Nicht nur der Spiegel, auch das TV verdreht Tatsachen

Die Affäre Relotius ist mehr als die Geschichte einer Fälschung. Sie steht auch für grundsätzliche Fehler im Mediensystem: einen Mangel an kritischer Distanz zu medientypischen Meinungen, Vorurteile, die wertende Präsentation von Problemen und den verbreiteten Anspruch auf Deutungshoheit.

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Die Fälschungen des Claas Relotius bieten Anlass, sich genauer mit dem Medienbetrieb zu befassen. Zwar handelt es sich um extreme Sonderfälle, die weder für den „Spiegel“ typisch sind noch für „die“ Medien. Trotzdem verweisen sie auf weitverbreitete Fehlerquellen der aktuellen Berichterstattung.

In erster Linie sind dies der Mangel an kritischer Distanz zu medientypischen Meinungen und der Einfluss solcher Vorurteile auf die wertende Präsentation von Problemen; der verbreitete Anspruch auf die Deutungshoheit über das Geschehen, verbunden mit der Ablehnung einer Bringschuld gegen- über seinen Protagonisten und ihrem Publikum; die reflexartige Flucht in eine Opferrolle, auch bei sachlicher Kritik verbunden mit der Verdächtigung von Medienkritik als Angriff auf „die“ Medien oder „die“ Pressefreiheit. Den Kern des Skandals bilden also nicht die vielen Fälschungen von Relotius, sondern die Mängel des Systems, das ihn gefördert, gefeiert und geschützt hat.

Zu diesem System gehören, über den Fall Relotius hinaus, die Jurys prominenter Journalistenpreise, in deren Preisvergaben sich gelegentlich ein journalistisches Selbstverständnis manifestiert, das mit der „dienenden Freiheit“ im Sinne des Bundesverfassungsgerichts kaum noch etwas tun hat.

Die Reportage von Claas Relotius über „Fergus Falls in Minnesota“ und die Vorgeschichte liefern den Stoff für drei Gedankenexperimente zum deutschen Journalismus. Nach Darstellung von Ullrich Fichtner, seit 1. Januar einer der Chefredakteure des „Spiegel“, entstand „die Idee dahinter“ in der Redaktion.

Weil „die ersten Monate von US-Präsident Trump immer nur von oben herab aus europäischer Sicht“ verteufelt wurden, wollte der „Spiegel“ sie „aus der Perspektive derer anschauen, die den großen Donald mutmaßlich gewählt hatten“. Relotius sollte „ein kleines Zeitbild“ verfassen, „das einen die Amerikaner ein wenig besser verstehen lässt“. Relotius mietete sich also in Fergus Falls ein, teilte den Kollegen in Hamburg nach einiger Zeit aber mit, er finde keine Protagonisten, mit denen er etwas anfangen könne, er finde kei- nen Zugang zum Stoff und brauche eine schnelle Entscheidung, ob er abbrechen oder weitermachen solle.

Fichtner erweckt den Eindruck, dass die Kollegen zum Abbruch rieten. Relotius machte dennoch weiter und lieferte eine fulminante Geschichte. Er beschrieb die Einwohner als fremdenfeindliche Hinterwäldler, die am Ortseingang auf einem Schild „Mexicans Keep Out“ warnen. Schüler wollten bei einem Ausflug nach New York lieber den Trump Tower sehen als die Freiheitsstatue. Ein Stadtangestellter, der noch nie mit einer Frau zusammen und am Meer war, habe in seinem Büro ein ausgestopftes Wildschwein und trage bei der Arbeit eine Waffe. Die perfekten Trump-Wähler. Der „Spiegel“ veröffentlichte die Reportage Ende März 2017. Allerdings waren alle erwähnten Behauptungen sowie viele andere frei erfunden.

