Bei Maischberger: Wolffsohn führt das öffentlich-rechtliche Fernsehen vor

Was für eine Sternstunde des öffentlich-rechtlichen Fernsehens! Einer auf den ersten Blick lustigeren, auf den zweiten Blick peinlicheren Selbstentleibung hat man selten, nein, nie beiwohnen dürfen.

Screenshot: ARD/Maischberger

Ein Film wurde gezeigt, der eigentlich nicht gezeigt werden sollte. Ein Film wie eine heiße Kartoffel. Aber wie sang Wolf Biermann so schön, noch zu DDR-Zeiten: „was verboten ist, das macht uns gerade scharf.“ Eine höhere Quote hätte die für das Spartenpublikum arte produzierte Dokumentation nie erreichen können: „Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden in Europa“. Eine Dokumentation über den Antisemitismus in Deutschland und Europa. Über den linken und rechten Antisemitismus, vor allem aber über den islamischen, ansonsten den evangelisch-christlichen, hysterischen, paranoiden, alltäglichen und strukturellen Antisemitismus.

Es war die Bild-Zeitung, die in einer piratenfrechen, aber durchaus demokratiefördernden Aktion diesen Film öffentlich einsehbar machte, und dadurch die Verantwortlichen unserer gebührenfinanzierten ARD zwang, sich dem Publikum zu stellen. Und nach Ausreden dafür zu suchen, warum sie einen unglaublich spannenden, intensiven, durchaus unausgewogenen, teils flapsig-unterhaltsamen, teils polemisch zuspitzenden Dokumentationsthriller in den schweigsamen Kellerarchiven „nicht hilfreicher Beiträge“ verschwinden lassen wollte.

Zum Inhalt, der hier nur skizziert werden kann. Er beginnt mit einer Rede von Palästinenser-Führer Abbas vor dem EU-Parlament, in der er die Israelis bezichtigt, die Flüsse zu vergiften, und das Versprechen anfügt, dass mit dem Verschwinden des Israel-Problems der Weltfrieden ausbrechen werde. Und wie jeder weiß, meint die Hamas mit Verschwinden des Problems das Verschwinden Israels.

Man sieht den ergriffenen Martin Schulz und das applaudierende europäische Parlament in stehender Ovation zu diesem seit dem Mittelalter bekannten antisemitischen Heuler der jüdischen Brunnenvergifter.

Interview
Michael Wolffsohn: „Es gibt kein dauerhaftes Täter-, kein dauerhaftes Opfervolk“
Wir begleiten die Filmemacher auf einen Kirchentag, auf dem ergraute linke Christinnen kundgeben, dass man ja besser nichts gegen Israel sage, weil man dann als antijüdisch gelte, die typisch deutsche Schnappatmung, sodann dasselbe mit jungen Mädchen aus buntem Alternativvolk Berlins, die gegen den US-gestützten Zionismus wettern, aber ebenso Manschetten davor haben, als antisemitisch „verteufelt“zu werden, sowie rechte Spinner und Verschwörungsirre wie Jürgen Elsässer, der über „Finanzkapital“ schwadroniert, wobei jedem klar ist, dass er das jüdische meint.

Ja, das nur zwischendurch, auch mitten in unserer Gesellschaft gibt es antisemitische Codes für das „internationale Finanz-Judentum“, nicht nur in entlegenem Schrifttum, das nach rechtsverdächtigen Morsesignalen abgehört wird.

Tatsächlich dann linke und rechte in gemeinsamen Demos mit schäumendem Israel-Hass, aus dem blinder Antisemitismus blökt – was später noch eingespielt wird – mit „Jude feiges Schwein – Komm heraus und kämpf allein“, in einer großen Koalition aus fanatischen Moslems und nicht minder fanatischen linken und propalästinensischen Antifas.

Sodann die Fahrt in die Gaza-Streifen, um aufzuspüren, was mit den hunderten von Milliarden, die seit den frühen 90ern an Hilfe dorthin gewandert ist, unter anderem von „Brot für die Welt“, von UNO und EU, viel aus Deutschland, geschehen ist, über 1.000 NGOs arbeiten dort.

Jugendliche auf der Straße, die sich beschweren, dass das Geld bei ihnen ganz sicher nie ankam, eine Studentin, die das gleiche sagt, man staunt über diese Offenheit, dann Verantwortliche, die herumdrucksen, Rapper auf deutsch und französisch, meistens arabisch-stämmige, die den blanken Judenhass mit Che Guevara und Martin Luther King versetzen, dann Boykottaufrufe gegen Israel in Paris, und dort die Angriffe auf Synagogen, die tödlichen Attentate, jüdische Kinder, die vom Exodus träumen.

