „angewiesen“ sind – das ist bereits hate speech und ich wurde für 30 Tage gesperrt.
Das bizarre daran ist, dass dies einfach nur der Wahrheit entspricht: https://www.focus.de/fotos/der-hartz-iv-anteil-liegt-mit-90-prozent-bei-libanesen-am-hoechsten_mid_788515.html
Die Realität ist jetzt „HASS“!?

Dass Hatefacts ebenfalls Hatespeech sind, wissen Sie aber schon, oder? Für dieses Mal belassen wir es bei 30 Tagen Twitter-Sperre, das nächste Mal werden wir Sie etwas härter anfassen.

i.A. die Antifa

Haben Sie es nicht gewusst:

„Krieg ist Frieden.
Freiheit ist Sklaverei.
Unwissenheit ist Stärke.“

– 1984 –

Frau Wernli – bestimmt kennen Sie den Spruch „Ich liebe den Verrat, hasse aber die Verräter“. Wird Julius Caeser zugesprochen. Schildert treffend das, was heutzutage auch unter „nützlichem Idioten“ subsummiert wird. Ohne sie geht kaum etwas, speziell in der Politik resp. deren Umfeld…

Wie genau schafft man es, im selben Artikel zu erwähnen, was für horrende doppelte Standards Twitter hat, und am Ende dann dasselbe Unternehmen öffentlich zu Richter und Henker zu erklären?
Nicht genug, dass hier der hirnverbrannte Begriff der „Hassrede“ für real erklärt wird, obwohl er jeder greifbaren Definition entbehrt, nein, man widerspricht sich dann noch selbst, weil so richtig Prinzipien will man dann doch nicht haben, man könnte ja bei den Spinnern, die diesen ganzen Unsinn verzapft haben, in Ungnade fallen und irgendwie will man doch noch zu den Gutmenschen gehören, ja?

Ich bin mir aber immer noch nicht sicher, ob all dieses BlaBla im Internet irgendeine Auswirkung auf das „real life“ haben. Das ist doch eh alles nur eine virtuelle Blase, oder? Gibt es da sachlich fundierte Studien, ob das wirklich so relevant ist? Lassen sich Menschen wirklich (!?) von dem Geschwafel in den sozialen Medien beeinflussen? Ich meine, wird einer sagen wir zum Neonazi, weil er entsprechende Statements auf twitter und facebook liest? Oder ist es nicht eher so, dass Menschen mit bestimmter Einstellung eben ihre Kontakte auswählen und sich dann austauschen? Aber ich gebe zu ich bin hier ziemlich… Mehr

Mal ne schlichte Frage. Herr Kuchlbacher. Wie informieren sie sich denn? Auf welcher Informationsbasis ziehen sie denn Schlussfolgerungen? Etwa durch die Tageszeitung und den ÖR? Sollte das so sein, dann sind sie wirklich ziemlich Naiv. Wie die meisten Menschen in Deutschland. So erklären sich ja auch die Wahlergebnisse. Die besonders Naiven sind allerdings auch die ersten Opfer.

„Gibt es da sachlich fundierte Studien, ob das wirklich so relevant ist?“
Nur durch den Druck dieser sozialen Medien, schafften es die Morde an Maria und Mia überhaupt in den ÖR – beim NetzDG ist es ähnlich.
Ohne facebook und Co. wäre auch die KiKa Propaganda – mir fällt leider keine zutreffendere Bezeichnung dafür ein! – niemals derart öffentlich geworden.

Also in England ist die Polizei rege mit Festnahmen beschäftigt. Wenn sie mal nur bei Kinderschänderringen so eifrig wären. Ein Schelm…

Es gehoert jetzt nicht 100% zum Thema, aber ich kann den Wunsch durchaus nachvollziehen, zumindest den einen oder anderen Staat zu erhalten, der eine ‚weisse‘ Mehrheitsgesellschaft hat, solange es auf der Welt Unterdrueckung durch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gibt – und das gibt es nun einmal in JEDEM EINZELNEN Land dieser Welt.
Was wird denn passieren, wenn fremde Kulturen „uns“ zur Minderheit machen, bleibt die momentane , westliche Demokratie, die hohen Wert auf Schutz von Minderheiten legt, erhalten? Sind sich da alle ganz sicher?