Man kann auch „belegt“ fälschen

Nehmen wir an, Relotius hätte in Fergus Falls länger recherchiert und – weil auch in kleinen Städten extreme Sonderlinge leben – einen Lehrer gefunden, der sein Haus mit Schnellfeuerwaffen dekoriert hat, einen Bibliothekar, der propagandistische Flugblätter aus dem Vietnam- und Koreakrieg sammelt, einen Baseballcoach, der mit seinen Spielern nach New York gefahren ist, nur um ihnen den Trump Tower zu zeigen – alles echt, keine Fälschungen – und Relotius hätte damit sein Porträt „einer kleinen Stadt“ gezeichnet. Wäre das in Ordnung gewesen? Fichtner diskutiert diese Möglichkeit nicht. Nur die Fälschungen sind für ihn Ursache des „Betrugsfalls im eigenen Haus“. Im Umkehrschluss kann man folgern, dass eine derart belegte Reportage kein Betrug gewesen wäre. Das ist indes falsch.

Die vom „Spiegel“ angekündigte Verbesserung der Pflicht zur Dokumentation und der Zuständigkeit für Faktenprüfungen ist sicher sinnvoll, verhindert aber keine voreingenommene Berichterstattung. Wie man auch ohne erfundene Fakten die Präsentation und Bewertung von Problemen verzerren kann, demonstrierten die Talkshows „Anne Will“, „Menschen bei Maischberger“, „Günther Jauch“, „Hart aber fair“ (alle ARD) und „Maybrit Illner“ (ZDF) über Migration von Anfang Juni bis Anfang September 2015.

Die Talkmasterinnen und -master machten schon am Beginn der meisten Sendungen deutlich, dass sie eine erhebliche Zuwanderung für sachlich richtig und moralisch geboten hielten. Ihre Gäste waren handverlesen. Die meisten sprachen sich entschieden für eine erhebliche Zuwanderung aus. Einige wandten sich eher zögerlich dagegen, andere argumentierten abwägend. Die Moderatoren ließen die vielen Befürworter meist ausreden, machten zustimmende Bemerkungen und stellten hilfreiche Nachfragen. Die wenigen Gegner wurden dagegen oft unterbrochen, ihre Aussagen missbilligt oder infrage gestellt. Dementsprechend traten die einen beherzt auf, die anderen verunsichert. Das vermittelte auch ohne Fälschungen ein verfälschtes Bild von den Gegnern und Befürwortern.

Der Einfluss von Vorurteilen auf die aktuelle Berichterstattung ist weder auf den „Spiegel“ beschränkt noch auf Reportagen. Es handelt sich um einen verbreiteten Mangel deutscher Medien, der die Anmoderation von Nachrichten und Berichten prägt, die Auswahl und Beschriftung von Bildern lenkt sowie Interviews zu Verhören macht – mit Anschuldigungen in Frageform.

Relotius’ Mitteilung, er „finde keine Protagonisten“, mit denen er „etwas anfangen“ könne, überrascht. Christoph Scheuermann, den der „Spiegel“ 2018 nach Fergus Falls schickte, traf mehrere interessante Personen, über die Relotius mit zum Teil geänderten Namen berichtet hatte. Dazu gehört Douglas Becker. Er hat Trump gewählt, damit der das Land „ein bisschen durchrüttelt“, ist aber kein hart arbeitender Kohlenschaufler, sondern betreibt ein Fitnessstudio und hat in Los Angeles, Seattle und Chicago an Marathonläufen teilgenommen. Eine laut Relotius kranke Kellnerin, die von ihrer mexikanischen Heimat träumt, aber Trump gewählt hat, lebt tatsächlich gern in Minnesota, ist kerngesund, darf aber nicht wählen, weil sie keinen amerikanischen Pass hat. Der städtische Angestellte trägt im Büro weder eine Waffe, noch hat er dort ein ausgestopftes Wildschwein. Er war aber mit einer Freundin schon am Meer.

