Winter Oben Ohne – Über die Heteronormativität

Befreit die Kinder von den Fesseln vorgefasster sexueller Identitäten und aus dem Gefängnis der heteronormativen Kleinfamilie! Achim Winter über Baden-Württembergs neues Umerziehungsprogramm.

ObenOhne_23012016

Video: In vielen Bundesländern ist es Lernziel geworden, den Kindern die enorme Vielfalt sexueller Spielarten als lebensbreichernd darzustellen. Allen voraus ist Baden-Württemberg mit seinem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

Achim Winter studiert mit großem Interesse das pädagogische Werk, mit dem die Barrieren für transsexuelle, transgender und intersexuelle Schüler abgebaut und die Kinder motiviert werden sollen, das angeborene Geschlecht in Frage zu stellen.

Und weil viele Zuschauer dieses nicht glauben wollen: Die Realität überholt die Satire.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/sex-aufklaerung-forscherin-tuider-ueber-streit-um-sexuelle-vielfalt-a-1001437.html

http://www.svz.de/bb-uebersicht/lack-und-leder-auf-dem-lehrplan-id6888571.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/experten-warnen-vor-zu-frueher-aufklaerung-von-kindern-13203307-p3.html

Unser Dank geht an das elegante Flemings Hotel in Frankfurt/Main, in dem wir drehen durften.

Unterstützung
oder

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Ihre Argumente, Gedanken oder Informationen zum kommentierten Beitrag bringen wir ganz oder gekürzt mit Ihrem Nutzernamen und ohne Ihre E-Adresse, wenn wir Ihren echten Vor- und Nachnamen erfahren.

Kommentare {17}

  1. Hallo miteinander,

    62 Superreiche besitzen genau so viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung! 62 = 3.700.000.000 !

    Ich bin entsetzt, dass es keinen Aufschrei durch unsere Bevölkerung gibt. Gewiß, nur mit Empörung ist es nicht getan, es muss gegen diese Sauerei, anders kann ich es nicht nennen, endlich gehandelt werden. Auch in Deutschland geht die Schere zwischen Reichen und Armen immer weiter auseinander, ist die Umverteilung von unten nach oben Bestandteil einer fehlgeleiteten und ungerechten Finanzpolitik. Wir müssen bei uns beginnen, ich fordere daher die Bundesregierung und unsere Volksvertretrer zum Handeln auf.

    1) Die seit Jahren angedachte “Börsentransaktionssteuer” einzuführen. Es ist unverständlich warum wir auf das einzige Lebensmittel, das wir alle brauchen, nämlich Wasser, 7% Mehrwertsteuer zahlen müssen. Jeder Kauf oder Verkauf von Wertpapieren an der Börse jedoch nicht von “Vater Staat” belastet wird. Wir könnten locker die angedachten 0,05% (!) und mehr verkraften.

    2) Abschaffung der 25%igen “Kapitalertragsteuer” und damit zurück zur Verrechnung mit dem persönlichen Steuersatz. Es ist unverständlich warum ein erarbeitetes Einkommen von z.B. 100.000,– EUR mit ca. 45% Steuer belastet wird und das gleiche Einkommen aus Zins und/oder Dividende, also durch eigenes “Nichtstun”, nur mit 25%.

    3) Erbschaftssteuer gerecht gestalten; es ist ein Trauerspiel, dass das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber daran erinnern muss, dass bis Ende Juni 2016 das Erbschafts- und Schenkungssteuergesetz geändert werden muss, da es nicht der Verfassung genügt und Betriebsvermögen einseitig bevorzugt.

    Es wird höchste Zeit den Druck von “unten” auf den Gesetzgeber zu verstärken, damit all die Probleme, die uns momentan belasten, sei es nun Flüchtlinge, Infrastruktur, Bildung oder Soziales, gerechter auf den Schultern verteilt wird. Vielleicht mag mich ja der eine oder andere unterstützen und gibt diese “Oxfam-Zahlen”-Info an seinen Kreis weiter, bittet die Politiker um Stellungnahme.

