Polarisierung greift ins falsche Regal

Politik ist kein Kramladen für Geschenke. Alle historisch durchaus verdienstvollen Traditionsparteien stehen vor der Aufgabe, Vertrauen wieder aufzubauen, nicht nur Vertrauen in ihre spezielle Kompetenz oder einzelne Personen, sondern in das politische System schlechthin.

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Der Hausarzt weiß das: Senioren leben jahrelang unauffällig im kleinen Kreis von Wohnung, Familie und Nachbarschaft, versorgen sich selbstständig und gewöhnen sich rituell an die kleinen Zipperlein und die enge Umgebung. Aber der Eindruck täuscht. Innerlich werden sie schwächer, „höhlen“ quasi aus, und dann – eines Tages – genügt eine kleine Verletzung beim Zwiebelschneiden, und schon überstürzen sich plötzlich die Befunde. Das System „Körper-Organe-Kreislauf“ bricht kaskadenartig zusammen. Die Ärzte sind hilf- und fassungslos.

Deutschland vor der Zeitenwende
Der Niedergang der Volksparteien
Warum kommt mir bei dieser Geschichte nach den jüngsten Landtagswahlen die SPD in den Sinn? Das kann doch nicht sein! Die Partei, die den Arbeitern im Bismarck-Reich ein soziales Überleben und menschliche Würde erkämpfte. Die Partei eines Otto Wels, der im Todeskampf der Weimarer Demokratie gegen das Ermächtigungsgesetz stimmte, während draußen die Nazischergen auf ihn warteten. Die Partei, die sich in Godesberg einer breiten Wählerschaft öffnete und mit Willy Brandt die neue Ostpolitik durchsetzte.

Die Partei, die in den 1970er-Jahren den Muff der Adenauer-Kiesinger-Ära mit einer modernen Gesellschaftspolitik lüftete. Die Partei, mit der Gerhard Schröder eine blockierte Gesellschaft lockerte und Reformen durchkämpfte, die „den kranken Mann Europas“ auf die Beine brachten und den Sozialstaat vor der Überforderung bewahrten.

Es tröstet nicht, dass sämtliche Sozialdemokratien Europas ihr Schicksal teilen oder vom Wähler schon schlimmer abgestraft wurden. Dies, obwohl doch Kernziele ihres Genoms wie noch nie in der Geschichte auf breiter Ebene verwirklicht wurden. Das Bekenntnis zur Marktwirtschaft, gepaart mit der sozialdemokratischen Überzeugung, dass niemand mit dem gemeinsam Erwirtschafteten durchgehen darf, ist gesellschaftlicher Konsens.

„Niemand liebt dich – wieso ich?“

Offenbar gibt es auf der Sachebene kaum Gründe. Trotz lähmender Selbstfindungsprozesse der Großen Koalition sind Ergebnisse vorzuweisen. Es gibt aber ein Problem ganz anderer Logik. Die Beziehungsebene ist gestört. Man kann machen, was man will, es kommt nicht an. Im Ruhrgebiet sagt man: „Niemand liebt dich – wieso ich?“ Man setzt fleißig Segel, aber es herrscht Flaute. „Als wir unser Ziel aus den Augen verloren hatten, verdoppelten wir unsere Anstrengung“ (Mark Twain).
Kommunikation ist nicht alles, aber ohne sie ist alles nichts. Menschen machen Geschichte. Menschen und das Menschliche, selbst das allzu Menschliche, sind entscheidend. Auch besten Absichten unterstellt man schlechte, wenn man den Boten nicht mag, ihm nicht mehr traut.

Dabei haben Sozialdemokraten doch ein Herz für die Beladenen. Warum haben just sie ein größeres Übersetzungsproblem als andere? Ihre Botschaften zünden nicht. Ihre Selbstbezogenheit irritiert. Das kann nur eines bedeuten: Entfremdung. Entweder man spricht nicht mehr die Sprache der Leute, oder man bietet Lösungen für Probleme, die sie nicht haben, oder ignoriert die, die sie haben. Das begründet das Unverständnis und Misstrauen. Einen Satz höre ich im Volke ständig: „Auf uns hört ja keiner.“ Wenn Volksparteien dem Volk nicht zuhören, hört das Volk auf andere.