Klar, dass Relotius keine Protagonisten fand, mit denen er „etwas anfangen“ konnte. Die Stadt Fergus Falls und ihre Menschen entsprachen einfach nicht seiner Vorstellung. Weil er es besser wusste, verbog er seine Belege oder erfand sie.

Skandalisierung prägt die Praxis

Diese Praxis prägt viele Skandalisierungen und wird von Journalisten toleriert, die ihre Kollegen gegen Kritik von innen und außen abschirmen. So äußerten 32 Prozent von 332 online befragten Journalisten, dass sie die Konstruktion des angeblichen Putin-Hitler-Vergleichs Wolfgang Schäubles durch Kombination von Aussagen akzeptabel fanden.

Wie kann man das erklären? Von sechs zur Diskussion gestellten Argumenten zu insgesamt fünf vergleichbaren Skandalisierungen erwiesen sich zwei als fallübergreifend bedeutsam: Die Befragten rechtfertigen das fragwürdige Vorgehen ihrer Kollegen mit dem Anspruch auf Deutungshoheit über das Geschehen. Einwände wiesen sie zurück, indem sie eine Bringschuld der Kollegen gegenüber den Protagonisten der Berichte und gegenüber ihrem Publikum ablehnten. So erging es Schäuble, dem städtischen Angestellten in Fergus Falls und den Lesern des „Spiegel“.

Juan Moreno, ein Kollege von Relotius, ahnte schon lange, dass Relotius nicht glaubwürdig ist, und seit Monaten wusste er, dass dieser fälscht. Erste Zweifel kamen ihm bei einem Artikel von Relotius über einen kubanischen Steuerberater im Magazin „Cicero“. Bestätigt wurden sie durch die Reportage „Jaegers Grenze“ über eine „Bürgerwehr gegen Flüchtlinge“ an der mexikanischen Grenze, für die beide recherchiert hatten.

Ihre Zentralfigur ist ein „bärenhafter Mann mit Militärhelm, Kampfstiefeln und dunkelbraunem Vollbart“ mit dem passenden „Kampfnamen Jaeger“. Moreno fand in der Reportage Beschreibungen, die seiner Kenntnis nach falsch waren. Moreno meldete seine Zweifel frühzeitig der Redaktion. Später schickte er Fragen mit Indizien für Manipulationen. Die Hinweise Morenos entkräftete Relotius mit gefälschten Belegen. Er selbst sei, so Moreno, in der Redaktion gegen „solide Wände“ gelaufen.

Nehmen wir an, Moreno hätte, nachdem der „Spiegel“ seine Einwände nicht berücksichtigte, seine Belege nach Veröffentlichung von „Jaegers Grenze“ einer Tages- oder Wochenzeitung angeboten. Vermutlich wäre es ihm ergangen wie Christian Wulff, der wegen einer fragwürdigen Skandalisierung sein Amt aufgeben musste und in einem Buch die Rolle der Medien anhand von Beispielen beleuchtete. Die meisten der 44 Rezensenten gingen darauf nicht ein oder bezeichneten seine Kritik pauschal abwertend als „Medienschelte“.

Dieser Mangel an Kollegenkritik ist typisch für Journalisten und unterscheidet sie von Wissenschaftlern. Bei einer Befragung von 130 Journalisten und 160 Wissenschaftlern zur Notwendigkeit namentlicher Kritik in der Tagespresse am fachlichen Fehlverhalten von Kollegen waren nur ein Prozent der Journalisten und 37 Prozent der Wissenschaftler für eine namentliche Kritik an dem Kollegen. Vorgelegt worden waren ihnen mehrere vergleichbare fachliche Fehler in den jeweiligen Berufen. Im Fall der Täuschung von Menschen im beruflichen Eigeninteresse eines Journalisten/Wissenschaftlers hielten 27 Prozent der Journalisten und 55 Prozent der Wissenschaftler eine namentliche Kritik für notwendig.

