Der linke Mainstream ersetzt das Grundgesetz – Teil 2

BettinaRoehlDirekt

Die deutsche Regierung Merkel/Gabriel, und ganz ähnlich sieht es bei den Regierungen der meisten anderen europäischen Länder aus, interessiert sich für das Geschehen im Nahen und Mittleren Osten nicht – wo Akte des Völkermords, Massenmord und Versklavung auf der Tagesordnung stehen. Diese Verbrechen werden in den westlichen Medien auf eine nur gespenstisch zu nennende Art und Weise ausgeblendet. Stattdessen – ein bisschen Empörung über Putin. Aber der “Rassismus” der Deutschen (der Franzosen, der Holländer, Schweden, Norweger, der Engländer, der Italiener oder der Schweizer) gegen Flüchtlinge und Migranten und Muslime in Europa wird von der Nomenklatura behandelt, als wäre dieser zentral für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation.

Ausgeblendet wird, dass die Mehrheit der Deutschen längst eine Willkommenskultur lebt, die allerdings in vorwurfsvollem Ton ständig neu eingefordert wird – während sich Muslime ihrerseits ausgrenzen. Es bleibt dem greisen Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt vorbehalten, dies zu benennen. Doch dieses Thema ist tabuisiert. Es zu benennen, gilt als “rechts”. Es zu verschweigen, erfordert der linke Mainstream. Es ist nicht das einzige Thema, das so in böse und gut etikettiert wird – und die der Debatte entzogen werden.

Beachtlich ist, dass die Themenkomplexe, über die der Souverän, das Volk, laut den linken, grünen und schwarzen Eliten zu schweigen hat, allesamt, so unterschiedlich sie sind, links besetzt sind, obwohl sie eigentlich nichts mit links oder rechts zu tun haben. Kernspaltung ist ein physikalisch- technisches Phänomen, und damit weder links noch rechts. Gegen Kernkraftwerke zu opponieren hat mit linker oder rechter Politik nichts zu tun. Für oder gegen den Euro zu sein hat mit links oder rechts nichts zu tun. Frühkindliche Sexualindoktrination hat mit links oder rechts nichts zu tun. Zuwanderung, der Islam, der Islamismus, all diese Themen haben für sich gesehen mit links oder rechts nichts zu tun – im Gegenteil: Die Unterdrückung der Frau, die brutale Versklavung anderer Ethnien und der Völkermord: Das ist es doch eigentlich, wogegen die Linke immer kämpft, zumindest seit sie vorgibt, Stalin überwunden zu haben. So gesehen, verrät die Linke ihre Ideale. Schlimmer noch: Sie benutzt ihre geschändeten Ideale als Waffe. Denn ausgerechnet das grundsätzlich atheistische linke Lager, das doch seinem wissenschaftlichen Sozialismus folgt, und das sich heute noch am Christentum abarbeitet, steigert sich in einen umfassenden Philoislamismus hinein, der die brutale Wirklichkeit ausblendet. Dieser Widerspruch erfüllt einen wichtigen Zweck: Der Philoislamismus dient ausschließlich dem Zweck alle Nicht-Philoislamisten zu islamophoben Rassisten zu erklären.

Da links ganz unumstößlich ein Synonym für gut, edel und moralisch geworden ist und rechts für die entsprechenden Gegenteile steht, hat sich eine geradezu perverse politische Realität etabliert: Wer für Atomkraft eintritt, ist böse und rechts. Wer eine geregelte Zuwanderung fordert, ist böse und rechts. Wer immer noch an den Primat der Verfassung glaubt und sie gegen Islamisten und ihre Tarnorganisationen und Verharmloser durchsetzen will, ist islamophob, mithin Rassist, also rechtsradikal.

Die Sanktionen sind brutal

Die gesellschaftlichen Mechanismen, die das politische Geschehen bestimmen, haben dabei längst einen Grad des Automatismus erreicht, den Niemand mehr beherrscht. Wir fliegen auf Autopilot nach links. Die Abläufe haben sich zu einem diffusen nach links ziehenden Mainstream verselbstständigt, auf dem die linken Eliten surft und sich dabei einen feinen Lenz macht. Die Profiteure dieser Mainstreamdiktatur achten eisenhart darauf, sich höchst aktiv und lautstark korrekt und konform zu verhalten und diese strikte Verhaltensregeln allen anderen aufzuzwingen und sie damit zum Schweigen zu bringen. Eine Kampfparole der korrekten Konformisten lautet: In diesem Land könnte jeder seine Meinung frei äußern. Es gäbe den erdrückenden politischen Mainstream überhaupt nicht. Die Eindimensionalität der veröffentlichten Meinung und des öffentlichten Diskurses wären wahnhafte Hirngespinste irrlichtender Wutbürger, Pegida-Kämpfer oder rechtspopulistischer IS-oder Salafistenhasser.