Da hilft keine „Wir meinen es doch gut“-Beteuerung. Da hilft auch keine emsige Suche nach Schuldigen. Da hilft nicht, nach jedem Wahldebakel mantrahaft die brutalstmögliche Kurskorrektur zu fordern. „Jetzt muss alles auf den Tisch“, glaubt niemand mehr, wenn tags darauf alles wieder unter dem Teppich landet. Im Albtraum ist es zwecklos, dem Verfolger mit erhöhter Anstrengung entkommen zu wollen. Es hilft nur der Umstieg auf eine andere logische Ebene. Es hilft nur Aufwachen.

SPD im Sinkflug, CDU hinterher
Volksparteien am Ende
Also: Augen auf und durch! Klarer Blick für die Realien. Sagen, was ist. Schluss mit Lagerdenken und Flügelschlagen. Schluss mit Fingerhakeln, eingeübten Intrigen und Ranküne. Ran an die konkreten Sorgen und Wahrnehmungen der Leute: Wohnen, Mobilität, Bildung, Alterssicherung, Klimawandel. Vorwärts durchdenken und aufgreifen. Die begründeten Ängste: Kosten und Folgen der Migration, innere Sicherheit, digitale Revolution, Abstiegsdrohung, Zerfall Europas.

Es geht nicht mehr um Konzepte, die in die Krise geraten sind, sondern um die Krise, aus der sich Konzepte ergeben müssen. Das Konzept gegen Angst ist nicht „Sei offen für Neues und fürchte dich nicht!“, sondern einladende Freundlichkeit, gelebte Zuversicht, mitreissender Schwung, leidenschaftlicher Gestaltungwille, ein „New Deal“ aus realen Elementen mit verlockendem Ziel.

Wem Leidenschaft abhandengekommen ist, der kann bei anderen keine wecken. Die Dinosaurier sind behäbig und traurig geworden. Vor dem Bau eines Schiffes stehen nicht ein Haufen Holz, Eisen und Leinwand, auch nicht ein ödes Geschacher um Posten, sondern die Sehnsucht nach neuen Ufern.

Den Wähler gibt es nicht mehr, der nibelungentreu sein Kreuzchen setzt, wo schon Vater und Großvater es setzten. Historische Verdienste sind ihm schnuppe. Große Namen machen ihn nicht mehr andächtig. Für ihn gilt „hire and fire“. Er fragt nicht nach Zeugnissen, Titeln und Referenzen, aber nach Kompetenzen, er fragt nur noch: „Can you do the job?“ Verkündigungen und Verkünder gibt es im Übermaß – Bindung, Identifikation und Kompetenzzuweisung weniger.

Lust auf charismatische Neulinge

Es gibt eine junge Generation, die für ihre Lebensplanung neue Akzente setzt. Es gibt einen unbändigen Hunger auf interessante Konzeptionen. Wieso sind Christian Lindner und Joachim Stamp eigentlich einsam, wenn sie eine ganze kluge „FAZ“-Seite zum drängenden Thema Zuwanderung abliefern? Wo bleiben andere Kluge, die ihre Konzepte offenlege] Es gibt eine Lust auf charismatische Neulinge, die für Überraschungen gut sind. Es gibt einen Widerwillen gegen leere Worthülsen und selbstgefällige Machtspielchen. Der offenbar nicht altersmilde CDU-Grande Wolfgang Schäuble komponiert auf dem Notenblatt einer Schweizer Zeitung das Halali auf seine Vorsitzende. Deren Fortune zerbröselt. Man ist mitgefangen, will aber nicht mitgehangen werden. Gegen Sigmar Gabriel konnten Journalisten seit Langem die gehässigsten Kommentare und Geschichten bei Parteifreunden abholen. Seine Demontage hat wie Schmierseife auf der Wählerrutschbahn nach unten gewirkt.

