Indien: Unterstützung für Myanmar in der Rohingya-Krise

Nicht überall berichtet die Presse wohlwollend wie in Europa über die Rohingyas, die aus Myanmar vor Verfolgung flüchten. Indiens Ministerpräsident Narendra Modi steht auf der Seite der Nachbarregierung und wirft den Rohingya Mord und Terror vor.

© Banaras Khan/AFP/Getty Images
Pakistani Muslim burn the flag of Myanmar flag with a picture of Myanmar's civilian leader and Nobel peace laureate during a protest against the Myanmar government for the treatment of Rohingya Muslim, in Quetta on September 8, 2017. Thousands of protesters took to the streets of Pakistan's major cities Friday to condemn a crackdown on Rohingya Muslims in Myanmar, with many carrying placards stating 'Shame on Aung San Suu Kyi'

Die Hindustan Times schrieb am 15. September: Pakistan facht die Unruhen in Myanmars Hinterhof an. Die internationale Gemeinschaft hat Myanmar für die Rohingya-Krise in Frage gestellt, aber hat den blutigen Beitrag der pakistanischen Dschihadisten zu dieser Katastrophe vergessen.

Die Rohingya-Krise habe die Nobelpreisträgerin und Staatsrätin Aung San Suu Kyi, einst ein Liebling des Westens in einen Teufel verwandelt, weil sie nicht in der Lage wäre, die Stammesgewalt gegen die Minderheitengemeinschaft zu stoppen. Dies sei jedoch eine einseitige Berichterstattung.

Rohyngias: Terror gegen Hindus?

The Telegraph berichtet am 25. September: Das Zentrum hat die Sicherheitskräfte angewiesen, die offene Grenze des Landes mit Myanmar zu bewachen, die Wache zu verschärfen, um jeden Versuch von Rohingyas zu unterbinden, den Rakhine-Staat des Nachbarlandes zu verlassen.

Quellen berichten, dass letzte Woche hochrangige Sicherheitsbeamte des Heimatministeriums der Union die vier Staaten des Nordostens besuchten, die eine nicht umzäumte Grenze mit Myanmar teilen und sich mit den Oberen der Assam Rifles, der paramilitärischen Einheit, die Indiens Grenze zu Myanmar schützt, trafen.

Indien und Myanmar teilen sich eine nicht befestigte Grenze von 1.643 km, die durch Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur und Mizoram führt und Bewegungsfreiheit bis zu 16 km über die Grenze erlaubt.

Am 30. September ist in der India Times zu lesen: Indien bittet die Regierung Myanmars darum, Maßnahmen gegen Rohingyas zu ergreifen, die im Verdacht stehen, Hindus ermordet zu haben. Myanmar-Truppen haben Rohingya-Muslime beschuldigt, über 45 hinduistische Dorfbewohner ermordet zu haben, woraufhin die indische Regierung den Rakhine-Staat ersucht hat, gegen die Verantwortlichen für den Mord an Hunderten von Hindus Massnahmen zu ergreifen.

Pakistan kann Rohingyas für Terror verwenden, warnt der stellvertretende Ministerpräsident des indischen Bundesstaates Jammu und Kashmir Nirmal Kumar Singh gegenüber der Times of India.

KEIN ENDE DER KONFLIKTE IN BURMA
Die Rohingya und das Spiel der Mächte
Bangladesch ist beunruhigt über den Bevölkerungszuwachs in den Rohingya-Lagern, titelt Channel News Asia am 20. September: Bangladesch hat in seinen überfüllten Rohingya-Flüchtlingslagern eine Kampagne für Geburtenkontrolle gestartet, sagte ein Beamter am Dienstag (19. September) und befürchtete, dass ein Bevölkerungsboom die humanitäre Krise, die sich an der Grenze entfaltet, verschlechtern würde. Familienplanungs-Teams wurden eingesetzt, um Beratung und Verteilung von Kondomen und anderen Verhütungsmitteln in seinen schlecht ausgestatteten Lagern zu gewährleisten, die durch die Ankunft von 420.000 Rohingya Flüchtlinge seit dem 25. August überrannt wurden.

Die Behörden haben bereits 70.000 neue oder werdende Mütter unter den jüngsten Zustrom aus Myanmar identifiziert, ohne Intervention könnte sich der Bevölkerungsdruck in den kommenden Monaten verschlechtern, wenn die Krise weitergeht. „Sie haben sechs, sieben, acht, neun, 10 Kinder“, sagte Pintu Kanti Bhattacharjee, Leiter der Familienplanungsabteilung der Regierung in Cox’s Bazar Bezirk, wo sich die Lager befinden.

