In der EU wächst der Widerstand gegen die Schuldenunion

Gestern forderte Emmanuel Macron in flammender Rede vor dem Europa-Parlament die „Wiedergeburt Europas“ und ein Schließen der Kluft zwischen Nord- und Südeuropa. Deshalb ein nüchterner Blick auf die wirklichen Ziele und Risiken der „Vertiefung“.

© LUDOVIC MARIN/AFP/Getty Images

Hinter den europäischen Kulissen bahnt sich eine heftige Kontroverse über die von Macron vorgeschlagene Neuausrichtung der EU an. Der Widerstand gegen den unter dem Deckmantel der „Vertiefung“ und „Solidarität” geplanten Marsch in die Schuldenunion nimmt nicht nur in Deutschland zu.

EU in den Medien

Die European Constitutional Group, ein renommierter Zusammenschluss europäischer Ökonomen, hat den Ratspräsidenten der Europäischen Union offiziell davor gewarnt, die Vorschläge der EU- Kommission zur „Vertiefung“ der Wirtschafts- und Währungsunion in die Tat umzusetzen, weil sie nur Fehlanreize für die Regierungen und Banken bewirken würden. Außerdem kritisieren die Volkswirtschaftsprofessoren die Absicht Junckers, potenzielle Neumitglieder durch zusätzlich bereitzustellende Finanzhilfen zum EU-Beitritt zu motivieren. Eine weitere Aufweichung der ohnehin nicht hinreichend strikten Konvergenzkriterien für Beitrittskandidaten sei prinzipiell nicht sachgerecht.

Merkelismus
Die EU am Scheideweg
Erstaunlicher- oder bezeichnenderweise ist dieser international verfasste Aufruf zur Einhaltung der ursprünglich vereinbarten EU-Prinzipien von den deutschen Medien kaum beachtet worden. Ohnehin erscheint die öffentliche Diskussion über EU- und Euro-Themen hierzulande merkwürdig verklärend, genormt und limitiert, als gäbe es in manchen Redaktionsstuben eine Art von stillschweigendem Konsens im Sinne einer vorwegeilenden Akklamation und Problemvernebelung. Außerdem pflegt man vor allem in öffentlich-rechtlichen Medien das Ritual, Kritiker der völlig entgleisten Euro-Rettung sowie Mahner zur Einhaltung der Maastricht-Verträge pauschal als „Europa-Gegner“ zu diffamieren. Damit werden die Tatsachen und Inhalte auf den Kopf gestellt. Denn die, die sich für die konsequente Beachtung der vereinbarten Spielregeln einsetzen, dürften sich letztlich als die wahren Freunde einer dauerhaften europäischen Einigung erweisen. Daher sollten ihre Argumente der Bevölkerung nicht vorenthalten werden.

Schwere Geburt

Schon die politische Vorbereitung der Währungsunion in Deutschland war geprägt durch fragwürdige Machenschaften. Obwohl die große Mehrheit der Bevölkerung unstrittigerweise eindeutig gegen eine Aufgabe der DM war, ist dieses Projekt vor allem von Helmut Kohl („Der Euro ist eine Frage von Krieg und Frieden“) und dem damaligen Finanzminister Theo Waigel mit aller Macht durchgeboxt worden. Ob es sich hierbei wirklich um ein Zugeständnis Kohls an den französischen Präsidenten Mitterrand für dessen Billigung der Wiedervereinigung gehandelt hat, werden Historiker nach Öffnung der Geheimakten herauszufinden haben.

