Die AfD steht erstmals an der Spitze einer Berliner Wahlumfrage. Die CDU bezahlt für Kai Wegners Selbstzerstörung, die SPD fällt auf 13 Prozent. Trotzdem könnte am Ende ausgerechnet Rot-Rot-Grün weiterregieren.
picture alliance/dpa | Christoph Soeder
Berlin liefert zwei Monate vor der Abgeordnetenhauswahl einen politischen Befund, der noch vor wenigen Jahren für unmöglich erklärt worden wäre: Die AfD ist in der Hauptstadt erstmals stärkste Kraft. Nach Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt führt sie nun auch in der Metropole, die sich über Jahre als Schaufenster rot-grüner Gesellschaftspolitik inszeniert.
Nach der repräsentativen INSA-Umfrage im Auftrag von NIUS würden 19 Prozent der Berliner die AfD wählen. Die Partei mit ihrer Spitzenkandidatin Kristin Brinker gewinnt gegenüber der vorherigen INSA-Erhebung einen Prozentpunkt und schiebt sich an sämtlichen Parteien vorbei. Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt.
Die CDU verliert zwei Punkte und fällt auf 18 Prozent. Dort trifft sie auf die Linkspartei, die um satte drei Punkte zulegt. Die Grünen erreichen nach einem Zugewinn von einem Punkt 16 Prozent. Für die Beamtenklientel-Partei SPD setzt sich der Absturz unmissverständlich fort: Sie verliert drei Punkte und kommt nur noch auf 13 Prozent. Eine Partei, die Berlin jahrzehntelang beherrschte und den Regierenden Bürgermeister stellte, wird inzwischen von fast sieben von acht Wählern abgelehnt.
FDP und Bündnis Sahra Wagenknecht landen jeweils bei vier Prozent und würden den Einzug in das Abgeordnetenhaus verpassen. Die übrigen Kleinparteien kommen zusammen auf acht Prozent. Damit wäre mehr als jeder sechste abgegebene Stimmenanteil im Parlament nicht durch eine eigene Fraktion vertreten.
Ausgerechnet diese Zersplitterung sichert dem linken Lager allerdings die Machtoption. Linke, Grüne und SPD erreichen zusammen 47 Prozent. Weil FDP und BSW an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, genügt das nach der Modellrechnung für eine parlamentarische Mehrheit. Die AfD käme auf 29 der vorgesehenen 130 Sitze.
CDU und Linkspartei erhielten jeweils 28 Mandate, die Grünen 25 und die SPD 20.
Damit offenbart die Berliner Umfrage die ganze Absurdität des Brandmauer-Systems. Die stärkste Partei soll politisch weiterhin so behandelt werden, als existiere sie nicht, während sich die Zustände im Land weiter verschlechtern und verschärfen. Rot-rot-grün wird zumindest von Berlin nicht mehr viel übrig lassen.
Der abgewählte Parteienblock könnte seine Macht durch die gegenseitige Zuteilung von Ämtern weiterführen. Die AfD gewinnt die meisten Stimmen, regieren würden jene Parteien, deren Politik ihren Aufstieg überhaupt erst ermöglicht hat.
Für die CDU ist das Ergebnis eine massive Quittung ihrer katastrophalen links ausgerichteten Politik. Die Befragung fand vom 14. bis zum 21. Juli statt und damit unmittelbar nach dem Rückzug des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner als Spitzenkandidat. Wegner hatte am 10. Juli erklärt, bei der Wahl nicht erneut an der Spitze seiner Partei antreten zu wollen. Der bisherige Finanzsenator Stefan Evers soll die CDU nun in den Wahlkampf führen.
Wegners Rückzug folgte auf die Enthüllungen über sein Verhalten nach dem linksextremen Anschlag auf die Berliner Stromversorgung. Zehntausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom und Wärme. Wegner hatte den Eindruck erweckt, seit dem frühen Morgen mit der Bundesregierung telefoniert zu haben. Die Senatskanzlei musste später einräumen, dass es diese Gespräche nicht gegeben hatte. Sein erstes dienstliches Telefonat führte er demnach erst kurz vor 13 Uhr mit Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey.
Schon zuvor war Wegners Darstellung geplatzt, er habe sich während der Krise in seinem Büro eingeschlossen. Tatsächlich hatte er Tennis mit seiner Lebensgefährtin und Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch gespielt. Er habe den Kopf freibekommen wollen, erklärte der Regierende Bürgermeister. Man gönnt sich ja sonst nichts, während zehntausende Bürger bei eiskalten Temperaturen ausharren mussten. Aus den Falschaussagen machte er bei seinem Rückzug „kommunikative Fehler“ und rühmte ausgerechnet seine eigene Authentizität.