Angesichts der relativ geringen Bereitschaft von Journalisten zu öffentlicher Kritik hätten die Kollegen Morenos Einwände vermutlich totgeschwiegen, wenn nicht zwei der vermeintlichen Hinterwäldler, Michele Anderson und Jake Krohn, die Manipulationen auf der Onlineplattform Medium.com öffentlich gemacht hätten.

Das Ansehen fast aller Berufe beruhte in der Vergangenheit auch auf der Vertuschung von fachlichen Fehlern. Das erhielt das Vertrauen in die Wissenschaft, die Politik, die Industrie. Gesichert wurde es durch die Ächtung von Informanten.

Weil Letztere seit den 60er-Jahren in den Medien Karriere machen konnten, entwickelte sich die Vertuschung von einer Voraussetzung zu einer Gefahr für das Vertrauen.

In dieser Umbruchphase befinden sich jetzt, weil sie die Kontrolle über ihr öffentliches Erscheinungsbild verloren haben, die Medien, und man darf gespannt sein, wie sie damit umgehen.


Hans Mathias Kepplinger gilt als der führende Kommunikationswissenschaftler („Die Mechanismen der Skandalisierung“). Bis 2001 Professor für Empirische Kommunikationsforschung an der Johannes Gutenberg- Universität Mainz.


Dieser Beitrag ist in Ausgabe 02-2019 von Tichys Einblick erschienen >>>

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Kommentare ( 29 )

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Der Grund für diese Verlogenheit und Meinungsaufpressungsversuche liegen darin, dass es sich hierbei weitestgehend um Linke / Linksradikale / Linksextreme handelt.

Verlogenheit und Meinungsaufpressungsversuche liegen darin, dass die stasi auferstanden ist.

+ nicht nur der Spiegel, das Fernsehen und die ARDSeher nein! am langen Ende stehen die Politischen der ‚Betreuten Demokratie‘ + … weil´s hier ´Nur vom Feinsten` gibt, aus der Fundgrube *von uns, mit uns und für uns geschaffen* im Land der AbGEZockten EU-Parlamentarier Godfrey Bloom im EU Parlament: “Herr Präsident, ich möchte den großen amerikanischen Philosophen Murray Rothbard zitieren. Er sagt, daß der Staat eine Institution des Diebstahls ist, wobei Politiker und Bürokraten über Steuern das Geld ihrer Bürger stehlen, um es dann auf schändlichste Weise zu verschleudern. Dieser Ort hier bildet keine Ausnahme. Ich finde es faszinierend und… Mehr

„… Egal, ob die Katze schwarz oder weiß ( grau) ist – Hauptsache, sie fängt Mäuse“, sagte Deng Xiaoping damals auf die Frage, warum er mit F.J. Strauß so gut auskommen würde. „
Das schreibt heute eine Zeitung , hinter der immerhin ein kluger Kopf sitzt. In Wirklichkeit sprach Deng diesen berühmten Satz im Dezember 1978 auf der dritten Plenartagung des Zentralkomitees. Ein weiteres , kleines Beispiel zu diesem Artikel.

Ich sage es mal so: Vor der Finanz- und Bankenkrise konnten die Bank-Manager kaum Laufen vor lauter Kraft und Arroganz.
Erst durch die Bankenkrise ist das verschwunden. Jedenfalls können sie es sich nicht mehr öffentlich erlauben.
Genau die gleiche Entwicklung müssen die Qulitätsjournalisten der Mainstream-Medien machen. Damit sie sich auch nicht mehr öffentlich als arrogante … aufführen können.

Diese Leute sind dermaßen unbelehrbar, lernunfähig und lernunwillig, dass alles weniger als 10 Jahre ab in die Produktion nicht helfen wird.