Ouzo für alle
Das deutsche 900 Mrd. Euro-Risiko
Von höchster Bedeutung zur Überzeugung namhafter Gegner wie Edmund Stoiber und Kurt Biedenkopf sowie zur Überwindung der Widerstände in der breiten Bevölkerung war seinerzeit die Herbeiführung einer Art Unbedenklichkeitserklärung durch die Deutsche Bundesbank, die zuvor insbesondere die Aufnahme Italiens und Belgiens wegen deren hoher Staatsschulden beanstandet hatte. Die FAZ hat kürzlich berichtet, dass die gewünschte Formulierung „Die Währungsunion ist stabilitätspolitisch vertretbar“ nach einer sechzehnstündigen, offenbar sehr kontrovers geführten Sitzung des Zentralbankrats erst nachträglich in die offizielle Stellungnahme eingefügt worden sei. Damit war der Widerstand weitgehend gebrochen. Am 1. Januar 1999 startete die Währungsunion mit elf Mitgliedern, darunter Italien. Schon damals wurde auf den Beitritt Griechenlands gewettet, der ja dann 2001 – nach Vorlage gefälschter Haushaltsstatistiken – erfolgt ist.

„Zerreissprobe“

Im Juni 1992 haben 60 bekannte Wirtschaftswissenschaftler, darunter der frühere Superminister Karl Schiller, mit der Vorlage ihres Manifestes „Die EG-Währungsunion führt zur Zerreissprobe“ aus heutiger Sicht seherische Qualitäten bewiesen. Im Februar 1998 folgte ein weiterer, diesmal von 160 Professoren unterzeichneter Aufruf mit der Überschrift „Der Euro kommt zu früh“. Die seinerzeit vorgetragenen Befürchtungen sind mittlerweile von den Realitäten übertroffen worden. Im Mittelpunkt stand damals wie heute die Sorge, die Gemeinschaftswährung werde sich letztlich zur Transfer- und Haftungsunion entwickeln. Davon völlig unbeeindruckt stellte die CDU auf Plakaten zur Europa-Wahl 1999 die rhetorischen Fragen: „Was kostet uns der Euro? Muss Deutschland für die Schulden anderer Länder aufkommen?“, um diese dann nachhaltig so zu beantworten: „Ein ganz klares Nein! Der Maastricht-Vertrag verbietet ausdrücklich, dass die EU oder die EU-Partner für die Schulden eines Mitgliedslandes haften.“

„Whatever it takes“

Unter der Überschrift Euro-Rettung sind nach der Schuldenkrise bekanntlich vielfältige Hilfsprogramme gestartet worden, um die EU-Schuldenländer über Wasser zu halten. Später stieg die EZB in den systemwidrigen Ankauf von Staatsanleihen ein. Im Jahr 2012, als die Euro-Krise kurz vor der Explosion stand, übernahm Mario Draghi de facto eine Haftung für alle Staatsschulden der Mitgliedsländer („Whatever it takes“). Seit 2015 hat die EZB für mittlerweile 2,5 Billionen Euro mehr oder weniger faule Anleihen gekauft und sich damit – unter Verletzung des Maastricht-Vertrags – in die Abwärtsspirale einer monetären Staatsfinanzierung begeben.

Neuer Sand im Brüsseler Getriebe
EU und Euro-Zone nach der Italien-Wahl
Am Rande: Die Bundesrepublik haftet – ihrem EZB-Anteil von 27 % entsprechend – aktuell mit etwa 675 Mrd. Euro. Rechnet man die Target-2-Risiken hinzu, so stehen derzeit für Deutschland fast 1,6 Billionen Euro im Feuer. Hinzu kommen die kaum noch überschaubaren Beiträge für die „Griechenland-Rettung” und den „Stabilitäts- Mechanismus“. Nur zum Vergleich: Der Bundeshaushalt 2018 sieht Ausgaben von 337,5 Mrd. Euro vor. Ein einigermaßen erträglicher Ausweg aus dieser Misere ist derzeit kaum erkennbar. Die Bundesregierung hält die Euro-Krise übrigens – zumindest offiziell – für weitgehend gelöst.

