Bei Maischberger: Täter im Priestergewand

Gut wäre es gewesen, Maischberger hätte den Kirchenmann einmal so bedingungslos inquisitorisch angefasst, wie sie es in etlichen Sitzungen an AfD-Politikern vorgeführt hat.

Screenprint: ARD/maischberger

Geradezu bizarr, dass vor der Sendung von Maischberger ausgerechnet der Titel der Sendung bei einigen für Empörung sorgte. Bizarr angesichts dessen, was unter der Überschrift „Missbrauch in der katholischen Kirche: aufklären oder vertuschen?” verhandelt werden sollte: Priester, die tausendfach vorwiegend Jungs vergewaltigten, demütigten und so dauerhaft seelisch verkrüppelten.

Warum? Weil laut Missbrauchsbericht offensichtlich eine Vielzahl von Priestern, was ihre sexuellen Neigungen angeht, irgendwo angesiedelt sind zwischen Homosexuellen und Päderasten. Weil sie der schwulen Community wenige Wochen nach Christopher Street Day den denkbar schlimmsten Stachel ins Fleisch jagen, wenn Schwule wieder in die Nähe von Kinderschändern gerückt werden. Die Kirche selbst ist sich dieses Vorwurfs natürlich bewusst und nennt, was unter ihrem Dach über Jahrzehnte passiert ist, in ihrer Missbrauchsstudie dann umständlich „unreife homosexuelle Neigung“.

Es ist so abstoßend, dass man schreien möchte. Unter der Mittelalter-Düsternis der von der Kirche jahrzehntelang gedeckten – also damit auch systematisch ermöglichten – Vergewaltigungen von Massen vorwiegend kleiner Jungen schaut der Zuschauer der Sendung auf Bischof Stephan Ackermann, der als „Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz“ anwesend ist. Was für ein gedanken- und/oder seelenloser Titel!

Und was eigentlich für eine unverschämte Zumutung, dass Ackermann es hier überhaupt noch wagt, mit diesem ringförmigen blütenweißen Kragen aufzulaufen in Gegenwart von Missbrauchsopfern, die mitunter Jahrzehnte gebraucht haben, um den ersten Satz darüber sprechen zu können, was Schwule und Päderasten, was schwule Päderasten im Schutz so eines Persil-Kragens an ihnen für Verbrechen verübt haben. Tausendfach und mit Wissen der Kirche. Und wenn es zu arg wurde, dann eben versetzt an eine andere Stelle, hin zu neuen frischen Opfern. Warum eigentlich reißt sich Bischof Ackermann bei Maischberger diesen Kragen als Symbol der Schande nicht einfach vom Hals?

Sagen wir es so drastisch, wie es ist: Ackermanns Kirche vergewaltigt Kinder. Und der zurückgetretene Papst Benedict erzählt von homosexuellen Seilschaften bis hinauf in den Vatikan. Fazit des abgedankten Papstes: „Es sei ihm nicht gelungen, die Kirche so vom „Schmutz“ zu reinigen, wie er sich das gewünscht habe.“

Kennen Sie Krzysztof Charamsa? Der Pole ist Theologe und homosexuell. Er arbeitete dreizehn Jahre im Vatikan in der römischen Glaubenskongregation. »In seinem Buch „Der erste Stein“ gibt der mittlerweile suspendierte Priester erschreckende Einblicke in die homophobe Struktur der katholischen Kirche: „Auf der Grundlage meiner persönlichen Erfahrungen gehe ich davon aus, dass ungefähr die Hälfte aller katholischen Geistlichen schwul ist.“ Homosexualität sei beim Klerus „eine Obsession“ gewesen – in der Öffentlichkeit wird sie verurteilt, doch hinter verschlossenen Türen laut dem 44-Jährigen ausgelebt.“«

Aber wie viele dieser „Hälfte“ sind nun mit einer „unreifen“ Homosexualität belegt? Ja, man kann es ahnen: Es ist dieser Tage nicht leicht, als Homosexueller durch die Welt zu laufen. Der unsägliche so genannte „Schwulenparagraph“ (§175) hatte auch deshalb viel zu lange Bestand, weil er immer wieder mit seiner Jugendschutzfunktion begründet wurde. Übrigens auch von der Kirche glühend verteidigt. Was für eine bigotte Schweinerei.