    Alles Gute
    Gorch

  2. Eine gute Satire !
    Vielleicht schicken sie diesen Kurzfilm einfach mal zu diesem ” ach so
    sympathischen ” Landesvater.
    Er selber wird sich bei der Umsetzung des Bildungsplanes die Hände
    nicht schmutzig machen – dafür müssen die Anderen herhalten, nämlich
    die Pädagogen. Hoffen wir einfach auf einen Regierungswechsel.
    Noch noch zur Information, am 23.1., also letzten Samstag fand in Stuttgart
    ein Symposium zum Thema : ” Gender und Sexualpädagogik auf dem
    Prüfstand der Wissenschaft ” statt – 800 Besucher nahmen daran teil.
    Die Vorträge werden unter : http: // http://www.genderundsexualpaedagogik.com
    bald ins Internet gestellt. Weitere Links zum Thema : http://www.familien-
    schutz.de u. http://kath.net/news/53732

  3. Sie schrieben in dem Beitrag: “….. mit dem die Barrieren für transsexuelle, transgender und intersexuelle Schüler abgebaut und die Kinder motiviert werden sollen, das angeborene Geschlecht in Frage zu stellen.” Dazu eine Erklärung.

    Intersexuell sind Menschen bei denen die Geschlechtsmerkmale bei der Geburt uneindeutig sind. Transsexualität ist eine Abweichung der Geschlechtsmerkmale als Ganzes zum eigenem Geschlecht. In keinem der Beiden Fälle ist es etwas zum Aussuchen.

  4. Zum Verständnis der Protagonisten der Gender-„Wissenschaft“ und ähnlicher anderer, eher in Glauben und in Missionseifer denn in Empirie gegründeter Wohltäterideologien wollte ich die Filmserie Hjaernevask (‚Hirnwäsche‘) des norwegischen Filmmachers Harald Eia empfehlen. Leider auf Norwegisch mit englischen Untertiteln, man kommt aber doch ganz gut mit. Könnte sein, dass es auch eine (englisch) synchronisierte Fassung gibt. Einstieg etwa hier:

    http://agendaeurope.wordpress.com/harald-eia-hjaernevask-brainwash/

    Beeindruckend ist vor allem die ängstlich-vernagelte Haltung der Genderprotagonisten. Wie Kardinal Bellarmin einst bei Galileo nicht durchs Fernrohr schauen wollte, so betrachten auch sie anscheinend allein schon den Willen zu unvoreingenommener Forschung als unbillige und krankhafte Zumutung. Anscheinend kann bei vielen Menschen, das erkennt man oft und derzeit auch bei einem anderen Thema, das Vollgefühl, auf der moralisch richtigen Seite zu stehen, als selbstverständliches Substitut der Wirklichkeitserfassung dienen.

    Das Problem ist wie meist nicht die kleine Zahl der bewussten Täuscher und Verführer zu unrealistischen Weltbildern, als vielmehr die erschreckend große Zahl der Realitätsverweigerer. Wie sagte doch Nietzsche zynisch zu diesem Thema (aus dem Gedächtnis zitiert): Der Phantast betrügt sich selbst, der Scharlatan wenigstens bloß die anderen.

    Mir wäre es lieber, die Schule beschränkte sich ganz darauf, den jungen Menschen in die Anfangsgründe wissenschaftlichen Bildung einzuführen statt sich – in welcher Art auch immer – als moralische Anstalt aufzuführen. Man sollte die Kinder, meinetwegen auch mit etwas List, zum Flug der eigenen Gedanken verführen und sie nicht in einen Schlag doziler und im Konzert dasselbe gurrender Tauben einsperren, aus der die dann gar nicht mehr oder erst wieder zur Zubereitung als leckeres Festtagsmahl für den je dominanten Ideologen herauskommen. Was ohnehin schwierig genug und oft nicht zu erreichen sein dürfte, denn das Nachplappern erscheint manchem so viel einfacher und bequemer als das Selberdenken. Wohl weil man dessen Geschmack nie gekostet hat. Der „moralischen Unterweisung“ ist es genug, wenn man sie dahin bringt, im Unterricht nicht zu stören und Rücksicht zu nehmen. Für den Rest vertraue man auf den doch sonst so gerne beschworenen Transfer des Gelernten.

    Herdentiere gibt es schon genug. Und für die andere Seite, böse gesagt: Um Missionare, die im Kochtopf der Kannibalen landen, würde ich nicht zu sehr trauern. (Das war früher ein beliebtes Motiv gezeichneter Witze, heute ist es wohl politisch zu inkorrekt. Schade darum.)

