Morgengrauen – Politik ohne Konsequenzen

Morgens durchlesen, was man sich auch abends bequem vorlesen lassen kann? Na Servus. Wer will schon Eintopf aus aufgekochtem Allerlei, wenn es frische Austern gibt?

Achim Winter frühstückt noch immer alleine in Frankreich. Und stellt fest: Kritisches Begleiten der Politik durch die Medien ist sowas von out. Kuscheln ist in! Das Einerlei verbindet sich zu einem großen Wohlfühleinheitsmampf. Bitte ohne Konsequenzen.

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Kommentare

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  • Mamsell

    Die Schere im Kopf und das Einschüchtern-Lassen durch Maas & Co. sind definitiv der falsche Weg. Aber hat man immer die Courage, den richtigen Weg zu gehen? Tichys Einblick im Briefkasten oder dessen Lektüre in der U-Bahn erfordern (noch?) keine allzu große Zivilcourage, aber was wäre zum Beispiel mit der Jungen Freiheit oder gar mit Compact? Dazu bräuchte es wohl erheblich mehr Mut (den ich nicht hätte). Aber es ist auf jeden Fall besser, mit dem Kauf von Tichys Einblick ein Zeichen für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt zu setzen, als überhaupt kein Zeichen zu setzen.

  • CorpusDelikti

    Die Presse in Deutschland tutet jetzt neuerdings auf Geheiss unserer maximal intelligenten Bundeskanzlerin unisono auf einer Blockflöte herum. Die Bundeskanzlerin, die auf schwierige Fragen grundsätzlich, nein, nicht mit einfachen Antworten aufwartet, diese maximal intelligente gesamtdeutsche Vollkatastrophe namens Merkel wartet mit Antworten sogar unterhalb Kindergartenniveau auf und die CDU will einen voll auf die Personalie Merkel ausgerichteten Wahlkampf gestalten. Am besten man lichtet Merkel für die Wahlplakate zusammen mit Katzenbabys oder kleinen Hundewelpen ab, oder mit einem knuddeligen Pony oder einem schwarzbunten Kälbchen, neben dem die Kanzlerin ihr debiles Grinsen in die Kamera richten kann. Das wäre repräsentativ für das Niveau, auf die sich die politische Debatte in Deutschland ja dank Merkel mittlerweile eingependelt hat…tut tut

    • Pe Wi

      NIcht zu vergessen. Huber sagte, dass sich die CSU ebenfalls eine Merkel als Kanzlerkandidatin vorstellen könnte, sie sei die starke Führerin der Mitte, was Huber immer unter Mitte versteht.

  • Andreas Schneider

    Wenn Politik „alternativlos“ wird, ist es keine Politik i. e. S. mehr. Wie sollte dieses Nichts dann auch Konsequenzen haben?

    Und unsere Medienlandschaft? Selbst die Schülerzeitung meines Gymnasiums war da bissiger und prägnanter. Das heutige Angebot regt dagegen zum Ignorieren an; wieso sollte man sein Nervenkostüm mit solcher Lektüre noch weiter ruinieren?

    Ich warte ja klammheimlich auf den Anraunzer eines bessermenschlich orientierten Fahrgastes, wenn ich mir in der Bahn das „rechte Kampfblatt“ ‚Tichys Einblick‘ aufschlage und zu Gemüte führe. 🙂

    • Mamsell

      In der Tat muss man in diesen bleiernen Zeiten schon wieder ein wenig Angst haben, wenn man etwas kritischere Blätter wie z.B. Tichys Einblick als Papierzeitung abonniert oder gar in aller Öffentlichkeit liest … Wenn die Zeitung nämlich aus dem Briefkasten herausschaut, weiß man ja nie, ob nicht jemand im Hause wohnt oder am Briefkasten vorbeikommt, welcher der örtlichen Antifa-Kampftruppe nahe steht und ihr unverzüglich Meldung erstattet (und schon steht man auf deren schwarzer Liste). Ich gestehe, dazu bin ich noch zu „feige“. Deshalb kaufe ich nur Online-Abos und vertraue dabei ganz auf die Diskretion der Vertragspartner und meiner Bank. Die Bank weigert sich jedenfalls bis jetzt noch nicht, die Zahlung für ein „rechtes Abo“ vorzunehmen. Danke, liebe Bank! Alles wird gut 🙂

  • RainerG

    Danke Herr Winter. Das war eine absolut zutreffende Beschreibung der deutschen Presselandschaft. Also derer, die sich zur „Elite“ dieser Gesellschaft zählen. Also derer, die sich mal als 4. Säule der Demokratie verstanden haben. BOOOAAAAAHHHHH………….

  • klangschale

    Kurz: „der medial-politische Komplex“, für mich das Wort/Wortkreation des Jahres. Das es allerdings nie zum Titel bringen wird, weil das so Benannte die Auszeichnung verhindern würde.

  • Pablo Martin Diaz

    Hallo Herr Winter,
    Sie haben ja so recht. Aber glücklicherweise gibt es Alternativen zur Alternativlosigkeit. TE, Achse des Guten, Cicero… Habe ich u. a. hier im letzten Jahr gelernt. Mich beschlich nämlich das Gefühl, etwas läuft gehörig faul im Staate Dänemark. Und zu meinem Glück bin ich nicht alleine. Machen Sie weiter so.
    Grüße