Imad Karim auf Facebook gelöscht

Das Nutzerprofil des deutsch-libanesischen Schriftstellers und Filmemachers Imad Karim wurde auf Facebook gelöscht. Meinungsfreiheit geht anders.

Das Nutzerprofil des deutsch-libanesischen Schriftstellers und Filmemachers Imad Karim wurde auf Facebook gelöscht. Das Unternehmen reagiert in vorauseilendem Gehorsam auf die Zensurinitiative des Bundesjustizministers, der die Bundesregierung folgt. Während weiterhin pro-islamistische Seiten ungestört zu Hass und Mord aufrufen können, werden kritische Geister gesperrt oder gelöscht.

Er sagt uns dazu:

Als Heranwachsender erlebte ich mit 15 bis 19 Jahre staatliche Willkür im Libanon, jetzt 40 Jahre später, wiederholen sich bestimmte Erlebnisse.

Wir stellen Ihnen hier zwei Beiträge vor, die Imad Karim bei uns veröffentlicht hat:

Eine Liebeserklärung an Deutschland und seine Kultur, aus der Feder eines vor religiöser Intoleranz geflohenen Mannes besonders wertvoll: Gilt doch neuen Ankömmlingen oft Deutschland als ein Land und Leute, die nicht ihre werden sollen.

Und ein Interview, dass er mit dem Islam-Kritiker Hamed Abdel-Samad geführt hat. Hamed Abdel-Samad steht unter ständigem Polizeischutz, weil radikale Islamisten wiederholt Morddrohungen gegen ihn ausgestoßen haben. Aktuell ist Abdel-Samad in einer viel beachteten Dokumentation „Europas Muslime“ auf ARTE zu sehen.

Bei Cicero erschienen von Imad Karim:


Imad Karim – deutscher Regisseur, Drehbuchautor, Fernsehjournalist und Filmautor. Er ist libanesischer Herkunft und seit Ende 1977 in Südwestdeutschland ansässig.

Seine Filme wurden in den Fernsehanstalten WDR, hr, BR, MDR, ORB, SR, SWR, NDR, 3Sat, Phoenix und im ersten ARD-Programm ausgestrahlt und mehrmals wiederholt. Somit erreichten die Themen seiner Dokumentationen Millionen Zuschauer.

Imad Karim gehörte jahrelang verschiedenen Filmjuries an und er ist selber Träger verschiedener Fernsehpreise u.a. des CICIS Medienpreises für Integration.

Seit 2001 leitet er die von ihm gegründete Filmproduktionsfirma Strong Shadow Media.

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Kommentare

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  • fräulein mariechen

    Glauben Sie wirklich, das würde etwas ändern?

  • Martin S.

    Imad Karim ist wieder da!
    Sang- und klanglos, ohne Begründung, ohne Erklärung, aber er ist wieder da: https://de-de.facebook.com/imadkarimdeutschland/

  • youthattack

    Diese „Boykottiert Facebook“-Aufrufe lassen mich ein wenig verwirrt zurück.

    Gerade Facebook als Multinational Corporation sollte ein Weg sein, die aktuellen Machthaber zu bekämpfen.

    Zuckerberg > Maas.

    Das wird der kürzeste Standoff der Geschichte.

    lg ein Google-Fan.

  • Eik

    Mittlerweile ist sein Facebook-Profil wieder online.
    https://www.facebook.com/profile.php?id=100004832569316

    • Klaus Müller

      Nix ist: „Diese Seite ist nicht verfügbar.“

      • Klaus Müller

        Wohl hier: https://de-de.facebook.com/imadkarimdeutschland/

        Wir sind soweit, daß Meinungsfreiheit wieder von Gnaden gewährt wird?! Wolf Biermann läßt grüßen oder auch nicht…

      • Eik

        Die Seite ist verfügbar. Nur eben bei Ihnen nicht.