In der Tat gibt es keine offiziöse staatliche Zensur. De facto steht über dem Recht allerdings die Realität des Alltags und es ist sehr real, wie diametral sich die Mainstreamfürsten mit ihrem Satz von der Meinungsfreiheit selber Lügen strafen angesichts ihrer eigenen auf Vernichtung des politischen Gegners abzielenden Agitation: Wer dagegen ist, ist ein „Nazi in Nadelstreifen“, “Rattenfänger“, oder “Schande für Deutschland“; zumindest aber ein „Latenz-Nazi“. Der Latzenz-Nazi ist die neueste Sprachschöpfung aus dem Wörterbuch des wissenschaftlichen Sozialismus und nimmt alle jene ins Visier, die noch gar nicht wissen, dass sie heimlich einen rechten Gedanken pflegen und trotzdem schon schuldig sind.

Auch in Maos, Stalins oder Hitlers Diktatur konnte jeder den Satz öffentlich sagen: Ich bin gegen diese Völkermörder. Allerdings konnte jeder den Satz nur einmal sagen, an einem zweiten Versuch hinderte ihn in der Regel der Tod, herbeigeführt durch die Vollstrecker der Unrechtssysteme, deren späte Diener heute in einem deutschen Parlament für die rotrotgrüne Regierungsmehrheit sorgen. Daran gemessen haben wir es heute besser, viel besser. Wer eine Meinung äußert, die dem politisch korrekten Mainstream widerspricht oder in diesen Strom nicht hineinpasst, wird nicht physisch verfolgt. Er stellt sich allerdings automatisch ins gesellschaftliche Aus . Er heißt dann zum Beispiel “Rassist”, “Nazi”. Er heißt dann automatisch “Schande für Deutschland”. Die Sanktionen sind spürbar. Der Staat ermordet Niemanden wegen seiner Meinung, könnte man sarkastisch feststellen. Das ist ein großer Fortschritt. Allerdings grenzen seine Vertreter Menschen mit willkürlich für missliebig erklärter Meinung rufmörderisch aus. Einzelne Menschen verlieren in Folge dieses Rufmordes ihren Job, ihre Vertragspartner und ihre Zukunftschancen und werden ruiniert. Es ist der vorauseilende Gehorsam von Vorgesetzten, Bankangestellten oder sonstigen Vertragspartnern, der zur Kündigung von Arbeitsverhältnissen, zur Nichtgewährung von Bankkonten, zur Absage von Aufträgen und zu nachbarschaftlichen Ausgrenzungen führt.

Und gelegentlich “schicken” und bezahlt der Staat neuerdings auch die Antifa, die durchaus lebensbedrohliche Situationen für einzelne Menschen schafft. Meinungsfreiheit darf nicht zur Mainstreamfreiheit verkommen. Im Rahmen seinen Rechtsprechung zur NPD postuliert das Verfassungsgericht, dass es die gegebenenfalls auch sehr harte innenpolitische Auseinandersetzung richten soll, dass nicht der Richterspruch über Zulässig oder unzulässig entscheidet. Dabei übersieht das Bundesverfassungsgericht, vielleicht auch schon vom Mainstream angeschlagen, dass die Auseinandersetzung erstickt wird, wenn abweichende Meinungen selbstherrlich und willkürlich von irgendwelchen Mainstreamfanatikern ins politische Off verdrängt werden. Das geschieht in einem so massiven Umfang und durch eine Gleichschaltung aller Ebenen, dass es hoheitlichen Charakter annimmt, auch wenn dies nicht durch eine zentrale staatliche Stelle vorgeschrieben wird. Das Bundesverfassungsgericht muss seine Rechtsprechung an diesem Punkt dringend korrigieren und nachjustieren.

