#EskenFilme: Wer lacht, ist rechts

Mit den Umfragewerten schwindet der SPD auch der Humor. Verbittert reagieren die letzten Funktionäre auf Variationen zu Eskens Sozialismus-Appellen in sozialen Netzwerken. Kommt nach Hass und Hetze auch Satire und Lache auf die SPD-Verbotsliste?

Die SPD verliert nicht nur Wählerzuspruch, sondern auch den Sinn für Humor. Eskens Sozialismus-Appelle sind in den sozialen Netzwerken mit filmischen Variationen veräppelt wurden. Die Partei reagiert darauf verbittert. Kommt nach Hass und Hetze nun etwa auch Satire und Lachen auf die SPD-Verbotsliste? Nachdem Saskia Esken sich zuletzt im Rahmen der Kritik im Fall WDR/ „Umweltsau“ zum Thema Satire äußerte und fragte, was diese dürfe, würde ein Zurückrudern hier zwar schwerer fallen, wäre aber eigentlich auch nichts neues, wie Claudia Kade (Welt) Anfang Januar festgestellt hat:

Am Anfang war ein Tweet: Die Journalistin Birgit Kelle twittert Mitte Dezember:

So richtig Fahrt nahm der hashtag #EskenFilme dann in der zweiten Woche im Januar auf, in denen Twitterer sich mit großem Witz und beißender Ironie über die Sozialismus-Fantasien der SPD Führung lustig machten – und die Angst der einstigen Volkspartei vor der drohenden 5-Prozent-Hürde unübersehbar wurde.

Seither überrascht Saskia Esken gefühlt jeden Tag mit einer neuen Idee für eine Steuererhöhung. Als ob Deutschland nicht ohnehin in der Rangfolge der Steuerbelastung weit oben rangieren würde und der Durchschnittsverdiener mittlerweile bis 15. Juli für den Staat arbeitet.

Die Kritik an Esken verschiebt sich – ihre erklärte Liebe zum Sozialismus und zur Ausplünderung der Steuerzahler rückt jetzt in den Mittelpunkt von Spaß und auch etwas Spott.

Eine selbstbewußt agierende Partei hätte zumindest die Chance genutzt, Saskia Esken bekannt zu machen. Denn nur 43 Prozent der Bürger wissen mit ihrem Namen etwas anzufangen. Aber die politische Linke reagiert anders und springt in ihr einzig verbliebenes Schema: Wer gegen Eskens Steuererhöhungspläne ist, muss ein Neoliberaler sein oder mindestens ein Rechter, eher ein „Rechtsextremer“, der mit Antifeminist*innen Hand in Hand geht. Wer mitlacht, ist AfD, mindestens. Des Bürgers Pflicht ist Zustimmung, nicht Hohn für eine unglücklich agierende und sichtlich überforderte Parteivorsitzende.

Die Grünen springen natürlich gleich der SPD zur Hilfe: ein Bürger, der lacht, statt für noch höhere Steuern zu demonstrieren, der ist ja suspekt:

Eine der (10!) stellvertretenden JuSo Bundesvorsitzenden hat es durchblickt: bei dem Hashtag handelt es sich um ein Komplott von Rechtsextremen (wieso eigentlich nicht gegendert?) und Antifeminis*innen (gut gegendert!):

Und alle tragen einen Alu-Hut. Verschwörungstheorien machen die Runde. Manch ein ertappter Twitterer begibt sich gleich auf Suche nach dem rechten Schuldigen. Vermutlich gibt es bald einen Gesetzentwurf von SPD und Grünen, welcher Satire „nach oben“ im Netz unter Strafe stellt, nachdem sie im Fall „Umweltsau“, also Satire „nach unten“, gerade noch sehr vertretbar schien. Wie wär’s bei der Gelegenheit mit einer Neuauflage des Verbots der Majestätsbeleidiung:

Zu guter Letzt wollen wir bei TE auch noch einen Vorschlag einbringen:

Saskia Esken oder: wie ich lernte, die Satire zu lieben.

In den Startlöchern steht im Rahmen der Widerspruchslösung / Organspende übrigens gleich schon wieder der nächste Hashtag: #spahnfilme

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Kommentare ( 250 )

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250 Kommentare auf "#EskenFilme: Wer lacht, ist rechts"

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Zuerst soll Frau Esken nicht meckern, sondern sich freuen, dass sie nicht in Frankreich lebt. Dort würde für solche „sozialistischen“ Vorschläge die SPD- Zentrale belagert und verwüstet. Die Deutschen lachen nur darüber, und wenn es soweit kommt, werden dem Würgerstaat zustimmen ohne ein Piep zu sagen. Gemeinsam mit den Grünen werden alle zwangsweise auf den Fahrrad gesetzt ungeachtet ob Schwarzwald, Harz, Taunus oder Eifel, egal, mit 66 als Pendler 20 km zur Arbeit, aber die selbst zu Sicherheit werden in den gepanzerten Limousinen gefahren, wie alle Genossen. Naja,es gibt an jeder Ecke Verrückte oder gewaltbereite Nazis. Man muss verstehen….

