Wie Correctiv und Facebook gemeinsam Fake-News produzieren

Darf über einen Brief von mittlerweile 500 Wissenschaftlern und Experten noch berichtet werden, wenn sie den Verlauf des Klimawandels wenig dramatisch sehen? Nicht, wenn es nach Facebook und seinen vermeintlichen Faktencheckern geht. Wahr ist nur, was "amtlich" ist.

AFP/Getty Images | Screenprint

TE hat über einen Offenen Brief von 500 Wissenschaftlern an den UNO-Generalsekretär António Manuel de Oliveira Guterres und an die Leiterin des UN-Klimasekretariats in Bonn, Patricia Espinosa Cantellano berichtet: In dieser „European Climate Declaration“ schreiben die „Scientists and Researchers“, die „Klimamodelle“, auf denen die internationalen Politikziele derzeit basieren, seien „ungeeignet“. Die jetzige Klimapolitik höhle das wirtschaftliche System aus und gefährde Menschenleben in Ländern, denen der Zugang zu bezahlbarer elektrischer Energie verweigert werde. Der Klimawandel habe mehrere Ursachen, laufe langsamer ab als von vielen Panikmachern dargestellt und erfordere differenzierte Maßnahmen; nicht nur eine Reduktion von CO2, denn dieses verteufelte Klimagas sei kein Schadstoff, sondern für das Pflanzenwachstum unabdingbar. Es ist eigentlich eine journalistische Selbstverständlichkeit, über eine solche Debatte zu berichten. Der Überbringer der Nachricht machte sich bisher nicht gemein mit dem Inhalt der Nachricht. Nicht so in Deutschland. Hier arbeitet Facebook mit „Faktencheckern“ wie Correctiv zusammen. Deren Bewertung hat es in sich: „Teilweise falsch“, heißt es über die Nachricht von TE. „Es handelt sich nicht um 500 Wissenschaftler. Zudem lassen die Aussagen im Brief teils Kontext zu bisheriger Forschung oder der Einschätzung offizieller Stellen aus und sind deshalb irreführend.“ (Quelle)

Diese Bewertung hat Gewicht: Facebook unterbindet in diesen Fällen die Weiterverbreitung von Hinweisen auf diese Story und „informiert“ seine Nutzer über die angebliche Unseriosität des jeweiligen Mediums. Es wird also im Facebook-Netzwerk zensiert, obwohl die Weitergabe für digitale Medien entscheidend ist, diskreditiert und auch finanziell durch Reichweitenreduzierung „bestraft“. Facebook, marktbeherrschend, schwingt sich also dazu auf, Artikel 5 des Grundgesetzes auszuhebeln – durch Nicht-Verbreitung, Verleumdung und wirtschaftlichen Schaden.

Aber ist die konkrete Story „teilweise falsch“? Sicherlich nicht – denn die Petition gibt es, ihre Inhalte wurden von TE korrekt wiedergegeben. Nun kann man anderer Meinung sein, ob die Behauptung „richtig“ ist – entscheidend ist aber die Nachricht einer von der Mehrheitsmeinung abweichenden Petition an den UN-Generalsekretär. Bewerten mag das jeder Leser selbst. Für „Correctiv“ ist das aber schon falsch, weil die Einschätzung „offizieller Stellen“ fehlt. Dabei ist gerade das Kern der Petition und für jeden Leser erkennbar: Sie richtet sich erklärtermaßen gegen den veröffentlichten Mainstream und fordert dazu auf, „als Entscheidungsgrundlagen nicht nur die Forschungsergebnisse der Mainstream-Wissenschaftler heranzuziehen. Vielmehr müssten auch die Arbeiten solcher Forscher eingehend analysiert und diskutiert werden, die den derzeit dominierenden Klimamodellen dezidiert kritisch – und zwar auf der Basis seriöser wissenschaftlicher Analysen – gegenüberstehen.“ Aber offensichtlich ist die andere, also nicht-staatlich erlaubte Meinung „falsch“.