    Im Übrigen: Jeder soll ruhig leben, wie er will, solange er keinem anderen auf die Füße tritt. Getretene fremde Anmutungen sind dabei in Ordnung. Und für die dabei aus der Reihe tanzen: Geh deinen Weg und lass die Leute reden.

  5. Ich bin eine außerordentlich konservative transsexuelle Frau. Ich habe Kinder und Enkel. Für mich sind “Genderexperimente” an Schulen undenkbar. Die Mehrheit sollte froh sein, dass ihnen die Natur Normalität geschenkt hat, alles andere erschwert das Leben beträchtlich. Ich weiß wovon ich rede. Auf der anderen Seite sollte im Sozialkundeunterricht schon erwähnt werden, dass Menschen auch anders sein können. Dazu sollten die Schüler aber alt genug sein. Übrigens: Wem von den Foristen ist schon jemals ein Transgender im Alltag begegnet?! Wir sind wirklich eine winzige Minderheit und fordern in der Regel, im Gegensatz zu anderen Minderheiten, nichts, denn wir sind auf den Schutz der Gesellschaft besonders angewiesen. Ich habe mit meinen deutschen Mitbürgern da gute Erfahrungen gemacht.

  6. Ok, ich muss jetzt hier mal Luft holen und was sagen. Ich bin Schwuler Konservativer, kenne auch genug Transsexuelle (also Geschlechts-Umgewandelte), und möchte hier mal ein paar Dinge klarstellen.

    Erstens, und das ist der Konservative in mir: ich wende mich ganz VEHEMENT gegen eine solche “Sexualisierung” der Schule und der Kinder. Kinder zu zwingen im Unterricht solche Themen zu besprechen ist eine üble Sache. Vor allem, weil Schule eben kein neutraler, herrschaftsfreier Raum ist, sondern durch ein Autoritätsgefälle Lehrer – Schüler definiert wird. Jeder junge Mensch reift in die Sexualität anders und in anderem Tempo. Natürlich soll Schule eine grundlegende sexuelle Aufklärung durchführen, aber was hier gemacht wird ist eine seelische Zumutung, die ich strikt ablehne.

    Nun die andere Seite. Ich habe lange genug in Jugendberatung für junge Schwule ehrenamtlich gearbeitet um zu wissen, dass Sexualität viel früher erwacht als im traditionellen Bild angenommen. In der Regel schon um das 12. Lebensjahr. Es wäre im Zeitalter des Internet auch eine Illusion anzunehmen, heutige 12-13jährige wären genauso “ahnungslos” wie wir damals. (Ich bin Jahrgang 1971, hatte also meine Kindheit in vor-Internet Zeiten.) Hier also andererseits ein Kindheitsidealismus anzunehmen, der mit der Realität nicht übereinstimmt, wäre umgekehrt fatal. DENNOCH: in dem Alter sind Kinder zwar dabei sich als sexuelle Wesen zu erleben, ABER für Debatten, Gespräche usw ist es VIEL zu früh. Vor allem so viele Spielarten wie S&M und so, da müssen 12järhige NICHT darüber diskutieren und erfahren.

    Wahr ist schon, dass wir Sexualität mit all ihren Spielarten als normal ansehen müssen, dass es objektiv “Perversion” einfach nicht gibt. Wir wissen von genug Sexual-Studien, dass sehr viele Menschen eine sehr weit gefächerte Sexualität haben. Oder mit Alfred Adler gesprochen: Die einzigen normalen Menschen sind die, die Sie nicht sehr gut kennen. Viele haben die Fassade des netten Bürgers und stehen dennoch auf Domina und Peitsche. Wir müssen als aufgeklärte Wesen per se akzaptieren, dass Sex und Deviant im Sex kein Grund zur Beunruhigung ist. Was aber NICHT bedeutet, dass man schon Kinder damit so massiv konfrontieren muss, DA bin ich klar dagegen!

    Transsexualität, also Leute die im falschen Geschlecht geboren sind, sind keine Frage der “Laune” oder “Mode”. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit “erlernten Rollenmustern” zu tun, sondern ist ein ganz und gar biologisch-medizinisches Problem. Für diese Menschen ist es ein sehr großer Leidendruck. Es wäre im Rahmen einer verünftigen, modernen Aufklärung richtig, Kindern zu erklären, dass es das gibt. Dazu gehört aber NICHT, Rollenspielchen, weil es eben KEINE Frage der erlernten Rolle ist, wie die Genderisten behaupten. Transsexualität ist keine Sache, die Menschen sich aussuchen oder durch Sozialisation entsteht, sondern durch biologische Fakten. Oft werden diese mit beiden Geschlechtern geboren, bei der Geburt entscheidet ein Arzt dann nach Gusto, daraus ein Jungen oder Mädchen zu machen, und als Teenager merken sie dann, dass die Entscheidung des Arztes damals falsch für sie war. Das hat nicht das Geringste mit Gender-Rollen-Sozialisation zu tun.