Die Wähler quittieren diese Form christdemokratischer Selbstwahrnehmung. Bei der Wiederholungswahl 2023 hatte die CDU unter Wegner noch 28,2 Prozent erreicht. Nun bleiben ihr bei INSA 18 Prozent. Innerhalb einer Wahlperiode hat sie mehr als ein Drittel ihrer damaligen Zustimmung verspielt. Der Mann, der den rot-grün-roten Senat ablöste, hinterlässt seiner Partei einen Scherbenhaufen und Berlin eine mögliche Rückkehr genau dieses Machtblocks.
Auch der SPD hilft der Absturz des Koalitionspartners nicht. Mit 13 Prozent steht sie auf demselben kümmerlichen Wert, den sie bereits in anderen aktuellen Berliner Erhebungen erreicht hatte. Die einstige Staatspartei der Hauptstadt ist zum Anhängsel wechselnder linker Mehrheiten geschrumpft. Ihr verbleibender Machtanspruch speist sich nicht mehr aus eigener Stärke, sondern aus der Bereitschaft von Grünen und Linkspartei, sie als Mehrheitsbeschafferin mitzunehmen. Wie überaus erbärmlich.
Für die AfD ist der erste Platz ein historischer Durchbruch. Sie führt nun nicht mehr nur in ostdeutschen Flächenländern, sondern auch in der Hauptstadt. Berlin galt lange als sicherer Herrschaftsraum des links-grünen Milieus. Jetzt ist die AfD dort stärker als jede einzelne Partei dieses Milieus und stärker als die CDU, die angetreten war, dessen Politik zu korrigieren.


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Falsche Interpretation, eine Verdrängung. Das war nämlich keine Umfrage nach Ablehnung von Parteien. Die SPD kann für einen Wähler immer noch als zweite Priorität infrage kommen, wenn sie nicht erste ist.
Glaube ich nicht. München hat auch einen grünen Bürgaymeister gewählt. In Berlin kommt die Linkspartei auf Platz 1 und stellt den OB.
So wird’s werden. Vermutlich wird die Waldsiedlung Wandlitz schon instandgesetzt, um die Erben von Honecker, Mielke, Mittag et. al. würdig zu beherbergen.
Das gilt es mit allen Mitteln zu verhindern. Berlin wäre sonst das Krebsgeschwür in Deutschland. Der Münchner Lügner der Grünen fliegt bald raus, da er es, wie Habeck und Baerbock nicht so mit der Wahrheit hat. Den Fehler werden die Münchner schnell korrigieren.
Der Siegeszug der AfD ist durch nichts mehr aufzuhalten.
Nicht mal mehr durch die alle Maßen undemokratische Brandmauer.
Irgendwann bekommen diese ganzen, versifften Altparteien ihre Quittung für diese menschenverachtende Politik. Das ist nicht nur Hoffnung – jeder einzelne Tag bringt mehr Menschen dazu, aufzuwachen und zu handeln.
Am Ende wird es „Links bis Linksextremismus pur“ und Berlin wird ungebremst Richtung Abgrund rauschen…
Die INSA-Meinungskontrolle hat einen Schönheitsfehler: INSA-Umfragen stützen sich stark auf das Internet. Und deren Benutzer sind scheinen sich besser/zutreffender zu informieren. Deshalb sind sie AfD-affiner. Dieser schwache Vorsprung bewirkt gegen den Brandmauerblock gar nichts. Außerdem: Bei Wahlen stimmen auch Nicht-Internet-User ab. Ja die CDU hat verdiente Verluste und die AfD verdiente Gewinne – aber das reicht nicht. Siehe hier: https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/berlin.htm
Angesichts eines Politikers wie Kai Wegner und seiner Machenschaften sind 2 Prozent weniger für die CDU ein erstaunlich geringer Verlust.
