Steine aus dem Hambacher Forst auf die Polizei

Zur gleichen Zeit werden überall seit langem in Deutschland massiv Wälder abgeholzt, um Platz für den hemmungslosen Weiterbau der Windräder zu schaffen.

Sean Gallup/Getty Images
Climate activists from the group 'Ende Gelaende' stand near a bucket excavator after they had charged into the Hambach open-pit coal mine on November 5, 2017 near Kerpen.

Steine flogen und Geschosse von Gummizwillen im Hambacher Forst bei Köln. Ein Polizist wurde von einem Geschoss am Hinterkopf getroffen und fiel verletzt zu Boden. Es musste im Krankenhaus behandelt werden. Sieben weitere verletzte Polizisten meldete der Polizeibericht.

Die Angreifer gingen ziemlich brutal vor und liefen aus dem Wald direkt auf die Polizisten zu, die ein Widerstandscamp von linken Aktivisten im Wald durchsuchen wollten. Die Lage eskalierte schnell. Erst als die Polizei mit Schusswaffengebrauch drohte, zogen sich die Demonstranten in den Wald zurück. Als die Polizisten abfuhren, flog ihnen noch ein Steinhagel hinterher, der auch das Fahrzeug beschädigte.

Grüne und CDU zerstören Gebrüder Grimms Wald
Im Hambacher Forst stehen bekanntlich ab Oktober, wenn die Schonzeit für Bäume endet, Rodungen an, um Platz für den Tagebau zu schaffen. Der Hambacher Forst zwischen Elsdorf und Niederzier ist schon seit langem immer wieder Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen. Gewaltbereite Linksextremisten halten Teile des Waldstückes seit langem besetzt und griffen immer wieder die Polizei an. Das Aktivisten-Camp ist nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen (OVG Münster) vom Dezember 2016 illegal.

Hier sollen sich die Bagger durch Deutschlands größtes Braunkohlenrevier weiter in die Erde fressen und wertvolle Kohle für die Kraftwerke schürfen. Basis ist die Kohlepolitik der ehemaligen rot-grünen NRW-Landesregierung. In der neuen Kohlekommission, die die Bundesregierung frisch einsetzte, kam es zu einem heftigen Streit. Kohlegegner fordern ein »Braunkohle-Moratorium« und einen Stopp der Rodungen.

Eine sehr merkwürdige Rolle spielt dabei die neue Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Sie fordert ebenfalls plötzlich RWE auf, die Abholzung zu stoppen. Sonst würden vollendete Tatsachen geschaffen, bevor ein gesellschaftlicher Konsens über die Zukunft der Braunkohle gefunden sei. Komisch. Sehr komisch sogar. Denn die SPD-Parteikarrieristin mit dem gründlichen Politik- und Germanistikstudium (16 Semester) war seinerzeit mit an jeder Entscheidung beteiligt – als SPD-Ministerin in der NRW-Landesregierung. Da war sie Wissenschaftsministerin in Düsseldorf und trug jenen Kohlekompromiss mit, der auch den Ausbau des Braunkohletagebaues Garzweiler II vorsieht – wenn auch in reduzierter Form. Der Braunkohleabbau zur Energieversorgung sei auch nach 2030 weiterhin erforderlich, so die damalige rot-grüne Landesregierung unter der Ministerpräsidentin Kraft. Von Schulze kam keinerlei Kritik.

Immerhin wurden auf diese Weise 30.000 Arbeitsplätze erhalten und aus der Braunkohle kann noch viele Jahre Strom geliefert werden. Möglicherweise erweist sich dies als einer der Rettungsanker für die deutsche Stromversorgung.

Kulturlos
Windräder: Das Märchenland ist in Gefahr
Jetzt also wieder ein heftiges Aufflammen von Protesten. Das sind weitaus mehr als harmlose Demonstrationen. Am Rande eines Waldweges untersuchten Spezialisten des Landeskriminalamtes selbstgebaute Sprengvorrichtungen. Die stellten sich als Attrappen heraus. Die Polizei zieht den Schluss: »Die neuerlichen Angriffe zeigen, dass sich offensichtlich zunehmend extreme, gewaltbereite, der linksautonomen Szene zugehörige Straftäter im Hambacher Forst befinden.«

Sie verweist auf den Aktionskonsens, der von verschiedenen Aktionsbündnissen unterzeichnet wurde und in dem sich diese Bündnisse zur Gewaltlosigkeit verpflichteten. Doch viel scheint nicht davon übrig geblieben zu sein. Zur gleichen Zeit werden überall seit langem in Deutschland massiv Wälder abgeholzt, um Platz für den hemmungslosen Weiterbau der Windräder zu schaffen.