    Zuletzt eine persönliche Anmerkung. Für mich als schwulen Teenager war in den 1980ern zur Schule zu gehen eine sehr große Qual, weil die ganze Welt voller Heteros war, in der Literatur, in der Kunst, in der Politik, in der Geschichte. Überall waren Schwule wie nicht-existent. So gewissermaßen “unsichtbar” zu sein, in einer Welt aufzuwachsen, in der Schwule nicht existieren zu schienen, war für mich wie jeden Schwulen dieser Zeit, eine große Belastung. Lehrer waren damals überhaupt nicht dafür sensibilitisert, dass auch Lesben und Schwule ihre Schüler waren. Dass muss man nicht über-betonen. Aber es zu verschweigen, ein Unterricht, in dem 100% Heteronormativität gezeigt wurde, war für mich sehr bedrückend. Und ich war generell damals durchaus eher selbstbewußt, von daher wird es für andere Schwule eher eine noch größere Last gewesen sein. Ich erinnere mich im Deutsch-Unterricht, als wir Werthers Leiden besprachen, und wir daraus erwachsend über Romantik und Liebe sprachen, da kam das Thema auf: Heiraten und Ehe. Ich sagte damals meiner Deutsch-Lehrerin, ich werden mal keine Frau heiraten. Mich outen wollte ich mich mit 15 nicht. Aber die Reaktion werde ich nicht vergessen. Sie hatte dieses überhebliche Lächeln: “Ach das sagen in deinem Alter alle. Du wirst auch mal die richtige Frau finden.” Das hat mich damals sehr verletzt, weil ich merkte, von mir wurde etwas erwartet, das ich nicht bin, aber ich konnte mich auch nicht outen, weil das Klima gegenüber Schwulen in den 1980ern noch immer sehr schlecht war.

    Mir ist klar, ein Hetero, vor allem ein Mann, kann sich nur sehr schwer vorstellen, welche seelische Verletzung es bedeutet, wenn man “unsichtbar” ist, wenn man in einer gesamten schulisch vermittelten Kultur nicht existiert. Es gab keine Romane in denen Schwule vorkamen, keine Filme, keine Kunst, keine Persönlichkeiten in der Geschichte oder im politischen Unterricht. Es war, als gäbe es uns nicht, und damals, als es kein Internet gab, fühlte ich mich wie der einzige Schwule in der ganzen Welt. Man kann sich das als Heteromann nur sehr, sehr schwer vorstellen, was für eine seelische Belastung das ist. Ich sage das, stellvertretend für die sehr, sehr vielen, die ich über die Jahre beraten habe. Wenn nun Teil des Unterrichts wird zu zeigen: es gibt Schwule, Lesben, Transsexuelle und anderes, so finde ich das richtig und wichtig.

    Was ich aber ablehne ist die FORM. Diese über-sexualisierte Fokussierung auf sexuelle Praktiken, weil hier WIEDER das dumme Stereotyp reproduziert wird, Schwule seien mehr an Sex fixiert, und es gehe überhaupt immer um Sex. Wie wäre statt dessen eine Betonung der LIEBE, der PARTNERSCHAFT und der Treue, anstatt einer solch stark körperlich-sexualisierten Form der Aufklärung?

    Es ist sehr leicht, über solche Themen Witze zu machen. Aber es ist einfach ein viel zu komplexes Thema für einfache Antworten. (Und, wer bis hierher gelesen hat: Danke für die Geduld.)