Aber zurück zu Maischberger. Weitere Gäste sind der als Kind von einem Priester missbrauchte Sänger Wolfgang Niedecken, der eindrucksvoll schildert, wie der Vater zwar irgendwann und viel zu spät die Reißleine zieht und den nicht nur missbräuchlichen, sondern auch sadistischen Priester entfernen lässt, aber wie der Vater doch so sehr in seinem eigenen katholischen Glauben verhaftet ist, dass der Priester einfach nur versetzt wird an einen anderen Ort, wo wieder andere frische Kinder warten, misshandelt zu werden. Die Kirche als organisierter Päderastenring, die viele Voraussetzungen erfüllt, kriminell genannt werden zu müssen? Katholiken werden sich gegen diesen Vorwurf verwahren. Vielleicht sogar zu Recht. Aber wie nah ist man damit dran an der Wahrheit?

Matthias Katsch ist Sprecher des Betroffenenverbandes Eckiger Tisch. Auch er wurde als Junge mehrfach von Priestern sexuell belästigt und irgendwann mit 5.000 Euro aus der Kollekte abgespeist. Und Katsch macht bei Maischberger gleich einmal klar, woum es wirklich geht: „Ich glaube, wir reden eigentlich von einer ganz anderen Dimension. Die Uni Ulm kalkuliert mit mehr als 100.000 in der katholischen Kirche Betroffenen nach 1946.“ Damit kommt er dem Vorwurf eines kriminellen Zustandes deutlich näher, als es der Missbrauchsbericht der Kirche selbst erzählt.

Als würde es dieses Beweises überhaupt noch bedürfen, ist auch Claudia Mönius Gast bei Maischberger. Die bemerkenswert aufrechte Frau ist weibliches Opfer priesterlicher Vergewaltigungen. Ja, es gibt auch sie: kriminelle Päderasten in der Kirche ohne diese so umschriebene „unreife Homosexualität“. Mönius wurde fünf Jahre lang missbraucht: „Der Pfarrer (war) meine Vertrauensperson und nannte mich mein Mädele‘.“ Und die couragierte Frau geht noch weiter, wenn sie sich live bei Maischberger erinnert: „Er nannte sein Glied Spatz, in Anlehnung an seinen Spitznamen bei den Regensburger Domspatzen. Er spielte mit mir: Spatz such Häschen. Weil ich eine Unterhose mit einem Hasen darauf hatte.“

Moderatorin Maischberger macht hier eine gute Arbeit, sie lässt die Opfer erzählen, gibt ihnen jenen Raum, der nötig ist, diesen ganzen Ekel, die Abscheu und das Widerwärtige dieses offensichtlich kriminellen kirchlichen Wirkens einmal vor den Zuschauern auszubreiten. Wer in diesen Tagen mit ansehen muss, wie sich wieder Priester aufschwingen, den chronischen Missbrauch perfide zu relativieren, der muss ja fast dankbar sein, dass die Macht des öffentlich-rechtlichen Fernsehens einmal in die richtige Richtung ausschlägt. In anderen Zeiten wären Kirchen geschliffen und Priester verjagt worden. Im 21. Jahrhundert wird debattiert. Und wir dürfen darauf pochen, dass dies mit aller nötigen maximalen Härte passiert.

Dieser großartige Kirchenkritiker Karlheinz Deschner hatte seine Kriminalgeschichte des Christentums kurz vor seinem Tod mit Band zehn abgeschlossen. Hätte er ein paar Jahre länger gelebt, wäre nun Band elf notwendig geworden. Die Kriminalgeschichte der Kirche ist tatsächlich eine endlose.

