Boris Palmer: Keine Partyszene, sondern Gewaltbereite mit Migrationsvordergrund

Schweigen über Herkunft der Täter: „Das hat etwas von des Kaisers neuen Kleidern“.

imago Images/photothek

Tübingen. Der Grünen-Politiker Boris Palmer hält es für falsch, die jungen Gewalttäter von Stuttgart, die vor drei Wochen plündernd durch die Innenstadt gezogen sind und sich Straßenschlachten mit der Polizei lieferten, als Jugendliche der Party- und Eventszene zu bezeichnen. Jeder habe sehen können, dass es sich überwiegend um junge Migranten gehandelt habe, die offenbar die Polizei als gemeinsamen Feind ansehen. „Wenn man sich die Fotos und Videos von den nächtlichen Gewaltausbrüchen anschaut, dann handelt es sich bei den Gewaltbeteiligten weit überwiegend um Menschen, die – Achtung, „Neusprech“ – Migrationsvordergrund haben. In dieser Gruppe junger Männer gibt es viel Frustration und eine ausgeprägte Gegnerschaft zur Polizei, die sich dann auf diese Weise entlädt“, analysiert Palmer im Interview mit der Monatszeitschrift Tichys Einblick.

Die Herkunft der Täter werde tabuisiert, so Palmer. „Wir alle sehen natürlich, wie jemand aussieht, und machen uns unseren Reim darauf. Diese Schlussfolgerung ist aber moralisch stigmatisiert und tabuisiert. Aussprechen darf man eine solche Erkenntnis erst recht nicht, obwohl es alle sehen. Das hat etwas von des Kaisers neuen Kleidern.“ Auch wenn man nicht generalisieren dürfe, so sei es umgekehrt auch falsch, „die Augen vor offensichtlichen Problemen zu verschließen“, warnt der Tübinger Oberbürgermeister. „Wer mit Polizisten spricht, der hört häufig von Milieus unter jungen männlichen Migranten, die sich von der Polizei schon lange nichts mehr sagen lassen, die Beamte lieber bespucken, als ihren Anweisungen zu folgen. Denn sie wissen genau: Strafrechtliche Folgen hat das für sie lange nicht.“


Das ganze Interview in Heft 08-2020 von Tichys Einblick >>>


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Kommentare ( 194 )

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194 Kommentare auf "Boris Palmer: Keine Partyszene, sondern Gewaltbereite mit Migrationsvordergrund"

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Der Polizist in einem Video der Stuttgarter Partygänger-Nacht hat`s gesagt: „Alles Kanaken“. (Zitat) Wurde natürlich bald von Youtube gelöscht.

In Merkel-Deutschland braucht halt ein schnelles Pferd, wer die Wahrheit im Munde führt …

Gegen diesen Polizisten wurde ja ermittelt, was ist eigentlich aus dem geworden?

Herr Palmer ist und bleibt ein Grüner. Da kann er noch so schön reden und an seinen eigenen Leuten herumkritisieren. Wenn Deutschland endgültig vor die Wand gefahren ist, wird auch er zu den Tätern gehören.

Gerade gelesen: Ein schmächtiger 1,70 m 31-jähriger Mann entwaffnet vier (wh.: 4 !!) Polizsten und kann dann fliehen ! Was ist da los ? Ich kann keine Worte finden…..

Die gegenwärtig laufende ** der Polizei wird schlimme Folgen für uns alle haben.

Der „Mann“ soll nicht einmal ******* (nach der Farbenlehre keine Farbe) gewesen sein, also einer von „hier“. Auf-die -Knie-gehen kann also nicht der Grund für die Entwaffnung gewesen sein.

