Besseres Geld für alle

Das indische Geldscheinchaos erinnert daran, dass Geld lange kein Staatsmonopol (auf Ausbeutung der Bürger) war und etwa der 1. Weltkrieg von allen Beteiligten nach dem ersten Kriegsjahr nicht mehr hätte finanziert werden können.

© Tatjana Balzer, Fotolia

Bargeld ist gedruckte Freiheit. Wem das zu erhaben klingt, muss aktuell nur nach Indien schauen. Die dortige Regierung hat die 500- und 1.000-Rupienscheine für ungültig erklärt, um so die Schwarzarbeit zu bekämpfen. Beide Scheine sind die gängigsten Noten auf dem Subkontinent. Seitdem versuchen Millionen von Bürgern, ihre alten Scheine umzutauschen und loszuwerden. Die Notenbank kommt mit der Bargeldproduktion der neuen Geldscheine nicht hinterher. Chaos und Panik herrschen.

Das indische Beispiel ist exemplarisch für das Problem unseres Geldsystems. Es basiert auf zwei Säulen: Die eine Säule ist das staatliche Geldmonopol. Das basiert auf dem Grundsatz, dass der Staat das gesetzliche Zahlungsmittel definiert und nur er Geld produzieren und in Umlauf bringen darf. Dem ist nur schwer auszuweichen. Alle Bürger sind Gefangene ihres Währungsraumes. Die Bürger sind im Alltag daher darauf angewiesen, dass sie jederzeit ihre Geldscheine für den Zahlungsverkehr verwenden können. Es gilt der Grundsatz von Treu und Glaube, dass Bargeld jederzeit umgetauscht werden kann. Der Staat sichert diesen Grundsatz mit seiner Autorität. Gibt es aus irgendeinem Grund Zweifel an der Geldversorgung, dann bricht leicht Panik aus. Bei Banken kommt es zum „Run“. Die Bürger versuchen, ihr Geld möglichst schnell in andere, noch gültige Geldschein umzutauschen oder generell Bargeld zu horten. Im Extremfall bricht das Wirtschaftssystem zusammen, bis der Staat durch eine Währungsreform mit neuem staatlichen Geld einen Neuanfang wagt.

Die zweite Säule unseres Geldsystems ist deren mangelnde Deckung mit einem realen Wert. Die Geldproduktion ist nicht an Gold, oder einen anderen Sachwert gebunden. Sondern sie wird zum einen durch die Zentralbanken als Bargeld gedruckt, deren Menge und Versorgung diese zentral plant und steuert. Und zum anderen als Giralgeld durch die Kreditvergabe der Banken dezentral produziert. Auf letzteres hat die Zentralbank nur indirekt Einfluss. Sie kann die Menge und die Qualität in der Regel nur mittelbar über ihre Geldpolitik steuern. Beides, Bar- und Giralgeld, werden aus dem Nichts produziert. Das Verhältnis Bargeld zu Giralgeld beträgt bei uns eins zu neun. Das ungleiche Verhältnis ist gleichzeitig das Problem bei einem Bankrun. Wollten alle Kunden einer Bank das Geld, das auf ihrem Konto als Giralgeld gebucht wurde, als Bargeld abheben, dann wäre diese Bargeldmenge nicht einmal ansatzweise vorhanden. Deshalb ist in einem ungedeckten Geldsystem der Bankrun das eigentliche Problem. Erkennen die Geldhalter diesen „Schwindel“, kommt es zur Panik. Der schnellste Windhund profitiert, der lahme Dackel schaut in die Röhre. Wer zuerst sein Konto lehrt, ist daher im Vorteil.