Das alles als betreutes Fernsehen. Alle paar Minuten ein Laufband unter dem Film, der dessen Glaubwürdigkeit mit Verweisen auf „Faktenchecks“ unterminiert, wie ein Beipackzettel zu gefährlicher Medikamentierung, „Bei Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker“.

ARTE und WDR verweigern Ausstrahlung von Dokumention über Antisemitismus
ARTE und WDR: Ein öffentlich-rechtlicher Skandal
Natürlich habe ich immer mal wieder im Faktencheck nachgeschaut. Ich will mich doch nicht manipulieren lassen! Allerdings las ich dann eher allgemeine Sachen, etwa, dass die Geschichte des nazibegeisterten Mufti Al-Husseini verkürzt dargestellt ist und dass es keine genauen Belege dafür gebe, wie viel zig Millionen das von EU-Geldern errichtete Marmor-Mausoleum für Arafat genau gekostet habe. Ich finde, man sollte die Praxis mit dem Laufbändern beibehalten und zur Dauereinrichtung machen, gerade bei Panorama-Beiträgen und den Moderationen von Anja Reschke, oder bei Claus Klebers Globaleinschätzungen über Donald Trump im ZDF, besonders dann, wenn er den Kopf schräg hält.

Oder einfach hinter ihm das Schild hochhalten: Achtung, sie betreten Tendenz-Territorium, also den Meinungsjournalismus.

Was den Arzt und den Apotheker angeht, die eröffnen die anschließende Diskussion in Gestalt von Jörg Schönenborn, dem WDR-Fernsehdirektor und Michael Wolffsohn, dem Historiker.

Schönenborn mahnt noch einmal journalistische Standards an, Wolffsohn tut das auch und hätte diese gewünscht bei einem Machwerk über Geert Wilders in Holland oder über Goldman-Sachs, Schönenborn meint, man sei dauernd im Gespräch gewesen mit den Machern der Doku, Wolffsohn: „Da habe ich anderes gehört“, erst in den letzten Tagen gab es wohl Hektik, auf jeden Fall sind sie, die Filmemacher an diesem Abend nicht eingeladen.

Dafür die ARD-Korrespondentin Gemma Pörzgen in blauster Bluse, die Wert darauflegt, nicht in ihrer Eigenschaft als Mitglied von „Reporter ohne Grenzen“ dort zu sitzen, was sie gleich mutiger und unabhängiger erscheinen lässt. Sie spricht gerne von „Narrativen“, denn offenbar gibt es keine Wahrheit, was eine ungünstige Voraussetzung für den Reporterberuf ist.

Allerdings bemängelt gleichzeitig das Narrativ, nämlich dass die Filmemacher wohl mit einer Idee, einem Plan (man könnte auch sagen: Rechercheziel) losgefahren sind.

Nun, ich als grenzenloser Reporter mache mir immer einen Plan, schon um die Spesen gering zu halten, und die Doku-Macher hatten auch einen: nämlich den Antisemitismus nicht nur bei uns abzubilden, was ihnen in eindrucksvollen Bildern gelang, sondern auch dort, wo er in diesen Tagen in der Hauptsache und mit Granaten und Waffenlagern zu finden ist, nämlich in einem Landstrich, in dem die Führung per Verfassung darauf eingeschworen ist, das Judenproblem zu lösen.

Auf der anderen Seite, diese Diskussion bemühte sich tatsächlich um Ausgewogenheit, Ahmad Mansour, der israelisch-arabische Psychologe und unermüdliche Warner vor islamischen Antisemitismus, Suren über Suren im Koran darüber, er selbst, erzählt er, ist mit derselben religiösen DNA aufgewachsen, bis er beim Studium in Tel Aviv feststellte, dass Juden auch Menschen sind, und nicht „Schweine“ oder „Affen“, wie es im Koran heißt. Ursprünglich wollte er an der Doku mitwirken.

Rüber zu Blüm, Norbert Blüm, der mit dem ihm eigenen Vibrato vom Massaker der libanesischen Milizen an den Palästinensern in Sabra und Shatila aus dem Jahre 1982 berichtete, unter Aufsicht von Ariel Sharons Elitesoldaten, was aber trotzdem ein wenig vom aktuellen Thema fortführte. Aber dennoch versicherte Blüm glaubhaft, dass er Terror von allen Seiten ablehnt.