    1. Ich finde, Sie haben sich hier durchaus sehr gut erklärt.
      Normalos können diese Probleme natürlich nicht so nachempfinden, das ist klar.
      Ich mache darüber auch keine Witze.
      Was viele Heteros aber sehr stört, ist dieses Zurschaustellen der Andersartigkeit, dieses oft überlaute Geschrei: Schaut her, ich bin anders, das ist toll, das ist supergeil, das ist hipp. Das reduziert diese Menschen doch allein auf ihre Sexualität und das ist schade.
      Mir ist es doch völlig egal, wer was wo wie mit wem treibt. Es interessiert mich aber auch nicht im mindesten, und ich möchte damit auch nicht übermäßig belästigt werden.
      Ich beurteile Menschen nach ihrem Wesen, nach ihrem Charakter, nach dem, was sie tun und so soll es auch bleiben.
      Genderismuss ist dagegen ein Auswuchs, den wir uns alle ersparen sollten.

    2. @Holger Schnepf:

      Zitat:”Für mich als schwulen Teenager war in den 1980ern zur Schule zu gehen eine sehr große Qual, weil die ganze Welt voller Heteros war, in der Literatur, in der Kunst, in der Politik, in der Geschichte. Überall waren Schwule wie nicht-existent.”

      Und was war mit der Musikbranche?
      Die war ab Ende der 70er bis weit in die 80er so offen schwul, dass ich mich bis heute frage wo der Gedanke eigentlich herkommt, die Schwulen wären bis vor kurzem im öffentlichen Leben unterrepräsentiert gewesen.
      Was die Charts dominierte waren Village People, Freddy Mercury, Elton John, Culture Club, Wham, Erasure, Frankie goes to Hollywood und so weiter und so fort.
      Genau genommen war das halbe Musikbusiness offen schwul, alle wussten es und keinen hat es gestört.
      Mich hat die Inszenierung um Conchita Wurst beim Song Contest deswegen total irritiert.
      Frankie goes to Hollywood waren in den 80ern mit ihrem Lack&Leder Videoclip zu ihrem monatelangen No. 1 Hit “Relax” (der bei Formel 1 im WDR damals in Dauerschleife lief) erheblich offensiver.

      Nebenbei:
      Ich hatte auch schwule Schulkollegen, was damals auch keinen interessiert hat.

    3. @Holger Schnepf: Ein toller Text, dem ich mich als ebenso alter (1969) spät-“herausgekommener” Schwuler voll anschließe.
      @die anderen Antwortenden: Das Argument “in den 80ern war doch die Musikbranche völlig schwul” ist aus verschiedenen Gründen schief, wenn auch vordergründig nicht ganz falsch. Aus heutiger Perspektive mag das so gewesen sein, aber die dort gezeigten homosexuellen “Codes” waren eben genau solche, und deutlich ausgesprochen wurde es praktisch nie. Beispiel: George Michael hatte sein (erzwungenes) Coming-Out erst in den 90ern.

      Zum wichtigen Thema “Was mich nervt, ist dieses ständige (!) aufdringliche Selbstpräsentieren der Schwulen” (sinngemäß aus einer Antwort zitiert). Das ist objektiv eine, wenn auch sehr weit verbreitete, Fehleinschätzung, die durch den hier ja insgesamt thematisierten Medienhype um das ganze Thema “sexuelles Anderssein” leider stark befördert wird. Wen meinen sie denn? Die paar tausend bunten Vögel auf dem Christopher Street Day einmal im Jahr? Die meisten Schwulen haben nicht das geringste Interesse, sich als solche “bunten Vögel” irgendwem aufzudrängen, bzw sind sie auch keine. Das gilt für mich und höchstwahrscheinlich auch für Herrn Schnepf. Dass die Medien ständig aus ganz anderen Gründen (die zu erörtern wären) dieses Thema bis zur Verdünnung auswalzen, hat mit den Handlungen von Homosexuellen in D erstmal praktisch nichts zu tun. Zum tieferen Verständnis von “Christopher Street Day” und ähnlichem ist dazu hilfreich zu wissen, dass Schwule noch in den 70er und 80ern schlicht verspottete Außenseiter waren, immer in der Gefahr irgendwie angegriffen zu werden, und zwar bis hin zur Gewalt, insbesondere übrigens schon immer auch durch Migranten.

