Das hatte die Redaktion der Tagesthemen nicht geplant

Ein Politikwissenschaftler nennt es ein einzigartiges historisches Experiment, eine monoethnische und monokulturelle Demokratie in eine multiethnische umzuwandeln.

Screenprint: ARD/tagesthemen

Caren Miosga fragt den Politikwissenschaftler Yascha Mounk in den Tagesthemen, ob er dafür ist, dass die SPD-Mitglieder für die GroKo stimmen und kriegt unter anderem die Beschreibung des zentralen Themas der deutschen Politik,

„dass wir hier ein historisch einzigartiges Experiment wagen, und zwar eine monoethnische, monokulturelle Demokratie in eine multiethnische zu verwandeln.“

Ein TE-Leser fragt stellvertretend für viele, die das nicht laut tun: „Wer hat diesem ‚Experiment‘ zugestimmt? Der Souverän in jedem Fall nicht.“

Frau Miosga machte nicht den Eindruck, die Brisanz der Aussage des Politikwissenschaftlers registriert zu haben. Damit geht es ihr wie den meisten Politikern und den anderen Funktionären sowie den Journalisten des Landes.

Was Herr Mounk Frau Miosga sagen hätte können, wäre gewesen, dass die GroKo froh sein muss um jeden Tag, den sich noch keine gewählte Regierung einer Debatte über diese zentrale Frage im Bundestag stellen muss. Dann wird es nämlich schwer, dieses systematisch beschwiegene und geleugnete Zentralthema weiter so weitgehend wie bisher aus der veröffentlichten Meinung herauszuhalten.

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Kommentare ( 368 )

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Der Link führt auf das Video der Tagesthemen.
Das Interview mit Hrn. Mounk beginnt ab ca. 25 Minuten. Wenn man es weiß, kann man direkt dort mit dem abschieben beginnen.

… und bei der Pseudo-Alternative Cicero regt man sich stattdessen lieber über unfeine Aschermittwochs-Reden auf. Kein Beitrag zu solchen „Leckerbissen“.
Danke für das Hochhalten von journalistischen Grundsätzen auf dieser Plattform!

Ist das jetzt ein Hohelied auf eine Filterblase ?

Volle Zustimmung dazu. Ab heute hat TE einen weiteren Abonnenten gewonnen;-)

Richtig. Den Cicero anzuklicken lohnt nicht. Spätestens als dort ein Gastbeitrag von Giovanni di Lorenzo (die ZEIT) über die „Flüchtlinge“ erschien, und ein Beitrag von Amelie Fried über jenes Thema, war mir klar, daß es interessantere Freie Medien gibt.

Diese Experiment ist nicht einzigartig, und es ist bis jetzt jedes Mal und überall gescheitert.

Es funktioniert nirgends, weder in Brasilien, den USA, noch Südafrika. Alles Länder mit multiethnischer Bevölkerung seit Jahrhunderten.

Vermutlich „einzigartiger“ war das öffentliche Benennen des multi-ethnischen Demokratie-Experiments, das WIR wagen. Ist vermutlich der ARD live durchgerutscht (wie überhaupt so manches im Interview nicht abgesprochen schien, da nicht aus Mounks Vita zu erwarten war?). Smart Investor schreibt dazu treffend (nicht jedermann zugänglich): Das ist starker Tobak. Da hätte der, von uns per Zwangs-„Demokratieabgabe“ finanzierten Miosga doch die eine oder andere Nachfrage gut angestanden: Wer ist eigentlich dieses „wir“, das das Wagnis eines „historisch einzigartigen Experiments“ eingeht? Wer hat den Auftrag zum Experimentieren mit Land und Leuten erteilt? Wann wurden aus dem „Kost nix“-Mantra von Schäuble & Co. eigentlich die… Mehr

Wie wird dieses Experiment aus- bzw. weitergehen wenn unsere ökonomische Schönwetterphase in gar nicht allzu ferner Zeit beendet ist? Wenn die für dieses Umvolkungsprojekt notwendigen Umverteilungsmilliarden nicht mehr ausreichend oder gar nicht mehr zur Verfügung stehen?

…dann kommt die CO2-Steuer (dann mit Sicherheit) und dann werden zusätzlich noch weitere Schulden aufgenommen werden. Allein um den Brexit zu kompensieren soll lt. Steuerzahlerbund Deutschlands Nettobetrag nach Brüssel auf 40 Milliarden anwachsen. Hinzukommen 100 Milliarden/ Jahr für die Illegalen….usw.

…..eine monoethnische in eine multiethnische umzuwandeln! Das hätte mal ein AFD-Politiker sagen sollen! Übersetzt bedeutet das Umvolkung!