  • ostergast

    Normalerweise müsste ob solcher Zustände ein Aufschrei durch die gesamte deutsche Medienlandschaft gehen. Aber stattdessen: Schweigen im Walde. In diesem Land empört man sich mittlerweile über alles* und jedes*, nur nicht über den galoppierenden Verlust der Meinungsfreiheit, einem Essential unserer Demokratie.
    Dies ist schon längst nicht mehr „mein Land“. Aber genauso ist es ja auch beabsichtigt, nämlich dass sich die Kritiker des linksgrünen Merkelregimes in diesem Land nicht mehr zuhause fühlen und entweder in ein anderes Land fliehen oder in ihre Innerlichkeit emigrieren.

  • RegisteredUser

    Demokratie und Grundrecht auf freie Meinungsäußerung war gestern – wir leben in einem linken Zensurstaat!

  • Gerd Dammhirsch

    Jetzt hat auch CICERO reagiert und sich mit Herrn Karim solidarisch erklärt.

    http://cicero.de/berliner-republik/massenmigration-islamische-werte-frei-haus

    Den von CICERO ein zweites Mal eingestellten Bericht vom März 2017 hatte ich nicht gekannt.

    Beim Lesen wurde mir (obwohl ich das Geschehen seit 2015 bisher bestimmt intensiv verfolgt hatte – es ist ja manchmal nicht leicht, dies zu verarbeiten) vieles noch klarer, leider durch Bestätigung mancher Befürchtung, von der man insgeheim noch hoffte, dass sie vielleicht doch übertrieben sei.

    Z. B. in der folgenden Passage:

    „Weil ich erfahren wollte, was die zugewanderten Syrer über Deutschland denken und wie sie sich ihre Zukunft in der Bundesrepublik vorstellen, habe ich mich unter einem Aliasnamen in den drei großen Facebook-Gruppen von syrischen Flüchtlingen in Deutschland angemeldet. Die erste Facebook-Gruppe hat etwa 227.000 Mitglieder, die Zweite ebenfalls rund 227.000, die Dritte hat über 100.000 Mitglieder. Dort traf ich unter denen, die posteten und kommentierten, nahezu ausschließlich auf Leute, die im politischen Islam das Allheilmittel für die Lösung ihrer Probleme sehen. Diese Gruppen werden dominiert von Menschen, die das westliche Lebensmodell regelrecht verachten. Es gab nur selten Kommentare von Syrern, bei denen man sich vorstellen mag, dass sie künftig ein Teil unserer offenen Gesellschaft sein könnten.“

    Es ist leider wohl doch so, dass wir im Begriff sind, unser Land, den „Westen“ und seine Werte zu verlieren an eine archaische Politreligion, deren Reformation wir und und unsere Kinder sicher nicht mehr erleben werden.

    Wir sind ohnmächtige Zuschauer von etwas, das sich im Geschichtsbuch vielleicht einmal interessant liest, das aber jetzt furchtbar ist, zu erleben: Wie ein Land verschwindet und wie der eigene Untergang, die eigene Unterwerfung („Soumission“) noch verdrängt, verharmlost und verklärt wird.

    Schillers Kassandra-Ballade gewinnt mit einem Mal eine bedrückende Aktualität. Heutzutage würde man der Tochter Priamos‘ die Facebook-Seite löschen und Maas würde sie wegen Volksverhetzung in Strafe nehmen.

    Kassandra
    von Friedrich Schiller

    Freude war in Trojas Hallen,
    Eh die hohe Feste fiel;
    Jubelhymnen hört man schallen
    In der Saiten goldnes Spiel;
    Alle Hände ruhen müde
    Von dem thränenvollen Streit,
    Weil der herrliche Pelide
    Priams schöne Tochter freit.

    Und geschmückt mit Lorberreisern,
    Festlich wallet Schaar auf Schaar
    Nach der Götter heil’gen Häusern,
    Zu des Thymbriers Altar.
    Dumpf erbrausend durch die Gassen
    Wälzt sich die bacchant’sche Lust,
    Und in ihrem Schmerz verlassen
    War nur eine traur’ge Brust.