„Warum haben Sie so lange gebraucht, um sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen?“, fragt Maischberger den Bischof. Und der antwortet zunächst, dass ihn jede neue biografische Geschichte (er meint Geschichten vom Missbrauch durch Priester) „immer wieder neu erschüttert.“ Und der Zuschauer ist hier dazu verdammt, diesem Kirchenmann seine Erschütterung abzunehmen. Sogar und obwohl Bigotterien, Unehrlichkeiten und Lüge Teil des Verschleierungsapparates der Kirche sind.

Es kann ja diesem Bischof vom ersten Tag seiner Karriere in dieser Kirche an nicht entgangen sein, was da in seiner Kirche täglich passiert. Eine Kirche, die sich zunehmend zum Schutzraum für solche Kriminelle entwickelt hat. Und Ackermann weiß natürlich um diese ihm zu unterstellende Unglaubwürdigkeit. Also hängt er hinten an: „Das ist keine Rhetorik, das ist keine Floskel.“ Kann einem der Mann Leid tun in seiner Rolle? Sicher nicht. Denn nach wie vor trägt er das Gewand der Vergewaltiger. Man mag sich kaum vorstellen, wie das auf die Betroffenen wirken muss.

„Man kann wirklich nur fassungslos sein“, hängt der Bischof noch an. Nein, man kann noch mehr. Aber es wurde von der Kirche nicht gewünscht. Derweil wurde einfach weiter vergewaltigt.

Maischberger ist hoch anzurechnen, sich dieses Themas überhaupt angenommen zu haben. Tatsächlich ist es bei ihr gefühlt vielfach besser aufgehoben als etwa bei Plasberg oder Illner. Wenn man sich etwas hätte wünschen dürfen, dann das: Gut wäre es gewesen, Maischberger hätte den Kirchenmann einmal so bedingungslos inquisitorisch angefasst, wie sie es in etlichen Sitzungen an AfD-Politikern vorgeführt hat. Hier wäre es eindeutig vertretbar gewesen, die Kirche mit den Mitteln der Kirche zu verhören. Kein Mitleid.

Die Deutschlandfunk-Redakteurin Christiane Florin stellt es noch einmal klar: „Dieses System kann sich nicht selbst aufklären. Ich glaube, jetzt ist wirklich der Staat gefordert.“ Und das ginge, so Florin, nicht mehr so gönnerhaft und partnerschaftlich. Damit hat die Journalistin das nächste Fenster ins Dunkle aufgestoßen: jenes, das darauf hinweist, dass sich auch Staat und Gesellschaft versündigt haben, diese vergewaltigende Kirche so lange mit Wohlwollen betrachtet zu haben. Nun mögen wieder einige einwenden, man könne hier nicht „Kirche“ sagen, sondern müsse von Einzelfällen sprechen. Ist das wirklich so? Ab wann ist der Einzelfall die Regel? Eine Diskussion, die wir übrigens in anderem Zusammenhang und aus jüngster Zeit nur all zu gut kennen.

Was Sandra Maischberger hier zusammengebracht hat, muss als eine ihrer wichtigsten Sendungen gelten. Höchst bedauerlich nur, dass diese Sendung erst um 23:45 Uhr ausgestrahlt wurde, fast so, als läge ein Index auf dem Thema, wo es nur daran lag, dass der Fußballgott leider Maischberger noch weiter nach hinten geschoben hat.

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Kommentare ( 131 )

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Und fast gleichzeitig schwadroniert ein anderer Pfaffe in der Phoenix-Runde über Moral in der Politik. Ekelhaft und widerlich.

Das ist genau das Niveau, das ich mir bei Tichys Einblick wünsche.

Warum drischt die Maischberger-Sendung denn so auf die katholische Kirche ein? Massenhafter Missbrauch hin, massenhafter Missbrauch her… viel wichtiger ist doch, dass die katholische Amtskirche tätige Buße leistet, indem sie das Merkelregime im „Kampf gegen Rechts“ (sprich: AfD) herzhaft unterstützt, die Masseneinwanderung schön redet und Merkels „wir schaffen das“-Mantra wie eine Monstranz vor sich herträgt (natürlich ganz selbstlos). Und dafür hat die katholische Kirche doch nun wirklich alle Schonung dieser Welt verdient oder zumindest vom Staatsfernsehen. (Ironie Ende)

PS. So viel weiß ich noch von früher: „Bischof“ schreibt sich hinten mit nur einem „f“ 🙂

Danke für den Hinweis – nehmen sie das zweite f dann also bitte als Beginn eines Anglizismus

Bitte. Über den beginnenden Anglizismus muss ich noch nachgrübeln. Ich kenne nur bishop (bishop of bling =Protz-Bischof) 😉

das ist doch nun wirklich nicht so schwer … .

