Festnahmen nach Bombenexplosion in Berlin: Tatverdächtige aus linksextremem Milieu

In Berlin Schöneberg kam es zu einem Bombenanschlag - vermutlich kein Einzelfall. Ein Verdächtiger ist stark vernetzt in der "Zivilgesellschaft".

picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Paul Zinken
Polizisten an einem Haus in Schöneberg. Dort war es in einem Innenhof zu einer Explosion gekommen. Nachbarn hatten die Polizei alarmiert.

In der Berliner Eisackstraße kam es am Donnerstagabend zu einem Bombenanschlag in einem Hinterhof in unmittelbarer Nähe einer Gemeinschaftsschule. Ein Polizeisprecher erklärte: „Beamte des zuständigen Abschnittes 42 fanden im Innenhof neben Rückständen einer Detonation auch eine noch nicht zur Explosion gebrachte mögliche Sprengvorrichtung.“ Bei dem mehrstündigen Polizeieinsatz mussten Personen aus den anliegenden Wohnhäusern in der Nacht aus ihren Wohnungen evakuiert werden.

Gregor D. wurde in Tatortnähe flüchtend aufgegriffen, später stürmte das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei seine Wohnung und nahm dort Mitbewohner Claudio C. fest. In der Wohnung wurden Chemikalien und andere verdächtige Gegenstände und Beweismittel sichergestellt. Laut Presseerklärung der Polizei Berlin besteht möglicherweise ein Zusammenhang „zu anderen Sprengstoffdelikten, insbesondere mit einer am 20. Januar 2021 in der Fritz-Reuter-Straße“.

Ebenfalls geprüft wird laut BZ Berlin ein Zusammenhang mit einem gezielten linksextremen Angriff auf ZDF-Mitarbeiter auf dem Alexanderplatz u.a. mit Metallstangen. 

Das Motiv bzw. Anschlagsziel ist völlig unklar und erinnert an eine ebenso ungeklärte Sprengstoffexplosion vor wenigen Wochen nur einige Straßenecken entfernt. Beide Verdächtige werden dem linksextremen Milieu zugerechnet.

Heft 02-2021
Tichys Einblick 02-2021: 2021 - Endlich wieder leben
Brisant ist nicht zuletzt der berufliche Hintergrund der Verdächtigen: Gregor D. arbeitet wohl als Lehrer, Claudio C. ist an etlichen staatlich geförderten Projekten beteiligt und bestreitet seinen Lebensunterhalt mittelbar vermutlich zu großen Teilen aus Steuerzahlergeld. Er arbeitete als freier Mitarbeiter für „Berlin gegen Nazis“ und die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“ – beide gefördert durch den Berliner Senat und letzteres Projekt zusätzlich durch das Bundesfamilienministerium im Rahmen des Programms „Demokratie leben!“. Claudio C. leitet ein weiteres Projekt, das durch den Berliner Senat gefördert wurde. Träger dieses Projekts ist eine Initiative, die u.a. die Theodor-Heuss-Medaille erhielt und deren Referenzen zwei Bundesministerien und die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) beinhalten. Gemeinsam mit einer anderen Initiative, die unter anderem an Berliner Schulen Projekte gegen antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit anbietet (ebenfalls gefördert von BPB, Bundesfamilienministerium und anderen), wird ein Projekt betreut, das wiederum von „Demokratie leben“ gefördert wird – und dessen medienpädagogischer Leiter Claudio C. ist.

Diese verwirrende Karriere im Dickicht der „Zivilgesellschaft“ soll nur exemplarisch zeigen, dass hier nicht einzelne Fehler unterlaufen sind, sondern dass mutmaßlich mit Steuermitteln ein weit verzweigtes System geschaffen wurde, dass offensichtlich kaum Berührungsängste zum linksextremen bis linksterroristischen Rand hat. 

Das Ergebnis: In Berlin Schöneberg explodieren Rohrbomben, von denen man gar nicht mehr sagen kann, über wieviele verschiedene Ecken Bundes- und Landesgelder mitdetoniert sind. Für die Bundesregierung offenbar kein Problem. Diese „Zivilgesellschaft“ soll bald in Milliardenhöhe finanziert werden. 

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Kommentare ( 62 )

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binweitweg
8 Monate her

Wie putzig aber auch- habe nur ich das Gefühl daß das „Aufgebauschte Problem“ immer häufiger und immer naher kommt ?. Und außerdem gab es da heute noch ein bisschen Drouble wegen so einem aufgeweckten Bürschchen der Jungsozen und Senatsmitglied in der Linkenhochburg Humboldt-Uni, der da wohl auch gern den Lieferonkel Bezos ins Jenseits befördert wissen wollte.
Inzwischen ist ihm aber klar geworden, daß diese Äußerungen als Aufforderung zu Gewalt verstanden werden könnten.-Dunnerlittchen, wer hätte das gedacht !
Nun gut- alles mal wieder Tatarenmeldungen, die sozusagen Wasser auf die Mühlen der….na Sie wissen schon sind !