Es ist nicht das erste Mal, dass Correctiv sich mit so einer Einschätzung blamiert und Facebook damit journalistische Qualitätsstandards mit Füßen tritt: So hatte TE während der Debatte über den Migrationspakt berichtet, dass ein Gutachten   von Mitarbeitern des juristischen Dienstes der EU-Kommission die rechtlich Verbindlichkeit Ausdruck bestätigen – was bis dahin von der Bundesregierung, der UN wie der EU-Kommission bestritten worden war. Auch diese Nachricht von TE sei „teilweise falsch“, weil es von der EU als „nicht offizielle Meinung“ bewertet wurde. Das hatte TE nicht behauptet, sondern auf die bedenkenswerte Argumentation des tatsächlich vorhandenen und bestätigten Papiers hingewiesen. Offensichtlich ist für Correctiv nur richtig, was ein Regierungssprecher behauptet, nicht aber was kritische Journalisten recherchieren. Diese Mechanik inklusive der immer mit verbundenen persönlichen Diskreditierung von „Abweichlern“ und halbwahren Unterstellungen wiederholt sich jetzt im Fall der Petition zur Klimaerwärmung – wahr ist, was die Bundesregierung und ihre abhängigen Institute behaupten; unwahr ist per se, was Kritiker schreiben. Die, so Correctiv, unlautere Motive verfolgen oder mehr oder weniger abhängig  seien.

Der Witz dabei: Correctiv hat bereits dramatische Fake-News in die Welt gesetzt und ist nicht unabhängig.  Es wird mittelbar von der George-Soros-Stiftung „Open Europe“ teilfinanziert. Der milliardenschwere Spekulant setzt derzeit wirtschaftlich auf „Erneuerbare Energien“ und der Verdacht liegt nahe, dass er jede Kritik an der Förderung dieser hochsubventionierten Anlagen schon im Vorfeld unterbinden will. Correctiv sitzt im Glashaus und wirft mit Steinen. Facebook wiederum unterstützt dieses Vorgehen.

Im Folgenden dokumentieren wird die Antwort von Fritz Vahrenholt, der die deutschen Unterzeichner koordiniert. Vahrenholts Brief an Correctiv zeigt, wie dort Fake-News produziert werden:

Fritz Vahrenholt: Offener Brief zum Klimawandel und die Fakten, die Correctiv verfälscht oder unterschlägt

Correctiv hat auf seiner Web-Seite einen tendenziösen, fehlerhaften und was meine Person betrifft verunglimpfenden Artikel publiziert: „Offener Brief zum Klimawandel: Weder haben 500 Wissenschaftler unterzeichnet noch stimmen alle Behauptungen“. (Quelle: hier)

Freihändige Bewertung und Unterstellung

Sie schreiben über mich: die Unterzeichner sind dafür bekannt, dass sie den Einfluss des Menschen und des CO2 auf die globale Erwärmung als gering ansehen. Woher nehmen Sie diese Bewertung? Wenn Sie auf meine persönliche Webseite gehen, finden Sie dort eine Erklärung, weil ich mich auch einschlägiger Falschdarstellungen durch Wikipedia nicht erwehren konnte.

Meine Position, die ich im Buch „Die kalte Sonne“ niedergelegt habe, vertrete ich nach wie vor und werde durch eine Reihe von Veröffentlichungen darin bestärkt. Danach ist der anthropogene Einfluss durch im wesentlichen den gestiegenen CO2- Ausstoß auf die Temperaturentwicklung nur halb so groß, wie das IPCC es annimmt. Die andere Hälfte der bislang gemessenen Erwärmung ist natürlichen Faktoren wie den ozeanischen Strömungen oder der Aktivität der Sonne geschuldet.