Zee News India veröffentlichte am 19. September einen Artikel mit der Schlagzeile: Bengalischer Schiiten-Kleriker Shabbir Ali Azad Warsi droht, die zentrale Regierung über die Deportation von Rohingya-Muslimen zu stürzen. Warsi bedrohte die Regierung bei einer Veranstaltung, die am 18. September in Kolkata in Westbengalen organisiert wurde und die Ansiedlung von Rohingya-Muslimen im Land forderte.  Zee News zitiert den Kleriker: „Wenn die Muslime in der Minderheit sind, sind wir schwach? Du kennst die Geschichte der Muslime nicht, wir sind Hussaini-Muslime, auch wenn wir 72 sind, können wir Lakhs (Sanskritwort für Hundertausende) töten“, sagte Maulana Shabbir Ali Warsi bei der Veranstaltung.

Times of India berichte bereits Anfang September unter der Überschrift: Indien teilt Myanmars Besorgnis über „extremistische Gewalt“: Ministerpräsident Narendra Modi sagte am Mittwoch, dass Indien Myanmars Besorgnis über „extremistische Gewalt“ in seinem Rakhine-Staat … PM Modi sagte, dass Indien und Myanmar ähnliche Sicherheitsinteressen in der Region haben: „Wir teilen Ihre Bedenken über extremistische Gewalt im Rakhine-Staat und vor allem die Gewalt gegen Sicherheitskräfte und wie unschuldige Leben betroffen sind“.

Und zum Schluss die Times of India vom 2. Oktober: Indiens Bedenken über Rohingya gerechtfertigt … Die Entdeckung von zwei Massengräbern von Hindus, die im Rakhine-Staat Myanmar durch die Rohingya-Terroristen massakriert wurden, ist vielleicht nicht alles. Ein Grab befinden sich angeblich 28 Leichen, meistens Frauen, während sich im zweiten Grab 17 Leichen befinden.

Laut einem Bericht, der einen Zeugen zitiert, haben rund 300 Rohingya-Terroristen 100 Hindus zusammengestrieben und 92 von ihnen getötet. Einige Frauen wurden entführt und nach Bangladesch gebracht. Das unwegsame Gelände der Chittagong Hill Tracts ist bekannt als terroristischer Zufluchtsort und wurde oft von ISIS- und Al-Qaida-Ausbildern genutzt – im Auftrag von Saudi-Arabien und Pakistan.

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Kommentare ( 8 )

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Vorsicht!
Das erste Fotos ist eindeutig manipuliert! Schaut euch alle mal bitte das Bild genauer an, besonders die Kopfbedeckung der Herren. Einfach mal das bild auf den Desktop ziehen und vergrößern….

Wenn Muslime durchweg so friedliebend sind, warum sind dann Millionen auf der Flucht? Flüchten die etwa alle vor Andersgläubigen? Mein Schubladendenken erzählt mir allerdings nicht davon, dass gerade in irgendeinem einem Land ein Krieg, oder Vertreibung z.B. unter Christen statt findet.

vielleicht ;-), nein, nein :-))

Hatten Sie denn vorher eine andere?
Es heisst: bleibe in Deinem Land und ernähre Dich redlich!
Das kann man wohl nur von den ‚Opfern‘ verlangen, die das auch tatsächlich praktizieren. Glaubten Sie daher jemals, dass Menschen, die einem Steinzeitglauben erlegen sind, jemals Opfer waren?

Völlig richtig es sind Bengalen die um 1920 herum unter dem britischen Protektorat von den Engländern umgesiedelt wurden. Seltsamerweise poppt das alles jetzt auf, nachdem Jeffrey Feltmann am 25.09 bei deiner UN Sitzung anwesend war. Er war für die Aufstände in Syrien und für die Iran/Contra Affäre verantwortlich und hat stets seine Finger im Spiel wo es kracht. Angeblich verläuft eine Pipeline der Chinesen genau durch diese Region die gerade gebaut wird, was den Amis nicht wirklich gefällt. Die üblichen Verdächtigen sind auch wieder alle an Bord, die Muslimbruderschaft, Erdogan und der Saudi Klan inkl. Katar, die alle den Aufstand… Mehr

Am 24.09. wurde im allerletzten Moment die Notbremse gezogen.

Ansonsten hätten Gabriel, Schulz, Merkel, Schäuble, Roth, KGE etc. in kurzer Zeit das deutsche Volk endgültig dem islamischen Geburtendschihad zum Fraß vorgeworfen.

Indien, Myanmar, China, welches anscheinend den Koran und Gebetsteppiche konfisziert, sie irren alle.
https://usherald.com/china-just-made-single-hardcore-move-koran-stop-islamic-extremism-muslims-furious-worldwide/

Welch ein Glück, dass wir Merkel und KGE haben:
Die wissen es besser!

Gut wäre ein Hinweis auf die beiden auch hier erschienenen Artikel von Tomas Spahn und einen weiteren berichtigenden Einblick-Artikel von Klaus-Jürgen Gadamer, der so manches, was in ÖR und MSM erklärt wird, gerade rückt.

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