Da stellen sich einige Fragen.
Warum unterstehen die Geistlichen nicht der normalen Justiz? Eine „Versetzung“ ist wohl nicht die angemessene Bestrafung für Untreue von Kirchengeldern v. Elz, oder für Kindesmissbrauch.
Warum wurde diese Studie von der katholischen Kirche durchgeführt und von Angestellten der Kirche ausgewertet. (Lachhaft)
Die angeblichen nur 8700 geschändeten Kinder und Jugendlichen können sie locker mit dem Faktor 10 multiplizieren, wenns überhaupt reicht.
Fast jeder kennt eine Geschichte von einem seltsamen Dorfpfarrer…
Und warum wird immer noch eine Kirchensteuer für diesen laut Pabst Benedikt „Homoverein“ fällig?

Beim Thema „Missbrauch in der Kirche“ wird ein ganz entscheidender Aspekt verleugnet: Die Opfer sind fast immer Buben, die Täter sind also Homosexuelle. Denn die Pristerseminare waren für Homosexuelle immer ein idealer Schutzraum, bürgerliches Leben und seine Neigung zu vereinbaren. Statt einer Diskussion „Missbrauch in der Kirche“ (der nicht verleugnet werden darf!) wäre eine Diskussion „Homosexualität und Kindesmissbrauch“ viel naheliegender. Aber das ist politisch ein Tabuthema, damit würde ja die Opferrolle, die Homosexuelle im Westen einnehmen, vollkommen ad Absurdum geführt. Unsere Kinder müssen voe Homosexuellen geschützt werden, genau das macht in Russland das dortige Gesetz, welches im Westen als homophobes… Mehr

So hirnrissiger Quatsch den Sie hier verzapfen!

Pädophelie und Homosexualität haben nichts mit einander zu tun!

Da Problem mit der Kirche ist, dass sie einen Schutzraum für Leute mit entarteten Fetischen ist.

Von innen unterdrückte Homosexualität kann sich in einem abartigen Fetisch der Pädophelie zum Ausdruck bringen. Daraus folgt gerade, dass die Homosexualität endlich in allen Teilen der Gesellschaft also auch in der Kirche als ganz normal akzeptiert wird!

Das Gegenteil von dem, was sie fordern ist der richtige Weg!

Also wenn sich die Kerle an „Jungen“ vergreifen sind sie pädophil, da gibts kein wenn und aber! Und mir ist es auch schnurzegal ob die homosexuellen Priester ihre Sexualität unterdrücken müssen, das ist ihr Problem, die haben ihre Gliedmaßen bei sich zu lassen! Immer dieses „Entschuldigung“ suchen für diese Abartigkeiten! Irgendwann ist auch mal gut mit Therapie! Wo ich Ihnen Recht geben kann ist, wenn die „Mädchen“-Quote in der kat. Kirche höher wäre, nimmt man auch diese, weil es nur um die unbehaarten Körperöffnungen geht!!

Ich pflichte Ihnen bei und hole mir auch ein paar Minusbewertungen ab.
Das ist wirklich absoluter Quark, den der Herr hier absondert und homophober Unsinn.
Ich selbst habe einige Schwule und Lesben in meinem Bekanntenkreis und kenne die Vorurteile, die von solchen Menschen verbreitet werden.
*****

Lieber Ruud, ich schätze Ihre Beiträge sehr und lese sie immer gerne. Wovon ich aber jedem abraten kann, ist, sich auf das aktuelle Russland zu beziehen. Russland und Recht, Russland und Gesetz sind zwei diametral entgegengesetzte Begriffe.