Das IPCC nimmt für den anthropogenen Einfluss eine Temperaturentwicklung von 1,5 bis 4,5 Grad Celsius bei Verdoppelung der CO2-Konzentration für die nächsten Jahrhunderte an (ECS- equilibrium climate sensitivity). In diesem Jahrhundert geht das IPCC von einer Temperaturänderung von 1 bis 2,5 Grad Celsius bei Verdoppelung der CO2-Konzentration aus (noch nicht eingeschwungener Zustand der Meere, TCR- transient climate response). Ich befinde mich also mit meiner Einschätzung einer Temperaturerhöhung von 1 bis 1,5° Celsius bis zum Ende dieses Jahrhunderts durch das anthropogen erzeugte CO2 in der Bandbreite der Unsicherheit der IPCC- Schätzung.

Ich habe keinen Zweifel, dass wir uns wegen der CO2-bedingten Erwärmung langfristig von den fossilen Brennstoffen lösen müssen. Trifft meine Einschätzung der Klimasensitivität des CO2 (etwa halb so groß wie das Mittel der IPCC Schätzung) zu, hätten wir deutlich mehr Zeit zur Verfügung, das Energiesystem auf CO2-freie Alternativen umzustellen.

Wie kommen Sie dazu, fälschlicherweise zu behaupten, ich bezeichne den Einfluss durch CO2 als gering?

Ich werde dann als Chemiker an der Universität Hamburg, außerdem Umweltsenator für die SPD, danach Manager bei Shell und seit 2008 Geschäftsführer bei RWE Innogy bezeichnet.

Suggestive Behauptung durch Weglassen

Da wird eine starke Konnotation zu Kohle und Öl hergestellt, denn weggelassen wurde, dass ich sieben Jahre das zweitgrößte deutsche Windkraftunternehmen aufgebaut habe, bei Shell für Erneuerbare Energien zuständig war und bei Innogy ebenfalls. Ich habe mich mein gesamtes berufliches Leben nur mit Erneuerbaren Energien an entscheidender Stelle befasst. Correctiv reduziert das auf Shell und RWE Innogy. Ich war auch nicht „Chemiker an der Universität“, sondern Honorarprofessor im Fachbereich Chemie. Dass ich seit 2015 eine Reihe von anerkannten peer reviewed Publikationen zur mittelalterlichen Warmzeit veröffentlicht habe, unterbleibt. Es passt eben nicht in den Kram, wenn ein Wissenschaftler herausfindet, dass die mittelalterliche Warmzeit um 1000 n. Chr. ebenso warm war wie heute und zwar nicht nur in Europa, sondern auch in Afrika, Südamerika, Ozeanien und in der Antarkis.

Die tendenziöse – man will ja offensichtlich die Personen, die sich kritisch zum Mainstream äußern, unglaubwürdig machen – Beschreibung geht weiter, indem suggeriert wird, ich hätte Verbindungen zu Eike. Es wird behauptet, ich trete bei Veranstaltungen von Eike auf. Ich habe ein einziges Mal im Jahre 2011 wegen eines Vortrags des israelischen Klimawissenschaftlers eine Eike-Veranstaltung besucht. Das ist keine unabhängige Recherche mehr, das ist fehlerhaft und tendenziös.
Das fängt schon bei der Überschrift an.

Wie unabhängig sind abhängige Wissenschaftler?

Die Recherche kritisiert schon in der Überschrift, es hätten keine „500 Wissenschaftler unterzeichnet“. Das ist auch nie behauptet worden. „A group of 500 prominent scientists and professionals“ heißt es am Anfang der Deklaration. Dann wird hervorgehoben, dass es besonders viele emeritierte und retired Unterzeichner gäbe.

Haben sich die Rechercheure mal gefragt, woher das kommen mag? Ich behaupte, das bringt ein höheres Maß an Unabhängigkeit, auch von staatlicher Förderung, keine Rücksichtnahme auf die anvertrauten Doktoranden und deren Zukunft. Diese Personen können freier, ohne Rücksicht auf den nächsten Karriereschritt, die nächste Berufung, die nächste anstehende Verlängerung des Arbeitsvertrages ihre wissenschaftliche Position kundtun.

