„Journalisten müssen prüfen, was Sache ist? Haltung genügt.”

Das Problem sind die unzähligen Journalisten, die aus einer Zuspitzung falsche Meldungen machen, weil sie alles ungeprüft nachäffen, was auch nur halbwegs in ihre ideologische Vorurteilswelt passt.

© Bernd Zeller
Bernd Zeller hat es punktgenau ins Bild gesetzt. „Schulkinder müssen doch Deutsch können, um dem Unterricht folgen zu können.” Und die Replik: „Welchem Unterricht?”

Die Deutsche Presse-Agentur hatte Überlegungen Linnemanns zu dem Thema der Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse zugespitzt zur angeblichen Forderung nach einem „Grundschulverbot“ für diese. Dpa musste einen Rückzieher machen, denn Linnemann hatte eine Vorschulpflicht für Kinder ohne Deutsch-Kenntnisse angeregt. Ein Kind, das kaum Deutsch spreche und verstehe, habe auf einer Grundschule noch nichts zu suchen. Notfalls müsse, so der CDU-Politiker, eine Einschulung auch zurückgestellt werden.

So weit, so gut. Das größere Problem ist nicht die Zuspitzung des Redakteurs der dpa, sondern sind die unzähligen Journalisten, die aus dieser Zuspitzung falsche Meldungen machten, weil sie alles ungeprüft nachäffen, was auch nur halbwegs in ihre ideologische Vorurteilswelt passt. „Journalisten müssen doch kritisch prüfen können, um sagen zu können, was ist.” „Was Sache ist? Haltung genügt.”


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Kommentare ( 23 )

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23 Kommentare auf "„Journalisten müssen prüfen, was Sache ist? Haltung genügt.”"

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Auch wenn ich schon wieder „jemanden vom Fach“ zitiere:
Ein Bekannter, studierter Journalist, jetzt als IT-Fachmann bei Madsack beschäftigt, sagte zum Thema „Lückenpresse“ entschuldigend:
Die Journalisten/Redakteure bei Madsack bekämen doch für eigene Recherchen zu überregionalen Themen keine Arbeitszeit. Die wären damit beschäftigt, dpa-Meldungen leicht umzuformulieren. Mehr sei einfach nicht mehr möglich; ich möchte hinzufügen: Vermutlich auch intellektuell, wenn ich an die (wenigen) mir privat oder beruflich bekannten Journalisten (fast ausschließlich Madsack) denke. Vor allem das Bildungsniveau ist überwiegend erschreckend niedrig.

Ein Verweis auf Frankreich wäre sinnvoll. Dort müssen Kinder die die französische Sprache nicht beherrschen eine Vorschule besuchen.

Warum geht das in Deutschland nicht???

Oh doch, das geht und das gibt es auch. Die zweitbeste Freundin meiner Großen (kroatisch-stämmig) durfte einen solchen Unterricht in Bayern trotz ihres Deutsch auf muttersprachlichem Niveau genießen. Zusammen mit den üblichen Verdächtigen, die kein Wort beherrschten. Sie bekamen Schildchen mit Auto/Haus/Krokodil vorgezeigt und mussten die Wörter sagen usw. Das Kind hat einen ziemlichen Schaden davongetragen und hatte dann erst mal einen großen Hass auf Schule. Aber alles andere wäre ja „diskriminierend“ gewesen …

Ein großer Teil der Medienleute in Deutschland bzgl. Politik und Gesellschaft sind gar keine Echtjournslisten, sondern verstehen sich selbst als Linksapologeten. Deren Medien sind dann dementsprechend Linkspropagandamedien.

Zeit für einen Journalisten TÜV.

Oder aber, analog der DUH EINEN DJH ! Da gibts Kohle!

WARUM GIBT ES NICHT SO ETWAS wie eine „Approbation“ für Journalisten? Jedem Arzt der pfuscht kann man selbige entziehen, jedem Anwalt die Lizenz, fast keine Berufsgruppe ist bei Fehlverhalten von einem möglichen Berufsverbot ausgenommen. Warum sollen ausgerechnet Journalisten, die im Unterschied zu einem Arzt ja keine wirklich lebenswichtige Aufgabe haben (vor allem dann nicht wenn sie Schmonzetten verfassen statt zu berichten), Narrenfreiheit genießen? Pressefreiheit gut und schön – aber sie darf nicht permanent missbraucht werden. Leute wie Relotius sollten lebenslang Berufsverbot erhalten, so wie ein inkompetenter oder fahrlässiger Chirurg, dem die Patienten wegsterben. Wenn die Mainstreammedien nur noch machtsichernde Propaganda… Mehr

Ähnlich wie beim Verfassungsgericht, wenn dort keine unabhängigen und um Objektivität bemühte Richter sitzen dann nützt die tollste Verfassung/GG nix.

Und wer würde die Prüfung vornehmen? Aha …