Antisemitismus-Doku 24 Stunden bei BILD
Angeschaut: Der verschwiegene Film über Antisemitismus
Und der dann, auf Sandra Maischbergers Frage an ihn, jetzt als Christ, ob nicht auch das Christentum (was hat sie nur immer mit den Christen?!) schuld am Antisemitismus sei, der dann also sehr richtig antwortete: dass Jesus erstens selber Jude war, dass die Jünger zweitens noch gestritten haben, ob nicht zuerst die Juden missioniert werden sollten und drittens, ja, klar, der christliche Antisemitismus (Jesus-Mörder!) zieht sich als Verblendungs- und Sündenspur durch die Kirchengeschichte.

Sodann Rolf Verleger, früheres Mitglied im Zentralrat der Juden, der wegen seiner notorischen Israel-Kritik unter Beschuss stand. Ihm fehlt „die Moral“ im Film, und liest aus einem Brief vor, mit dem er seinen Austritt aus dem Zentralrat begründete.

Schließlich doch und vor allem Historiker Michael Wolffsohn, heller Sommeranzug, braune Socken, schlaksige Figur, in sich verknotet bisweilen, aber mit dem klarsten Blick. Er nennt die drei D es Antisemitismus: Dämonisierung, Delegitimierung, Doppelstandards.

Nebenbei verfrühstückt er noch Gemma Pörzgen wegen eines Filmes, den sie über den Sechs-Tage-Krieg gedreht hat, der vor faktischen Fehlern nur so gewimmelt habe und ein übles Tendenzstück gewesen sei.

Mansour wiederum, nach Lösungen des Problems des Antisemitismus in unserer Mitte befragt, schlägt vor, auch mit muslimischen Kindern und Schülern mal nach Auschwitz zu fahren, was Reporterin ohne Grenzen Gemma Pörzgen heftig verneint, weil das ja wieder „ein typisch deutsches Narrativ“ sei. Vorsicht, kann ich nur sagen, die Faktenchecker von Heiko Maas sitzen vielleicht auch vor dem Fenseher: Auschwitz ist wohl mehr als nur ein „Narrativ“.

Schließlich die Frage der Fragen: Ist jede Kritik an Israel auch gleich antisemitisch? Natürlich nicht, sagt Wolffsohn, sagt auch Mansour, was Frau Pörzgen dazu bringt, gleich auch Jakob Augstein vom Vorwurf des Antisemitismus zu reinigen.

Tatsächlich gelingt es Sandra Maischberger in dieser Nacht, die auch für sie heikle Situation mit erstaunlicher Offenheit und Fairness durchzumoderieren. Nach einem Film-Einspieler, der eine Berliner Demo zeigte, auf der Juden unbeanstandet als „Kindermörder“ bebrüllt wurden, fragte sie Blüm, ob das nicht, wenn es von rechter Seite gekommen wäre, sofort zur Feststellung von Personalien geführt hätte. Da konnte der nur nicken.

Insgesamt aber bleibt festzustellen, da hatte Wolffsohn gleich zu Beginn recht, dieser Film hätte durch die versuchte Zensur nicht besser promotet werden können.

Er wird ein Problem ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken: man muss in diesen Tagen nicht mit Aktionen wie „Netz gegen rechts“ die Ränder absuchen, um den Antisemitismus zu bekämpfen, ein „Netz gegen links“ wäre übrigens, wie der Film beweist, auch angebracht, nein!

Der Antisemitismus brüllt sich uns von vorne ins Gesicht, aus einer ständig wachsenden islamischen Gemeinschaft mitten unter uns.

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Kommentare ( 127 )

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127 Kommentare auf "Bei Maischberger: Wolffsohn führt das öffentlich-rechtliche Fernsehen vor"

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung
Die Anfänge sind irgendwie an mir vorbei gezogen, wahrscheinlich weil ich bis vor nicht allzulanger Zeit nur brav die gängigste Tageszeitung las und abends brav ZDF-Nachrichten sah. Erst die Online-Nachrichten eröffneten mir, wie ich bisher gelenkt wurde und wie unwissend ich war. Auch darüber, dass deutsche Bürger jüdischen Glaubens nun schon wieder Schimpf und Schande ertragen müssen, diesmal von Menschen, die wir aufgenommen haben, weil sie Hilfe brauchten und was das Schlimmste ist, schon wieder von „Bio-Deutschen“, diesmal den in vielen Bereichen „aktiven“ Linksaktivisten, die sich auch nicht scheuen, ihre Heimat in den Dreck zu ziehen. Nun haben sie es… Mehr

Die wenigen, die es noch gibt, werden mundtot gemacht (siehe Bosbach).