Ein Blick nach Südafrika sollten Ihnen doch ausreichen, oder?
„White South African farmers are several times more likely to be killed than South African police officers or even American soldiers serving in Iraq.“
http://www.wnd.com/2017/07/real-refugees-white-south-africans-facing-genocide/

Ihre Frage läßt sich beantworten: „…Das islamische Recht verpflichtet Muslime in der Diaspora, sich grundsätzlich an die lokale Rechtsordnung zu halten….“ Quelle: Zentralrat der Musime, Punkt 10 http://www.zentralrat.de/3035.php

Diaspora = „ein Gebiet, in dem eine religiöse Minderheit lebt und von einer Mehrheit mit anderer Konfession umgeben ist. Quelle: Google Suche

Sie dürfen sich also die Frage stellen, was ist wenn die „Diaspora“ nicht mehr geben ist….

PS: An die Redaktion, vorherige Antwort bitte löschen!

Ihre Frage läßt sich beantworten: „…Das islamische Recht verpflichtet Muslime in der Diaspora, sich grundsätzlich an die lokale Rechtsordnung zu halten….“ Quelle: Zentralrat der Musime, Punkt 10 http://www.zentralrat.de/3035.php

Diaspora = „ein Gebiet, in dem eine religiöse Minderheit lebt und von einer Mehrheit mit anderer Konfession umgeben ist. Quelle: Google https://www.google.de/search?q=diaspora&oq=diaspora&aqs=chrome.0.69i59l2j0.2653j0j7&client=tablet-android-lenovo&sourceid=chrome-mobile&ie=UTF-8

Sie dürfen sich also die Frage stellen, was ist wenn die „Diaspora“ nicht mehr geben ist….

Twitter scheint jetzt vom Löschen umzusteigen. Ein Projekt in den USA (Veritas noch was, bin jetzt zu faul zum Googeln), das auch schon zeigen konnte, wie das extrem aus dem Ruder gelaufene Russland Bashing in den USA zustande kam, konnte zeigen, dass Twitter vermehrt zu Ghosting oder Shaddow Banning greift. Der Tweet-Schreiber sieht seinen Tweet, aber sonst keiner. Das wird schon seit vielen Jahren „erfolgreich“ in anderen Bereichen (Craigs-List fing vor 5 bis 10 Jahren an) eingesetzt. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es uns in absehbarer Zeit gewaltig auf die Füße fallen wird, dass die USA (Staat) die… Mehr

„Der Tweet-Schreiber sieht seinen Tweet, aber sonst keiner“

– Das macht YouTube auch schon lange so, merken Sie erst, wenn Sie sich ohne Login die Threads unter dem Video ansehen…

Project veritas. Einfach nach veritasvisual auf YouTube suchen. James O‘Keefe hat sich seine ersten Sporen mit Undercoveraufnahmen der Organisation ACORN verdient. Diese Aufnahmen hat er Andrew Breitbart zur Veröffentlichung gegeben. Der hat die Story dann häppchenweise veröffentlicht. Mangels öffentlicher Gelder musste ACORN dann geschlossen werden. Obama war ein Bestbuddy von ACORN.

Wie tief sich diese unselige Denke bereits in unseren Hirnwindungen festgesetzt hat, mag man an der folgenden Äusserung erkennen: „Diese Mitarbeiter sind in der Regel keine Juristen und haben im Durchschnitt nur acht Sekunden um zu entscheiden, ob ein Beitrag gelöscht werden muss“. Das ist doch ein Witz! Welchen Unterschied macht das denn, ob ein Volljurist mit 30 Jahren Berufserfahrung oder ein Baumschulabiturient mit Bordellreferenzen in 8 Sekunden oder in 8 Stunden über die „Zulässigkeit“ eines Eintrags entscheidet? Es mag schmerzhaft sein, unqualifizierte, beleidigende, hasserfüllte und/oder hetzerische Kommentare zu lesen. Keinesfalls kann aber über deren strafrechtliche Relevanz ausserhalb eines ordentlichen… Mehr

Ihr Einwand und Ihr Beispiel laufen leider ins Leere. Würde der Verkäufer der weißen Blätter Ihnen anbieten diese auf seiner Theke mit jedlichen „Unsinn“ auszulegen oder an in seinem Ladenlokal auszuhängen, würde er sich mitverantwortlich machen. Daher haben FB & Co. sehr wohl eine Mitverantwortung für die Kommentare der Nutzer.

Die Vorgabe aber, wann ein Kommentar zu entfernen ist, sollte durch die Justiz gesetzt werden und wenn dafür extra „Schnellgerichte“ geschaffen werden müssten.