Will man dieses Problem angehen, dann gibt es mehrere Möglichkeiten: Die aktuell vorherrschende ist die Regulierung. Banken werden streng beaufsichtigt. Deren Kreditvergabe wird bürokratisch überwacht, damit diese und die daraus entstehende Giralgeldproduktion möglichst im Einklang mit der wirtschaftlichen Entwicklung stattfinden. Überhitzungen der Wirtschaft will die Notenbank durch eine Verschärfung der Regulierung entgegenwirken. Auf eine wirtschaftliche Schwäche reagiert die Notenbank mit einer Reduktion der Regulierung. Will man einen Bankrun verhindern, dann erfordert dies eine intensive Steuerung des Prozesses. Dennoch gibt es immer wieder unvorhergesehene Ereignisse, die schwere Wirtschaft- und Finanzkrisen auslösen. Ein „schwarzer Schwan“, also ein Ereignis das unvorhergesehen von außen auf ein Finanzsystem oder einen Wirtschaftsraum einbricht, kann schon per Definition nicht vorhergesehen und daher auch nicht gesteuert werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, die autonome Geldschöpfung durch Kredite über die Geschäftsbanken zu unterbinden. Diese Idee geht auf den Ökonomen Irvin Fisher zurück, der bereits Anfang des letzten Jahrhunderts ein Geldsystem vorschlug, bei dem ausschließlich die Zentralbanken die Menge des Bar- und Giralgeldes bestimmen. Banken müssen in diesem System 100 Prozent des Geldes ihrer Kreditvergabe bei der Zentralbank hinterlegen. Die Notenbank steuert direkt die Menge des Geldes. Fishers Modell ist staatstragend und setzt den Glauben an zentrale Steuerung und deren Verlässlichkeit und Regelgebundenheit voraus. In Krisenzeiten ist das jedoch nicht zu erwarten. Daher eignet es sich wohl nur als Übergangsmodell.

Eine weitere Möglichkeit ist der Geldwettbewerb. Diese Idee geht auf den Ökonomen Friedrich August von Hayek zurück. Der Wirtschaftsnobelpreisträger schlug 1976 vor, das Geld dem Wettbewerb auszusetzen – so wie Brötchen und Wurst auch. Wenn auch die private Geldproduktion zugelassen würde und jeder jederzeit schlechteres in besseres Geld tauschen könnte, würde niemand das schlechtere Geld halten wollen, sondern zusehen, dass er es möglichst schnell umtauscht. Durch den Wettbewerb würde sich evolutorisch gutes Geld entwickeln. Für manchen mag dieser Vorschlag utopisch klingen. Aber Geld ist eine private Erfindung. Der Staat hat sich im Laufe der Geschichte das Geldmonopol erst angeeignet, um leichter den Staatsapparat durch Verschuldung und Inflation finanzieren zu können. Kriege und der Hofstaat waren dadurch leichter und länger zu finanzieren.

Hayeks Idee des Geldwettbewerbs beruht auf seiner Skepsis gegenüber der zentralen Steuerung von Prozessen, an denen viele Akteure beteiligt sind. Er war überzeugt, dass niemand das umfassende Wissen von Millionen von Menschen in sich vereinen kann, wie die richtige Versorgung des Einzelnen mit Gütern aussehen kann. Deshalb kann auch niemand dies zentral planen. Es sei eine Anmaßung von Wissen, die sich der Staat hier zu eigen mache. Daraus leitete er ab: „Die Hauptaufgabe des Wettbewerbs ist es, zu zeigen welche Pläne falsch sind.“ Darin steckt auch der Gedanke, dass es in einer Wirtschaftsordnung besser ist, wenn ein Scheitern dezentral im Kleinen stattfindet als wenn ein zentraler Irrtum im Großen möglich ist, dem keiner ausweichen kann.

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Kommentare

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  • odg

    Ein Geldsystem ist Teil eines sozialen Systems. Um ein perfektes Geldsystem zu entwickeln braucht man ein mathematisches Modell zur realen / objektiven Beschreibung der Gesetzmaessigkeiten des uebergeordneten sozialen Systems. Ein solches Modell gibt es bis jetzt nicht. Somit bleiben Geldsysteme bestimmt durch verschiedenste subjektive Interessen von Politik und / oder Wirtschaft etc.

  • Bernhard K. Kopp

    Das indische Bargeldproblem ist durch die unzureichende operative Vorbereitung, d.h. administrative Inkompetenz, entstanden, und erscheint keine geldtheoretische Dimension zu haben. Das in Indien selbstgeschaffene Schlamassel ist nicht exemplarisch. Bei uns hat sogar die Euro-Umstellung auf der Bargeld-Ebene besser funktioniert.