Wenn die AfD beinahe 20 Prozent der Wähler mit der Hoffnung, endlich verstanden und angenommen zu sein, bedient, gibt es immerhin 80 Prozent, die davon noch nicht beeindruckt sind. Wer die nicht wahrnimmt, weil er wie das Kaninchen auf die Themen-Schlange der Populisten starrt, verkauft sich unter Wert. Wer die nur verteufelt, die als Problem Empfundenes benennen, stärkt sie. Reale oder gefühlte Probleme suchen Lösungen.

Unruhige Generation misstrauisch

Die unruhige Generation hat Fragen und fordert Antworten. Sie misstraut einem System, bei dem Tricks und Täuschung zum Repertoire des Machterhalts gehören. Sie misstraut auch einem militärisch-politischen Komplex, der mit der Abrissbirne durch die Friedensarchitektur der Welt brettert und an den Pulverfässern zündelt. Sie misstraut zudem einer totalen Industrialisierung und Ökonomisierung aller Lebensbereiche, einer „Elite“, die ihre Gewinne privatisiert und ihre Verluste vergesellschaftet, und einer Globalisierung, die wenigen nutzt und zu vielen schadet.
Die neue Generation besteht nicht aus autistischen Smartphone-Junkies. Sie lebt in vielen Gemeinschaften. Sie ist bündnisfähig mit allerlei Kräften und Gruppen, die für eine wohnliche Zukunft im „Raumschiff Erde“ arbeiten. Sie demonstriert zu Hunderttausenden gegen nationalistische Abschottung. Sie fordert soziale Chancengerechtigkeit, zieht dafür aber nicht mehr rote Socken an.

Diese Generation stürmt auch keine Maschinen, denn sie will eine moderne und leistungsfähige Wirtschaft. Sie bestreitet ihr nicht das Recht, sich im nationalen und internationalen Wettbewerb behaupten zu wollen. Aber sie stemmt die Hacken in den Sand, wenn die Freiheit des Marktes parasitäres Verhalten legitimieren soll oder von Monopolen lächerlich gemacht wird.

CDU/CSU und SPD auf Schrumpfkurs
Den Volksparteien läuft das Volk weg
Wer Sozialpolitik braucht, soll im Bunde sein mit demjenigen, der sie nicht braucht, aber aus Vernunftgründen will und erwirtschaften und bezahlen muss. Beide nämlich wollen in einer Gesellschaft leben, in der es fair und gerecht zugeht. Selbst die Mafia duldet nicht (wie uns der Film-Pate belehrt), dass sich einer mit der Beute aus dem Staub macht. Ich habe häufig mit Studierenden zu reden und zu denken. Deren Pragmatismus ist echt. Zugegeben: Die „Neue Mitte“ war für mich seinerzeit eher Appell als Interpretation. Sie war eine Vision. Heute sitzt sie in meinen Seminaren und Vorlesungen vor mir. Man muss wohl durch eine langjährige Juso-Sozialisation gegangen sein, um das zu ignorieren.

Stramm Parteiliche sind von Natur aus denkfaul. Sie lieben es ordentlich und übersichtlich. Der unbekannte Wähler ist ihr „Projekt“, und er soll in ein Schema passen. In der „Nacht der langen Gesichter“ sind sie enttäuscht, fast beleidigt, wenn er ihnen mal wieder entkommen ist. Er tickt nämlich völlig anders. Er hat zwei, drei oder noch mehr Seelen in seiner Brust und heute eine andere als morgen. Schwarz-Weiß ist ihm lebensfremd. Seine Wirklichkeit hat bunte Farben und gleitende Übergänge. Er lässt sich ungern aufs Hochseil locken, gern aber in eine freundliche Landschaft, in der er sich entfalten und mit anderen unterhaken kann.