„Keine Alleingänge“

Mittlerweile haben sich mit der Slowakei und Tschechien zwei weitere Staaten der von acht nordeuropäischen Ländern gebildeten Initiative angeschlossen, die französisch-deutsche Alleingänge zur „Vertiefung“ der Wirtschafts- und Währungsunion verhindern will. Nicht nur das Vorpreschen von Macron hat in diesem Sinne offenbar für Beunruhigung gesorgt, sondern auch der schwarz-rote Koalitionsvertrag. Vor allem der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat klare Grenzen der Belastbarkeit aufgezeigt. Das gilt für die geforderte Erhöhung des EU-Haushalts und die Überführung des Rettungsschirms ESB in das Gemeinschaftsrecht ebenso wie für die Implementierung eines europäischen Finanzministers mit eigener Budgethoheit.

METZGERS ORDNUNGSRUF 3-2018
Target2: Italiens "goldene Kreditkarte"
Stattdessen pocht Rutte auf die strikte Einhaltung des Stabilitäts- und Währungspakts durch alle Euro-Länder. Und mit Blick auf den zunehmend eigenmächtig agierenden Juncker mahnt der Niederländer an: „Die Kommission soll den EU-Mitgliedern dienen, nicht umgekehrt.“ Der für Klartext bekannte Ökonom Hans Werner Sinn hat schon 2017 darauf hingewiesen, dass es sich bei der sogenannten Fiskalunion um nichts anderes handele als eine Transfer- und Schuldenunion. So bedeute die von Macron vorgeschlagene Bankenunion, dass die nördlichen Euro-Länder, also vor allem Deutschland, in den südlichen Ländern und in Irland Sicht- und Spareinlagen in Höhe von 3,69 Billionen Euro abzusichern hätten.

Gegenbewegung im Bundestag

Während die neue Bundesregierung noch belastbare Festlegungen in Sachen Reformen vermeidet, stellt man sich derzeit ganz neu auf in EU-Europa. Der Widerstand gegen die von Macron und Juncker angestrebte Transfer- und Währungsunion wächst. Das gilt auch für die CDU. Führende Haushaltspolitiker der Bundestagsfraktion sind mit einem Positionspapier deutlich auf Distanz gegangen. Die Kritik wendet sich vor allem gegen die Umwandlung des „Europäischen Stabilitätsmechanismus“ (welch eindrucksvolle Wortschöpfung!) in einen Europäischen Währungsfonds (EWF) mit deutlich weiterreichenden Rechten und Eingriffsmöglichkeiten. Damit würde sich die EU-Kommission ein zusätzliches Instrument zur massiven, von den nationalen Parlamenten nicht mehr zu kontrollierenden Umverteilung schaffen. Abzuwarten bleibt, ob die parteiinterne Opposition Bestand haben wird.

Weiteres Not-Opfer für Griechenlands Lebensstil
Griechenland-Retterei: Schweigen und zahlen
Allzu lange hat der Deutsche Bundestag in demokratisch fragwürdiger Weise die in Brüsseler Nachtsitzungen entwickelten Euro-„Rettungsprogramme” nahezu widerstandslos abgenickt. Es wird Zeit, dass das Parlament seine verfassungsmäßigen Rechte und Pflichten wieder selbstbewusst und vollumfänglich wahrnimmt. EU- Haushaltskommissar Günther Oettinger hat bereits seine widerspenstigen Parteifreunde wissen lassen, sie gefährdeten „den Aufbruch für Europa“. Auf Sicht wird es Frau Merkel nicht mehr allen Recht machen können. Auch das bisherige Verfahren der Konfliktlösung via Bundeshaushalt ist längst an seine Grenzen gestoßen. Ein Weiter-so im Sinne von faulen Kompromissen und vollendeten Tatsachen ist kaum vorstellbar. Die Stunde der Wahrheit kommt.