In der Sache ist die Recherche beschämend schlecht.

1. Natürliche wie auch anthropogene Faktoren verursachen Erwärmung.

Auf die entscheidenden Kritik, wonach das IPCC die Klimaerwärmung seit 1850 dem menschlichen Einfluss vollständig zuschreibt, wird nicht eingegangen. Da wird mit der Nasa argumentiert, die schreibt, dass zu den wichtigen Klimafaktoren im Industriezeitalter sowohl menschliche Aktivitäten als auch in geringerem Maße solche natürlichen Ursprungs zählen. 1:0 für die Unterzeichner. Einige von uns sagen, weniger als 50 %, einige andere sagen etwas mehr als 50 %. Aber einig sind wir uns: 100 % Menschengemachter Klimawandel ist falsch. Und dann mit folgendem Zitat des Umweltbundesamtes zu begegnen, ist lächerlich:

„Seit der Industrialisierung werden jedoch deutliche überregionale und globale Änderungen im Stoffhaushalt der Atmosphäre als Folge des menschlichen Wirkens beobachtet.“

Wer bezweifelt denn das? Dass die CO2-Konzentration zugenommen hat, ist doch unbestritten. Die Frage ist jedoch, wieviel des festgestellten Erwärmungseffektes seit der Kleinen Eiszeit bewirkt diese CO2-Zunahme. Aber der Knüller kommt im letzten Satz. Nach Ansicht der Forscher des Potsdam Instituts könnten CO2-Emissionen die nächste Kaltzeit aber auch um mindestens 100.000 Jahre aufschieben. „Mindestens“ ist richtig schön. Fragen Sie mal die ernsthaften Klimawissenschaftler wie Hans von Storch oder Prof. Marotzke oder Björn Stevens, was sie von einer solchen Aussage von Herrn Schellnhuber vom Potsdam Institut halten. Das ist der selbe Schellnhuber, der 2009 behauptet hat, dass 2035 die Gletscher des Himalaya verschwunden seien. Der selbe Schellnhuber behauptet, dass bis 2100 die Erwärmung 4-5 bei business as usual betragen wird. Das behauptet kein Wissenschaftler des IPCC. Aber er ist IHR Kronzeuge gegen die 500 kritischen Unterzeichner der Deklaration.

2. Behauptung (wieso eigentlich Behauptung?)
Die Welt hat sich weniger als die Hälfte der ursprünglich vorhergesagten Rate erwärmt … wir sind weit davon entfernt, den Klimawandel zu verstehen.

Da kommen Ihre Rechercheure nicht weiter, weil auch die Helfer vom Potsdam Institut ratlos waren. Daher geben die Rechercheure an, die Quellen nicht zu kennen. Es ist so einfach: gehen Sie einfach ins Netz dann finden Sie.

3. Erledigt sich eigentlich schon mit der eben gezeigten Grafik. Interessant ist aber, dass Rechercheure, die die Triftigkeit einer These prüfen wollen, bei demjenigen anfragen, gegen den diese These zu Felde geführt wird (in diesem Fall das Potsdam Institut).

Man sollte nicht die Frösche fragen, wenn man Tümpel trocken legen will. Und wie toll die Antwort der Pressesprecherin des Potsdam-Instituts ist: „die Erwärmung läuft so ziemlich genauso ab wie vorhergesagt“. Jetzt schauen Sie sich die 102 Modelle an und schauen Sie auf die roten und blauen Balken. Das sind die gemessenen Werte. Ist so ziemlich genau wie vorhergesagt nicht wahr. Es ist schlimm, dass Sie zum Ergebnis kommen: „Dass die Klimaforschung generell unplausibel oder mangelhaft sei, ist demnach nicht richtig.“ Das ist also eine correctiv-Schlussfolgerung. Nein, Modelle, die so daneben liegen, sind unplausibel und mangelhaft. Denn immerhin erwartet doch die Klimaforschung, dass die Politik auf Grund dieser mangelhaften Ergebnisse, massive Eingriffe in die Industriegesellschaft vornimmt.