  • Reinhard Peda

    Indien? Hier mehr Informationen:

    https://www.indienaktuell.de/magazin/tourismus/indien-zieht-500-und-1000-rupien-scheine-aus-dem-verkehr-683233

    Bei uns der 500 EURO-Schein, der aus dem Verkehr gezogen wird.

    Schäffler liest meine Kommentare nicht, sonst würde Er nicht so einen Artikel schreiben.

    Wie das Bargeld in Umlauf kommt:

    https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Service/Schule_und_Bildung/geldschoepfung.html?notFirst=true&docId=147694#doc147694bodyText1

    Können Geschäftsbanken mit selbstgeswchöpfte Giralgeld Immobilien erwerben:

    https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/FAQ_Listen/faq_zum_thema_geldschoepfung.html

    Ich Will nee Bank, und lass die Inflation für mich Arbeiten! Aktien kaufen geht ja dann wohl auch?!

  • Andreas Bartholomäus

    Irving Fisher nimmt in der Neoklassik, als einer der Hauptvertreter der Neoklassik der USA, eine Sonderrolle ein. Irving Fishers „Quantitätstheorie(Geldmengensteuerung)“ als solche, wie auch die darauf basierende von Milton Friedman, als Gegenentwurf zum nachfrageorientierten Keynesianismus, entwickelte wirtschaftspolitische Konzeption des „Monetarismus“, standen im strikten bezug zur Geldpolitik auf „Supernationaler Ebene“ und dem US-Dollar als reines Papiergeldwährungssystem.

    Die seit der Finanzkrise 2008/09 betriebene Ausweitung der
    Zentralbankgeldmenge hat allerdings gezeigt, dass die monetaristische
    Vorstellung eines engen Zusammenhangs zwischen der Zentralbankgeldmenge
    (der sogenannten Geldbasis) und der Geldmenge (M1 oder M3) nicht der
    Realität entspricht, da die Geschäftsbanken die gestiegene Geldbasis
    nicht nutzen (können), um verstärkt Geld- und Kreditschöpfung (durch
    Vergabe von mehr Krediten an Unternehmen) zu betreiben. Mit dieser geldpolitischen Ausrichtung haben sich die Zentralbanken von
    der monetaristischen Lehre verabschiedet. Der Monetarismus spielt in der geldpolitischen Diskussion keine Rolle mehr. Die US-amerikanische Notenbank
    (FED) hat dies auch offen bekundet, die Vorsitzende Ökonomin Janet Yellen hat klar gesagt:
    „dass in ihrem geldpolitischen Denken die Geldmenge überhaupt keine
    Rolle mehr spielt. Vielmehr stellte sie als Faktoren für die
    kurzfristige Inflationsentwicklung (neben Importpreisen oder externen
    Schocks wie aktuell dem Ölpreisrückgang) vor allem den Auslastungsgrad
    der Produktionskapazitäten und den Arbeitsmarkt heraus. Ist die
    Arbeitslosigkeit gering, kann der resultierende Lohndruck zu einem
    Preisanstieg führen. Längerfristig werde sich die Inflationsrate jedoch
    um die Inflationserwartungen herum bewegen. Diese Inflationserwartungen
    könne die Zentralbank prägen“(FAZ 30.9.2015).

    1974 ging die Deutsche Bundesbank als erste zentrale Notenbank der Welt zu einer Geldmengensteuerung über. Welchen Nationalökonomischen Effekt der Monetarismus auf Nationalstaatlicher Ebene erzeugt, hat sich in den Wirtschaftspolitischen spannungen gezeigt, welche schlussendlich zur „Bonner Wende“ geführt haben. Friedrich August von Hayek bzw. die Neo-klassische Wirtschaftstheorie in allen Ehren, aber vielleicht sollten wir unsere Nationalökonomische Situation doch lieber wieder aus dem keynesianischen Ansatz her betrachten. Alleine schon deswegen, weil wir keine Nationale Währung mehr haben und die Geldpolitik sache der EZB ist, aber auch, weil sich die annahme der Neoklassichen Theorie, ein volkswirtschaftliches System sei „inhärent“, d. h.
    von sich aus stabil ist und nach Störungen wieder zum Gleichgewicht bei
    Vollbeschäftigung zurückfindet, bis dato ebenfalls nicht bewahrheitet hat, Stichwort: Marktfundamentalismus. Die von John Maynard Keynes als „Liquiditätsfalle“ beschriebene Situation einer Volkswirtschaft, scheint mir zumindest, viel eher der heutigen Realität zu entsprechen.