Hier noch ein guter Artikel zum Thema: http://www.salonkolumnisten.com/schuss-ins-knie/
Im Grunde ist der Umgang der Sender mit der Doku vor allem ein Beleg dafür, dass die ÖR-Medien ein Problem mit dem Thema Antisemitismus haben.

Auch interessant, die Zuschauerkommentare auf der WDR-Website:
http://www1.wdr.de/unternehmen/der-wdr/unternehmen/doku-faktencheck/dialog-doku-100~_compage-3.html

Eine SPD-Abgeordnete namens Michaela Engelmeier hält die Diskussion für „in weiten Teilen durch und durch antisemitisch und grauenhaft!“
https://de-de.facebook.com/MichaelaEngelmeierMdB/

Ich habe mir das Forum bei WDR angeschaut, grossteils Israel und Judenfeidliche Zuschauerkommntare. Eigentlich hatt es mich nicht gewundert denn siet ein Paar Jahren hatte der Antisemitismus unter dem Deckmantel der Israelkritik zugenomen. Warten wir (ich nicht) noch ein paar Jahren, dann haben wir hier Zustände wie im Nahen Osten und der Hass wird sich gegen alle Ungläubige manifestieren,nicht gegen die Juden, den die werden schon weggezogen sein, aus Erfahrung werden sie nicht so lange warten..

Danke Herr Matussek, Sie belegen, dass gottesfürchtige Juden, Christen, Moslems etc.. per se pazifistisch sind. Kriege und Terror ablehnen. Faschismus als Revolution für mehr Freiheit, von linken, egozentrischen „Gutmenschen“ getarnt, menschenfeindlich gesinnt agieren und ganze Ethnien und Religionen als „Wölfe im Schafspelz“ belügen, betrügen und zerstören. Meine persönlichen Begegnungen und Erfahrungen belegen das ebenfalls. Danke. Der Katholik Helmut Kohl hätte anders gehandelt als die Protestantin und der Papst, anders als unsere Kirchenfürsten beider Konfessionen, anders die Regenten muslimischer Staaten. Angst vor dem Faschismus, aber Vergötterung des Neoliberalmus – denn sie wissen nicht was sie tun, die Lämmer, die taubstumm und… Mehr

Maas : “ Wer strafbare Inhalte im Netz verbreitet, wird konsequent verfolgt und zur Rechenschaft gezogen.“ lt.Focus 20.6.17
Das BKA veranlasste bundesweit in 14 Bundesländern Razzien und Wohnungsdurchsuchungen überwiegend von politisch rechts motivierter Volksverhetzung. Lt. focus
Von linker und muslimischer Hetze wird nichts berichtet.
Ist es also nicht strafbar, wenn im Koran steht Juden sind Affen oder Schweine, wie Mansour hier erklärt ? Darf Religion alles, selbst übelste Hetze ?
Ach ich vergaß, es ist ja auch nicht strafbar uns Deutsche Köterrasse zu nennen, lt. richterlichem Urteil eines deutschen Gerichtes.

Zitat: „Frau Pörzgen dazu bringt, gleich auch Jakob Augstein vom Vorwurf des Antisemitismus zu reinigen.“ So einen scharfen Reiniger kann es überhaupt nicht geben. Frau Pörzgen hat damit nur ungewollt gezeigt auf welcher Seite sie steht. Allein der Versuch, besagten Herrn von diesem Vorwurf reinzuwaschen ist so abwegig lächerlich, wie die Hoffnung darauf, dass es unter dem derzeitigen politischen Personal jemals ein „Netz“ oder gar einen (unbedingt erforderlichen) „Kampf gegen links“ geben könnte. Das ideologische System der DDR ist doch gerade wieder so sehr on Vogue in Deutschland. Und jeder weis doch wo sich die zutiefst antisemitischen Linken Terroristen der… Mehr

Wieso gibt es mit „Israelkritik“ einen geflügelten Begriff, wo man nach viel notwendigerer „Irankritik“, „Chinakritik“, „Saudi Arabien-KritiK“ etc. lange suchen muss und meist nicht fündig wird?