Rückbesinnung auf Maastricht

Die alte Mär, dass Deutschland am meisten vom Euro profitiere, taugt angesichts der bereits getätigten finanziellen Engagements zur „Euro-Rettung” und vor dem Hintergrund der Target2-Risiken nicht mehr als Rechtfertigung für immer weitere Zahlungen. Wer das verkennt, unterschätzt die Wirkungsmacht einer proeuropäischen Bevölkerungsmehrheit, die sich allerdings eine Rückbesinnung auf die mittlerweile zur Disposition gestellten Grundsätze von Maastricht, Lissabon und Schengen wünscht. Die langjährig praktizierte Masche, Kritiker der permanenten Vertragsverletzungen in die Ecke der Europa-Feinde zu stellen und so mundtot zu machen, funktioniert nicht mehr. Die bisherigen Schwarz-weiß-Schemata der politischen und medialen Keulen-Argumentation reichen nicht mehr aus.

Wer den Reform-Begriff irreführend nutzt, um damit eine weitergehende Übertragung nationaler Rechte auf Brüssel sowie eine Vergemeinschaftung der Schulden mit der Fixierung Deutschlands als Hauptzahlmeister zu kaschieren, wird sich der Mühe unterziehen müssen, gute Argumente zu liefern. Die Bürger möchten schon wissen, warum sich die EU nicht zunächst einmal auf die Einhaltung der gemeinsam beschlossenen, vernünftigen Spielregeln besinnt, bevor die finanzielle Selbstbedienung der Schuldenländer unter dem Deckmantel der „Vertiefung“ und „Solidarität“ zum vertraglichen Normalzustand wird.

Unternehmer Dietrich W. Thielenhaus kommentiert aktuelle Entwicklungen in Politik, Wirtschaft und Geldanlage.

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Kommentare ( 183 )

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2013 ergab eine EZB Studie:“ EZB-Umfrage : Deutsche sind die Ärmsten im Euroraum“ http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/armut-und-reichtum/ezb-umfrage-deutsche-sind-die-aermsten-im-euroraum-12142944.html Merkel sagte, dass in der Studie das deutsche Rentensystem nicht berücksichtigt wurde und rechnete die Deutschen mit ihren Rentenansprüchen reich. Merkel war beim Volk beliebt. 2017:“Studie der EZB Die meisten Deutschen besitzen weniger als andere Europäer. er mittlere Haushalt sammelt hierzulande ein Nettovermögen von 60 000 Euro an, deutlich weniger als der Durchschnitt der Bürger von 18 Euro-Staaten. Weil das mittlere Vermögen auch in allen Euro-Krisenstaaten höher ausfällt, könnten die Ergebnisse der EZB-Studie vor der Bundestagswahl 2017 scharfe Kontroversen auslösen.“ http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/studie-der-ezb-die-meisten-deutschen-besitzen-weniger-als-andere-europaeer-1.3308252 Merkel wurde wieder gewählt. Merkkel… Mehr

Sollte die gemeinsame Bankeneinlagensicherung kommen (und vom BVG durchgewinkt werden, was reine Formsache ist), was faktisch die direkte Haftung Deutschlands für die Pleiteländer im Süden bedeuten würde, werden viele Reiche, aber auch viele Unternehmer massiv Kapital aus Deutschland abziehen und in die Schweiz und andere Länder (USA, CDN, AUS) verlagern. Die 10% Reichsten besitzen über 70% des Gesamtvermögens. Der Schaden wird gewaltig und die Folgen werden dramatisch sein, ich rechne mit mehr als einer Billionen Euro. Deutschland hätte endgültig jedes Vertrauen in seine wirtschaftliche Glaubwürdigkeit verspielt.

Die EU – das neu erwachte römische Reich – schlingert dahin, wo Deutschland Anfang der 1930er Jahre landete. Der Ruf nach dem starken Mann liegt bereits in der Luft. Es fehlt nur noch der große Wirtschaftscrash und der islamische Terror in unseren Städten um den europäischen Diktator an die Macht zu spülen.
Verrückte Vorstellung? Ja, so wie in den goldenen 20ern.