Und was die Pädophilie in der russisch-orthodoxen Kirche angeht – diese gedeiht und führt in die höchste Ebene. Wer der Sprache mächtig ist, weiß Bescheid!

Quelle? Erfahrungswerte?

Keine Lust gehabt den Text zu lesen?

„Ich glaube, jetzt ist wirklich der Staat gefordert“. Leider weigert sich dieser auch hier, seine Pflicht zu tun, seine Bürger vor Verbrechern zu schützen und diese ohne wenn und aber zur Rechenschaft zu ziehen. Noch schlimmer: Der Staat macht sich auch noch gemein mit der Kirche, indem er ihnen das Eintreiben der Kirchensteuer abnimmt. Ohne die mit der staatlichen Abgabenpeitsche eingetriebenen Milliarden wäre dieser verkommene Apparat nicht so fett geworden und und die Perversen im Priestergewand hätten weit weniger Gelegenheit, sich an unschuldigen Seelen zu vergehen. Danke für diesen Artikel, Herr Wallasch!

Ich denke, dass es für das Schicksal Europas besser gewesen wäre, wenn die Rangelei zwischen zwei jugendlichen Männergruppen an der Milvischen Brücke anders ausgegangen wäre.

Die vorderasiatische Wüstenreligion wäre im Rang einer Sekte geblieben, wir wären zivilisatorisch einige Jahrhunderte weiter, und ich könnte ab und zu nach dem Besuch im Theater (ohne den Zusatz „Regie“) in den Apollon-Tempel gehen oder im Tempel nebenan einer schnuckligen Priesterin der Artemis nachstellen.

Kein verschwiemeltes Sündengequatsche, stattdessen Logos und eine gesunde Ethik.

Schade eigentlich.

Trefflich wiedergegeben. Und entspricht sehr vielen meiner Gedanken, zu diesen Thema.

Weltweit gibt es über 2 Milliarden Katholiken. Wenn ich Herrn Wallasch richtig verstehe könnten davon cum grano salis die Hälfte traumatisiert sein, weil chronisch von der Hälfte aller Priester mißbraucht. Diese Hälfte ist ja schwul und und vermutlich auch pädarastisch veranlagt, laut Herrn Wallaschs ebenso absurder Unterstellung. Auf Deutschland bezogen zählen wir offenbar von 1946 bis 2014 insgesamt 3677 Opfer, jährlich also ca 55 bekanntgemachte. Ich verstehe und teile die Betroffenheit, weil ich von einem Priester erwarte, dass er derlei Dinge nicht tut, auch wenn er eine Veranlagung dazu hat. Dagegen steht aber die Zahl der Kinderschänder generell in unserer… Mehr

Was soll denn diese Gegenrechnung? Die 55 im Jahr von kath. Missbrauchten haben zu warten weil der häusliche Missbrauch viel größer ist? Was für eine abartige Argumentation! Der Artikel handelt von kath. Kirche, evtl. kommt ja auch mal ein Artikel über häuslichen Missbrauch. Meine Meinung, Sie haben null Ahnung von der Materie aber eventuell von Zahlen und von Homosexuellen! Sie erwarten „das man das nicht tut“ pfiu, pfui, auf die Finger haue………ehrlich Ihre Argumentation?! Und Päderasten / Kinder****** sind auch von Außenstehenden zu verfolgen!!!

Lieber verehrter Sonnenschein, warum meinen Sie, sich unbedingt blamieren zu müssen. Talleyrand hat nichts anderes getan, als erstens eigene Anmerkungen aus dem Beitrag von Herrn Wallasch sarkastisch auf die Schippe zu nehmen und 2. darum gebeten, die Kirche (Verzeihung) im Dorf zu verlassen.

Er hat eine Relation hergestellt, eine Beziehung.

Eine Institution in ihrer Gesamtheit, insbesondere in Kenntnis der von Talleyrand angeführten Fakten, unter die Kappe der Päderasten zu stecken, ist zumindest unangebracht.