    „Wir verdanken den Amerikanern eine große Bereicherung der Sprache durch den bezeichnenden Ausdruck weasel-word.
    So wie das kleine Raubtier, das auch wir Wiesel nennen, angeblich aus
    einem Ei allen Inhalt heraussaugen kann, ohne daß man dies nachher der
    leeren Schale anmerkt, so sind die Wiesel-Wörter jene, die, wenn man sie
    einem Wort hinzufügt, dieses Wort jedes Inhalts und jeder Bedeutung
    berauben. Ich glaube, das Wiesel-Wort par excellence ist das Wort sozial.
    Was es eigentlich heißt, weiß niemand. Wahr ist nur, daß eine soziale
    Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein
    Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit – und ich fürchte auch, soziale Demokratie keine Demokratie ist.“ -F. A. von Hayek:Wissenschaft und Sozialismus.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Marktfundamentalismus
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liquidit%C3%A4tsfalle
    https://de.wikipedia.org/wiki/Keynesianismus
    https://de.wikipedia.org/wiki/Monetarismus
    https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_August_von_Hayek

    • Hans Druchschnitt

      Oje Oje, fangen Sie noch mal ganz von Vorne an, das ist wirklich nicht zum aushalten.
      https://www.youtube.com/watch?v=0G4ATAi5lms

      Gruß
      H.D.

      • So nicht korrekt. Und nein der Zins ist nicht das Problem.

      • Andreas Bartholomäus

        Womit von Vorne anfangen? Mir den subjektiv dargestellten Schwachsinn in YouTube Videos als eigene Meinung aufschwatzen lassen, weil Ich aufgrund meiner sozialisierten Halbbildung in keiner reflexiven Distanz zum Informationsangebot stehe und somit nicht der sachlichen differenzierung fähig bin? Nein Danke!

        Ich bilde mich, mit einer Erkenntnistheoretischen Erörterung aus der position des radikalen Konstruktivitismus, doch lieber selber. Ich weiß, ich weiß, die in der deutschsprachigen Denktradition stehende Geisteswissenschft(en) ist absolut Oldschool für den Bildungsprozess, aber meine Kognition geht da halt voll drauf ab. To live is to know!

        Zur Info: Wenn Sie nochmal ganz von vorne anfangen möchten, am Anfang steht „Karl Marx – Das Kapital“. Darin beschreibt Karl Marx den „Geldfetisch“ wie folgt:

        Der Tauschwert erhält im Geld eine eigene Existenzweise. Von Marx wird Geld im Gegensatz zu den anderen Waren keinerlei (materieller)
        Gebrauchswert, sondern nur (sozialer) Tauschwert beigemessen. Geld
        werde aber in der Gesellschaft üblicherweise die Eigenschaft
        zugeschrieben, „an sich“ materiellen/-r Wert zu haben bzw. Wert zu sein.
        Dadurch verstärke sich der Fetischismus noch. So erscheine das Geld
        fälschlicherweise geradezu als die Substanz der übrigen Waren, denen
        (materieller) Gebrauchswert beigemessen wird, anstatt als deren
        Wertausdruck:

        „Eine Ware scheint nicht erst Geld zu werden, weil die anderen Waren
        allseitig ihre Werte in ihr darstellen, sondern sie scheinen umgekehrt
        allgemein ihre Werte in ihr darzustellen, weil sie Geld ist.“ Im Geld
        fänden die übrigen Waren „ihre eigne Wertgestalt fertig vor als einen
        außer und neben ihnen existierenden Warenkörper.“

        Eben weil die schöpferische Arbeit in der Gestalt des Geldes unsichtbar
        sei, erscheine das Geld als eigene Macht: „Daher die Magie des Geldes“.