In den 20-ern waren aber nicht Millionen ungebildeter, respektfordernder parasitärer krimineller und unkultureller minderbemittelter figuren im Land

Wir haben doch schon eine Transferunion und wir haben bewiesen, dass wir es nicht können. In Deutschland nennt sie sich Länderfinanzausgleich. Die Schuldenländer haben sich doch schon darauf eingestellt, dass sie das Geld von den anderen Bundesländern bekommen, auch wenn sie sich nicht bemühen, ihren eigenen Haushalt in Ordnung zu bringen. Und der Staat hat sich damit abgefunden, dam macht es auch nichts, wenn der Finanzausgleich immer höher wird. Was im Kleinen nicht funktioniert, wird erst recht nicht im Großen funktionieren. Der Staat soll erst mal im eigenen Land für Ordnung sorgen, bevor man von Königin von Europa träumen kann.… Mehr

Wie im Kleinen, so im Großen. Genau so ist es. Mit billigem Geld und sicheren Rettungsschirmen (sollen ja jetzt noch ausgeweitet werden!) kann jeder Pleitestaat weiterwursteln wie bisher. Wozu sich anstrengen mit unpopulären Reformen, solange die Druckerpresse zuverlässig läuft … Jetzt fehlt nur noch die europäische Sozialuni0n, dann braucht sich auch keiner mehr um seine maroden Sozialsysteme selbst kümmern …

Alle machen eigennützige, an nationalen interessen ausgerichtete politik. Nur Mutti nicht. Ist aber normal. Die deutschen lassen keine gelegenheit aus, sich am nasenring durch die manege ziehen zu lassen. Klatschen sogar noch und freuen sich ganz doll.

Macron’s Idee ist so etwas wie die Flucht nach vorn. Eine Vergemeinschaftung der Schulden ist so was in seinen Augen wie ein letzter Versuch, die bröckelnde EU zur Gemeinsamkeit zu zwingen. Der Brexit hat die EU traumatisiert. Auch die Aufnahme der Balkanstaaten, die Anreiner rund uns Mittelmeer, wo sich finanzielle Katastrophen anbahnen, sind sowas von einer unbrauchbaren Schnapsidee, dass man alles tun muss, das zu verhindern. Auch hier geht es um Geopolitik. Man erinnere sich: „Der böse Putin…“ Das Gleiche gilt für die Samthandschuhe, mit denen man mit dem Diktator Erdogan umgeht. Wenn Macron durchkommt, dann wird es so teuer… Mehr

RAUS AUS EUROland!!!!

Sie sind hoffentlich auch bereit, den Preis dafür zu zahlen …

Und der wäre ihrer Ansicht nach?

Die Target2-Salden (ca. 900 Mrd.Euro ) und die griechischen Bürgschaften (aktuelle Höhe kenne ich nicht; um die 400 Mrd.?) wären dann in der einen oder anderen Form fällig.

Stimmt nicht ganz, aber ca. ein Viertel davon. Aber dieses Geld steht, da es erst in zig Jahren fällig gestellt werden kann (was auch nie passieren wird) eh nicht zur Verfügung. Insofern: Besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Allerdings mißbmsn da nicht aus dem Euro oder der EU austreten. Es reicht, sich Macrons Plänen zu verweigern und weitere Zahlungen an den Süden zu verweigern. Dann implodiert das Ganze von allein und eine leistungsfähige Kern-Eurozone bliebe übrig.

Naja, wie man so sieht,
sind Merkel und Scholz schon merkwürdig reserviert.
Gegenüber Macron …..

Nun, dieses Schulden-gewöhnte Deutschland hat
die Kanzlerin schon mal auf Kurs gebracht.
Neuverschuldung ist heute unerwünscht.
Sogar beim Finanzminister Scholz….
na, sowas!!!!…. ausgerechnet ein Sozi???
Odda liegt es nur schlicht daran, daß auch ein
Finanzminister Scholz die Zustimmung des Bundestages
braucht.
Und da ist Scholz auf „verlorenem Posten“…..
Union und FDP haben mehr Stimmen als
rot-rot-grün zusammen….
Und die AfD dürfte wohl nicht „Scholz“-kompatibel sein.