Perspektive
Die Grünen als Rote allein zuhaus'
Solche Leute mögen kein ständiges Entweder-oder, sondern ein fehlertolerantes Sowohl-als-auch. Polarisierung greift ins falsche Regal. Sie ist auch nicht volkstümlich. Die Hau-drauf- Sprache mag unterhaltsam sein wie ein Boxkampf, aber die große Mehrheit will nicht dauernd in den Ring. Vielleicht ist sie die oft beschworene neue, alte, linke oder rechte „Mitte“, aber es ist ihr herzlich egal. Schlag nach bei Wilhelm Busch: „Man ist ja von Natur kein Engel, / vielmehr ein Welt- und Menschenkind. / Und ringsherum ist ein Gedrängel / von solchen, die dasselbe sind.“

Die Grünen machen es gegenwärtig vor. Sie setzen neuerdings nicht mehr auf den Reinraum politischer Weltrettung und Bevormundung, sondern machen ein Angebot kleiner Schritte auf dem richtigen Weg und zeigen Lebensfreude. Die Führungsriege scheint sich gegenseitig zu mögen. Ein abwägend nachdenklicher Habeck und eine frische Baerbock haben Besseres und Wichtigeres zu tun, als mit dem Dolch im Gewande herumzulaufen.

Markus Söder war sichtlich erstaunt, als sie ihm nach der Bayern-Wahl nicht mit hämischem Triumph begegneten, sondern problemlösende Gesprächsbereitschaft signalisierten. Plötzlich erschien die Option Freie Wähler (dort ging es sofort um Ministerpöstchen) als Klein-Klein eines alten Denkens und nicht als Aufbruch zu neuen Ufern.

Vielleicht gibt es ehrenwerte Motive

Nicht auszudenken, wenn die SPD-Genossen plötzlich den Grünen oder gar Wählern der CSU und den „Freien“ ehrenhafte Motive unterstellten, anstatt sie als „Gottseibeiuns“ an die Wand zu malen. Das heroisch Luther’sche „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“ ist angestaubt. Wie wäre es mit: „Hier gehe ich, ich kann nämlich auch anders.“

Alle historisch durchaus verdienstvollen Traditionsparteien stehen vor der Aufgabe, Vertrauen wieder aufzubauen, das sie vergeudet haben; nicht nur Vertrauen in ihre spezielle Kompetenz oder einzelne Personen, sondern in das politische System schlechthin. Das nämlich ist kein Kramladen für Geschenke und schon gar kein Tempel für den Gott des Gemetzels, sondern eine moderne und intelligente Methode wahrheitssüchtiger Kommunikation. Das nennt man auch Aufklärung. Die ist eine Mischung aus Wahrheitsliebe und Popularisierung. Sie wurde mühsam erkämpft, und wir wollen sie behalten.


Bodo Hombach organisierte die wiederholte sozialdemokratische Mehrheit unter Johannes Rau, den erfolgreichen Bundestagswahlkampf von Gerhard Schröder und war Chef des Kanzleramtes, Sonderkoordinator des Stabilitätpakts in Brüssel und Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe. Er ist Präsident der Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik in Bonn (BAPP).

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Kommentare ( 106 )

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Mir verkleistern Sie nicht die Augen Herr Hombach,
Sie sind Fleisch vom Fleische der Zeitgeist SPD welche zu recht ihrem Untergang entgegen torkelt.

SPD + Grüne haben jegliche Berechtigung verloren, sich als Volksvertreter zu bezeichnen.

Sie haben Deutschland (und Europa) an die Wand gefahren und jetzt kommen sie wieder, diesmal in der Person von Bodo Hombach, um Pluspunkte zu sammeln. Für Sie und Ihre Partei wird es keine Pluspunkte mehr geben, nur noch die Verbannung von der politischen Bühne.