AlexR
8 Monate her

Ich bin sicher, es wird seitens der MSM keinen Kommentar dazu geben. Kleber und Slomka halten entweder den Mund oder drehen die Tatsachen komplett um.

stefan4712
8 Monate her

Irgendwie vermisse ich die Betroffenheitsbekundungen von Heiko Maas, Christine Lambrecht, Frank-Walter Steinmeier sowie die Stasi Hetzschriften von Annette Kahane nach dem Vorfall !! (Auch die TAZ ist ganz stille.) Auch suche ich verzweifelt auf ARD / ZDF nach einem Brennpunkt. So ein Bombenanschlag, auch wenn er mehr oder weniger gescheitert ist, ist keine Lappalie !! Aber da es sich ja nun wohl nicht um böse Rechte handelt und man selbst dabei Gefahr läuft in den Fokus durch seine eigene Hetze & das schüren von Hass in den Fokus zu geraten, deckt man lieber das Tuch des Verschweigens darüber. Warnte nicht… Mehr

Tizian
8 Monate her

Offensichtlich ist die Zeit der simplen Nazischmierereien und der Selbstverletzungen die Linke fabrizieren und die man regelmäßig den vermeintlichen Rechten unterjubeln will vorbei. Jetzt geht es ans Eingemachte.

d.rahtlos
8 Monate her

Das dürfte so ausgehen wie beim Sprengstoffund in Thüringen vor drei Jahren; auch damals war einer der Akteure Sprecher eines Bündnisses „für Zivilcourage und Menschenrechte“, ausgezeichnet mit dem Landes-Demokratiepreis. Die Chemikalien sollten zur „Schädlingsbekämpfung“, bzw. zur Herstellung eines Feuerwerks dienen. Später gab es milde Geldstrafen vom Amtsgericht.

Wolfgang Richter
8 Monate her
Antworten an  d.rahtlos

Da gabs keine 10 Jahre wie für einen Polenböller an eine Moscheetür im nebenan befindlichen Sachsen? Irgendwie wundert es mich nicht.

Machiavelli
8 Monate her

War da nicht in Thüringen auch was?
Vor ein paar Jahren?
Die Mobile Bombenbaustation von dem Zivilcourage Preisträger mit besten persönlichen beziehungen zur Hochpolitik?
Oder der Polizeibekannte Linksextremist mit den Rohrbomben im Rucksack den sie auf der Kölner Domplatte verhaftet haben?
Sogar verdeckte Ermittler wurden durch tipps aus der Politik enttarnt in Hamburg.
Dröhnendes Schweigen im Pressewald zu solchen Tätern und Taten.

Korner
8 Monate her

Nicht mehr weit bis zur RAF. Jetzt, als Lübcke erschossen wurde, hieß es, das sei der erste rechtsextreme Mord an einem Politiker nach 1945. Die Ermordungen durch Linksextreme nach 1945 scheint man vergessen z haben: Zu deren Gedenken: 22. Oktober 1971 HamburgNorbert Schmid (32), PolizistBeim Festnahmeversuch erschossen. 22. Dezember 1971KaiserslauternHerbert Schoner (32), PolizistBei einem Banküberfall erschossen. 2. März 1972HamburgHans Eckhardt (50), Polizist, Leiter der SOKO „Baader/Meinhof“ in HamburgBei der Festnahme von Manfred Grashof und Wolfgang Grundmann schwer verletzt, am 22. März 1972 im Krankenhaus verstorben. 11. Mai 1972Frankfurt am MainPaul A. Bloomquist (39), US-OffizierBeim Bombenanschlag auf das Hauptquartier des V. US-Corps getötet. 24. Mai 1972HeidelbergClyde R. Bonner (29)Ronald A. Woodward (26) Charles L. Peck (23); US-SoldatenBeim Bombenanschlag auf das… Mehr

wat nu
8 Monate her

Der erfolgreiche Marsch durch die Instanzen = Terrorfinanzierung/dein Feind =mein Freund.
Wir hätten es wissen können.

RMPetersen
8 Monate her

Linksextremismus ist definitionsgemäß kein Extremismus, sondern es handelt sich um engagierte Aktivisten, Unterstützer der Dauerregierenden. Damit unterscheiden sie sich grundsätzlich vom Rechtsextremismus.
Letzterer ist in der Mitte unsrerer Gesellschaft, also unseres Volkes, angekommen, während der Linx… engagismus in der Mitte des Regierungsmilieus angekommen ist.

F.Peter
8 Monate her

So sorgen halt die Linksextremen dafür, dass der Kampf „gegen Rechts“ weiter geführt wird und die finanziellen Mittel weiter schön fließen. Denn sicher haben diese Experten für Rechtsextremismus und Bombenbau nur aus hehren Motiven gehandelt.
Sozusagen ein Perpeduum mobile im Kampf gegen Rechts!