„Und natürlich hat die katholische Kirche dabei die unerlässliche Aufgabe den eigenen Stall auszumisten und dafür zu sorgen, dass die längst überfällige Trennung von Staat und Kirche vorangetrieben wird. Aber das ist eine Aufgabe der Kirche, nicht eine Aufgabe Außenstehender. “ Ihren eigenen Stall ausmisten, ja, bitte gern. Das ist Aufgabe der Kirche. Aber wenn sie es nicht tut, dann wird es sehr wohl zur Aufgabe Außenstehender. In Sachen Trennung von Kirche und Staat hat die Kirche nix mitzureden. Das ist definitiv allein die Aufgabe Außenstehender, nämlich aufgeklärter Staatsbürger. Wir brauchen keine priesterliche Erlaubnis um eine Theokratie abzulehnen, wie lächerlich… Mehr

Was Sie hier aufschreiben, ist leider wohl exemplarisch für alles, was andere über Jahrhunderte am deutschen Chatakter so verachtenswert fanden

Immerhin Charakter, Herr Wallasch. Und was die anderen betrifft: es ist mir herzlich egal, ob die den deutschen Charakter verachtenswert fanden. Woher kommt eigentlich bei Ihnen der Hass auf die Kirche?

Mir in dem Kontext diese Frage zu stellen – noch dazu im Sound der Links-Grünen. Wenn es darum geht, notwendige Kritik als Hass zu deklassieren. Wäre ich gestrickt wie Sie, müsste ich zurückfragen, ob sie als Missbrauchsopfer hier StockholmSyndrom demonstrieren … herrje, wie traurig …

»Wenn es darum geht, notwendige Kritik als Hass zu deklassieren«

Was ist mit Ihrer extrastarken Überemotionalisierung ohne Maß und Obergrenze? Notwendig? „Kritik“?

»Woher kommt eigentlich bei Ihnen der Hass auf die Kirche [Herr Wallasch /Anm.]?«

Obwohl ich die Kirche nicht zu verteidigen habe, frage ich mich das auch.

Ein Spiegelbild des Mainstreamcharakters. Auch dort gibt es zu viel Emotion und zu wenig Substanz.

… angesichts von Vergewaltigungen von Kindern durch „unreife homosexuelle“ Priester zu fragen, woher die allerschärfste Kritik kommt?

»…angesichts von Vergewaltigungen von Kindern… allerschärfste Kritik« Wie wollen Sie die „allerschärfste Kritik“ noch steigern, wenn von den familären Missbräuchen in ganz anderen Dimensionen die Rede ist? Da geht es jährlich um mehr als 250.000 sexuell missbrauchte Kinder. Wenn die bei Maischberger ermittelten durchschnittlich 55 pro Jahr durch Kirchen dagegengehalten werden, lässt sich der allgemeine Standard damit vergleichen. „Normal“ sind 1,9%. Das sind zwei Kinder von nur vier Schulklassen. In der ganz normalen Welt außerhalb der Kirchen. Keine Frage, die Kirchen haben im vergleichenden Unterschied vor allem ihr wichtigstes Pfund beschädigt: das Vertrauen. Das wiegt schwerer als im „Normalfall“ – aber… Mehr

Hm, angesichts der Tatsache, dass es in diesem Bericht um die kath. Kirche geht dann das Argument vom häuslichen Missbrauch kund zu tun, ist für mich die typische „Linkenargumentation“. Ihre Vergleiche sind unterirdisch und zeigen mir, dass Sie nichts verstanden haben und null Emphatie haben.

Der Staat ist gefordert? Genau der Staat, der Kinderehen aus ‚religiösen‘ und ‚kulturellen‘ Gründen legitimiert und dessen Unterstufen- und Kindergartenkinder im Gederismus-Fahrplan schon erlernen, was Anal-Sex, Darkrooms etc. sind. Gratulation.

Liebe Sabine, Herr Wallasch meinte mit Sicherheit einen funktionierenden Staat. Nicht das, was wir aktuell sind.