Heute am 13.07.2020 05:50 Uhr Geniale Rivalen Zeitung – Hearst gegen Pulitzer | bei phoenix Im Endeffekt wurde damals um ca. 1890 in Amerika der Mainstreamjournalismus geprägt. Es ging nicht mehr um Wahrheiten, nur um Auflagenhöhe, egal wie. So wurde auch von Hearst Zeitung Bevölkerung und Politik in einen Krieg in dem Amerika Spanien den Krieg erklärt hatten, vorbereitet und forciert. Heute haben wir leider auch den Mainstreamjournalismus, wo es nicht mehr um Wahrheiten geht, vielmehr um die Durchsetzung der politischen, vielfach „grünlinkssozen“ Meinungen. Das Grundübel sitzt viel tiefer und zwar bei den vielfachen Journalisten-Schulen und Uniersitäten. Dort werden Nachwuchkräfte… Mehr

Keine Partyszene sondern die Früchte dessen was auf BIO Müll gewachsen und gediehen ist.
Aber die Medizin ist noch nicht bitter genug und das freut mich sehr um ehrlich zu sein.
Liebe Grüße aus dem noch friedlichen Dunkeldeutschland.

Mitgefühl für die einflutenden Menschenmassen aus Afrika? Ich verlange das gleiche Mitgefühl von diesen einflutenden Massen, nicht her zu kommen. Wieso soll blos ich Mitgefühl zeigen müssen? Dazu sehe ich keinen demografischen Grund. Afrika hat Länder die 10x größer sind als Deutschland. . Aus geschichtlicher Entwicklungssicht gibt es auch keinen Grund zum Mitgefühl. Jeder muss erst einmal den Willen aufbringen für sich selber zu sorgen und vor allem für sich selber sorgen. Ich möchte niemanden aushalten und Zuhälter bin ich auch keiner. Im Jahre 1950 lebten rund 234 Millionen Menschen in Afrika. Heute 70 Jahre später sind es 1,216 Milliarden… Mehr

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Lieber Boris,
wage den Sprung zur AfD und nimm deine Wähler mit! Verlass die Grünen Ideologen, die zu 100 Prozent nicht deiner Meinung sind.
Trete aus, aus diesem Kasperverein.

Ich habe das Interview mit Herrn Palmer in TE 08/20 gelesen. Insgesamt wurde meine Einschätzung des grünen Herrn Palmer bestätigt. Er ist für mich der „Bosbach der Grünen“, bewegt sich aber trotz teilweise realistischer Denkansätze im Rahmen der grünen Ideologie. Beim Problemkreis Rolle der Medien/Meinungsfreiheit antwortete Herr Palmer (S. 26, 3. Spalte): „In der Tat, wir müssen auch über die Rolle der Medien sprechen. Auch ich finde vieles, was Tichys Einblick macht aggressiv und zugespitzt. Da ist vieles dabei, was Empörung schürt, wo man vielleicht eher auf Aufklärung setzen sollte.“ Hier hätte ich mir von Herrn Oswald Metzger (Interviewer) ein… Mehr
Sogar die PEN-Präsidentin streitet nicht mehr ab, dass es in unserem Land ein Problem mit der Meinungsfreiheit gibt. Das bekommt auch Palmer regelmäßig zu spüren, wenn er mal wieder etwas Unbotmäßiges äußert. In einer solchen Lage ist Zuspitzung nicht nur legitim, sondern geradezu notwendig um die herrschende veröffentlichte Einheinheitsmeinung als bloße Meinungsmache zu demaskieren. Und da wir uns in einer Lage befinden, in der auch empörenste Vorgänge und Zustände erfolgreich klein- oder weggeredet werden, ist auch ein gelegentliches Schüren von Empörung eine verdienstvolle und aufklärerische Tat, für die Tichy und Broder und die vielen anderen, die ich um Entschuldigung bitte… Mehr

Zu dem Thema gibt es einige interessante Ausführungen in „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ von Hannah Arendt.

Arendt behandelte dabei auch „das zeitweilige Bündnis zwischen Elite und Mob“: die „revolutionären Stimmung der Elite“ ebenso wie die „verbrecherischen Instinkten des Mobs“.

Dass die Revolzzer-Attitüde bei RAF von der gelangweilten Youth des gehobenen Bürgertums kam, die sich – wie die „Aktivisten“ 1879, 1917 etc – als Anführer der orientierungslosen Massen fühlten, die sich als Mao Castro Guevara Dutschke sowie Greta und ihrem Club einbilden, das Rad der Geschichte drehen zu müssen …