Es sind nicht nur die Standflächen für die Windräder selbst. Ins Gewicht fallen vor allem die autobahnähnlichen Schneisen, die für die Schwertransporte durch die Wälder geschlagen werden müssen. Für die riesigen Kräne und die Schwerlastwagen, die die Generatoren transportieren, müssen Wege mit breit angelegten Kurven gebaut und der Untergrund so befestigt werden wie bei einer Autobahn. Es sind erheblich Eingriffe in die Waldstruktur. Von der soll selbst einer der größten Wälder bei Kassel betroffen werden, wenn diesmal Grüne in trauter Union mit der CDU Wälder abholzen lassen wollen.

Dagegen: keine Demonstrationen. Nirgendwo.

Unterstützung
oder

Kommentare ( 57 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Andere bringen wir ungekürzt.
Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

----

Sortiert nach:   neuste | älteste | beste Bewertung

Wie meinte Robert Habeck von den Grünen als Minister für „Landwirtschaft, Umwelt, Natur, Energiewende und Digitalisierung“ (sic!) von Schleswig-Holstein sinngemäß: Mit ihm als Minister werde der Klimaschutz ganz gewiss nicht am Umweltschutz scheitern…
Man sieht es überdeutlich, wenn man dort oben an der Küste unterwegs ist: Stellenweise sieht man schier das Meer nicht mehr vor lauter Windrädern. DAS ist grüne Umweltpolitik!

noch ein Einspruch, selbst SPD-Bürgermeister haben einen Lichten Momentvund erkannt, dass der Schaden für die Region durch diese Windmonster enorm ist:
Bündnis Windveto Waldeck-Frankenberg
In vielen Orten zwischen Diemel-, Twiste- und Edersee entstanden Bürgerinitiative gegen Windkraftanlagen. Sieben von ihnen haben sich zum Bündnis Windveto Waldeck-Frankenberg zusammengeschlossen und agieren gegen einen weiteren Ausbau der Windkraft in der Region. Sie kritisieren vor allem die zu geringen Abstände zwischen Anlagen und Wohngebieten. Die Bürger würden dadurch sowohl optisch als auch akustisch belästigt. Die Windradgegner befürchten auch negative Folgen für die Natur, besonders die Tierwelt.

Da heute jeder Chaot auch Umweltaktivist oder Baumschützer ist,haben unsere Polizisten es besonders schwer ihren Autrag,nämlich die Einhaltung von Recht und Gesetz durchzusetzen auch auszuführen,wenn ihnen dabei selbst Regierende als „linker Mob“ in den Rücken fallen. Gegen diesen Gewaltbereiten und tätigen Mob im Wald kann auch ein Wort gesetzt werden,gesagt im Garten Gethsemane als Aufruf zur Gewaltlosigkeit : Wer das Schwert zieht,der soll durch das Schwert sterben! Wenn also schon ein Mann wie Jesus zu dieser Erkenntnis kam,wieso wird dann gegen diese Chaoten nicht die ganze Härte des Gesetzes aufgefahren? Könnte es sein,das den Politikern Leben und Gesundheit der Polizisten… Mehr

…Aber wenn es darum geht, dass für neue Wohnungen, die dringend benötigt werden, zügiger Bäume gefällt werden dürfen, kommt der grüne Umwelt-Beißreflex ganz schnell wieder ans Tageslicht: Grüne in Berlin fordern „Charta für das Stadtgrün“
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2018/08/bauen-berlin-baeume-faellen-wohnungsbau-streit.html ………

Zum Geschehen der Grün-Terroristen im Hambacher Forst: Wo bleibt der #Aufschrei der linksgrünen Parteien-Zusammenrottung im sogenannten Bundestag, wegen militanten Widerstands gegen die Staatsgewalt und die Forderung dass „der Rechtsstaat mit aller Härte“ durchgreifen müsse? Ach, ich vergaß: Sind ja die eigenen Leute.