Also doch den Kirchen selbst überlassen? Unsinn

Kurz nach der Wiedervereinigung wurde eine länderübergreifende polizeiliche Sonderkommission gebildet, die den Auftrag hatte, das staatlich organisierte Doping in der DDR zu untersuchen. Hierzu hatte die SoKo weitreichende Befugnisse, Beweise (Akten, Quittungen etc.) zu sichern, Durchsuchungen durchzuführen sowie Verdächtige und Zeugen zu vernehmen. Wenn beim Missbrauch von Medikamenten verfahren wird, wie man sonst gegen Mafia-Strukturen vorgeht, sollte eine SoKo zur Untersuchung der pädophilen Schwerstkriminalität in der katholischen Kirche problemlos zu begründen sein. Polizei und Staatsanwaltschaft sind politisch weisungsgebunden, was Sabine Ehrke zu dem berechtigten Zweifel führt, ob es den „politischen Willen“ gibt, die katholische Kirche womöglich als „kriminelle Vereinigung“ bloßzustellen.… Mehr

Das wäre auch Problemlos zu meistern.

Doch kennst du das Geheimnis der Beichte?

Beichte ist nichts anderes, um etwas zu Decken und den Beichter damit (der Beichte) zu benutzen. Natürlich nur für den Nutzen Gottesa (besser gesagt der Kirche).

Meiner Meinung nach ist der „Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz“ IN SEINER FUNKTION = der „Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung“.

Beide verwalten nicht mal den Schaden, vielmehr ist es ihre Aufgabe, betroffene Gesichter zu mimen. Der Nutzen von beiden strebt gegen 0 (Null).

‚inquisitorisch‘ ist hier ein pikanter Begriff, der durch die katholische Kirche gescaffen wurde um Fakenews, die ihnen ins Konzept passen zu generieren. Somit hat Illnder durchaus inquisitorisch gearbeitet, nur halt ohne Daumenschrauben und andere katholische Spezialitaeten.

Warum war da aber kein Staatsanwalt, der mal sagt:’Her mit den Unterlagen‘?
Warum sitzen die Brueder nicht im Knast?

Vermutlich ist das Meiste verjährt und auch sonst kaum nach rechtsstaatlichen Prinzipien aufklärbar. Nur die öffentliche Inquisition, die sich keinem ordentlichen Gericht mit seiner Wahrheitsfindung stellen muss, entdeckt plötzlich, dass ihre Stunde gekommen ist.

Das kulturkampfgeprägte Bild der Kirche lässt beim Wort „inquisition“ immer nur an lodernde Scheiterhaufen denken. Tatsächlich liegt die damals von der katholischen Kirche entwickelte Inquisitionsmaxime immer noch allen europäischen Strafprozessordnungen zugrunde. Nur hat man dieses Instrument in „Amtsermittlungsgrundsatz“ umgetauft.

Aber in Deutschland scheint man ja gerne nach Hetzjagten die Scheiterhaufen ordentlich lodern zu lassen, ohne sich vorher über belastbare Beweise den Kopf zu zerbrechen.

Im übrigen ließen sich viele spanische Rowdies während der Blütezeit der Inquisistion die niedrigsten Weihen verpassen um ja vor ein kirchlich-inquisistorisches und nicht vor ein weltliches Gericht zu kommen. Das Verfahren war angenehmer und die Strafen geringer.

Es ist ein (verständlicher) Irrtum, was du beschreibst. Die Inquisitation urteilt nicht nach damaligen Recht. Sondern einzig nach Gesetzen und Formen des Kirchenrechtes. Das letztendlich die „Delinquenten“ von weltlichen Richtern (was nur zweite Bestätigung des Kirchengerichtes war) gerichtet und von weltlichen Henkern die Strafe durchgeführt wurde, hatte schon seinen Grund. Die weltlichen Gerichte führten nur einen Schauprozeß durch. Es ging darum, eine saubere Weste zu behalten. Nicht die Kirche hat verurteilt (geurteilt schon) und ausgeführt. Damit wurde die Verantwortung der Anstiftung, Umsetzung und Durchführung dieser „Gerichte“ auf den Laien, den weltlichen Laien geschoben. Was viele nicht wissen oder ignorieren, ist:… Mehr