Ein einziges Modell liegt unterhalb der Messungen, es stammt aus Russland. Noch einmal zum Verständnis: Die Modelle geben eine hinter uns liegende Temperaturentwicklung mit 50-100% falsch wieder. Und die sagen dann aber die Zukunft richtig voraus, schon klar. Man könnte auch boshaft sagen, die Modelle werden so getuned, dass sie am Ende des Jahrhunderts die gewünschten 2-3 Grad Celsius erreichen, auch wenn sie heute danebenliegen. Hauptsache, sie verbreiten die notwendige Panik.

4. CO2 ist pflanzliche Nahrung, die Grundlage alles Lebens
Die Deklaration sagt: Zusätzliches CO2 in der Luft hat das Wachstum der globalen pflanzlichen Biomasse gefördert. Es ist auch gut für die Landwirtschaft, da es die Erträge der Pflanzen weltweit erhöht“.

Daran ist nichts und rein gar nichts falsch.

Die Erde wird grüner. Das zeigen Satellitenbilder eindeutig. Etwa auf einem Viertel bis zur Hälfte der bewachsenen Gebiete der Erde hat sich die Vergrünung breit gemacht.

Sie schreiben aber mit Bezug auf ein aktivistisches Portal, dass mehr CO2 „gut für die Landwirtschaft ist,“ sei, wie im Brief behauptet, nicht richtig. Sie zitieren einen Professor aus dem Jahre 2009. Aber vielleicht überzeugt Sie dies.

Wie Sie sehen, steigt die Photosynthese bei Reis, Weizen und Bäumen zwischen 200 und 600 ppm fast linear. Unter 200 ppm stellen die Pflanzen die Photosynthese ein.

In einer im Februar diesen Jahres erschienenen Studie (hier die Pressemitteilung) stellen Alexander Winkler und Victor Brovkin vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg und Ranga Myeni vom Department of Earth and Environment der Boston University fest: “Diese Modelle, welche die wissenschaftliche Basis für die IPCC Assessment Reports sind, unterschätzen wahrscheinlich auch die zukünftige Kohlenstoffaufnahme durch Photosynthese – ein zentraler Aspekt für Klimaprojektionen. In den letzten beiden Jahrzehnten entstanden im Mittel 310.000 km² zusätzliche Blatt- und Nadelfläche,  -ungefähr die Größe Polens oder Deutschlands – jedes Jahr.“

„Unsere zentrale Erkenntnis ist”, so die Forscher weiter, „dass der Effekt der CO2- Konzentration auf die terrestrische Photosynthese größer als zuvor gedacht ist und daher bedeutende Implikationen für den zukünftigen Kohlenstoffkreislauf hat.“ Dieser Effekt beträgt etwa 4 Milliarden zusätzliches CO2, das aufgenommen wird und zwar jährlich. Das entspricht der Gesamtemission an CO2 durch die EU – jährlich.

Der CO2- Dämpfungseffekt ist 60 % höher als das Mittel der Modelle angenommen hatte bei einer Verdoppelung von 280 ppm auf 560 ppm CO2. Und die Realität gibt den Forschern Recht. Schon heute verbleiben nur 46 % CO2 in der Atmosphäre, 24 % in den Ozeanen und 30 % auf Land und in Pflanzen.

Übrigens die Sahel Zone wird grüner, die Sahara schrumpft. Wollen wir das mal der Öffentlichkeit sagen?

5. Die globale Erwärmung hat die Zahl der Naturkatastrophen nicht erhöht
Das sagt sogar das IPCC in seinem Bericht von 2013.

Aber das Recherche-Team stützt sich lieber auf staatliche Stellen wie das Umweltbundesamt, die wissen es ja immer richtig. Und dagegen Kritik zu üben, darf man auch nicht zulassen.