Noch nicht. Aber bald… 😉

muß bei dieser ganzen Humorlosigkeit und Verbissenheit bestimmter Politiker*Innen (extra gegendert, weil es hier bestens passt) , immer an BoJo Boris Johnson aus England denken, der das genaue Gegenteil und mir daher mehr als sympathisch ist. Der kann sich auch mal selbst auf die Schippe nehmen. Vorschlag an TE-Redaktion: Wie wäre es mal mit einer Fotomontage (z. B. Boris bei seinem gutgelaunten Truppenbesuch im Baltikum) neben den verbissenen und verkrampften Gesichtern gewisser deutscher Politiker*Innen. Auswahl gibt es genügend. Aber Achtung: gut sichtbar als Fotomontage und Satire kennzeichen, denn sonst …. in Deutschland herrscht ja Meinungsfreiheit, wenn man mit den Folgen… Mehr

„.. bestimmter Politiker*Innen“

„Gegenwert“?
Ich bin entrüstet!!! Wo ist das Binnen- X???
Sie diskriminieren „Diverse“ !!!!
Sind Sie Nazi! 😉

exakt gegendert geht nur nach Lübecker Modell, etwa so „Politiker:innen“😂 😂 😂

Ich vermute mal, das taz-Foto oben „So lacht das Establishment“ mit Roth, Steinmeier, Baerbock & Habeck entstand beim Sneak Preview-Filmabend voller „Eskenfilme“, mit dem die Grünen ihr Treffen abgeschlossen haben.
Während sich Baerbock fast weghaut, Habeck & Roth leicht anlachen, muss sich Steinmeier in kaum unterdrückter Schadenfreude über seine Parteigenossen zurücknehmen, um nicht auch loszuprusten!
Die wissen halt noch, was Satire wirklich bedeutet!

Steinmeier? Lacht außerhalb des präsidialen Kellergewölbes? Das muß einen ernsten Anlaß haben.

Widerspruch! Sie glauben doch nicht im Ernst, dass sich Rotgrünisten über Satire über Rotgrünisten amüsieren können. Im Gegenteil, um Satire zu verstehen braucht es schon ein paar Hirnzellen mehr, um das Atmen nicht zu vergessen und hinter jedem Busch einen Nazi erkennen zu glauben. Mfg

Clockwork Pleite
Von Saskia verweht
Ziemlich beste Steuern
21 Tax-Street
Eine versilberte Dein Kuckucksnest
S – Eine Partei sucht den Untergang

Saskia oder wie ich lernte, die Steuern zu lieben!

oder

Saskia sieht rot

oder

Saskia – eine Frau am Rande des Wahnsinns!

oder auch gerne: Die verlorene Ehre der Saskia E

oder: SPD und Saskia E: Denn sie wissen nicht, was sie tun

Auch noch was:
Die Frau, die aus der Kälte kam.
Esken- dunkle Zeichen.

Ohne Änderung:
Verräter wie wir.
Endstation.

Einen habe ich noch. Zwar nicht verfilmt, aber ein Titel französischer Gebrauchsliteratur: „J’irai cracher sur vos tombes“.

Diese Esken erinnert mich mit ihrer Mimik irgendwie an meine Lehrerin in Stenographie und Maschinenschreiben. Wir nannten sie immer Proud Marie – sie hieß mit Nachnamen Stolz – und sie bestand auf die Anrede Fräulein. Eine zutiefst böse und frustierte Person. Ihre einzige Glückseligkeit bestand darin ihren ganzen Frust an den natürlich unfähigen Schülern auszulassen. Jede sich bietende Gelegenheit wurde dafür genutzt. Wir konnten damals durch entsprechende Gegenwehr dieser Person entkommen. Was hat die SPD Mitglieder bewogen diese Person an ihre Spitze zu wählen? Mitleid wohl kaum.

Die wurde aufgrund ihrer bestechenden Kompetenz gewählt. Ausserdem wollte man auch so ein optisch ansprechendes Führungsduo wie bei den Grünen haben.

Gute Frage. Die wählenden Mitglieder scheinen Steno- und Maschinenschreiblehrer zu sein.

Ha ha, wie lustig der Beissreflex der RRGInnen! Gehen die Witze mal auf deren Kosten, stampfen sie wütend auf: „Alles Rechte!“
Lustig ist für die nur das, was ihre Ideologie
vorschreibt, und selbst da gehen sie wahrscheinlich zum lachen in den Keller.
Mehr davon, so haben wir „Rechten“ auch mal was zu lachen!

#Eskenfilme

Die 10 Verbote
Vier Fäuste für ein Klimapaket
Vier Fäuste gegen Deutschland
Der Teufel liest Prawda
Besteuert ihn höher

Herrin der Ringe – Die Genossen
Herrin der Ringe – Die zwei Elfenbeintürme
Herrin der Ringe – Die Rückkehr des Sozialismus

🤣🤣🤣 richtig gut! Mein persönlicher Favorit: Der Teufel liest Prawda – Ich seh die Tastatur kaum noch – vor Lachtränen.