Sie und Ihre Agenda Politiker haben nur noch eine Chance und die heißt:

ENTSCHÄDIGUNGSZAHLUNGEN

Ich gehe in den meisten Punkten mit Ihnen konform, Herr Hombach. Auch in der Beschreibung, was sozialdemokratische Politik einmal war. Dummerweise ist die SPD von sozialistischen Träumern übernommen worden. Es gibt dort kaum noch Sozialdemokraten. Ansonsten würde ich widersprechen, daß der Klimawandel eine echte Sorge der Menschen ist. Der ist nur eine echte Sorge für Menschen, die sonst keine haben (und damit nicht SPD-Wählerschaft). Für den Rest ist es eine indoktrinierte Sorge. Und genau dieses Thema, mit dem sich die SPD an die Grünen gekettet hat, ist einer der großen Sargnägel der SPD. Denn v.a. mit der „Klimasorge“ wird seit… Mehr
„Die neue Generation besteht nicht aus autistischen Smartphone-Junkies. Sie… …demonstriert zu Hunderttausenden gegen nationalistische Abschottung.“ Leider kann ich die „neue“ Generation nicht so positiv sehen wie Bodo Hombach. So, wie die Parteien Lösungen anbieten für Probleme, die wir gar nicht haben, demonstriert sie zu Hunderttausenden gegen Mißstände, die wir gar nicht haben. Um beim Beispiel zu bleiben: Wer will nationalistische Abschottung? Zwar begegnet mir diese Behauptung fortwährend, aber bitte: WER genau will das eigentlich? Ich kenne niemanden. Natürlich zielt es auf die AfD, nur eine der vielen Verunglimpfungen. Möglicherweise gibt es den einen oder anderen in dieser Partei, der sich… Mehr
„Aha, sie sind also gegen die EU? Wollen sie denn (wieder) eine nationalistische Abschottung? Ist es schon wieder soweit?“ Diese Frage, die gleichzeitig auch schon eine Antwort impliziert ist eine Standardfloskel der linksgrünen Meinungsmacher. Wenn man nicht gleich die Nazikeule auspacken möchte, benutzt „man“ dieses Satz als Vorspiel. Das ist die packende Logik eines Verkehrspolizisten der sie nach dem „Lasern“ fragt, warum sie denn zu schnell gefahren sind. Sie haben da doch einen so schönen Tacho im Wagen. Haben Sie da etwa nicht hingesehen? Können sie vielleicht schlecht sehen? Vielleicht haben Sie Medikamente oder Drogen genommen? Wie konnte das passieren?… Mehr

„Aha, sie sind also gegen die EU?…“
DAS sagen sie ja eben nicht, sondern: „Aha, sie sind also gegen EUROPA?…“
Anfangs glaubte ich, dass sie etwas verwechseln, heute weiß ich, es ist pure Infamie und Teil des Plans.

Ich greife mal einen sysmptomatischen Satz heraus. „Ran an die konkreten Sorgen und Wahrnehmungen der Leute: Wohnen, Mobilität, Bildung, Alterssicherung, Klimawandel.“ Sehr konkret gehören dazu: „Massenzuwanderung, explodierernde Ausländerkriminalität, signifikantes Schwinden der deutschen Kultur und Sprache, Energiewende, Dieselkrise, Kohle und Atomausstieg als gefährliche Kostentreiber und Wohlstandsgefährder, sowie der pathologische Kampf gegen „Rechts“, der unbescholtene Bürger zu Extremisten erklärt, UND nicht zuletzt die Globale Omerta im Zusammenhang mit dem Begriff ÜBERBEVÖLKERUNG!!!“ Stattdessen erklären Sie, das der Bürger den Klimawandel „wahrnimmt“!?! Echt jetzt??? Was der Bürger wahrnimmt, ist nicht der „Klimawandel“ selbst, schon gar nicht der „menschengemachte“ sondern das Trommelfeuer der Propaganda, das… Mehr

Lieber Udo Kemmerling, dieser Kommentar steht nicht nur für die SPD, sondern stellvertretend für die gesamte Bundesregierung und ihre Fraktionsmitglieder. Da werden (ungelöste) Probleme als Ursache ausgemacht, die eigentlich nur Folgen weitaus größerer Probleme sind. Die Altparteien-Mitglieder sind absolut unfähig die Realitäten zu erkennen und genau deshalb werden sie Richtung austauschbare Bedeutungslosigkeit taumeln. Und wer meint, der Tiefpunkt der Zustimmung wäre bei Wahlen erreicht, hat noch immer nicht verstanden.

Danke für diesen Kommentar!