Herr Hayes, mindestens 40 % des Volkes sind links, oder linksliberal. Linken Journalisten, Medienschaffenden, Künstlern, aber auch Unternehmern wird daher das Geld nicht ausgehen. Ihre Blase wird immer groß genug sein, um sie zu ernähren und zu schützen. Wie Sie ja auch meinen Beitrag vorhin richtig antworteten, sind sie im Gegensatz zu vielen Konservativen sprachorientiert (daher auch die hohe Repräsentanz von Frauen bei den Linken) und wissen, wie man sich eine Welt schönredet. Darauf zu setzen, dass Marktkräfte sie zähmen oder gar marginalisieren, sollten man eher nicht.

@Berlindiesel: Ergänzen muss man noch folgendes: Im Kern gibt es 3 Arten, sein Einkommen zu erlangen: a) arbeiten (der bürgerliche Weg), b) stehlen und c) beschwätzen. c) ist der Weg der Linken, wobei sie dies durch Beugung der Rechtsordnung in b) transformieren wollen (Stichwort stationäre Piraterie). Das ist natürlich für viele Schwätzer unwiderstehlich. In der Tat sollte man hier nicht auf marktwirtschaftliche Kräfte hoffen. Sondern es bedarf eines großvolumigen, strategischen, medialen Vorgehens der Echtbürger, um diese umfassenden Angriffe der Linken zurückzudrängen und deren schädliche Auswirkungen zu begrenzen. Wirklich besiegen kann man sie nicht, dafür ist deren Verhalten sowie deren Wirkung… Mehr

Für mich ein Kern des Problems: Die Qualitätsjournalisten der Mainstream-Medien halten es nicht aus, wenn andere Journalisten eine andere Meinung haben.
Man merkt das immer dann, wenn das – gelegentlich – vorkommt. Dann ist die „Empörung“ riesengroß. Deshalb fahren auch fast alle Journalisten auf der sicheren Schiene, Themen öffentlich ähnlich zu sehen. Maximal ist ein „Tabubruch von links“ gestattet bzw wird sogar als „mutig“ verkauft. Damit hat es sich aber auch schon.

„Die Qualitätsjournalisten der Mainstream-Medien“
Können Sie einen nennen?

„In dieser Umbruchphase befinden sich jetzt, weil sie die Kontrolle über ihr öffentliches Erscheinungsbild verloren haben, die Medien, und man darf gespannt sein, wie sie damit umgehen.“

Vor allem wie sie sich weiter entwickeln, den lange hält ihr System nicht mehr.

„Nachdem das Aas des Leviathan verzehrt ist, gehen sich die Würmer an den Kragen.““
Rolf Peter Sieferle

Nein, es handelt sich nicht einfach um Mangel an kritischer Distanz. Es handelt sich um das zu Grabe tragen des seriösen Journalismus, der auf Trennung von Nachricht und Kommentar sowie der Darstellung beider Seiten basiert. Stattdessen wird ganz bewusst manipuliert: Das beginnt bei einseitiger Auswahl und Gewichtung der Nachrichten, Vermischung von Kommentar und Nachricht bis hin zum Erfinden der passenden Geschichte, also dem bewussten Lügen. Der „Journalist“ betreibt Propaganda und Erziehung des Lersers in seinem Sinn – ganz so wie in totalitären Staaten entgegen der Demokratie.