    Freudlos in der Freude Fülle,
    Ungesellig und allein,
    Wandelte Kassandra stille
    In Apollos Lorbeerhain.
    In des Waldes tiefste Gründe
    Flüchtete die Seherin,
    Und sie warf die Priesterbinde
    Zu der Erde zürnend hin:

    Alles ist der Freude offen,
    Alle Herzen sind beglückt,
    Und die alten Eltern hoffen,
    Und die Schwester steht geschmückt.
    Ich allein muß einsam trauern,
    Denn mich flieht der süße Wahn,
    Und geflügelt diesen Mauern
    Seh‘ ich das Verderben an.

    Eine Fackel seh‘ ich glühen,
    Aber nicht in Hymens Hand;
    Nach den Wolken seh‘ ich ziehen,
    Aber nicht wie Opferbrand.
    Feste seh‘ ich froh bereiten,
    Doch im ahnungsvollen Geist
    Hör‘ ich schon des Gottes Schreiten,
    Der sie jammervoll zerreißt.

    Und sie schelten meine Klagen,
    Und sie höhnen meinen Schmerz.
    Einsam in die Wüste tragen
    Muß ich mein gequältes Herz,
    Von den Glücklichen gemieden
    Und den Fröhlichen ein Spott!
    Schweres hast du mir beschieden,
    Pythischer, du arger Gott!

    Dein Orakel zu verkünden,
    Warum warfest du mich hin
    In die Stadt der ewig Blinden
    Mit dem aufgeschloßnen Sinn?
    Warum gabst du mir zu sehen,
    Was ich doch nicht wenden kann?
    Das Verhängte muß geschehen,
    Das Gefürchtete muß nahn.

    Frommt’s, den Schleier aufzuheben,
    Wo das nahe Schreckniß droht?
    Nur der Irrthum ist das Leben,
    Und das Wissen ist der Tod.
    Nimm, o nimm die traur’ge Klarheit,
    Mir vom Aug den blut’gen Schein!
    Schrecklich ist es, deiner Wahrheit
    Sterbliches Gefäß zu sein.

    Meine Blindheit gib mir wieder
    Und den fröhlich dunklen Sinn!
    Nimmer sang ich freud’ge Lieder,
    Seit ich deine Stimme bin.
    Zukunft hast du mir gegeben,
    Doch du nahmst den Augenblick,
    Nahmst der Stunde fröhlich Leben –
    Nimm dein falsch Geschenk zurück!

    Nimmer mit dem Schmuck der Bräute,
    Kränzt‘ ich mir das duft’ge Haar,
    Seit ich deinem Dienst mich weihte
    An dem traurigen Altar.
    Meine Jugend war nur Weinen,
    Und ich kannte nur den Schmerz,
    Jede herbe Noth der Meinen
    Schlug an mein empfindend Herz.

    Fröhlich seh‘ ich die Gespielen,
    Alles um mich lebt und liebt
    In der Jugend Lustgefühlen,
    Mir nur ist das Herz getrübt.
    Mir erscheint der Lenz vergebens,
    Der die Erde festlich schmückt;
    Wer erfreute sich des Lebens,
    Der in seine Tiefen blickt!

    Selig preis‘ ich Polyxenen
    In des Herzens trunknem Wahn,
    Denn den Besten der Hellenen
    Hofft sie bräutlich zu umfahn.
    Stolz ist ihre Brust gehoben,
    Ihre Wonne faßt sie kaum,
    Nicht euch, Himmlische dort oben,
    Neidet sie in ihrem Traum.

    Und auch ich hab‘ ihn gesehen,
    Den das Herz verlangend wählt!
    Seine schönen Blicke flehen,
    Von der Liebe Gluth beseelt.
    Gerne möcht‘ ich mit dem Gatten
    In die heim’sche Wohnung ziehn;
    Doch es tritt ein styg’scher Schatten
    Nächtlich zwischen mich und ihn.