Soviel zu Dürren weltweit:

Soviel zu Regen in Deutschland:

Soviel zu steigenden Schäden durch Wetterereignisse:

Soviel zu Hurrikanhäufigkeit:

Aber der Vogel wird dann abgeschossen, wenn es um den Schutz Windindustrie durch Ihr Team geht.

„Eine abschließende Beurteilung zum Ausmaß des Schadens für Vögel oder Fledermäuse durch Windenergie ist nicht möglich, wie wir recherchiert haben.“
12.000 Greifvögel und 240.000 Fledermäuse werden der Studie des ehemaligen Leiters der Vogelschutzwarte Hessen-Rheinland-Pfalz, Saarland zufolge jährlich durch Windkraftanlagen in Deutschland getötet.
Googeln Sie mal hier.

Eine Studie im Auftrag des Bundesministers für Wirtschaft kommt zum Ergebnis, dass der Rotmilan und der Mäusebussard bestandsgefährdet sind durch Windkraftanlagen. Und dabei hat die Studie noch nicht einmal den geplanten Ausbau auf das Dreifache in den nächsten Jahren einberechnet, sondern nur den heutigen Bestand zugrundegelegt.

Zur 6. These “Klimapolitik muss wissenschaftliche und wirtschaftliche Realitäten respektieren“ sagt Correctiv nichts. Das wäre ja eine Meinung. Na ja.

Ihr Fazit: „Die Aussagen – sind bis auf zwei (welche denn, liebes Team) – zwar in Teilen richtig, sie lassen aber oft den zentralen Kontext aus, etwa zur bisheriger Forschung oder der Einschätzung offizieller Stellen.“ Genau! – die des Potsdam-Instituts und des Umweltbundesamtes. So macht Journalismus doch Spaß: Nicht den „offiziellen Stellen“ kritische Fragen stellen, sondern brav das wiedergeben, was diese Ihnen erzählen, dagegen aber diejenigen in Misskredit bringen, die es wagen, den „offiziellen Stellen“ zu widersprechen.

Wenn Sie wollen, gebe ich Ihnen zu den oben aufgeführten Grafiken die Originalquellen.

Mein Fazit ist:

Correctiv hat das nachgeplappert, was wir alle zur Genüge aus Potsdam, von der Bundesregierung, oder der UNO Organisation IPCC hören. Ich hoffe für Correctiv, dass in Ihren anderen Berichten nicht so liederlich mit den Fakten und dem Anliegen von Menschen, die sich besorgt äussern, umgegangen wird.“

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Kommentare ( 60 )

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60 Kommentare auf "Wie Correctiv und Facebook gemeinsam Fake-News produzieren"

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Als der Spiegel noch einen Restanstand eines Nachrichtenjournal hatte produzierten sie 2017 diese Meldung mit einem langen Bericht dazu:

Aufklärung über Fake News George Soros finanziert Correctiv-Projekt

Das gemeinnützige Recherchebüro Correctiv will im Netz Falschnachrichten kennzeichnen – finanziert wird die Arbeit von Stiftungen des Milliardärs George Soros.
Der Chefredakteuer ist ein ehemaliger taz Schreiberling….

Noch Fragen?

Correctiv ist nur eine weitere linke Organisation des Linkssyndikats. Von dort ist dementsprechend nichts für die Bürger Gutes zu erwarten, ganz im Gegenteil.

Ist Correctiv nicht nur eine Erfindung der Privatwirtschaft, sich an die Gebührentöpfe der öffentlich-rechtlichen heranzuschleichen und GEZ-Gelder zweckzuentfremden? Das sollte doch unter wirklich neutralen Richtern als Gesetzesverstoß gewertet werden, oder?