        Das Problem ist das zu geringe Geldkapital im nationalökonomischen Wirtschaftskreislauf. Sprich der aufgrund einer zu kleinen Zentralbankgeldmenge(Zentralbank=Deutsche Bundesbank) defizitäre Bargeldfluss in unserer Volkswirtschaft, weil die expansive Geldpolitik des Organ der Europäischen Währungsunion(EZB), vom Staat nicht wirtschaftspolitisch mittels einer expansiven Fiskalpolitik genutzt bzw. umgemünzt wird. Wie im vorigen posting schon gesagt, der „Monetarismus“(Geldmengenregulierung durch die Zentralbank) spielt in der Geldpolitischen Währungs-diskussion, wo die Nationalstaatliche Politik sowieso nichts mehr mitzureden hat, keine rolle mehr. Warum überall Geld fehlt? Weil man unter der Berliner-Käseglocke immer noch davon überzeugt ist, das die Staats-aktive(Prozesspolitische) Geldpolitik des „Monetarismus als wirtschaftspolitische Konzeption“, in der Nationalökonomie/Volkswirtschaft eine positive rolle spielt.

  • Matthias Losert

    Die VWL differenziert zwischen Güter- und Finanzkreislauf: jedes Geldsystem unterliegt einem territorialen Bezug (bspw. Landesgrenzen) oder einer festen Bindung an Werten, wie bspw. Gold.
    Wirtschaftshistorisch wurde die Golddeckung aufgegeben. Der territoriale Bezug leidet an der Schwäche, dass Volkswirtschaften massgeblich in der „Dritten Dimenison“ (Dichte an biologische Kohlenstoffbindungen – vgl. Wüste und Regen- wald) wachsen. Abstrakt wächst eine VW von (1/1) (=Wüste) nach ((n+1)/(n+1)) (=Regenwald), wobei die kulturelle Komplexität zunimmt.
    Im Zuge einer Ind.4.0 wird der Güterkreislauf abstrahiert. Die betriebswirtschaftl. Daten sind austauschbar. Es wird sich ein weiterer immaterieller Refernzrahmen zwischen Finanzkreislauf (=monetäre Sphäre) und Naturspähre bilden.
    Die Gütermenge kann eine notenbankähnliche Institution steuern, um inter- evolutionäre Wachstumsrisiken zwischen Antropho- und Natursphäre zu senken.

    Die Frage nach dem künftigen Währungssystem ist der Schlüssen für viele politische Lösungen.

    • hasenfurz

      Die Umsetzung von Bio-Diversitäts-Strukturen im Rahmen der Agenda 21 ist in vollem Gange. Seltsamerweise führt das zu massenweiser Enteignung von (privaten, autonomen) Flächen, die für „Biodiversitäten-Schutz“ oder als andere Natur-Reservate deklariert werden, so daß
      1) Landbewohner regelrecht in Städte (Megacites) getrieben werden
      2) obskure Stiftungen der globalistischen Eliten über immer mehr Flächenhektare verfügen. honi soit qui mal y pense. Wir müssen Alle gerettet werden, nur manche retten halt größere Stücke für sich, oder wie? Alles neo-liberalistische Ver*rschung, die ganze Weltrettung nur eine große Umformung und Umverteilungsaktion…

  • Herbert Wolkenspalter

    Mir leuchtet nicht ein, dass das beste Geldsystem nur durch konkurrierendes Probieren herausgefunden werden kann, dass am Ende doch wieder ein Monopol ist und zwar in privater Hand ohne staatliche Kontrollmöglichkeit und Verantwortlichkeit.

    Der US-Dollar ist privat entstanden, die FED bis heute innerhalb von Rahmenbedingungen unabhängig, politisch beratbar aber nicht bestimmbar. Das Problem des Dollar ist indessen sein zinsbehaftetes Gelderschaffungsprinzip, welches dasselbe ist wie beim EUR. Man sieht die sich daraus ergebende, immanente Überschuldungsgefahr anfänglich nicht, weil sie exponentiell, somit am Anfang unscheinbar flach verläuft. Erst viel später biegt sie immer schneller und steiler nach oben bis sie durch die Decke schießt. Würde es privaten Gelddruckern überlassen, hätte gerade dieses System beste Aussichten sich durchzusetzen, was nicht zuletzt daran liegt, dass Viele die einem System innewohnenden Fallstricke gar nicht reflektieren und verstehen.