    Ihre bleichen Larven alle
    Sendet mir Proserpina;
    Wo ich wandre, wo ich walle,
    Stehen mir die Geister da.
    In der Jugend frohe Spiele
    Drängen sie sich grausend ein,
    Ein entsetzliches Gewühle!
    Nimmer kann ich fröhlich sein.

    Und den Mordstahl seh‘ ich blinken
    Und das Mörderauge glühn;
    Nicht zur Rechten, nicht zur Linken
    Kann ich vor dem Schreckniß fliehn;
    Nicht die Blicke darf ich wenden,
    Wissend, schauend, unverwandt
    Muß ich mein Geschick vollenden
    Fallend in dem fremden Land –

    Und noch hallen ihre Worte –
    Horch! da dringt verworrner Ton
    Fernher aus des Tempels Pforte,
    Todt lag Thetis‘ großer Sohn!
    Eris schüttelt ihre Schlangen,
    Alle Götter fliehn davon,
    Und des Donners Wolken hangen
    Schwer herab auf Ilion.

  • Dennis S.

    Was mich wirklich am meisten verzweifeln lässt, ist diese Mischung aus Dummheit, Verdrängung und Desinteresse, was sehr viel Menschen befallen hat. Inzwischen ist es so offensichtlich, dass Demokratie und Meinungsfreiheit immer mehr abgeschafft werden, dass das nur noch jemand, dessen Gehirn gewaschen wurde, nicht merkt. Da kompensiert jemand, der im Saarland mehrfach bei dem Versuch gescheitert ist, Ministerpräsident zu werden, weil die Wähler ihn nicht wollten, seine Komplexe oder Neurosen oder beides und führt einen Kreuzzug gegen Andersdenkende. Könnte klappen, die meisten kennen Stasi-Chef Mielke heute auch noch. Eine seiner engsten Vertrauten, Kahane, war nachweislich jahrelang Stasi-IM und niemand stört sich daran, dass diese zumindest jederzeit bereit gewesen ist,dafür zu sorgen im SED-Staat, dass Menschen eingesperrt oder beim illegalen Grenzübertritt sogar getötet wurden. Im Gegenteil, offensichtlich hält man diese Person für besonders qualifiziert. Und als besonderes Highlight ist die Partei, die für jedes Verbrechen, welches in der DDR geschah, die Hauptverantwortung trägt, sich nicht auflöste sondern einfach mehrfach umbenannte, heute ein Säule der Demokratie. Man stelle sich vor, die NSDAP hätte sich einfach umbenannt und hätte 15 Jahre nach dem Ende des dritten Reiches wieder in einem Bundesland mitregiert, so wie es die SED 15 Jahre nach dem Ende der DDR in Berlin tat. Und was fällt den Menschen dazu ein, wenn man mit vielen von ihnen spricht, sie dem allem zustimmen und man dann fragt, wie sie solche Parteien wieder wählen können? Genau zwei Sätze: „WER SOLL ES DENN SONST MACHEN?“ und „WER WEISS, OB DIE ANDEREN BESSER SIND“. Auch ich weiss nicht, ob die anderen besser sind, aber ich sage mir, dass sie eine Chance verdient haben und ich etwas weiss ich genau, dass es mit den sogenannten etablierten Parteien nicht mehr lange bis zu Diktatur dauern wird.

  • AlfredE

    Gute Aktion des Cicero.

    Die Facebook-Seite unseres Autors Imad Karim ist gelöscht worden. Aus Solidarität mit ihm stellen wir diesen Beitrag erneut auf die Seite.

    http://cicero.de/berliner-republik/massenmigration-islamische-werte-frei-haus

    Die FB Nutzer können ja nun aus Solidarität bei FB mit-teilen.

  • Montgelas

    Ich habe mein Konto bei FB heute gelöscht!