@Lara Berger: Ich ordne das wie folgt ein: Linke sind im Kern sprachorientierte, machtgierige / einflussgierige Personen, die von den Produktivbürgern leben wollen, diese beherrschen wollen. Die reale Umsetzung dieser Ziele sieht dann im Einzelnen recht verschieden aus, manche gehen in die Parteien, in die Parlamente, manche in die Verwaltungen, manche gründen sog. NGOs, manche gehen in die Medien etc. Zusammen aber haben sie das gemeinsame Ziel und bilden daher ein de-facto-Syndikat, eben das Linkssyndikat. Ob ÖR, direkt staatlich oder rechtlich privat, ist Nebensache. Ich kenne die Finanzierung von Correctiv nicht. Jedenfalls wäre eine direkte Bezahlung aus der Steuergeldkasse nicht… Mehr

Wenn man solche linke Agitationsgruppen wie „Correctiv“, die sich mit der Erfindung von „Wahrheit“ beschäftigen, „Fakten checken“ lässt, könnte man auch die Tabakindustrie Berichte über die Schädlichkeit von Tabakrauch redigieren lassen. Es zeigt allenfalls, wie manipulativ mittlerweile die Einordnungen von Phänomenen laufen. Seit das Thema Klima und Energie von Ideologen zur Profilierung gekapert wurde, ist keine rein rationale und normale wissenschaftliche Debatte mehr möglich. Und das ist die eigentliche Botschaft.

Eine hervorragende Zusammenstellung sachlicher Argumente gegen die Klimaideologie. Die werden jedoch weder die Adressaten noch die regierungs*** Medien besonders interessieren, denn es geht nicht um Wahrheit sondern um Ideologie. Es ist bemerkenswert, dass sich Facebook und Correctiv überhaupt mit der Liste der 500 Wissenschaftler befassen. Offenbar ein Treffer, der weh getan hat. Viele Menschen werden erst durch Facebook von der Existenz der Liste erfahren. Dafür sollte man trotz der Diffamierungen und Falschdarstellungen ein bisschen dankbar sein.

Die Facebook-Macher und Correctiv leben in ihrer eigenen Realitätsblase. Sonst hätten sie schon mitbekommen, dass Michael Manns Klage gegen einen Kritiker gescheitert ist, weil er die Daten seiner angeblichen Untersuchung nicht vorlegen wollte. Dieser Umstand wird vom Mainstream jedoch vollständig ignoriert. Sie verweigern sich der Realität und behaupten weiterhin trotz wegbrechender Grundlage, dass z.B. Millionen Menschen arme Klimaflüchtlinge seien, denen wir jede Unterstützung schulden. Sie hören nicht auf, egal, wie deutlich man sie widerlegt. Nicht mal Flüchtlinge die einen verständnislos anschauen wenn man sie fragt, ob sie wegen des Wetters ihr Land verlassen haben, könnten die zum Umdenken bringen. Einziger… Mehr
Eben nicht. Correctiv „berichtet“ nur deshalb, damit Facebook den Bericht als „Fake News“ klassifizieren kann bzw muss. Dadurch sind die Möglichkeiten der Weiterverbreitung stark eingeschränkt und es lesen WENIGER Menschen den Artikel. So funktioniert das perverse Spiel dieser „Demokraten“. Ein einem Schlagabtausch der unterschiedlichen Meinungen besteht kein Interesse, denn da würden diese Trickser und Täuscher elendig verlieren und es würde die Gefahr bestehen , die Menschen zu verunsichern. ich lernte dieses Prinzip selber kennen auf einer Veranstaltung der Bundesregierung – unter fadenscheinigen Begründungen (es wollen auch noch andee was sagen…) wurde mir das Mikrofon abgedreht, weil die Moderatorin merkte, dass… Mehr

Wahnsinn. Diese correctiv-Leute, das sind Amateure ohne Fachausbildung, die binnen kürzester Zeit durch Google-Recherche Sachverhalte endgültig und rechtskräftig klären wollen – nein, dürfen! um die man teils auf höchstem akademischen Niveau seit vielen Jahren streitet. Ergebnis: Klimawandel: echt. Lässt sich recherchieren.

Danke für diesen tollen Artikel der für den größten Betonschädel mindestens aufzeigt dass im Dunstumfeld von grün/FFF bis hin zu PIK und Regierung vieles offiziel verlautbart wird, das nachweislich falsch ist.