Es dürfte doch klar sein, dass Berlin, als der Hotspot der Ausgeflippten – war es schon immer – links wählt, d. h., der Oberbürgermeister wird sicher eine ganz linke Frau, der die Grünen und SPDler frenetisch zujubeln. Man lasse sie diese Leute wählen, sie dürften vorführen, was Sozialismus und Ökoterror bedeutet für jeden einzelnen Arbeitenden! Auch der grüne OB Münchens hat völlig unsinnigerweise den Wassernotstand ausgerufen, obwohl die Wasserwerke das gar nicht sahen! Der Umbau, der Aufbau der totalen Macht geht nach Salamitaktik nadelstichweise, jeden Tag! Je länger das dauert, je weiter das voranschreitet, desto härter werden die zwangsläufig kommenden… Mehr
Wenn man zu lange in die falsche Richtung fährt, wird die Kehrtwende umso unangenehmer…
Zitat(e): „Für die AfD ist der erste Platz ein historischer Durchbruch. Sie führt nun nicht mehr nur in ostdeutschen Flächenländern, sondern auch in der Hauptstadt. (……………………….), Rot-rot-grün wird zumindest von Berlin nicht mehr viel übrig lassen.“ > Nun, wenn auch in Berlin jene von „Unseredemokratie“ immer noch so viele Wählerstimmen bekommen können das sie auch weiterhin als Parteienkartell Berlin zerkloppen und zur grünwokelinken Shithole-Town machen können, dann geht es dort ganz offensichtlich immer noch zu vielen Berlinern viel zu Gut und brauchen wohl weitere 1-3 Wahlperioden bis zum aufwachen und Umdenken. OBWOHL, wenn ich so recht überlege, wäre vielleicht auch… Mehr
Wegner ist die Blaupause der aktuellen CDU Politik.
Realpolitik ankündigen, um leichtgläubige Wähler zu ködern, nach den Wahlen vollständiger Schwenk zu grünroten Fundamentalpositionen wie hemmungslose Schulden-, Sozial- und Migrationspolitik und Bekenntnis zur Klima- und Transreligion.
Unwählbar, diese verlogene, ehr- und rückgratlose, wählerverachtende, von Merkel entmannte Partei.
Grausam.
Solche Befunde bringen v.a. den „Verfassungsschutz“ in Bedrängnis, weil es schwieriger wird die AfD zu stigmatisieren. An der realen Politik in Berlin wird dies nichts ändern, jedenfalls nicht in eine positive Richtung. Die CDU in der Opposition, obwohl die „notfalls“ natürlich auch mit dem Linkskartell koalieren würde.
Wenn im linksversifften Berlin die AfD stärkste Kraft in Umfragen ist, dann muss die Hütte wohl lichterloh brennen!
Wann wären sie das letzte Mal in Berlin? Palmer sagte schon, wenn er in Berlin aus dem Zug stieg: Jetzt verlassen sie die funktionierende Bundesrepublik. Und er stieg aus der DB!
Das ist in der Tat schon lange her, genau genommen war ich drei mal in Berlin. Das erste mal 1982 im Rahmen der obligatorischen Klassenfahrt nach Westberlin, incl. Tagesbesuch im Osten. Ja ja, als Jugendlicher hatte man da noch andere Augen. Dann 1989 kurz vor dem Mauerfall, da fand ich Westberlin schon abstossend. Das letzte mal war das dann im Jahr 2005 aus beruflichen Gründen. Der erste Schritt aus dem Taxi in Berlin ging direkt in einen Haufen Hundescheisse. Der erste Eindruck, Sie wissen schon. Und auch der Rest war nur zum weglaufen. Ich wollte da nie wieder hin und… Mehr
So funktioniert „unsere“ Demokratie: die stärkste Wählergruppe wird, wie auch ihre Themen schlichtweg ignoriert. Dieses satte dunkelbraune Geschmisch (das kommt raus wenn man 18 Teile Schwarz, 18 Teile Kommunisten-Rot, 16 Teile Grün und 13 Teile Rot mischt – sagt die KI !!!) ist sich zwar in nichts dem Bürger Nützenden einig aber dem eigenen Machterhalt dient es. Und darum geht es doch schließlich?! Wenn dieser Trend anhält – und das wird er, wenn „unsere“ Demokratie-Rettung so weiter geht. Dann wird der Wähler abgeschafft. Der stört eh nur und weiß nicht, was für ihn gut ist … ganz so wie vor… Mehr
Da diese #Regierung die #Bürger #abzockt und #betrügt, im #Klimawahn mit der desaströsen #Energiepolitik die #Wirtschaft aus #Deutschland vertreibt, mit der #Schuldenorgie sich an den nachfolgenden #Generationen versündigt, die #Steuergelder lieber für #Kriegstüchtigkeit und an andere Länder verschleudert muss man ihnen die #Regierungsverantwortung entziehen!
Deshalb wählen immer mehr die @AFD?