Autonome, Aktivisten, Atomkraft-, Kastor- oder Kohlegegner – egal wie sich diese Personen nennen – es handelt sich um Straftäter, die weder vor Körperverletzung noch vor Mord zurückschrecken. Oder wie soll ich das verstehen, wenn man Gleise freilegt (im Jargon dieser Typen „Schottern“) und dabei in Kauf nimmt, dass Menschen zu Tode kommen können? In einem anständigen Rechtsstaat würden diese Typen samt und sonders hinter Schloss Riegel kommen. Aber nicht erst seit Merkel sind wir schon lange kein Rechtsstaat mehr. Mit dem Einzug der Grünen in die Parlamente, mit der Anbiederung der SPD und der Unionsparteien an diese, sitzen die Sympathisanten… Mehr

Danke für diese Klarstellung. In meiner Heimat Nordwestdeutschland gibt es nicht so viele touristische Highlights, wohl aber gab es einen endlosen Horizont bei einer Fahrt nach Neuharlingersiel, um dann nach Spiekeroog überzusetzen. Nun fährt man nachts praktisch durch einen Industriepark mit blinkenden roten Leuchtdioden, soweit das Auge reicht. Die letzten Reste uralter Kulturlandschaft werden für Zappelstrom geopfert, der so teuer ist, das ihn bald niemand mehr bezahlen kann.

Es ist unglaublich welche politische Sabotage betrieben wird.
Ergänzung zum Thema „Merkels Kohle-Kommission“ siehe https://www.youtube.com/watch?v=RPSghZn-Uas
Hier sind politische Extremisten dabei die Sicherheit der Stromversorgung abzuschalten, sie wollen Anarchie herbeiführen. Die Grünen und ihre Galionsfigur Merkel sind hinterhältiger als bekannt https://meta.tagesschau.de/id/131757/ex-gruenen-chefin-peter-wechselt-zu-oekoenergie-verband
Die Balance zwischen Leistungs-Einspeisung und Leistungs-Entnahme durch Verbrauch, bei exakt 50 Hertz Wechselstrom-Frequenz, kann weder mit Wind noch Sonne, sondern nur mit steuerbaren Dampfturbinen gewährleistet werden.
Die Sektenmitglieder im Hambacher Forst und ihre Finanziers, sind politische Hassadeure.

Eine kurze Anmerkung zum Schluss des Artikels: Das Schweigen zur Destruktion des „Grimmschen Märchenwaldes“ (Reinhardswald) bei Kassel ist in der Tat bemerkenswert – vor allem wenn man den Kult um die Grimms in Kassel als Einwohner dieser Stadt fast täglich mitbekommt. Allerdings sind es nicht nur Grüne plus CDU, sondern auch die stillschweigende Sozialdemokratie, die das Abholzen zum Zwecke der Windrädermenschheitsrettungspolitik mitstützt. Die Gegend ist noch Hochburg der SPD, selbst Rotkäppchen wird für eine Genossin gehalten. Die Landtagswahlen werden allerdings für die Handelnden böse Ergebnisse bringen – man unterschätze die stille Wut vieler Bürger auch hier nicht!

@Zaungast: ich nehme an, dass Sie mit den bösen Ergebnissen die Wahlchancen der AFD meinen? Sie wissen schon, dass über den Spiegel bereits versucht wird, die AFD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Das ist der erste Schritt zum Parteienverbot. Dennoch schadet es bestimmt nicht, wenn Union, SPD und Grüne bei der hessischen Landtagswahl einen Denkzettel bekommen…

Da bin ich ganz Ihrer Meinung – für den Nordhessischen Raum wäre auch ein weiterer Absturz der seit Jahrzehnte dominierenden SPD (noch „Hochburg“) ein Akt politischer Flurbereinigung. Neben AFD wird es leichte Zuwächse für Linke und FDP geben. Das Spiel mit dem Verfassungsschutz ist dumm und gefährlich, zumal man sich auf kommunalen Ebenen einmal ansehen sollte, welch obskur islamisch-doktrinäre Figuren vor allem von der SPD unter ihre Fittiche genommen werden.

DIE GRAUE SCHEUßLICHKEIT legt Zeugnis ab von der Naturferne und Heuchelei der grünen Schickeria. Wo man geht und steht sieht man sie, diese grässlichen, hässlichen Windspargel. Nicht nur, dss ihretwegen Wald abgeholzt werden muss, sie häckseln Vögel, stören Biotope, zerstören unsere Kulturlandschaften, etc. Nirgendwo hat man bald mehr Ruhe. Überall drehen sich die wuchtigen Dinger und fauchen lärmend vor der Nase. Statt die exzessive Energieverschwendung des modernen Menschen anzuprangern und ganzheitliches Denken zu lehren (z.B. wie viel Energie verbraucht ein Handy wirklich) lehnt sich die satte, dekadente Bourgeoisie faul im Sessel zurück und grunzt zufrieden, weil es ja Klimaprogramme und… Mehr