Den im Beitrag zum Ausdruck gebrachten Anspruch auf Neutralität, Distanz und Wertung bestenfalls im getrennten Kommentar halte ich für überzogen, bestenfalls könnte man ihn für den ÖRR gelten lassen. Am Ende aber ist diese Kritik in meinen Augen auch nur ein Versuch, das bestehende System zu „retten“, also wieder möglich zu machen, schon weil man es innerlich bejaht. Dem setze ich entgegen: Nein. Medien können und dürfen tendenziös sein, sie sollen lügen dürfen wie gedruckt (im wahrsten Sinne des Wortes) – das ist die unverzichtbare Freiheit des Wortes. Weiter: Niemand macht „einfach so“ eine Zeitung, einen Blog, einen Youtube-Kanal usw.… Mehr
Linke und Härte? Das ich nicht lache! Sendungsbewusstsein, Aktivismus ja und auf jeden Fall Totalitär. Aber alle feige bis ins Mark darum sind sie ja auch sprachorientiert. Die mediale Deutungshoheit über die Wirklichkeit bedeutet keine Deutungshoheit oder gar Wirkmächtigkeit über die Wirklichkeit selbst. Sie engleitet ihnen mehr und mehr darum ist der Fehler im System auch kein Fehler sondern hat System. Doch aus allem schlägt einem mehr und mehr der Geruch des Angstschweißes des linksliberalen Establishments entgengen. In den Großstädten verbarrikadiert es sich auch und gerade hinter den letztlich untauglichen Barrikaden der von ihnen noch beherrschten Medien. Zm Thema Intellektuelle… Mehr
Sie bringen eine Reihe von wichtigen und richtigen Punkten. Nicht unterschreiben würde ich aber „sie sollen lügen dürfen wie gedruckt“. Hier gibt es sehr wohl Grenzen. Aber der Punkt, dass im Zweifelsfall jeder Artikel, jedes Medium mindestens teilweise tendenziös ist, ist richtig und fast unvermeidlich. Er stellt übrigens ein System wie den ÖR massiv in Frage, da es fast unmöglich ist, in einer zentralistischen Organisation Meinungsvielfalt auf Dauer durchzusetzen, vor allem, wenn hochgradig befangene Politkader maßgeblich mitentscheiden. Der Grund warum Linke in den Medien so maßlos überrepräsentiert sind, ist, dass Linke im Kern sprachorientiert und machtgierig sind. Das macht es… Mehr
Die wie eine Monstranz vor sich her getragene ( angebliche ) Freiheit oder Unabhängigkeit rechtfertigt weder in der Justiz ( Richter ), noch in den Medien jede Handlung oder Vorgehensweise. Wenn man sich die aktuelle „ Bewertung“ eines Mitarbeiters der Süddeutschen über die Kritik( er ) an den Vorgängen in der ARD anschaut, sind die demokratisch/ juristischen Grenzen nicht zum ersten Mal deutlich überschritten. Hier wird eine Form linken Totalitarismus unter dem journalistischen Mäntelchen und somit als Missbrauch einer Privilegierung verbreitet, die mit dem, was das GG zu Recht verteidigt, nichts mehr zu tun hat. Die Nutznießer des Systems wenden… Mehr
Propaganda und (oft islamophile) Geschichtsklitterung gehören inzwischen zum Geschäft der öffentlich-Rechtlichen. Was ist der größere Skandal: verlogene propagandistische Dokus, oder dass wir gezwungen sind, sie mit unseren Gebühren zu finanzieren? Gerade sah ich mich wieder zu einer Mail an Phoenix veranlasst: Sehr geehrte Damen und Herren, das Wort »Lügenpresse« habe ich bisher nicht in den Mund genommen. Die Doku »Wie antisemitisch ist Deutschland?« belehrt mich eines Schlechteren. Die verlogene Darstellung der (angeblich christlichen!) Ursprünge des Antisemitismus ist in skandalösem Maß geschichtsklitternd. Antisemitismus ist dem Islam seit seinen Anfängen inhärent. In keinem der Evangelien findet sich ein Aufruf zum Judenmord, aber… Mehr

Nun ja – man sollte ihnen das Einziehen der Zwangsgelder nicht ganz so einfach machen. Schritt 1 ist die Kündigung der Einzugsermächtigung
https://abmelden.tv/3-formen-der-zivilcourage/
Danke für den Hinweis auf das Buch von Michael Ley
https://paxeuropa.de/2019/02/16/in-deutschland-unmoeglich-podiumsdiskussion-islamischer-antisemitismus/