    Warum sollte es nicht möglich sein, ein intelligentes Geldsystem zu entwerfen, das diese Probleme nicht mitbringt? Warum werden keine Mathematiker herangezogen, warum lassen wir Wirtschaftswissenschafler zu Lasten der Steuerzahler studieren, wenn am Ende durch Probieren(!!) gemäß Trial & Error herausgefunden werden soll, was das Beste ist? Geld ist keine subjektive Geschmacksache wie der Kauf von Produkten.

    • Andreas Bartholomäus

      „Das Problem des Dollar ist indessen sein zinsbehaftetes Gelderschaffungsprinzip, welches dasselbe ist wie beim EUR.“

      Das entspricht so nicht der realität. Der USD ist ein reines Papiergeldsystem und kein Zinsgeldsystem. Aufgrund dessen wurde die Quantitätstheorie zur anwendung auf Supernationaler Ebene, ja ursprünglich entwickelt. Allerdings ist durch die seit der Finanzkrise 2008/09 betriebene Ausweitung der
      Zentralbankgeldmenge deutlich geworden, dass der Monetarismus in der geldpolitischen Diskussion keine Rolle mehr spielt.

      • Herbert Wolkenspalter

        Auch im Dollarsystem bekommt niemand frisch in Umlauf kommendes Geld, das die umlaufende Geldmenge vergrößert, geschenkt. Genau wie bei uns kommt frisches Geld als zinsbehafteter Kredit auf die Welt – ergo ist es eine zinsbehaftete Gelderschaffung aus dem Nichts (wie auch Herr Schäffler es schon nannte). Ob das Geld aus Papier besteht oder nicht, ist für diesen Umstand irrelevant.

      • Andreas Bartholomäus

        Das ist soweit richtig. Ich spreche allerdings von der Staatlichen beschaffung von Liquiden Geldmitteln. Der eintausch von Staatsanleihen in Geldmittel, welche darauf hin von den Zentralbanken als Währungsanleihen gehandelt werden, erfolgt 1:1 inkl. Notenbank Zins bzw. exkl. Zinsaufschlag. Daher das als Nationalewährung ausgeführte „reine Papiergeldsystem“.

  • hasenfurz

    Ich bin für zu stärkeren Anteilen regionales und lokales, auch „fließendes“ Geld. So könnte man zunehmende (außer-regionale, globale) Monopolisierung von Marktmacht und durch stetig steigenden Zinsschuldendruck wesentlich verringern. Irgendwelchen Gelddruckern in Konzernen oder (transnationalen) Behörden traue ich keinen Zentimeter über den Weg. Ich will konkret sehen, wo das Geld sitzt und wirkt.
    Nachdem eine deutsche Bank mal den Slogan prägte: „Vertrauen ist der Anfang von Allem“, wurde mir später klar, welche Gaunereien und Tricksereien nach der Methode ‚Haltet den Dieb!‘ und gefälschter Wert-Analysen auch damit gemeint sein können, möglicherweise sogar primär gemeint waren…

  • Marc Hofmann

    Den Wert des Geldes (Währung) ist von der Fähigkeit einer Politik abhängig, die nur die nötigsten Rahmenbedingungen setzt und auf Subventionen verzichtet. Eine Politik, die weis, was es bedeutet eine „wirtschaftliche MEHRWERT Schöpfung“ ist die Basis für Wohlstand und Sozialstaat, ist.
    Die der Markt-Gesellschaft soviel Freiheiten wie irgendwie möglich gibt und die die Offenheit für Forschung und Entwicklung zeigt. Eine Politik die die freie Aufklärung in den Mittelpunkt stellt und die Ideologie in den Schubläden lässt.
    Und genau das macht Trump in Zukunft. Er gibt der Gesellschaft die Luft zum Atmen zurück und legt somit die Basis für die wirtschaftliche Mehrwertschöpfungskette die in eine soziale Marktgesellschaft münden wird in der jeder Bürger die Chance auf Wohlstand hat. Der Fleiß und Bildung sind hier unabdingbar um selbstbestimmt und eigenverantworlich seine eigene Basis des Wohlstandes zu erarbeiten.