Das Problem, dass unsere Gesellschaft mit Angehörigen des Islam hat, ist unser Problem! Es hat erst mal gar nichts mit Juden zu tun, die in Deutschland einen Bevölkerungsanteil von nur 0,13% ausmachen. Wir sollten unser Problem mit Muslimen, das a priori nichts mit dem Antisemitismus zu tun hat sondern mit eigenen Sicherheitsfragen und manchem kulturbedingtem Gegenübertreten sowie befürchteter Weiterentwicklung, selber lösen. Dann ist auch Juden automatisch geholfen. Lasst die Juden keine Sonderlinge sein, die uns beim Problem mit Muslimen unter spezieller Anleihe von Antisemitismusargumenten helfen sollen, nur weil wir die Erfahrung haben und erwarten, dass diese besonders wirken. Lasst Juden… Mehr

Ich hätte mir allerdings von der jüdischen Community auch gewünscht, dass sie die Dinge beim Namen nennt. Aber auch von dieser Seite wurde – was den Antisemitismus von Muslimen in Deutschland und Europa betrifft – in Gestalt des Vorsitzenden des Zentralrats Schuster immer beschwichtigt.

Der Hauptskandal um diese Doku bleibt der ursprüngliche Versuch, sie in den Giftschrank zu sperren. Dass spätestens seit dem 6-Tage Krieg der sich als „Antizionismus“ tarnende Antisemitismus bei insbesondere Linken großer Beliebtheit erfreut, ist für Leute, die sich mit dem Thema schon länger befassen, keine Neuigkeit. Neu ist hingegen, dass sich diese Haltung schon weit in den Mainstream hineingefressen hat und sich innerhalb einer großenteils moslemischen Zuwanderung nach Dtl (wie auch Österreich, ich bin Österreicher) ebenfalls großer Beliebtheit erfreut (ich erinnere mich an Artikel im österreichischen Nachrichtenmagazin „Profil“, in dem LehrerInnen schockiert davon berichten, dass ihre moslemischen Schüler zum Judentum,… Mehr
Im Gegensatz zum Autor fand ich eher, dass sich Wolffsohn selber vorgeführt hat. Sein wiederholter alleiniger Wahrheitsanspruch kam als letztes Aufbäumen vor dem Faktencheck rüber, zumal zum Thema Antisemitismus mindestens zwei beteiligte Seiten gehören – während in der Sendung sogar viele Seiten erwähnt wurden. Jörg Schönenborn hat für den WDR recht überzeugend begründet – zumal der Film vorher zu sehen war und seine Argumente somit unmimttelbar verifizierbar. Die Maischberger-Sendung war insgesamt im Unterschied zu vielen früheren Sendungen wirklich ausgewogen besetzt. Sie könnte kommenden Talkshows in ARD und ZDF als Vorbild dienen. Ich sehe daran, dass sie es können, wenn sie… Mehr

Danke !
Ich habe in den letzten Tagen wirklich nachgedacht , ob meine
Meinung zu dieser Sendung ein Alleinstellungsmerkmal besitzt .
Es ist , Gott sei es gepfiffen und getrommelt , nicht so !
Was bin ich froh !

Schönenborn hat „rumgeeiert“, dass es peinlich war. Schon die ständige Ansprache mit „Lieber Herr Wolfssohn…..“ hätte ich mir an Wolfssohns Stelle verbeten.

Ich fand widerum peinlich, dass Wolffsohn wie ein Inquisitor auftrat im Besitz der einzig gültigen Wahrheit. Das missfällt mir auch sonst an unserer Medienkultur. Runtergeputzt wird allzu gern, nicht nur bei politischen Themen.

Sie haben selbstverständlich Recht !
Ärgern sie sich nicht über diese Hetzer !

Ich würde an dieser Stelle ja gerne ein paar zeitgenössische Memes posten, aber ich fürchte, Sie würden das nicht verstehen.

Naja einen Versuch gönn ich mir:😂

Als Christ ist die Haltung Juden gegenüber sehr einfach und eindeutig,
weil sie durch Gottes Tatsachen geschaffen wurde: der Vater von Jesus
ist der Gott der Juden, den diese, ebenso wie Christen, als den
Heiligen und Allmächtigen ansehen. (Jesus sagte „Ich und der Vater
sind eins“ und „Ich kann nichts von mir selbst tun, sondern nur
das, was ich den Vater tun sehe, das tue ich ebenso“ usw.) Daher
sind Christen mit den Juden unauflöslich verbunden.

Warum so schwülstig? Kant ist mir da lieber!