Steht nur nicht so in den Zeitungen…..

Den Preis zahlen wir so oder so. Er wird mit der Zeit nur leider immer höher!

Die schleichende Geldentwertung war schon immer
sehr hilfreich. Nicht so für Deutschland.
Nicht umsonst gelten die MED-Länder lt. der EZB
als „reich“. Deutschland steht da an letzter Stelle.
So was abba auch.
Mit der Zeit wird’s also nur noch „billiger“……
So das Credo der Cash-Ökonomie.

JA, das bin ich !
Und ja, es wird mit Sicherheit für eine gewisse Zeit ( 5 Jahre ?) Verwerfungen geben, aber die Deutschland hat mehr als einmal bewiesen, dass es mit neuen Rahmenbedingungen zurecht kommen kann….. ich persönlich wäre auch bereit, ein Opfer zu bringen um diesem EU / EURO / unkontrolliertem Masseneinwanderung Wahnsinn zu entkommen ….

Leider ist das nur eine Einzelmeinung ……

Und es wird und muss noch alles VIEL schlimmer kommen, damit der deutsche Schlafmichel endlich aufwacht …… und dann werden wir aufrechten Bürger aufstehen, uns unser Land zurückholen und wieder aufbauen !

Der Preis wird eine Wirtschaftskrise gigantischen Ausmasses sein: Zusammenbruch der innereuropäischen Lieferketten, Zusammenbruch vieler Unternehmen, Millionen von Arbeitslosen etc. Das dürfte alles weit jenseits unserer Vorstellungskraft liegen. Der Euro ist ja mitnichten ohne Probleme, aber wer so leichtfertig vom Austritt daher redet, sollte sich wenigstens einmal mit den nicht unerhbelichn Konsequenzen auseinandersetzen und im Zweifel auch bereit sein, die eigene lang anhaltende Arbeitslosigkeit in Kauf zu nehmen. Ich denke, es lohnt in jedem Fall, über intelligentere Möglichkeiten nachzudenken. Dazu gehört möglicherweise auch, die eigene Ideologie über Bord zu werfen und nach einem Modell zu suchen, dass von allen (!)akzeptiert wird… Mehr

Welches Modell soll das denn sein, Herr Jung? Wenn es das von Hans Werner Sinn ist: D’accird. Was die „Lieferketten“ und Handelsbziehungen betrifft: Die werden auch nach dem Euro-Austritt der jeweiligen Länder nicht einfach verschwinden. Und die Arbeitslosigkeit würde zumindest in den Ländern der „Südschiene“ eher abnehmen als steigen, da deren Währungen dann abwerten und einheimische Unternehmen ihre Wettbewebsfähigkeit zurückerlangen könnten.

Entweder sind sie naiv, oder haben einfach keine Ahnung. Ich habe zur Zeit der EWG gelebt, und da war überhaupt kein Problem zu sehen. Italien und Frankreich haben entweder abgewertet oder eine Währungsreform gemacht. Turbulenzen beim Ende des Euros wird es geben, nach 6 Monaten läuft alles wie vorher. Modelle dazu gibt es…informieren sie sich, bevor sie Blödsinn schreiben. Aber keine Sorge, den Euro wird es keine 10 Jahre mehr geben

Diese Modelle gibt es durchaus. Z. B. Parallelwährungskonzepte als Übergangslösung, um einen abrupten Ausstieg Deutschlands und damit verbundene wirtschaftliche und finanzielle Verwerfungen zu vermeiden. Der Euroraum würde dadurch bei den Wechselkursen wieder flexibler, was die Wettbewerbssituation der Defizitländer verbessern könnte.
Letztlich hängt alles am politischen Willen. Wie heißt es so schön? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg … Ich fürchte nur, in Deutschland wird man den nicht finden.