Sie sagen es!

Solange die SPD sich nicht als Vertreter ihrer ehemals zahlreichen Wähler sieht, sondern weiterhin als Patron einer in unzählige zu vertretende Minderheiten atomisierten Gesellschaft, solange in der SPD Vertreter genau dieser Minderheiten die Richtung vorgeben, solange SPD Politik frei von rationalem Handeln und voll von Gefühlsduselei und halsstarriger Ideologie ist, solange wird diese Partei keinen ihrer ehemaligen Wähler wieder zurückgewinnen können. Das Thema Gerechtigkeit und Soziales von einer SPD zu hören, die selbst Medienkonzern ist und den Bürger damit manipulieren möchte, ist vollkommen ausgelutscht. Ohne Vernunft gibt es kein intelligentes Leben und die SPD ist eine Partei ohne Vernunft geworden,… Mehr
Was für ein schräger Text. Genosse Hombach, Du selbst hättest dem Gerd seinerzeit vielleich einmal stecken sollen, dass er die Agenda 2010 und ALG II besser nicht im Brioni-Anzug verkündet und Businesskasper wie Bury nicht auf der Regierungsbank Platz nehmen lässt. Genossen wie Du habt die WASG mitgegründet und einen großen Teil der Gewerkschafter aus der SPD getrieben. Und jetzt: immer noch kein klares Wort zu den Fehlern und Folgen der Migrationspolitik der letzten drei Jahre insbesondere für den „kleinen Mann“, stattdessen ein oberflächliches Lob der Grünenspitze. Geht es Dir um eine Belebung der SPD oder um deren Überweisung ins… Mehr
Natürlich kann man (und muss auch vielleicht) die Dinge so sehen, wenn man wie Herr Hombach SPD-Parteigänger ist. Als Parteiloser und daher eher unabhängig denkender Mensch stellt sich die Lage der SPD für mich anders dar. Die SPD hat ihre Anhänger in der sozialen Frage verraten. Denen ging es durch die SPD-Politik nicht besser, sondern immer schlechter. Gleichzeitig vergrätzte die Anhänger die Fokussierung der SPD weg von den deutschen SPD-Wählern hin zur umfassenden Fürsorge für alle Arten Einwanderer, legal oder illegal, während sich die eigenen notleidenden Leute weiterhin mit Flaschen sammeln und durch die Tafeln durchs Leben schlagen müssen. Gabriel… Mehr
Seltsamer Artikel. Angefangen mit einer Lobhudelei auf die SPD hatte ich mir gedacht, OK da schreibt ein Riesenfan von der SPD, der extrem begeistert ist von Ihr. An Anfang dann auch ein paar nette Punkte, dass man über die Probleme sprechen soll und Sie nicht unter den Tisch kehren soll. Bis zu dem Punkt mit den realen Probleme und den begründeten Ängsten: Kosten und Folgen der Migration, innere Sicherheit, digitale Revolution, Abstiegsdrohung, Zerfall Europas. Ab da hab ich dann aufgehört weil das doch wieder nur die alte Leier ist, wir müssen es den Leuten nur besser erklären. Nein, mir brauchen… Mehr

Zitat:
„[…]Ein abwägend nachdenklicher Habeck und eine frische Baerbock haben Besseres und Wichtigeres zu tun, als mit dem Dolch im Gewande herumzulaufen.[…]“

Danke, endlich hat TE auch eine Humor-Seite.

Ein Kinderbuch-Poet mit 3-Tage-Bart und eine alberne Polit-Göre, die den Strom im Hetz speichern will.

Ich habe gehört, die Baerbock hätte so einiges an Wechselstrom sauber in Kartons gefaltet und in den Keller gestellt, für schlechte Zeiten.

Auf diese Seite gehört auch die Behauptung, das politische System sei eine „moderne und intelligente Methode wahrheitssüchtiger Kommunikation“.

alles wird gut, die neuen Grünen machen das schon, amen

Vielleicht ja zusammen mit der SPD, wie Herr Hombach sich das so vorstellen könnte.