      Dass sich ein winziger Teil der Homosexuellen in Deutschland gerne vor den medialen Karren spannen lässt und damit den “Heteros” eine scheinbare “Dauerpräsenz” quasi aufnötigt bzw durch alle Talkshows geschleift wird, finde ich persönlich sehr ungut, weil es eben die eingangs zitierten Vorurteile fördert (“die nerven mich”). Aber nochmal: 99% der Schwulen in D hüpft weder ständig in Federboas rum, noch wollen sie ihre Mitmenschen ständig mit ihren Privatangelegenheiten bedrängen. Viele finden dieses Verhalten ebenso unnötig wie nervig. Wobei bei Schwulen aus einem verständlichen, aber mE falschen “Endlich sind wir ‘normal’ bzw akzeptiert”-Gefühl die Akzeptanz bzw Toleranz für solche medialen Selbst-Zeigungs-Orgien leider bisweilen zu weit geht, weil sie eben nicht die künstliche/übersteigerte Komponente des Ganzen wahrnehmen bzw diese in Kauf nehmen. Meiner Meinung nach werden sexuell von der “Norm” abweichende Menschen letztlich vom System missbraucht, für eine Agenda, die übrigens von der Intention der Macher auch mit dem Zuwanderungs-Hype (“der Migrant bereichert uns mit seiner Anwesenheit”) verwandt zu sein scheint.

    4. @Anonymer Optimist:

      Für meine Heteroaugen sah Boy George in den 80er weit schwuler aus als Conchita Wurst heute, die mich eher an die Zirkusattraktion “Frau mit Bart” erinnert. 😉
      Dass in den 80ern über Homosexualität oder Sexualität allgemein weniger gesprochen wurde, liegt meiner Meinung nach an der Tatsache, dass Privatsphäre damals noch groß geschrieben wurde.
      In heutigen Zeiten, wo nahezu jeder seine privatesten Dinge über Facebook oder Twitter herausschreit, fallen solche Details mehr ins Auge der Öffentlichkeit.

      Aber Sie bringen einen sehr wichtigen Punkt:
      Minderheiten jeglicher Couleur sind zu einer beliebten Zielgruppe für das linke politische Spektrum geworden und werden fleißig instrumentalisiert um das eigene Wahlergebnis zu verbessern.
      Dass die daraus entstehende Überpräsenz von Minderheitsthemen in politischen Diskussionen zur Übersättigung und damit eher zur Ablehnung denn zu mehr Akzeptanz führen, scheint manchen Politikern nicht klar zu sein.

  7. Das Richtige für einen trüben Sonntag ;)) !
    Diese Auswüchse kann man eigentlich nur mit Galgenhumor ertragen ☺

    1. ….außer man wohnt in BW und hat schulpflichtige Kinder :-(
      Daher werden wir umziehen – bevor unsere Kinder 10 Jahre alt werden.
      Getreu dem Motto:
      Wenn Du ein Problem nicht lösen kannst, dann löse Dich von dem Problem.

      Vielleicht löst sich das Problem aber auch von ganz anderer Seite und die Gender-Quoten-Fraktion wird von dem radikalen Teil unserer Neubürger zum Schweigen gebracht. Das wäre auch eine unterhaltsame Form der Realsatire.
      Frauenquote in Aufsichtsräten – ick werd’ Dir vermissen…
      Im Übrigen: Danke für diesen Beitrag an einem ansonsten grauen Sonntag!

  8. Lese gerade das Buch über Genderismus(s) aus Ihrem Shop.
    Über große Strecken muß ich schallend lachen über diese “Satire”, um dann wieder erschrocken fest zu stellen, mein Gott, das ist ja gar nicht lustig, das ist ja traurige Realität.
    Längere Zeit geisterte das Thema hier in BW durch die Medien, es gab auch Internetaktionen und Unterschriftensammlungen. Ich dachte nur, gottlob hab ich kein Kind mehr in der Schule.
    Seit der “Flüchtlingskrise” ist das Thema aber weg vom Fenster, wie praktisch! :-(

  9. Ist das Projekt nicht nach einem Aufschrei der Konservativen stark abgeschwächt worden? Gibt es neue aktuelle Entwicklungen? Über eine Quellenangabe wäre ich dankbar!

    1. …Links eingefügt über die Grundlagenmaerialien. Das Projekt wurde auf alle Ministerien und deren Verantwortungsbereich aufgeteilt und damit ein Stück unsichtbar. Für die Schulen gilt es wie besprochen.

      1. danke! ME ist das Vorhaben in BW aber seit dem Erscheinen der genannten Artikel auf Protest hin revidiert worden, es ist aber gut es im Auge zu behalten. Allein schon wegen dieses unglaublichen Vorhabens muss diese Regierung abgewählt werden im März, die Hoffnung stirbt zuletzt…

  10. Danke für die Tränen am Sonntag :):):)