Müssen Versuche an Menschen nicht erst von einer Ethikkommission geprüft und genehmigt werden, bevor man diese Versuche durchführt? Das harmlose (von einer Ethikkommission genehmigte) NOx Gedöns in Aachen hatten Politik und ihre Hofschranzen aus den Medien regelrecht skandalisiert.
Es gibt noch keine Mehrheit in Deutschland, die den Ring in ihrer Nase bemerkt, an dem sie durch die Manage gezogen wird. Vermutlich wird es nie wirklich zu einer Mehrheit kommen, weil noch keine Mauer die Flucht der „Bessergestellten“ und „Hochqualifizierten“ verhindert.

Mir fehlt jetzt nur noch die Idee, wie man den Spuk beenden kann. Mit Abwahl der Verantwortlichen scheint es ja nicht so recht zu klappen, oder ich muss davon ausgehen, dass die Mehrheit der GroKo-Wähler Merkels „Migrationspolitik“ (die ja eigentlich keine ist, wenn jeder illegal nach deutschlaand kommen kann und hier ausgehalten wird) unterstützt.

Hm, einerseits bin ich erleichert, das es endlich raus ist. Das hier tatsächlich bestätigt wird wie wir verarscht wurden. Die Argumente von wegen Nazi müßten damit einfach vom Tisch gewischt sein. Andererseits ist mir speiübel, im wahrsten Sinne, was hier vorgeht. Ich fühle mich wie in einem Albtraum. Um die letzten Schlafschafe zu wecken müßte das jetzt in die Öffentliche Debatte gebracht werden. Nicht, das ich denke, das das was bringt, ABER es wäre wichtig, das die Gutmenschen damit konfrontiert werden und live miterleben könnten mit was für Karten hier gespielt wird. Das wäre die Zündschnur, die Munition, die wir… Mehr

Roland Koch (exCDU)„ 15.02.2017 In Deutschland und in einigen Nachbarländern ist der Eindruck entstanden: Es ist einfach Schicksal, dass die Flüchtlinge über die Grenze kommen, und nicht ein geplanter Prozess“.

Leute, das frage ich seit 2015! – interessiert doch keinen. Eine kleine Gruppe „Etablierter“ hat festgelegt, Multikulti gut, Flüchtlinge gut, wer dagegen ist, ist ein rechter fremdenfeindlicher Populist. Und die Masse schweigt solange Diesel billig ist und die Bundesliga spielt. Wie oft habe ich geschrieben, warum nicht einmal das Volk gefragt wird, was es von der „Migrationspolitik“ hält? Für jedes neue Katzenfutter werden Umfragen ohne Ende gestartet, bei einer gesellschaftlich so relevanten Frage – Fehlanzeige, mit Volksabstimmung will ich gar nicht erst anfangen. Lug und Trug an der Spitze, vergesst dass wir eine Demokratie haben, denn wenn es wirklich eine… Mehr

Die Leute wurden gefragt, letztes Jahr im Herbst. 87% haben nicht protestiert. Jede Demokratie hat die Regierung, die sie verdient!

Es muss irgendwas mit deutscher Schuld zu tun haben. Je sattgefressener jemand ist, desto mehr kann ihm ein schlechtes Gewissen eingeredet werden. Das klappt hierzulande wunderbar. Ein Blick in die Sozialpsychologie zeigt: Der Grund für Altruismus der Eigengruppe gegenüber liegt in empathischem Empfinden, Altruismus gegenüber der Fremdgruppe basiert auf mehr egozentrischen Motiven (z. B. Abbau von persönlichen Spannungszuständen) – das lerne ich zum Beispiel gerade für meine Prüfung in wenigen Tagen. Meines Erachtens gibt es gesellschaftliche Gruppen, die sich Tag und Nacht mit der Erzeugung solcher Spannungszustände befassen.

Ich verstehe nicht, warum man immer entschuldigend seiner Meinung hinzufügen muss, dass man kein AfD Sympatisant ist. Schon das ist duck mäuserisch.

Bravo, Herr Schreiber! Sie schreibt mir aus der Seele.

Wenn die „monokulturelle Demokratie“ dieser Transformation nicht z.B. in Form eines Plebiscits mit mindestens zwei Drittel Mehrheit eine demokratische Legitimierung der eigenen Abschaffung vorausgeschickt hat, war sie keine Demokratie – und zwar viele Jahrzehnte lang. Die erzwungene demokratisch nicht legitimierte multikulturelle Demokratie wird auf Korruption, Gewalt, Partikularismus, Tribalismus, Clanrecht, Identity Politics, Religionsherrschaft, Verdrängung und Faustrecht beruhen und damit per Definition keine Demokratie sein. Die Aussage ist also zweifach schlicht falsch. Aber man hat den Eindruck, dass die Titanic Deutschland nach der 2015 von der Kanzlerin herbeigeführten Eisbergkollision, dem Aufschlitzen des Rumpfes, auch als Grenzöffnung verklärt, nachdem auch alle Maschinen gesprengt… Mehr
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