Die Forderung nach einem Modell, dass von allen akzeptiert wird, ist absurd. Wir haben nämlich ein Modell, das von allen akzeptiert wurde. Es wurde von allen, d.h. insbesondere Frankreich und Italien, akzeptiert, weil es ermöglicht, die deutschen Kassen anzuzapfen. Ich erinnere an die Überschriften „Wie Versailles ohne Krieg“ in der französischen Presse. Davor, dass dieses System nicht dauerhaft funktionieren kann, dass es absehbar kollabieren muss, wurde bereits damals gewarnt und diese Warnungen wurden bereits damals souverän ignoriert. Ein Umwandlung in ein System, dass dauerhaft funktionieren kann, z.B. nach dem Beispiel der US-amerikanischen FED-Bezirke, hat nicht den Hauch einer Chance von… Mehr

Eine andere Sicht auf die Dinge mit „keine Ahnung“ gleichzusetzen, ist schon ein befremdliches Diskussionsgebahren. Das aber nur am Rande.
Ein Auseinanderbrechen der Eurozone ist alles andere als unwahrscheinlich unter einer ganz wesentlichen Bedingung: nämllich der, dass alle weiter nur ihren eigenen vermeintlichen (nationalen) Interessen hinterherlaufen und damit eine gemeinsame Lösung des Problems letztlich verhindern.
Das ist nach meiner Einschätzung die teuerste aller Möglichkeiten und daher scheint es mir lohnenswert, nach einer solchen gemeinsamen Lösung zu suchen, und zwar jenseits aller Ideologie.

Kann Ihnen einmal mehr nicht zustimmen, Herr Jung. Eine „gemeinsame Lösung“, welche die Interessen Deutschlands berücksichtigt, kann es nicht geben. Entweder die zentralistische, staatsinterventionistische Politik Frankreichs und der klammen Südschiene, sprich das Juncker-Europa, oder die eher marktorientierte Hollands, der Visegrsdstaaten und (als Leitbild) Großbritanniens wird sich durchsetzen. Im ersten Fall: Gute Nacht. Im zweiten Fall: Die EU zerbricht.

Das Foto zeigt zwei der „Unfiguren“ der EU. Zwei von etlichen weiteren in der Kommission und im Parlament.

Um die Kluft zwischen Nord- und Südeuropa zu überwinden, nennt Macron seinen Vorschlag und meint in erster Linie sein eigenes Land vor dem Verfall zu retten, denn die einen haben sich über Jahrhunderte so nebenbei durch Kriege und Ausplünderungen über Wasser gehalten und die anderen waren eben fleißiger und vernünftiger um ihren Besitztum zu mehren und warum sollen nun die Wohlhabenderen den Rest Europas retten, ohne vorher die Hungerleider zu bewegen, ihre Hausaufgaben zu machen und sollte dann noch eine kleine Differenz entstehen, kann man ja behilflich sein. Das Kind ist aber weltweit in den Brunnen gefallen und die Schulden-… Mehr

Die EU ist ein Fehlkonstrukt und liegt bereits im sterben, nur sie weiß es noch nicht.

Den europäischen Staaten ging es gut, als wir noch einen EWR hatten und keine Politiker (oder sonstige nicht gewählte Leute), die mit aller Macht und Krampf die Europäischen Staaten von Europa installieren wollen und zusätzlich unsere Länder mit Wirtschaftsimmigranten aus dem islamischen Raum fluten.

Doch sie weiß es!!

Sie handeln offenkundig wider besseren Wissens. Mit den Steuerabgaben aller EU-Arbeitnehmer!!!! Wie oft wollen wir uns denn noch von Schonclaud mit seinen Bemerkungen ueber Luegen und … dann warten wir mal, ob die „Zahler“ ….

…und ignoriert es, so wie Michels alles ignorieren was unangenehm sein könnte oder gar diesem orwellschen politisch korrekt-falschen entgegen kommt. wie immer Männchen machen, und schaffe-schaffe bis zum Umfallen.

@ Vergackeiert: Sie ignoriert es oder greift nochmals so richtig in den Topf, bevor nichts mehr darin ist… !?