Dabei gilt aber auch: Das reale Leben wird konservativ, wird rechts gelebt – der darüberliegende lautstarke Mainstream fließt nach links.Dabei beginnt jedoch der Mainstream, immer weiter auch jene gesellschaftlichen Sphären anzugreifen, vor denen er bisher stehen bleiben musste: Die Wirtschaft. Die Frauenquote in Aufsichtsräten ist nur das jüngste Beispiel; aber auch über Regeln der öffentlichen Auftragsvergabe wird massiv bis in kleinste Details unternehmerischer Entscheidungsbefugnis eingegriffen. Die Frage ist nur: Wenn deutsche Unternehmen so ineffizient werden wie es deutsche Universitäten über weite Bereiche jenseits von Technik und Naturwissenschaften bereits sind – dann könnte es bald vorbei sein mit dieser Form des linken Lebens auf rechter Basis. Oder aber, die gesellschaftlichen Umverteilungsmechanismen müssen noch einmal verschärft werden.

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Kommentare {38}

  1. Ich bin beeindruckt von ihren Aufsätzen und wünsche ihnen weiter viel Kraft und Mut

  2. Glückwunsch Frau Bettina Röhl,
    mit dieser großartigen Arbeit haben Sie den linken Mainstream mit all seiner Heuchelei, Lüge, perfiden Verdummungstaktik durch die herrschenden Eliten unübertrefflich demaskiert.
    Aus dem marxistischen “Gespenst des Kommunismus” der Jahre 1847/48 ist trotz seines die Völker Europas erlösenden Niedergangs in den Schicksalsjahren 1989-1991 unmerklich ein alles durchdringender Dämon geworden.

  3. …man könnte wesentlich kürzer sagen:
    “Entscheidend ist, dass wir umgeben sind
    von national denkenden Nationen, wir aber
    sind die “Rechten”, warum? Die jetzt bestehende
    Generation ist doch überhaupt nicht mehr verantwortlich
    für das Vergangene. Fragt man noch nach wie das mit den
    Indianern war? Wer beim Boxerkrieg die Verantwortung hatte oder jetzt noch hat?

  4. Danke für die hervorragende Analyse der gegenwärtigen Gemengelage!
    Seit ich durch persönliche Kontakte während des letzten Bundestagswahlkampfs zufällig erfahren habe, dass eine AfD-Kandidatin die von ihr aufgeängten Plakate mit ihrem Porträt eigenhändig wieder abnahm – aus Angst vor Übergriffen des “antifaschistischwen” Mobs -; dass ein Wahlhelfer der AfD beim Plakatieren überfallen und niedergeschlagen wurde – Gott sei Dank “nur” leicht verletzt -; und dass von seiten der übrigen Parteien in dieser Stadt hierzu keinerlei Stellungnahme abgegeben wurde – diese antidemokratischen Aktionen also stillschweigend gebillitgt wurden -, ist mein Vertrauens in die politische Kultur dieses Landes endgültig zerstört. Ich selbst gehöre keiner Partei an, habe nie einer angehört und bin einer, den man in der 68er Zeit als “Scheißliberalen” bezeichnet hätte.
    Alles in allem sind wir in der DDR 2.0 angelangt. Ähnlich wie in der DDR 1.0 ist der politische Mainstream meilenweit vom Mainstream des Volkes entfernt. Die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin liefert das aktuellste Beispiel hierfür. Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Es stellt sich die spannende Frage, wie der Mauerfall 2.0 aussehen wird, damals kam der Anstoß aus Osteuropa (Polen, Gorbatschow etc.), heute könnte er aus West- und Südeuropa (England bzw. UK, Griechenland, Frankreich etc.) kommen. Man sollte immer daran denken: Die Implosion kann sehr plötzlich geschehen. Und ziemlich unabhängig von den “Nazis”, “Rassisten” und “Fremdenhassern”, von denen Herr Oppermann, Herr Rixinger, Frau Merkel, Herr Gauck und all die anderen andauernd schwadronieren. Offenbar lebt die politische Kaste (einschließlich Kirchen, Gewerkschaften und staatlichen Kultureinrichtungen) in einer Parallelwelt, deren Fäden zur real existierenden Gesellschaft irreparabel zerrisen sind.
    Dass ich diesen Kommentar anonym verfasse, belegt Ihre These, dass die Meinungsfreiheit de facto nicht mehr gilt und stattdessen ein Gesinnungsterror herrscht. Denn ich habe keine Lust, mich zum Opfer einer medialen Hexenjagd zu machen oder von der “Antifa” angangen zu werden. Soviel zu Freiheit und Demokratie in der DDR 2.0 – vom Thema “Wohlstand für Alle” (Ludwig Erhard) ganz zu schweigen.
    Prosit Neujahr!