Die Frage ist nur, wie kann man der Wahrheit helfen, sich gegen die Lüge durchzusetzen? Correctiv wird sicherlich komplett abblocken, auch in dieser causa.

@“Es wird also im Facebook-Netzwerk zensiert“ Deswegen bin ich auch gar nicht auf Facebook – glücklicherweise gibt es auch andere Webforen und Plattformen. Zu den Ausführungen darüber – wenn es nach dem Zweiten Weltkrieg zwei längere Perioden sinkender Durchschnittstemperaturen trotz des CO2-Anstiegs gab, waren die anderen Faktoren in dieser Zeit wohl stärker – dann wäre die CO2-Ursache des Klimawandels unter 50%. Die im Artikel zitierten staatlichen Stellen scheinen viel Gefallen an Klimahysterie zu haben – etwa die Flugticketsabgabe von 7.38 EUR ist eh schon FÜNFMAL höher als die geplante französische ab 1,50 EUR. Zuerst wollte die Regierung mit über 10… Mehr

Für Correctiv hat also die Regierung die Weisheit respektive die Wahrheit mit Löffeln gefressen.
Da war die Presse im Kaiserreich schon wesentlich weiter!

Ihr Bericht ist sehr lobenswert Herr Vahrenholt,aber lohnt es der Mühe wenn man es mit verbohrten Ideologen zu tun hat,für die nur der selbst erzeugte Schwachsinn Gesetz ist?
Ich war noch nie beim „Fratzenbuch“,ebenso ignoriere Ich die von Steuergeld gefütterten Wahrheitsverbieger,und noch größer ist mein „Glaube“ entfernt von sogenannten öffentlichen Stellen und deren Gebaren!
Ich danke ihnen für ihre super Ausführungen,aber mich brauchen Sie nicht überzeugen,Ich „schwebe“ auf gleicher gedanklicher Welle wie Sie,aber die anderen werden Sie niemals überzeugen können,die bewegen sich wie die Schlange mit ihrem eigenen Schwanz im Maul,immer nur um sich selber!!

Meine Überlegung wäre auch, den Rechtsweg gegen Facebook zu beschreiten. Meine diesjährige Spende an TE in Höhe eines Jahresabos steht schon seit Anfang des Jahres fest, kommt aber wie letztes Jahr als Weihnachtsgeld.

Im Übrigen: Der Zensurauftrag von Correctiv liegt doch auf der Hand. Jede Erwiderung in diese Richtung ist sinnloser Aufwand.

Was die unbeirrbare Haltung von Correctiv angeht, haben Sie sicher recht. Für mich aber war die Faktensammlung von Vahrenholt sehr interessant. Insofern kein sinnloser Aufwand.

Das Fatale:
1. Mega-Heuschrecke Soros spekuliert in „Erneuerbare Energie“
2. Der Multi-Milliardär fördert alle Unterstützer, bekämpft die Kritiker.
3. Er hat weitgehenden politischen Einfluss. (Open Europe)
4. Er verhindert bzw. steuert demokratische Entscheidungen.
5. Er installiert ein totalitäres System, z.B. durch Einfluss auf „Correctiv“ u.a.
6. Die Bevölkerung wird „dumm“ gehalten.

Gestern ergoogelte ich ein Interview mit dem Hubraum-Gründer im ‚Südkurier‘, also in der verbreiteten Presse – es gibt nicht nur Facebook. Leider geht es um über eine halbe Million Autofans, Flugreisende werden still abgezockt. Laut Googeln versuchte mal einer mit KretaStattGreta, wurde keine breite Bewegung daraus – freut sich echt jeder, unter Klima-Vorwänden bei jedem Flug gemolken zu werden? Wo wird dann die Abzocke enden?

China baut bis 2035 über 200 neue Großflughäfen – die setzen auf den Flugverkehr. Kein „Flugscham“, keine Strafabgaben.