Wie ich schon sagte: „Wie tief sich diese unselige Denke bereits in unseren Hirnwindungen festgesetzt hat…..“ Sie scheinen sie ebenfalls schon verinnerlicht zu haben – die Schere im Kopf. Für das, was ich schreibe oder sage, bin ich verantwortlich! Ich, ganz alleine! Nicht derjenige, der „meinen Mist“ öffentlich gemacht hat! Wenn Sie also der Meinung sind Facebook – Twitter, Tichy, achgut, die WO oder der Supermarkt, an dessen Pinnwand ich meine „unsittliche“ Aufforderung geheftet habe – trage eine Mitverantwortung, dann hat sich Maas bereits in Ihrem Stammhirn breit gemacht. Gemeinsam mit Herrn Maas gestehen Sie Twitter und allen Anderen so… Mehr
Die Schließung von „linksuntenIndymedia“, einer linksextremischen Plattform, war vollkommen richtig. Der Betreiber der Seite hat eine ganz klare Mitverantwortung, wenn ihm (dem Betreiber) bekannt ist, dass dort extremitische (im Raumen des Hausrechts) oder strafrechtliche (im Rahmen des Strafrechts) Dinge geschehen. Nämlich diese zu unterbinden bzw. zu melden. Allerdings sa es eher so aus, als würden die (Betreiber) das unterstützen. Würden Sie beispielsweise einen Konzertveranstalter von Mitverantwortung für die Verbreitung freisprechen, wenn bewusst Konzerte von Neo-Nazi-Bands veranstaltet? Der Konzertveranstalter schreibt ja nicht die Texte und singt ja nicht, nach Ihrer Ansicht. Das ist schon etwas merkwürdig. Oder anders: wenn sich Kinder… Mehr
Lange habe ich überlegt, ob ich hierauf nochmal antworte ;-). Hier ist mein Ergebnis: „Die Schließung von „linksuntenIndymedia“, einer linksextremischen Plattform, ….“ Sie haben also beschlossen, Indymedia als „extremistisch“ anzusehen. Da scheiden sich unsere Geister. M.E. kann „eine Plattform“ nicht extremistisch sein. Ihre Inhalte können es sein. Ob sie es denn tatsächlich sind (völlig unabhängig davon, ob Sie oder ich sie so empfinden), ist meiner Meinung nach aber von einem ordentlichen Gericht festzustellen. Bei der Gelegenheit ist dann auch festzustellen, ob die Betreiber der Plattform sich mit der dort veröffentlichten Meinung gemein gemacht haben oder nicht. Diese Feststellungen können rechtswirksam… Mehr

Genau das ist das Problem. Sind Facebook und Co Infrastrukturbereitstelller, wie die Telekom oder Post oder sind es Mediendienste?

Der Sozialdemokrat Max Kegel hat es bereits 1884 auf den Punkt gebracht:
„Verpestet ist ein ganzes Land, Wo schleicht herum der Denunziant.“

Die Äußerungen zum weißen Ethnostaat vom Herrn Spencer kann man ohne weiteres mit sachlichen Argumenten zerpflücken. Zensur bzw. Löschung ist also völlig überflüssig. Mit ideologisch begründeten Pseudoargumenten wie z. b. Nazi oder Nazisympathisant, welche in Wirklichkeit keine Argumente, sondern lediglich Beschimpfungen sind, kann man allerdings nichts ausrichten. Das Problem in Deutschland ist die Unfähigkeit, über das für und wider in der Sache zu diskutieren. Die etablierte schwarz-rot-grüne Politkaste und die Staatsfunker zuzüglich MSM-Printpresse gehen da mit ganz schlechtem Beispiel voran.

Es ist doch positiv, wenn unsäglich dämliche Meinungen wie die von Spencer veröffentlicht werden. Nur dann kann man sie argumentativ zerpflücken. Aber Deutschen ist die Autorität – natürlich nur, wenn es die eigene ist – lieber als die intellektuelle Debatte. Deutsche scheinen ein fast schon erotisches Vergnügen daran zu haben, wenn sie Dinge einfach als tabu einordnen und verbieten können. –
Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, operiert man dabei mit unterschiedlichen Massstäben. Wenn gegen bestimmte Personengruppen gehetzt wird, ist das völlig okay. Für bestimmte andere gilt Artenschutz.