Erste Unionsformation für Koalition mit der AfD

Nach der Bereitschaft der Merkel-nahen CDU, mit der LINKEN Koalitionen einzugehen, jetzt der Konter: der Konservative Aufbruch Mittelfranken für Koalition mit der AfD.

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Es konnte nicht lange dauern. Nachdem CDU-Ministerpräsident Günther in Schleswig-Holstein und zuvor CDU-Fraktionsvorsitzender Senftleben in Brandenburg die Linkspartei als möglichen Koalitionspartner ins Auge fassten, bezieht nun als erste Unionsformation der Konservative Aufbruch Mittelfranken die Gegenposition und erklärt die AfD für die richtige Option, „falls die Mehrheitsverhältnisse eine Entscheidung zwischen Linkspartei und AfD erzwingen”. Hier der Wortlaut der Erklärung:

Die Einlassungen von Ministerpräsident Günther bezüglich einer Koalition zwischen CDU und Linkspartei bestätigen einmal mehr, dass der engste Führungszirkel von Kanzlerin Merkel die CDU als Partei der Linken Mitte platzieren möchte. Diese Neuausrichtung der Union lehnt der Konservative Aufbruch Mittelfranken entschieden ab. Nach Auffassung des Konservativen Aufbruchs Mittelfranken wäre dies das Ende der CDU als Volkspartei. Der Konservative Aufbruch Mittelfranken ist überzeugt, dass in den mitteldeutschen Bundesländern statt einer Koalition mit der Linkspartei eine Koalition mit der AfD angestrebt werden muss, falls die Mehrheitsverhältnisse eine Entscheidung zwischen Linkspartei und AfD erzwingen. Weiterhin ist der konservative Aufbruch Mittelfranken davon überzeugt, dass sich diese Frage in Bayern vorerst nicht stellen wird, da die CSU die absolute Mehrheit erringen möchte. Dafür kämpft sie sowie der konservative Aufbruch Mittelfranken mit aller Kraft.

Dr. Stefan Rohmer, 1. Sprecher Konservativer Aufbruch Mittelfranken
Volker Leiste, stv. Sprecher Konservativer Aufbruch Mittelfranken
Maximilian Kunkel, stv. Sprecher Konservativer Aufbruch Mittelfranken

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Kommentare ( 90 )

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90 Kommentare auf "Erste Unionsformation für Koalition mit der AfD"

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In welche Richtung der Griff einer versinkenden CDU nach einem rettenden Strohhalm geht, interessiert mich eigentlich wenig. Viel lieber würde ich mal eine Klarstellung der AfD hören/lesen, wie sie denn aktuell zu einer Koalition mit einer CDU stehen würde, falls diese realistisch möglich würde. Wenn ich mich richtig erinnere, ist doch seinerzeit Frauke Petri – mehr oder weniger – aus der Partei „gemobbt“ worden, weil sie in einer Regierungsbeteiligung (i.d.Pr. also Koalition) eine realistischere Möglichkeit sah, politische Vorstellungen durchzustzen – anders als in einer Fundamentalopposition.

Aus der Sicht der AFD wäre eine Zusammenarbeit mit der CDU/CSU aus heutiger Sicht kaum zumutbar.Es müßte sich im Personal der Ex Konservativen und Neu Linksgrünen schon so einiges tun.Es reicht da nicht der Austausch der Staatsratsvorsitzenden.

Wer weiß, wenn man die Merkel gegen einen Tannenzapfen austauscht, halte ich es für gut möglich, das die dann bei der CDU plötzlich alle wie Weihnachtmänner herumlaufen.

In Österreich konnten wir live miterleben wie sowas geht….

Einige Stimmen aus der AFD haben ja schon eine Regierungsbeteiligung angekündigt und das macht man in der Regel nur, wenn schon Gespräche dieserhalb geführt wurden, zwar noch im Verborgenen, aber sicherlich zielführend ohne Merkel, denn die wird nur noch gehalten in der Hoffnung, daß Trump die nächste Wahl verliert und die Demokraten wieder an die Macht kommen und sie das alte Spielchen fortsetzen können, wenn auch unter neuer Leitung auf beiden Seiten, aber dennoch linksorientiert und das sollte verhindert werden mit Hilfe all jener die es anders sehen und davon gibt es Tag für Tag mehr und es ist ein… Mehr

Wenn ich mich recht entsinne hat sich die AFD, einem vernünftigen Vorschlag von Regierungsparteien, nicht verweigert. Das reicht zur Mitarbeit vollkommen aus und verwahrt einen vor faulen Kompromissen!

Das muß man ja heutzutage schon mutig nennen. Aber mal abwarten, wann der Verband zurückrudert und das als Sommerlochscherz bezeichnen wird. Hr. G. aus S-H ist ja auch ganz schnell zurückgerudert.

Liebe CDU, macht euch keine Gedanken mit der AFD, die wären doch blöd mit euch zu koalieren, erst muss alles auf den Tisch, dann die Rautenhe.e mit ihrem Hofstaat verschwinden, dann neue Kräfte für dieses Land, dann kann man reden und verhandeln. Liebe CDU und CSU, ihr habt eure treuen Wähler verprellt, ich persönlich vergesse dies der CSU lange nicht, so treu ich war, so nachtragend bin ich auch. Wer dieses Land vernichten will, bekommt sicher nicht meine Stimme, und dies gilt auch für die sonstigen Schmarotzer auf der linken Seite.

Während der Testballon von Merkels lendenloser Marionette MP D. Günther in Bezug auf die Mauermörder-Partei ganz sicher auf direkte Anweisung aus dem Kanzlerinnen-Hauptquartier Berlin entstammte, muss hier aber davon ausgegangen werden, das die oberste Führerin über den Vorstoß des Konservativen Aufbruch Mittelfranken äußerst unvertraut sein dürfte. Bei dem Gedanken das Madame schäumt kriegt man(n) aber gleich gute Laune.

Erst wenn sich die CDU dieser Kanzlerin und ihrer Gefolgsleute entledigt hat, kann die Partei versuchen, wieder aus der links-grünen Ecke herauszukommen. Angesichts der in den regierungstreuen Medien beschworenen klugen Politik der Kanzlerin und ihren in demoskopischen Umfragen erkundeten großen Beliebtheit in der Bevölkerung, wird sie uns aber noch einige Zeit erhalten bleiben. Auf die Frage „wie lange noch?“ werden die Wähler in Bayern und Hessen eine erste Antwort geben.

Sie haben die Basis vergessen, die diesen irrwitzigen Kurs auf allen Ebenen seit Jahr und Tag mitträgt. Wer jetzt immer noch in der CDU ist, muss diese Politik zwangsläufig gutheißen. Daher geht es entweder einfach weiter so oder die CDU folgt dem Beispiel anderer „christdemokratischer“ Parteien in die Bedeutungslosigkeit…

Die aus dem Kanzleramt wird den CDU Herren aus Mittelfranken (fo do kumm i her) baldmöglichst auf ihre eigene Unart und Weise ihr vollstes Vertrauen aussprechen. Dann geht es weiter mit der CDU Schoose wie gehabt. Die (Reste-) CDU mit der AfD? Wenn dann nur ohne die aus dem Kanzleramt. Das ist doch klar wie fränkische Kloßbrühe!

ICH frage mich allerdings, warum den Damen und Herren der Union es nicht in den Sinn kommt, dass der Tag kommen wird, dass nicht die Union zu Koalitionsgesprächen „einlädt“ , sondern sie froh sein darf, dazu eingeladen zu werden.